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    Startseite » Operation: Overlord
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    Operation: Overlord

    FilmFreundvon FilmFreund12. November 2018Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    In Operation: Overlord trifft ein Zweites Weltkriegsdrama auf reißerische Nazi-Mutanten Action. Doch kann eine solch radikale Mischung der Genres überhaupt funktionieren? Erfahrt die Antwort darauf im Folgenden!

    Das offizielle Kino Plakat von Operation: Overlord. © 2018 Paramount Pictures Germany
    Das offizielle Kino Plakat von Operation: Overlord. © 2018 Paramount Pictures Germany

    Die Story von Operation: Overlord

    Es ist der D-Day in der französischen Normandie. Die alliierten Fallschirmjäger Ford (Wyatt Russel) und Boyce (Jovan Adepo) haben den Auftrag, bis 06:00 Uhr einen Funkturm der Nazis zu zerstören, um ihren Truppen einen Ansturm zu ermöglichen. Diese Aufgabe klingt ohnehin schon halsbrecherisch und hoffnungslos, da das Gebiet voll von Nazis ist. Es stellt sich doch heraus, dass diese nur ihr geringstes Problem sind. Unter der Dorfkirche befindet sich nämlich ein unterirdisches Labor der Nazis. Dort scheinen diese an geheimen Experimenten zu arbeiten, die eine weitaus größere Gefahr bedeuten.

    Operation: Overlord – Unbändiges Exploitationkino

    Ford (Wyatt Russell) und Wafner (Pilou Asbaek) sind in Operation: Overlord nicht unbedingt die besten Freunde. © 2018 Paramount Pictures Germany
    Ford (Wyatt Russell) und Wafner (Pilou Asbaek) sind in Operation: Overlord nicht unbedingt die besten Freunde. © 2018 Paramount Pictures Germany

    „Ein tausendjähriges Reich braucht tausendjährige Soldaten!“

    Diese Aussage ist die letztliche Prämisse des Films. Sie mag zwar nicht vor Einfallsreichtum oder Hintergründigkeit strotzen, doch daraus mach der Film auch gar nicht erst einen Hehl. Operation: Overlord ist nämlich durch und durch hemmungsloses Exploitationkino. Regisseur Julius Avery (Son of a Gun) frönt der reißerischen Action geradezu mit bestialisch krachenden Soundeffekten, die das Trommelfell auf eine harte Probe stellen und jeder Menge äußerst hochwertigem CGI-Spektakel. Inhaltlich darf man folglich also keine Meisterleistung erwarten. Erstaunlich ist, dass sich Operation: Overlord kaum mit einem allzu dämlichen Plot bekleckert und seine Genre-Grenzen konsequent ausreizt. Die Mischung aus Nazis und Mutanten hätte hierbei schnell ins Lächerliche abdriften können, ist es aber, trotz der exzessiven Action, nur in seltenen Momenten. Letztlich mag es dem einen oder anderen vielleicht aber entweder zu stumpf, oder zu wenig stumpf sein.

    Vom actionreichen Kriegsspektakel zum beklemmenden Mutanten-Horror

    Boyce (Jovan Adepo) hat die Hosen voll in Operation: Overlord. © 2018 Paramount Pictures Germany
    Boyce (Jovan Adepo) hat die Hosen voll in Operation: Overlord. © 2018 Paramount Pictures Germany

    Der Wechsel von ausufernden Schlachten in einem großen Krieg hin zu einem stimmigen Splatter-Horrorfilm auf sehr klaustrophobisch engem Raum weiß zu gefallen. Und nur, weil man die ganze Zeit darauf wartet, dass die Mutanten hier endlich aus dem Sack gelassen werden, heißt es noch lange nicht, dass die erste Hälfte des Filmes nicht zu unterhalten weiß. Im Gegenteil! Die den Krieg betreffenden Szenen in der ersten Stunde unterhalten zu einem Großteil einzig schon auf visueller Ebene. Hier merkt man dem Streifen auch sein dickes Budget von knapp 40 Millionen US-Dollar an. Gerade die Eröffnungssequenz mit den Fallschirmspringern gestaltet sich als packend inszenierter Augenschmaus. Ganz so halsbrecherisch und energetisch gestaltet sich der Mittelteil dann zwar nicht, dennoch vermag der Fortgang der Geschichte einen zumindest bei Laune zu halten, bis es für unsere Protagonisten dann ans Eingemachte geht.

    Die Experimente und Mutanten in dem unterirdischen, düsteren Nazi-Labor mit zwielichtiger Beleuchtung legen optisch den nötigen Ekel- und Nervenkitzelfaktor an den Tag. Handgemachte Effekte werden hier durch wertiges CGI hervorragend ergänzt und sorgen für eine erhebliche Portion Eindringlichkeit. Wer Angst hat, die Kamera dürfte aufgrund der FSK-16-Freigabe weniger draufhalten, der hat sich übrigens geschnitten. Der Härtegrad ist in einigen Szenen nämlich ziemlich hoch. Man tut sich übrigens einen großen Gefallen damit, den Film nach Möglichkeit in der originalen Sprachfassung anzuschauen. Da die deutsche Sprache in dem Streifen eigentlich als Fremdsprache gemeint ist, geht eine Menge Wirkung verloren, wenn beinahe ausschließlich in dieser Sprache gesprochen wird.

    Mein Fazit zu Operation: Overlord

    Operation: Overlord ist Exploitation Kino at its Best. Besonders erfreulich ist hier, dass sich der Streifen zwar kaum wirklich erst nimmt, deswegen aber so gut wie nie ins Lächerliche abdriftet. Für sein Genre ist Operation: Overlord mindestens genauso überfinanziert wie unterhaltsam und kurzweilig. Mit den 110 Minuten Laufzeit ist das Ganze zwar nicht immer frei von Längen, die hemmungslos brachialen Actionsequenzen wissen diesen Umstand jedoch im Handumdrehen glatt zu bügeln.
    Hirn aus, Film ab!

    © Paramount Pictures

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