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    Monster! Monster?

    Jan Wernervon Jan Werner11. Mai 2021Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Im Gerichtssaal sitzt Steve neben seiner Anwältin. Links im Bild sitzt ein weiterer Angeklagter mit seinem Verteidiger. Alle tragen schwarz, nur der Polizist im Hintergrund hat ein blaues Hemd an inMonster! Monster? ist das Regiedebüt eines Musikvideomachers, das von einem Mordangeklagten und dessen Fall vor Gericht erzählt..
    MONSTER (L-R): A$AP ROCKY as WILLIAM KING (as RAKIM MAYERS), KEVIN HARRISON JR. as STEVE HARMON, JENNIFER EHLE as KATHERINE O'BRIEN. Cr: NETFLIX © 2021 
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    Der Film Monster! Monster? lief bereits 2018 auf dem Sundance Film Festival. Erst einige Zeit später hat sich Netflix die Vertriebsrechte gesichert, sodass das Gerichtsdrama nun gestreamt werden kann. Ob sich die Wartezeit gelohnt hat, lest ihr in der Kritik.

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    Das englische Originalplakat zu Monster! Monster? ist das Regiedebüt eines Musikvideomachers, das von einem Mordangeklagten und dessen Fall vor Gericht erzählt. zeigt das Porträt des Protagonisten Steve, gespielt von Kelvin Harrison Jr., halb scharf, halb verschwommen. Er trägt eine gelbe Mütze und der Titel steht in gelben Großbuchstaben im unteren Drittel.
    Das englischsprachige Poster zum Film © Netflix

    Monster! Monster? – Eliteschüler des Mordes angeklagt

    Monster! Monster? erzählt die GEschichte des intelligenten und beliebten Filmstudenten Steve Harmon (Kelvin Harrison, Jr.) aus Harlem, dessen Welt mit einem Schlag aus den Fugen gerät, als er wegen Mordes angeklagt wird. Der 17-Jährige Eliteschüler wird in eine juristische Schlacht verwickelt, bei der ihm droht, den Rest seines Lebens im Gefängnis zu verbringen.

    Unsere Kritik:

    Der Regisseur Anthony Mandler hat in seiner Karriere bisher keine Erfahrung mit Spielfilmen vorzuweisen. Dafür hat er im Bereich „Musikvideo“ bereits mit etlichen Weltstars, von Lenny Kravitz bis Rihanna, zusammenarbeiten dürfen. Sich für sein Langfilmdebüt direkt eines Gerichtsdramas anzunehmen, zeugt von hohem Selbstvertrauen, ist doch hier der Vergleich mit einigen filmischen Meilensteinen nicht weit her. Allen voran wird Monster! Monster? wohl viele Zuschauer an die Netflix-Miniserie When They See Us erinnern. Hier wie dort sitzen People of Color auf der Anklagebank, hier wie dort geht es um Vorverurteilung aufgrund der Hautfarbe und hier wie dort soll das Problem des nicht zu verheimlichenden Alltagsrassismus in den USA angeprangert werden.

    Steve kommt aus einem kleinen Laden während hinter ihm eine blonde Frau Richtung Eingang geht. Im Vordergrund steht ein Laternenpfahl. Steve trägt einen grünen Parka, eine Basecap und eine dunkle Jeans.
    Steve (Kelvin Harrison Jr.) war ohne Zweifel am Tatort © Netflix

    Die poetische Perspektive des Filmliebenden

    Während es der Serie von 2019 jedoch gelingt, durch die radikale Schonungslosigkeit für Fassungslosigkeit beim Publikum zu sorgen und vielen vermutlich auch nach Monaten und Jahren noch im Gedächtnis haftet, verpasst es dieses neue Netflix-Exclusive auf sämtlichen Ebenen, der immer noch andauernden Problematik etwas von Belang hinzuzufügen. Der Kniff, den sich Mandler überlegt hat, nämlich die Tat und auch weitere Episoden aus der Vergangenheit des Angeklagten als Rückblenden darzustellen, bei denen man die fast schon verträumte Sichtweise des talentierten Filmstudenten einnimmt, will einfach nicht zünden. Genauso wenig funktionieren die lyrischen Voice-Over-Kommentare des Protagonisten. Natürlich soll dadurch das Bild von Steve als sensible, integre Figur verstärkt werden, die ohne Vorsatz in die missliche Situation geraten ist. Das wirkt jedoch konträr zur eigentlichen Prämisse, die Schuldfrage weitestgehend offenzuhalten.

    Als Zuschauer sorgt die eher einseitige Perspektive in diesem Fall eher dazu, dass man sich manipuliert fühlt und zu sehr auf die Seite des Erzählers gezogen wird. Es gibt gute Beispiele, bei denen die manipulative Qualität des scheinbar Unschuldigen auf den Zuschauer überspringen soll, um am Ende entweder mit einem Twist richtig zu verblüffen oder die Ambivalenz eines komplexen Falls zu betonen. Exemplarisch kann an dieser Stelle Das Leben des David Gale mit Kevin Spacey angeführt werden. In Monster! Monster? wirkt Steve Harmon jedoch nie glaubhaft so als würde er alle an der Nase herumführen und nur das Unschuldslamm mimen. Insgesamt wird die Figur nicht umfangreich genug gezeichnet, um entweder tatsächlich ans Herz wachsen zu können oder zumindest dafür zu sorgen, dass das finale Urteil beim Zuschauer irgendeine Gemütsregung hervorruft.

