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    Startseite » MadS – Im Rausch der Nacht
    Filme Horror Thriller

    MadS – Im Rausch der Nacht

    Simon Eultgenvon Simon Eultgen8. Mai 2025Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Wenn an einem lauen Sommertag plötzlich ein Virus alle Menschen wahnsinnig und aggressiv macht, dann hast du das wahrscheinlich schon mal gehört, aber wahrscheinlich noch nicht als filmischen One Take ohne jeden Schnitt gesehen. Genau das macht der Festival-Film MadS!

    Das Postermotiv von Mads mit einer auf dem Boden hockenden Frau in einem halbdunklen Flur
    © Capelight

    Die Handlung von Mads

    Ein lauer Sommerabend irgendwo in Frankreich: Der Teenager Romain ist gerade auf dem Nachhauseweg von seinem Dealer, wo er eine mysteriöse neue Droge gekauft hat, als ihm eine verletzte und stark bandagierte Frau vors Auto läuft.

    Zur Polizei kann er in seinem Rausch nicht gehen, also nimmt er die verwirrte Frau kurzerhand in seinem Auto mit zu sich. Ehe er so richtig verstanden hat, was gerade passiert ist, holt ihn seine Freundin Anais schon für eine Party ab.

    Bald muss Romain feststellen, dass er selbst seiner Wahrnehmung nicht mehr trauen kann und immer mehr dem Wahnsinn verfällt. Als ein schwer bewaffnetes Einsatzteam schließlich Jagd auf ihn macht, ist klar: Hier läuft etwas ganz gewaltig schief.

    Eine blutüberströmte und bandagierte Frau sitzt in der Badewanne und will sich gerade die Kehle aufschlitzen
    Fremde am Straßenrand auflesen? Definitiv keine gute Idee © Capelight

    One Take Wonder

    Der französische Drehbuchautor und Regisseur David Moreau ist im Horrorgenre kein Unbekannter. Mit Them schuf er einen minimalistischen Home-Invasion-Thriller und mit The Eye adaptierte er den gleichnamigen asiatischen Geisterfilm für den US-Markt mit Jessica Alba.

    Groß hinaus ging es danach allerdings nicht. So ist MadS auch wieder ein sehr kostengünstiges filmisches Experiment wie einst Them: Ein One-Take, bei dem der 5. Versuch schließlich genommen wurde.

    Der One-Take ist, so viel sei vorweggenommen, auch das einzige Verkaufsargument, das MadS noch irgendwie originell wirken lässt.

    Wenn Romain die Kellerbude seines Dealers verlässt und nahtlos erst im Sonnenuntergang mit seinem Cabrio nach Hause fährt und später in tiefer Dunkelheit, erhellt von Straßenlaternen, auf eine Party geht, dann konnte ich den Geruch des Sommers und die von der Hitze aufgewärmte Haut förmlich spüren.

    Eigene Erinnerungen an meine Teenagerzeit kamen auf, in denen ein Tag im Freibad dann abends auf einer Hausparty eines Kumpels endete. Sommerferien halt. MadS ist also dank der immersiven Kraft des One-Takes vor allem ein Vibe-Film. Ein kurzer heftiger Rausch auf jeder Bedeutungsebene, der einen schnell verschlingt und mitreißt.

    Natürlich ist klar: Bei einem One-Take geht es nicht um den visuellen Feinschliff, sondern die Intensität des Moments. Dennoch ist MadS einfach schwer anzuschauen.

    Heftiges Kameragewackel, starkes Bildrauschen und kaum natürliches Licht haben Kopfschmerz-Potenzial. Wem beispielsweise bei Found Footage Filmen schon schwummrig wird, der soll hiermit gewarnt sein. Die technischen Mankos trüben das Sehvergnügen leider zu sehr.

    Keiner ist sicher vor dem Wahnsinn, der sich virusartig ausbreitet © Capelight

    Nicht noch ein Infizierten-Horrorfilm

    Inhaltlich ist MadS wahnsinnig schnell auserzählt. Eine blutüberströmte Person, deren genaue Herkunft und Problematik unklar bleibt, startet eine Infektionskette, die nach und nach die Teenager befällt.

    Ein SWAT-artiges Einsatzteam tritt auf den Plan, den Ausbruch mit kompromissloser Waffengewalt einzudämmen.

    Das wäre alles in Ordnung, wären auch die Hauptfiguren, Romain und sein Freundeskreis, nicht völlig unsympathische, offensichtlich wohlstandsverwahrloste Teenager. Das häufige Problem eines One-Takes, dass wir die Figuren gar nicht richtig kennenlernen können, weil nur eine Momentaufnahme gezeigt wird, kommt hier leider voll zum Tragen.

    Auch die Darsteller:innen sind leider stark schwankend in ihrem Talent. Manch einer wirkt überfordert mit der Aufgabe, vor der Kamera langsam dem Wahnsinn zu verfallen. Andere interpretieren diese Transformation so unterschiedlich, dass das Phänomen gar nicht mehr richtig greifbar wird.

    Und tatsächlich ist MadS leider sehr viel episodischer erzählt, als ich es sinnvoll finde. Mit dem Einsetzen der Credits wird klar, dass hier mehr die Ereignisse einer Nacht, das Abgleiten ins Chaos einer Straße, eines Viertels, einer ganzen Stadt, beleuchtet werden sollen.

    Aber budgetbedingt wird das Ausmaß des Chaos leider gar nicht so sehr spürbar, auch wenn Moreau bestmöglich versucht, zum Beispiel mit Alarmsirenen oder eingespielten Helikoptergeräuschen, eine nicht vorhandene Größe vorzutäuschen.

    © Capelight

    2.5 Watchable

    Ziemlich verwackelter und arg dunkler Infizierten-Thriller mit One-Shot-Gimmick, der drei unsympathische Party-Teens (und ihre schwachen Darsteller) auf einen atmosphärischen Höllentrip durch die Nacht schickt.

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