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    Startseite » Leben und Sterben in LA
    Filme

    Leben und Sterben in LA

    Sebastian Pixbergvon Sebastian Pixberg16. Dezember 2018Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Richard Chance und seine Affäre
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    Regisseur William Friedkin machte sich besonders in den 70ern mit Werken wie French Connection (1971) oder Der Exorzist (1973) einen Namen. Seit langer Zeit ist es jedoch ruhig um ihn geworden. Mitte der 80er lieferte er aber noch einen eher untypischen Actionthriller namens Leben und Sterben in LA ab, der sich trotz der namenhaften Besetzung und den guten Kritiken nie an besonders großer Bekanntheit erfreute.

    [su_youtube URL=https://www.youtube.com/watch?v=CAd_bc3W00g]

    Plakat zu Leben und Sterben in LA © Capelight Pictures
    Bluray-Cover von Leben und Sterben in LA © Capelight Pictures

    Die Story von Leben und Sterben in LA

    Der langjährige Freund und Partner von Secret-Service-Agent Richard Chance (William L. Petersen) wird kaltblütig ermordet. Dessen Verdacht fällt auf den Geldfälscher Eric Masters (Willem Dafoe). Zusammen mit seinem neuen Partner John Vukovich (John Pankow) macht er sich auf die Jagd nach dem Kriminellen, ohne zu merken, dass er dabei selbst zum Kriminellen wird…

    Zähe Handlung

    Nach der etwas unglaubwürdigen einführenden Spannungssequenz beginnt der eigentliche Plot – die Infiltrierung der Agenten in die Machenschaften des Geldfälschers. Ab da wird es schnell zäh und die Geschehnisse gehen zwischen haufenweise belanglosen Dialogen nur noch schleppend voran. In solchen Momenten wird Leben und Sterben in LA seinem hochgepriesenen Status als „rasantem Actionthriller“ eher weniger gerecht.

    Richard Chance und sein neuer Partner John Vukovich © Capelight Pictures
    Richard Chance und sein neuer Partner John Vukovich © Capelight Pictures

    Wenn es dann doch mal actionlastiger wird, scheinen jene Szenen sichtbar etwas überholt. Eine Autoverfolgungsjagd im Mittelteil weiß zu gefallen, jedoch weisen manche Sequenzen eine unerwartet schludrige Handarbeit auf. Wenn einem Mann in den Kopf geschossen wird und man erkennen kann, wie ihm rote Farbe ins Gesicht gespritzt wird, bevor er tot zu Boden kippt, dann lässt einen das als Zuschauer aus der Handlung aussteigen. Neben weiteren Anschlussfehlern war dies nur ein Beispiel.

    Pure 80s-Atmosphäre in Leben und Sterben in LA

    Von der ersten Sekunde ist klar, dass es sich hier um ein Kind der 80er handelt. Poppige Synthesizerklänge, verrauschte Bilder eines durch das aufgehende Sonnenlicht knallrot gefärbten LA und giftgrüne Schrifteinblendungen bilden das Intro dieses etwas vergessenen Kriminalthrillers, womit man gut auf die generelle Ästhetik des Films eingestimmt wird. Die Musik fällt jedoch zunehmend negativ auf, da sie zu überpräsent ist und selbst dann zum Einsatz kommt, wenn es eher weniger zum Gezeigten passt.

    Richard Chance auf der Suche nach Vergeltung © Capelight Pictures
    Richard Chance auf der Suche nach Vergeltung © Capelight Pictures

    Ansonsten kann man sich als 80s-Fetischist an manchen Bildern nicht satt sehen. Neben Neonlichtern und nächtlichen Luftbildern der Großstadt bleibt besonders eine Szene im Kopf, in der der von Willem Dafoe gespielte Antagonist bei der Geldwäsche in aller Feinheit dokumentiert wird. Die Aufnahmen sind dabei streng durchkomponiert und sehr rhythmisch geschnitten, sodass die Sequenz äußerst soghaft wirkt. Schade, dass es zu solchen Szenen nicht öfter kam und Leben und Sterben in LA gefühlt viele überflüssige Szenen enthält.

