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    Startseite » Quiz Lady
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    Quiz Lady

    Luca Mattysvon Luca Mattys5. November 2023Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Ursprünglich war Linguini Jennys Hund. © Walt Disney Germany
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    Zwei ungleiche Schwestern auf der Jagd nach einem üppigen Geldgewinn, um ihren entführten Hund zu retten – zu verrückt? Ob Quiz Lady einen Blick wert ist, erfahrt ihr in unserer Kritik!

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    Das Cover von Quiz Lady © Walt Disney Germany

    Die Handlung von Quiz Lady

    Seit ihrer Kindheit ist Anne Yum (Awkwafina) begeisterter Fan der Sendung Can’t Stop The Quiz. Ihr Vater ist früh ausgezogen, ihre Mutter hat sie vernachlässigt, der Kopf ihrer Schwester Jenny (Sandra Oh) hat schon immer in den Wolken gehangen. Für Anne ist Moderator Terry McTeer (Will Ferrell) eine Vaterfigur. Als ein Video von ihr viral geht, in dem sie fehlerfrei sämtliche Fragen der Sendung beantwortet, wird sie im Internet „Quiz Lady“ getauft und bekommt eine Einladung in die Sendung. Doch auch eine kriminelle Bande, der ihre Mutter viel Geld schuldet, bekommt Wind von dem Video und erpresst Anne: Entweder sie zahlt die Schulden aus oder sie sieht ihren geliebten Hund Linguini nie wieder. Die beiden Schwestern müssen nun eine Quizmeisterin aus der schüchternen Anne machen, damit sie den amtierende Champion Ron (Jason Schwartzman) schlagen und das große Geld gewinnen kann.

    Dieselbe alte Leier

    Wer nun vermutet, alleine anhand der Prämisse die gesamte Handlung punktgenau vorhersagen zu können, der liegt natürlich goldrichtig. Wie die allermeisten Buddy-Komödien ist Quiz Lady so durchschaubar wie das Objektiv, durch das er gefilmt wurde. Er ist ein Film, den man gesehen hat, bevor man ihn gesehen hat – ein 99-minütiges Schulterzucken, für das der Streaming-Freitag erfunden wurde. Beinahe schockiert es, dass er seine Premiere auf dem Toronto International Film Festival feierte; der Gedanke, dass dieses Werk in einem echten Kinosaal gezeigt wurde, erscheint fast absurd.

    Ursprünglich war Linguini Jennys Hund. © Walt Disney Germany

    Spätestens wenn pünktlich zum Ende des zweiten Aktes die beiden Protagonistinnen die verbalen Giftspritzen zücken, um sich brav zerstreiten zu können, kann man die Checkliste, die neben Jen D’Angelos Arbeitslaptop auf dem Schreibtisch lag, vorm inneren Auge sehen. Risikoärmer und weniger wagemutig könnte ein Skript kaum geschrieben sein. Das Finale – konzeptionell sicher herzerwärmend und bewegend – verkommt zu einer Farce, die sich lediglich kalkuliert anfühlt. Wie soll eine Geschichte auch bewegen, wenn wir sie bereits dutzendfach gesehen haben?

    Bilder zum Vergessenwerden

    Dass Quiz Lady bei alldem auch noch billiger gefilmt und inszeniert ist als jede reale TV-Quizshow, trägt nicht gerade dazu bei, ihn von anderer Streamingkost zu differenzieren. Die repetitiven Einstellungen, die uninspiriert aneinandergeklatscht werden, könnten jederzeit in eine Nahaufnahme von Günther Jauchs Gesicht münden, ohne dass es auffallen würde. Das kann in den wenigen Teilen des Films, die tatsächlich in einem Fernsehstudio spielen, durchaus beabsichtigt sein, aber nicht in den sterilen Außenaufnahmen. Selbst die Drogensequenz, inzwischen anscheinend obligatorisch für Buddy-Komödien, wirkt im Vergleich zu anderen Vertretern visuell völlig blass.

