Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » OSS 117 – Liebesgrüße aus Afrika
    Filme

    OSS 117 – Liebesgrüße aus Afrika

    Thomas Hortianvon Thomas Hortian10. Dezember 2021Keine Kommentare5 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Im Ballsaal bittet OSS 117 die junge und attraktive Despoten-Gattin Zéphyrine Bamba zum Tanz - OSS 117 - Liebesgrüße aus Afrika.
    © Koch Films
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Zwölf Jahre mussten Fans sich gedulden, aber mit OSS 117 – Liebesgrüße aus Afrika kehrt Jean Dujardin als selbstverliebter und ignoranter Geheimagent zurück. Ob der Film die hohen Erwartungen erfüllen kann, erfahrt ihr in unserer Review!

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden

    OSS 117 posiert lächelnd vor in Orange gehaltenen Eindrücken weiterer Personen des Agentenabenteuers - OSS 117 - Liebesgrüße aus Afrika.
    Das Cover-Motiv der Blu-ray © Koch Films

    Die Handlung von OSS 117 – Liebesgrüße aus Afrika

    Nach einer Mission in Afghanistan wird Hubert Bonisseur de La Bath aka Agent OSS 117 (Jean Dujardin) 1981 von seinem Vorgesetzten hinter den Schreibtisch verbannt und in die neu gegründete Informatik-Abteilung versetzt. Doch als der junge Agent OSS 1001 (Pierre Niney) bei einem Auftrag in Afrika verschwindet, reaktiviert man die gealterte Legende. Dort angekommen muss sich OSS 117 mit Mordanschlägen, Potenzproblemen und der Konkurrenz seines jüngeren Kollegen herumschlagen…

    Der Agent, der aus der Zeit gefallen ist

    Schon in OSS 117 – Der Spion, der sich liebte (2005) und OSS 117 – Er selbst ist sich genug (2009) agierte der französische Superagent auf internationalem Parkett der Geheimdienste wie ein Elefant im Porzellanladen. In seinem neuesten Abenteuer steht sein Narzissmus ihm mehr als einmal im Weg, er pflegt seinen Alltagsrassismus und tritt Frauen gegenüber als Chauvi auf. Alles wie gehabt, könnte man sagen. Dennoch beginnt OSS 117 – Liebesgrüße aus Afrika damit, wie die Titelfigur, als nicht mehr zeitgemäß deklariert, aufs Abstellgleis geschoben wird. Überraschenderweise offenbart der Agent hierbei eine ungeahnte Anpassungsfähigkeit und mutiert flugs zum Computer-Nerd, was für einige nette Lacher sorgt. Aber wieder im Sattel, darf Jean Dujardin den in Habitus und Methodik antiquiert wirkenden Spion der Lächerlichkeit preisgeben.

    OSS 117 posiert lächelnd mit dem Despoten Koudjo Sangawe Bamba an dessen Schreibtisch - OSS 117 - Liebesgrüße aus Afrika.
    OSS 117 posiert gerne mit den Mächtigen © Koch Films

    Das ist auch so lange recht amüsant, bis er endlich auf seinen verschwundenen Nachfolger trifft, dessen Tarnung er erst einmal nebenher auffliegen lässt. Doch damit beginnt leider auch die Durststrecke des Films. Manche der Reibereien zwischen den sich schnell als Rivalen verstehenden Alphamännchen animieren durchaus zum Kichern, die großen Lacher bleiben jedoch aus. Zudem verlegt sich die Handlung mehr darauf, Spannungs- und Actionszenen zu etablieren, was eher mittelprächtig funktioniert. Die technische Brillanz seines Vorgängers Michel Hazanavicius (The Artist) geht dem eigentlich eher auf romantische Stoffe abonnierten Nicolas Bredos eindeutig ab. Zum Finale gelingt es dem Drehbuch zumindest, einige schöne Wendungen aus dem Hut zu zaubern und endet mit einer ebenso intelligenten wie sehr bitteren Schlusspointe.