    Platte Figuren

    Den Charakteren wird dabei nicht allzu viel Tiefe zugesprochen. Während die beiden Agenten von William L. Petersen und John Pankow solide verkörpert werden, rücken besonders die Frauenfiguren völlig in den Hintergrund. Dass die Hauptfigur eine heimliche Affäre mit der Informantin Ruth hat, spielt schnell keine Rolle mehr. Einzig Willem Dafoe ist es zu verdanken, dass Leben und Sterben in LA schauspielerisch nicht im Mittelmaß versinkt. Er spielt den künstlerischen und äußerst gerissenen Geldfälscher mit sehr viel Hingabe und dominiert als interessanteste Figur jede Szene, in der er auftritt. Hier unterstreicht er abermals seinen Status als Charakterdarsteller.

    Willem Dafoe als interessanter Gegenspieler © Capelight Pictures
    Willem Dafoe als interessanter Gegenspieler © Capelight Pictures

    Das Spiel mit Klischees

    Was Leben und Sterben in LA bei genauerer Betrachtung dann doch interessant macht, ist das konsequente Umgehen von Buddy-Movie-Klischees, wie sie es gerade in den Achtzigern zu Hauf gab. Die beiden Agenten sind keine völlig konträren, aber dennoch irgendwie miteinander harmonierenden Sprücheklopfer  wie in 48 Hrs. von Walter Hill oder Lethal Weapon. Die Umstände zwingen sie miteinander zu arbeiten und das bleibt auch spürbar den ganzen Film über so. Das einzige, was die beiden verbindet, ist ihr Job – da ist kein Platz für spaßige Seitenhiebe.

    Es wird ernst in Leben und Sterben in LA © Capelight Pictures
    Es wird ernst in Leben und Sterben in LA © Capelight Pictures

    Generell legt Leben und Sterben in LA eine deutlich härtere und ernstere Gangart an den Tag als seine Genrekollegen aus der selben Zeit und erinnert mit seinem Erzählstil eher an Filme wie Heat von Michael Mann. Das wird allein daran deutlich, dass der zuvor eingeführte Partner des Hauptdarstellers direkt zu Beginn gnadenlos niedergeschossen wird. Konflikte sind nicht nur im Ansatz gefährlich, sondern enden tatsächlich meist für mindestens einen Beteiligten tödlich, was besonders im Finale mit aller Konsequenz verdeutlicht wird.

    Neuveröffentlichung von Leben und Sterben in LA

    Am 23. November 2018 veröffentlichte Capelight ein schickes Mediabook, das neben einem 24-seitigen aufschlussreichen Booklet über die Hintergründe der Dreharbeiten den Film auf DVD und als Blu-Ray enthält, dessen 4K-Restauration des 35-mm-Originalnegativ William Friedkin persönlich überwachte. Die umfangreichen Extras auf der Disc setzten sich neben Trailer, Audiokommentar und entfallenen bzw. alternativen Szenen aus diversen Interviews mit vielen Beteiligten und einem Making-of zusammen. Das Bild und der Sound sind dabei natürlich keine Referenzwerte, aber viel mehr hätte man bei einem Film diesen Alters wahrscheinlich nicht herausholen können und die Grobkörnigkeit verleiht dem Werk durchaus einen gewissen Charme. Die Discs passen sich dabei perfekt dem Hintergrund an, was das Mediabook auch optisch zu einem Hingucker im Filmregal werden lässt.

    Richard Chance und seine Affäre © Capelight Pictures
    Richard Chance und seine Affäre © Capelight Pictures

    Fazit zu Leben und Sterben in LA

    Die Neuveröffentlichung kann man durchaus als gelungen bezeichnen, der Film selbst hat leider sichtbar Staub angesetzt. Die 80er-Atmosphäre kommt richtig gut rüber und es macht Spaß, Willem Dafoe als Schurken zuzusehen, jedoch kommt die Handlung nie richtig in Gang und die Figuren bleiben größtenteils blass. Neben Unstimmigkeiten in der Story erlaubt sich Leben und Sterben in LA auch den oder anderen technischen Schnitzer. Dass das Werk inhaltlich unkonventioneller daherkommt als andere Genrebeiträge aus der Zeit, täuscht nicht darüber hinweg, dass der Film letztendlich bei Weitem nicht so adrenalingeladen ist wie erhofft.


    © Capelight Pictures

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