    Die beiden Schwestern sind wie Feuer und Wasser. © Walt Disney Germany

    Die wichtigste Frage bleibt also: Warum musste Quiz Lady überhaupt ein Film sein? Der Einsatz von Bewegtbildern fügt der Geschichte keinerlei Ebene hinzu, die auf dem Papier nicht bereits vorhanden war. Ein von den Hauptdarstellerinnen vorgetragenes Hörbuch hätte bei einem Bruchteil der Kosten eine fast identische Wirkung erzielt. Filme wie dieser machen den wenigsten Spaß – sie brennen keine Bilder ins Gehirn, man vergisst jede Szene augenblicklich, sobald sie endet. Das Gegenteil eines eindrucksvollen Werkes.

    Eine verschwendete Dynamik

    Der einzige Lichtblick in all dem Grau sind die beiden Schauspielerinnen Awkwafina und Sandra Oh. Erstere – gnadenlos unterschätzt, hat sie doch in den letzten Jahren alles dafür getan, den nervigsten Figurenkatalog aller Zeiten aufzubauen – sollte dringend wieder an ihre dramatischen Darbietungen in The Farewell und Schwanengesang anknüpfen, zweitere ist in der näheren Vergangenheit eher im Seriensektor in Erscheinung getreten. Oscarverdächtig brillieren beide hier zwar nicht, das Drehbuch gibt ein solches Material nicht her. Aber die Chemie stimmt und sie verwandeln manche müde Dialogzeile irgendwie doch noch in einen knappen Treffer.

    Die beiden Schwestern müssen aus Anne eine Quiz-Königin machen. © Walt Disney Germany

    Besonders spannend – ein Adjektiv, das ansonsten auf den Film kaum angewendet werden kann – ist die Entscheidung, die sonst eher laute und großschnäuzige Awkwafina zum geerdeten Pol der zentralen Beziehung zu machen. Intuitiver wäre es sicher gewesen, sie in Ohs Rolle zu besetzen und die Altersdynamik der Schwestern zu vertauschen. Wenigstens auf dieses Niveau lässt sich Quiz Lady nicht herab. Wäre das Material besser, könnte man glatt von einem gewagten Schritt sprechen.

    Unser Fazit zu Quiz Lady

    Für einen netten eskapistischen Abend auf der Couch ist dieser Film vielleicht gerade noch geeignet. Alle Schauspieler:innen sind sympathisch, wenn auch unterfordert, und durch den leichten spielerischen Ton kann man sich angenehm berieseln lassen. Das ist wohl auch alles, was Quiz Lady am Ende sein möchte: Berieselung. Der Film bleibt über seine knapp 100 Minuten distanziert und kalt, obwohl er sich eigentlich das genaue Gegenteil auf die Fahne geschrieben hat. Am Ende kann er schlicht nicht berühren und hat ansonsten wenig zu bieten, das diesen Mangel ausgleichen könnte.

    Quiz Lady erschien am 3. November bei Disney+!

    All unsere Kritiken und auch viele andere Videos findest du auch auf unserem YouTube-Kanal.


    © Walt Disney Germany

    Luca Mattys

    Filmverrückter aus Leidenschaft, Oscar-Trivia-Lexikon auf zwei Beinen und vermutlich der Hauptgeldgeber aller Düsseldorfer Kinos. Jeden Dienstagmittag bastelt Luca sich gewissenhaft sein Wochenprogramm zusammen und gibt renommierten Klassikern dabei dieselbe Chance wie hoffnungslosem Müll. Für ihn gibt es keinen schöneren Ort auf der Erde als das Innere eines Kinosaals. Seit inzwischen zwei Jahren schreibt er Kritiken für Filmtoast und schaut auch ab und zu mal frech im Podcast vorbei, wenn niemand ihn aufhält. Wenn er nicht gerade über die diversen Gründe philosophiert, warum "Brügge sehen … und sterben?" der beste Film aller Zeiten ist, oder sich über die Sieger:innen der vergangenen Preissaison echauffiert, versucht er, seine DVD-Sammlung abzugrasen, von der noch immer ein schockierender Anteil originalverpackt ist.

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