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    Filme

    Prinzessin Mononoke

    Gabriel Rostvon Gabriel Rost30. April 2020Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Prinzessin Mononoke reitet auf einem Wolf im gleichnamigen Animefilm.
    Die Titelheldin von "Prinzessin Mononoke", einem der besten japanischen Animationsfilme. © Netflix
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    Auch mehr als 20 Jahre nach Erscheinen beeindruckt Prinzessin Mononoke durch seine Bildgewalt und seine vielschichtige Erzählung. Hayao Miyazaki packte in seinem zehnten Studio-Ghibli-Film ernsthafte Themen wie Umweltzerstörung und Krieg an. Lest hier, warum gerade dieser Film zu den bedeutendsten Werken seines Schaffens gezählt werden kann.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=YAkojWy_h6o“]

    Worum geht es in Prinzessin Mononoke?

    Im Japan des 14. Jahrhunderts wird ein abgelegenes Dorf von einem riesigen wild gewordenen Eber angegriffen. Ashitaka, der Prinz des dort lebenden Stammes, kann den Eber töten, wird jedoch selbst verletzt. Dies ist sein Todesurteil, denn der Eber war nicht nur ein einfaches Tier, sondern ein rachsüchtiger Gott, der durch den Hass auf die Menschen zum Dämon wurde. Ashitaka verlässt sein Dorf, um eine Heilung für den Fluch zu finden. Unterwegs begegnet er dem Wolfsmädchen San, genannt Prinzessin Mononoke, das sich ihm gegenüber jedoch reserviert verhält. Schließlich gelangt er zu einer Eisenhütte, die von der machthungrigen Lady Eboshi geführt wird. Eboshi lässt den nahen Wald roden, um Eisenerz zu gewinnen. Dies führt zu einem Konflikt mit den Tiergöttern und Tieren des Waldes. Darunter der riesige Keiler Okkoto und die Wolfsgöttin Moro, die Adoptivmutter Sans. Ashitaka findet sich nun zwischen den Fronten eines verheerenden Krieges wieder und versucht verzweifelt, zu vermitteln.

    Prinzessin Mononoke – einer der erfolgreichsten Ghibli-Filme

    Prinzessin Mononoke, die zehnte Ghibli-Produktion, sollte zu einem der größten Erfolge des Studios werden. In Japan brach Hayao Miyazakis Anime bei Erscheinen sämtliche Besucherrekorde und wurde dort zum bis dato erfolgreichsten Film. Dieser Rekord wurde erst durch die nachfolgende Ghibli-Produktion Chihiros Reise ins Zauberland übertroffen. Gleichzeitig sorgte Prinzessin Mononoke auch für ein wachsendes Interesse des westlichen Publikums am Anime-Kino Japans. Er war einer der ersten Studio-Ghibli-Filme, die eine englische Synchronfassung erhielten und lief auch in den USA und Frankreich sehr erfolgreich. In Deutschland erhielt er zwar erst 2001 einen limitierten Kinorelease, ebnete jedoch den Weg für die nachfolgenden Anime-Filme Miyazakis und anderer Regisseure. Diese sollten auch im Westen zunehmend erfolgreicher werden und eine ganze Generation erstmals mit dem japanischen Trickfilmkino in Berührung bringen.

    Prinzessin Mononoke reitet auf einem Wolf im gleichnamigen Animefilm.
    Das Wolfsmädchen Prinzessin Mononoke kämpft auf der Seite der Tiere  © Netflix

    Eine vielschichtige Handlung mit ambivalenten Charakteren

    Doch was macht diesen Film so besonders? Miyazaki widmet sich in Prinzessin Mononoke dem Thema Umweltzerstörung, das er auch davor und danach recht häufig in seinen Filmen behandelte. Selten jedoch so detailliert und aufrüttelnd wie hier. Durch Szenen ungewohnter Drastik werden den Zuschauern die Folgen des Raubbaus an der Natur wie auch kriegerischer Konflikte vor Augen geführt. Gleichzeitig macht es sich Miyazaki jedoch nicht etwa einfach, indem er die Schuld an der Misere einem einzelnen Antagonisten zuweist. Geht man zu Beginn noch davon aus, dass Lady Eboshi die Böse ist, wird man im Verlauf des Filmes eines Besseren belehrt. Sie bietet den Bewohnern der Eisenhütte Schutz, Nahrung und eine Arbeit. Gesellschaftliche Außenseiter wie Prostituierte und Leprakranke werden nicht verstoßen, sondern es wird sich liebevoll um sie gekümmert. Eboshi strebt zwar nach Macht und materiellem Reichtum, verfolgt dabei jedoch altruistische Ziele.

    Umgekehrt wird auch die Perspektive der Bewohner des Waldes nachvollzogen, die die Zerstörung ihrer Heimat und den Tod ihrer Artgenossen miterleben müssen. Sie verteidigen sich im Grunde nur selbst, gehen dabei jedoch auch gnadenlos gegenüber unschuldigen und wehrlosen Menschen vor. Auch die Titelheldin San erscheint so nicht als moralisch überlegen. Es bleibt letztlich den Zuschauern überlassen, wem sie ihre Sympathie schenken. Diese differenzierte Charakterzeichnung in Verbindung mit viel Symbolismus lassen die Ökobotschaft des Films nie aufdringlich erscheinen und regen trotz der simplen Geschichte zum Nachdenken an.

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    Beeindruckende Animationen und mitreißende Musik

    Eine weitere Qualität von Prinzessin Mononoke liegt in der Detailverliebtheit von Miyazaki. Präzise und flüssig sind die Bewegungsabläufe der Protagonisten sowie die Umgebung. Neuartige Animationstechniken wie 3D-Rendering kamen zum Einsatz, um die besonders aufwendigen Elemente zu visualisieren. Wie beispielsweise eine Masse sich windender schwarzer Würmer, die den zum Dämon gewordenen Tiergott bedecken. Die Animationen sind von bester Qualität und haben damals neue Maßstäbe gesetzt. Auch die Filmmusik von Miyazakis Stammkomponisten Joe Hisaishi geht unter die Haut und bleibt lange im Gedächtnis.

    Prinzessin Mononoke – auch heute noch ein Meisterwerk des Animes

    Prinzessin Mononoke ist ein episches Fantasyspektakel – und gleichzeitig so viel mehr als das. Ein Film, der sich dem fragilen Verhältnis von Mensch und Tier, Natur und Technik widmet und sich dabei einer klaren Gut-Böse-Zuordnung verweigert. Während die Handlung an ein Märchen erinnert, sorgen die düstere Grundstimmung, die komplexe Charakterzeichnung und die blutigen Actionszenen für Ernsthaftigkeit. Die Freigabe ab 12 ist berechtigt. Zwar richtet sich der Film primär immer noch an ein junges Publikum, für die Kleinsten ist er allerdings nicht geeignet. Hayao Miyazaki hat seine Grundthemen hier mit am eindringlichsten umgesetzt. Deswegen und nicht zuletzt wegen zahlreicher emotionaler Momente ist Prinzessin Mononoke einer der besten Animationsfilme, die je erschienen sind.


    5 von 5 Toast-Icons als Wertung

    © Netflix

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