Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » NYAD
    Abenteuer Drama Filme

    NYAD

    Jan Wernervon Jan Werner24. Oktober 2023Keine Kommentare5 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    NYAD. Annette Bening as Diana Nyad in NYAD. Cr. Liz Parkinson/Netflix ©2023
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Vom Free-Solo–Regisseur gibt es nun einen neuen Film. Diesmal aber geht es nicht an eine Steilwand, sondern quer durch den Ozean. Überzeugt NYAD oder säuft das Biopic ab?

    Poster zu NYAD
    Poster des Biopics © Netflix

    NYAD – Die offizielle Handlungsangabe

    NYAD ist eine bemerkenswerte, wahre Geschichte über Beharrlichkeit, Freundschaft und den Triumph des menschlichen Geistes. Der Film handelt von einer fesselnden Episode im Leben der Weltklassesportlerin Diana Nyad. Drei Jahrzehnte, nachdem sie das Langstreckenschwimmen für eine erfolgreiche Karriere als Sportjournalistin an den Nagel gehängt hatte, setzte sich die damals 60-jährige Nyad (gespielt von der vierfachen Oscar-Kandidatin Annette Bening) in den Kopf, den Meilenstein zu erreichen, der ihr noch fehlte: die scheinbar unbezwingbare Strecke von 177 Kilometern zwischen Kuba und Florida – und zwar als erster Mensch ohne Haikäfig. Also begab sie sich mit ihrer besten Freundin und Trainerin Bonnie Stoll (gespielt von der zweifachen Oscar-Preisträgerin Jodie Foster) und einem engagierten Segelteam auf eine nervenaufreibende Odyssee, die vier Jahre dauern sollte.

    Bei dem inspirierenden Film handelt es sich um das Spielfilm-Regiedebüt der Oscar-prämierten Dokumentarfilmer*innen Elizabeth Chai Vasarhelyi und Jimmy Chin (Free Solo, The Rescue: Das Höhlenunglück in Thailand). Produziert wurde NYAD von Andrew Lazar (p.g.a.) und Teddy Schwarzman (p.g.a.). Das Drehbuch, das auf den Memoiren „Find a Way“ von Diana Nyad basiert, stammt von Julia Cox.

    „Unglaublich, aber wahr“…

    … mit dieser Floskel locken Verfilmungen von erzählenswerten Ereignissen, die sich vom Alltäglichen weit abhebend nahezu standardmäßig. Das führt natürlich zu einer gewissen Inflation des Sensationsbegriffs, da es in der Menge dann doch zu viel gibt, was vermeintlich eine Hammerstory ist, aber bei genauerer Betrachtung doch nicht soweit von dem entfernt ist, was beispielsweise Extremsportler ohnehin tagtäglich leisten. Mitunter hat es aber kein anderer wie Jimmy Chin verstanden, die wirkliche Speerspitze der übermenschlichen sportlichen Leistungen herauszupicken und in ebenso Sensations-würdige Bilder zu packen. Spätestens mit Free Solo erbrachte der selbst Berg-affine Filmemacher den Beweis, dass man auch mit Dokumentarfilmen ein Publikum zum Nägelkauen bringen kann.

    Ich bin es leid, von der Seitenlinie zuzusehen.

    Jetzt ist NYAD auf den ersten Blick vielleicht „nur“ die Geschichte einer speziellen Ausdauerleistung. Doch auf den zweiten Blick wird schon deutlich, dass es hier eben nicht nur darum ging durch einen Streckenrekord die Grenzen des menschlich Machbaren zu verschieben, sondern ein Lebenswerk zu vollenden. Denn, was in dieser Geschichte trotz all der Fokussierung auf das Schwimmen stets im Vordergrund, ist, ist die Persönlichkeit der Protagonistin, die wahrscheinlich genauso einmalig ist wie ihre Leistung.

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden

    Zwei Schauspiellegenden überzeugen als Partner im Außergewöhnlichen

    Herzstück dieses überaus gelungenen Sportler-Biopics ist die lebenslange Freundschaft von Diana und Bonnie, die von Annette Bening und Jodie Foster nahbar, authentisch und vollkommen unprätentiös herübergebracht wird. Bening wird womöglich – und es wäre sehr verdient – im kommenden Jahr ins Oscar-Rennen gehen und dort unter anderem auf „Barbie“ Margot Robbie treffen. Ungleicher könnte ein Wettstreit kaum sein, zumindest auf den ersten Blick. Doch bei näherer Betrachtung erkennt man auch hier, dass die Sportgeschichte und die Spielzeug-Verfilmung doch ähnliche Botschaften versuchen zu transportieren. Doch während es bei Barbie primär um die Verschiebung ideologischer Grenzen und den gesellschaftlichen Druck, der durch überholte Rollenverteilung entsteht, geht, handelt NYAD recht schlicht vom Aufbäumen gegen die physischen Grenzen, gegen Naturgewalt – und gegen das Altern. Feministische Aussagen, die für Inspiration sorgen, haben beide Filme in sich.