    Spannung? Fehlanzeige!

    Wenn schon das emotionale Involvement misslingt, dann sollte wenigstens der Thriller-Part überzeugen. Doch auch Spannung will sich über die knapp 100 Minuten nie einstellen. Das liegt zum einen an der besagten, fehlenden Bindung zum Protagonisten und zum anderen daran, dass die Inszenierung des Justizdramas sich komplett aufs Standardrepertoire verlässt. Die Buchvorlage soll insbesondere dadurch hervorstechen, dass die reflektierenden Szenen von Steve tatsächlich wie ein Drehbuch geschrieben sind. Der Versuch, dieses Stilmittel ins Filmische zu übersetzen und es mit der Charakterisierung des Angeklagten als intelligenten Filmliebhaber zu verknüpfen, ist gescheitert. Am Ende schaffen es dann die Szenen im Gericht, die Verhöre, die Begegnungen mit den Angehörigen und das sich nach und nach aufbauende Gesamtbild des wahrscheinlichen Tathergangs zwar, dass man als Genrefan konzentriert bei der Sache bleibt. Das gewisse Extra, den finalen Überraschungseffekt oder einen emotionalen Paukenschlag erhofft man sich jedoch vergeblich.

    Jennifer Hudson als Mrs. Harmon inMonster! Monster? ist das Regiedebüt eines Musikvideomachers, das von einem Mordangeklagten und dessen Fall vor Gericht erzählt.. Sie blickt leer vor sich hin. Der Hintergrund ist unscharf.
    Jennifer Hudson spielt die Mutter des Beschuldigten © Netflix

    Stars kaum in Aktion zu sehen

    Die Hauptfigur spielt der junge Kelvin Harrison Jr., der zweifelsohne einer der ganz großen Hoffnungsträger in Hollywood ist, wie er im vergangenen Jahr mit Waves unter Beweis stellen konnte. Hier steht ihm leider die unausgegorene Inszenierung im Weg. Die Voice-Over-Passagen und die selbstreflexiven Rückblicke gehen nicht Hand in Hand mit dem Bild des Mannes, der sich vor den Geschworenen verantworten muss. Vielleicht war dieser Kontrast zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung genau der Ansatz mit dem Monster! Monster? dem Genre etwas Neues hinzufügen wollte. Leider hat sich Regisseur Mandler dabei verzettelt und den roten Faden immer wieder abreißen lassen.

    Auf dem Plakat wird auch noch mit weiteren großen Namen geworben. Viel Screentime darf man sich jedoch weder von Jeffrey Wright noch von John David Washington oder Kate Hudson erhoffen. In den Szenen, in denen Hudson und Wright als die Eltern eines Mordangeklagten auftreten, spielen sie zwar ihre Rollen gewohnt authentisch, aber auch dieser emotionale Ankerpunkt will nicht vollends funktionieren. Schuld daran ist hauptsächlich, dass die wenigen Szenen allesamt zu oberflächlich und routiniert wirken, um die Auswirkungen, die eine Verurteilung auf die ganze Familie hätte, greifbar darstellen zu können.

    Washington, der erst in der Zwischenzeit zu einem A-Lister in Hollywood (Tenet) geworden ist, taucht genauso wie die Hip-Hop-Stars A$AP Rocky und Nas nur in einer kleinen Nebenrolle auf. Wenn man noch jemanden aus dem Cast positiv hervorheben möchte, dann wären das die Anwältin von Steve, die von Jennifer Ehle so dargestellt wird, dass sie trotz aller Ambitionen nicht zu einer Quasi-Heldenfigur aufgebaut wird. Und zu guter Letzt gefällt auch Tim Blake Nelson als Förderer des Talents von Steve, der eine Mentorenfigur mit der richtigen Portion Idealismus verkörpert.

    Unser Fazit zu Monster! Monster?

    Nach dem Ende des Films ist man weder wirklich enttäuscht noch hat man etwas gesehen, worüber man am nächsten Tag noch nachdenken wird. Monster! Monster? ist im wahrsten Sinne des Wortes durchschnittlich. Der Brisanz des Themas wird man damit keinesfalls gerecht und auch der ambitionierte Cast wirkt eher verschwendet. Fans von Gerichtsdramen bekommen zumindest genau die Genreelemente, für die man diese Filmgattung schätzt, in routinierter Weise serviert. Wer jedoch auch emotional auf eine Reise mitgenommen werden möchte, die einen so schnell nicht loslässt, der sollte auf der gleichen Plattform besser die Serie When They See Us streamen.

    Monster! Monster? ist ab dem 7. Mai 2020 bei Netflix abrufbar.


    © Netflix

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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