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    The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot

    Onnovon Onno3. Juli 2019Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Beitragsbild zu The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot © capelight pictures
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    The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot, ein Titel der lang und skurril ist. Trash oder Drama? Was der Film wirklich liefert lest ihr hier. 

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=qKHZ6p-B6IU“]

    Sam Elliott auf dem Cover zu The Man Who Killed Hitler and then the Bigfoot
    Das Blu-ray-Cover © capelight pictures

    Der Mörder von Hitler und Bigfoot 

    Als US-Soldat während des zweiten Weltkriegs hatte Calvin Barr (Aidan Turner) den Sonderauftrag erhalten, Adolf Hitler zu töten. Mit einer List hatte er die Nazis infiltriert und konnte seinen Auftrag erfolgreich beenden. Dafür hatte er damals seine Geliebte Maxine (Caitlin Fitzgerald) verlassen und fristet seit seiner Rückkehr aus dem Krieg ein einsames Leben. Die Jahre sind vergangen, und Calvin (Sam Elliott) kämpft sich durch seinen langweiligen und von Routinen durchzogenen Alltag. Doch die Regierung erinnert sich noch an seine Verdienste und Fähigkeiten. Aus diesem Grund besucht ihn das FBI, um ihn mit einem sonderbaren Auftrag zu betrauen. Er soll den sagenumwobenen Bigfoot erlegen, welcher in den nordamerikanischen Wäldern sein tödliches Unwesen treibt. 

    Ein Kriegsheld, gefangen in der Alltagsroutine 

    Der Titel von The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot ist nicht nur lang und skurril, sondern erweckt beim Zuschauer eine bestimmte Erwartungshaltung. In Zeiten von unzähligen Trash- und Monsterfilmen könnte man den Streifen schnell in dieser Ecke vermuten, doch dafür ist die Hauptrolle mit Sam Elliott zu prominent und hochwertig besetzt. Dann eventuell eine hochwertige Monsterkomödie mit reichlich Augenzwingern und actionreichen Momenten? Nein, auch das liefert der Film nicht, denn man bekommt das, was man wohl als Letztes vermuten würde. Nämlich ein langatmiges Drama, dass sich vordergründig mit den Alltagsproblemen eines in die Jahre gekommen Kriegsveteranen beschäftigt. Vergangener Glanz, verflossene Liebe und vergebene Möglichkeiten. Die Darstellung von Calvins Leben im Ruhestadt suhlt sich in einem depressiven Nebel, welcher ausgiebig beleuchtet wird. 

    Sam Elliott legt mit dem Gewehr an in The Man Who Killed Hitler and then the Bigfoot
    Calvin (Sam Eliott) jagd den Bigfoot © capelight pictures

    Sam Elliotts mürrische, aber dennoch charismatische Ausstrahlung passt hervorragend zu dieser Rolle und trägt den Film auf angenehme Art und Weise. Doch nicht nur das fortgeschrittene Stadium von Calvins Leben ist Gegenstand des Films, sondern auch die Ereignisse während des zweiten Weltkriegs. Diese werden in Rückblenden erzählt und sorgen für die die Action-reichsten Momente des Films. Man fiebert regelrecht mit, bis die Ermordung von Hitler dann schlussendlich von Statten gegangen ist. Eine Heldentat unter dem Deckmantel des Schweigens, welche Calvin sämtliche Möglichkeiten auf ein eigenes, erfülltes Leben genommen hat. Die Gegenüberstellung der beiden Lebensphasen lässt die Vergänglichkeit spürbar werden. 

    Die Jagd nach Bigfoot wird zur Geduldsprobe 

    Die Jagd nach Bigfoot gibt dem Veteranen neuen Lebensmut, ist in seiner Inszenierung aber ähnlich träge, wie die zuvor zur Schau gestellte Alltagsroutine. Zwischen den beiden titelgebenden Tötungen legt Regisseur Krzykowski nämlich ein sehr behäbiges Tempo an den Tag. Sehr ausgiebig werden die Aktivitäten des Veteranen durchexerziert und ständig wiederholt. Es ist löblich, dass man sich Zeit für seine Geschichte und die Figur nimmt, doch überspannt man hier des Öfteren den Geduldsbogen. Wenn man Calvin zum x-ten Mal seine Tabletten einnehmen und Fertignahrung essen sieht, langweilt das viel mehr, als dass es wirklich Sinn ergibt. Kommt es dann endlich zum Aufeinandertreffen mit haarigen Riesen, geht der finale Kampf dann auch relativ schnell und höhepunktarm von statten. Letztlich wird man mit einem unbefriedigenden Gefühl entlassen, das Ganze ist zwar interessant, aber dafür sehr langatmig.

    Calvin und seine Ex-Frau dinieren in The Man Who Killed Hitler and then the Bigfoot
    Calvin (Aidan Turner) und seine verflossene Liebe © capelight pictures

    Mein Fazit zu The Man Who Killed Hitler And Then The Bigfoot 

    Wer Hitler getötet hat, kann es doch auch mit Bigfoot aufnehmen, oder? So ungewöhnlich der Titel und die Geschichte auch sind, so gewöhnlich ist Film. Das mag sich, ob der skurrilen Handlung, zwar im ersten Moment komisch anhören, doch dahinter verbirgt sich ein waschechtes Drama, um einen gealterten Kriegsveteranen. Alltagsroutinen und die Trauer über vergangene Möglichkeiten und Liebschaften prägen das Bild des Protagonisten. Während die Tötung Hitlers noch für willkommene Abwechslung sorgt, verkommt die Jagd nach dem Bigfoot zu einem höhepunktarmen Selbstfindungstrip. Toll gespielt von Sam Eliott, als Film aber leider wenig überzeugend.

    Der Film ist seit dem 14.06.2019 im Heimkino erhältlich. Neben Standardversionen auf DVD und Blu-ray ist auch ein 3-Disc-Mediabook auf UHD erschienen. Neben den physischen Medien lässt sich der Film auch digital ausliehen oder erwerben.


    © Capelight Pictures

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