    Eine Niederlage ist keine Option.

    Was Bening hier abliefert, ist tatsächlich Oscar-würdig. Sie schafft es, dass man von Sekunde eins an versteht, wie viel für Diana davon abhängt, dieses Pionierstück zu vollenden. Sie begeistert mit ihrem unbändigen Willen eben nicht nur ihr Team, dass über Jahre hinweg und auch nach vier Fehlversuchen noch an sie glaubt, sondern auch jeden im Publikum. Allein wäre das schon mitreißend, aber doch etwas einseitig in den entscheidenden Momenten, hätte Bening nicht die kongeniale Jodie Foster an ihrer Seite. Die Oscarpreisträgerin hat in den letzten Jahren recht wenige Auftritte gehabt, aber wenn, dann braucht es nur wenige Szenen, um zu wissen, weshalb Foster eine der stärksten Darstellerinnen ihrer Generation ist. Sie ist als Rückhalt von Diana nicht wegzudenken für den Erfolg des Projekts und als Sympathieträger nicht wegzudenken aus dieser Produktion.

    Diana Nyad und Jodie Foster als Bonnie Stoll in NYAD
    Diana Nyad und Jodie Foster als Bonnie Stoll in NYAD © Netflix

    Von Quallen und Qualen

    Neben den schauspielerischen Qualitäten ist es aber auch die visuelle Umsetzung, die die zwei Stunden zu einer spannenden Reise machen, obwohl man ja bereits weiß, dass am Ende der Erfolg stehen wird. Elizabeth Chai Vasarhelyi und Jimmy Chin mischen atemberaubende Sportfilm-Aufnahmen mit Naturfotografien und weben auch immer wieder dokumentarische Elemente wie Bilder der echten Berichterstattung über das Nyad-Vorhaben ein. Darüber hinaus sind vereinzelte fantastische Elemente, um beispielsweise die Halluzinationen von Diana zu bebildern, nicht allzu märchenhaft und ordnen sich dem informativen Grundton unter. Die Rückblenden in die Jugendjahre der Protagonistin sind womöglich eine der wenigen Schwächen, denn um die Motivation zu unterstreichen, drückt man hier fast etwas zu dick auf.

    Alles, was aber im Wasser stattfindet, ist optisch virtuos eingefangen und hebt die Erfahrungen des Regie-Duos aus dem Action-Sport hervor. Langstreckenschwimmen hört sich anfangs audiovisuell nicht sonderlich spannend an, aber Vasarhelyi und Chin machen es einem leicht, sich mitten im Ozean zu wähnen.

    © Netflix

    Unser Fazit zu NYAD

    4.0 Stark

    NYAD ist eine mehr als inspirierende Sportgeschichte. Zwei sensationelle Hauptdarstellerinnen tragen die einmalige Geschichte und sorgen dafür, dass man sich gut in die übermenschliche Leistung der Marathon-Schwimmerin hineinversetzen kann. Kurzum ist dieses Bionic damit einer der stärksten Filme, die 2023 bei Netflix ins kalte Wasser geworfen wurden.

    NYAD läuft ab dem 3. November 2023 bei Netflix!

    • User Ratings (0 Votes) 0
    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

    • Jan Werner
      Wonder Man
    • Jan Werner
      Fabian und die mörderische Hochzeit
    • Jan Werner
      Steal
    • Jan Werner
      Splitsville
    Vorheriger BeitragNeu bei Disney+ im November 2023
    Nächster Beitrag Terrified

    Weitere Beiträge

    3.5

    Splitsville

    von Jan Werner
    3.0

    The Housemaid – Wenn sie wüsste

    von Stefan Brüning
    3.5

    The Rip

    von Jan Werner
    3.5

    28 Years Later: The Bone Temple

    von Felix Knorr
    3.0

    Dust Bunny

    von Jan Werner
    4.0

    Der Fremde

    von Jan Werner
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Splitsville

    18. Januar 2026

    Heated Rivalry – Staffel 1

    17. Januar 2026

    The Housemaid – Wenn sie wüsste

    16. Januar 2026

    The Rip

    16. Januar 2026
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2026 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.