    Neue Besen kehren nicht immer gut

    Auch in seinem dritten Auftritt als aus altem Kolonialholz geschnitzter Agent beweist Oscar-Gewinner Jean Dujardin (The Artist) die notwendige Souveränität, um diese Figur in Würde durch den Kakao zu ziehen. Allerdings wirkt er ohne Hazanavicius auf dem Regiestuhl zeitweise ein wenig verloren. Denn OSS 117 – Liebesgrüße aus Afrika fängt die Vibes der Agentenabenteuer aus vergangenen Zeiten nicht mehr ganz so präzise ein, die Bühne für den an sich verachtenswerten Antihelden verliert sich in manchen Szenen in Beliebigkeit. Nach famosem Beginn liefert das Skript, das Jean-François Halin dieses Mal eben auch ohne Hazanavicius verfasste, zu wenig parodistisches Futter, worauf es Regisseur Bredos indes nicht gelingt, durch höheres Tempo gegenzusteuern. Das Ende hingegen kann wieder als kleiner Geniestreich bezeichnet werden, was das Abenteuer in Afrika noch einmal aufwertet und ins Ziel rettet.

    OSS 117 und OSS 1001 verschanzen sich hinter einer Mauer - OSS 117 - Liebesgrüße aus Afrika.
    Die beiden Agenten geraten auch mal in Gefahr durch den Feind © Koch Films

    Der dabei betriebene Aufwand ist ein weiteres Mal beachtlich. Im Büro des OSS halten langsam die 80er-Jahre Einzug, die Angestellten schlagen sich mit den ersten Heimcomputern rum. Dass der sexistische Hubert auf Arbeit immer noch jeder Dame an den Hintern langt, wirkt im Kontrast schon hier herrlich anachronistisch. Auch in der Darstellung des afrikanischen Kontinents gelingen einige schön comichaft anmutende Szenen. Allerdings fehlt ein wenig Abwechslung in der Kameraarbeit, gerade Establishing Shots sind eher Mangelware. Das liegt entweder an der Unerfahrenheit des Regisseurs oder einer Reduktion des Budgets seitens des Produktionsstudios. So oder so, es geht ein wenig auf Kosten der Atmosphäre, die eben für solch einen Film enorm wichtig ist. Dennoch sieht es immer noch manierlich aus, das meiste an Setbauten und Inventar wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

    Unser Fazit zu OSS 117 – Liebesgrüße aus Afrika

    Ganz allmählich scheint die Luft im dritten Abenteuer dieser Karikatur eines altmodischen Agenten aus Kalter-Kriegs-Zeiten raus. OSS 117 – Liebesgrüße aus Afrika liefert gerade anfangs genug Gags, um gute Unterhaltung zu garantieren. Auch zum Finale wartet das Drehbuch mit einigen netten Überraschungen auf, gönnt sich dazwischen aber eine unschöne Auszeit, die auch das gelungene Synchrondrehbuch von Oliver Kalkofe nicht ausbügeln kann. Eigentlich wäre es Zeit, OSS 117 endlich in die verdiente Pension zu schicken. Doch wie das grandios bittere Ende des Films beweist, mögen sich die Zeiten ändern, aber die vorrangigen Ziele menschlichen Handelns werden stets die selben bleiben, nämlich die Selbsterhaltung und der Profit. Und so heißt es auch zu einer möglichen Fortsetzung: Sag niemal nie!

    OSS 117 – Liebesgrüße aus Afrika ist am 9. Dezember 2021 auf Blu-ray, DVD und als Video-on-Demand erschienen!


    © Koch Films

    Vorheriger BeitragMasquerade (2021)
    Nächster Beitrag Neu bei Disney + im Januar 2022

    Weitere Beiträge

    2.0

    Hi-Five

    von Louis Kiehl
    4.5

    Sentimental Value

    von Luca Mattys
    2.0

    Stromberg – Wieder alles wie immer

    von Felix Knorr
    4.0

    Im Schatten des Orangenbaums

    von Luca Mattys
    2.5

    Dead of Winter

    von Jan Werner
    4.5

    Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery

    von Jan Werner
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Die große Netflix-Vorschau 2026 – Highlights aus Film und Serie 

    7. Dezember 2025

    Hi-Five

    6. Dezember 2025

    Sentimental Value

    5. Dezember 2025

    The Mighty Nein

    4. Dezember 2025
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2025 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.