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    Rapunzels Fluch

    Onnovon Onno8. Juli 2020Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Die Nahaufnahme von der vom Dämonen besessenen Rapunzel (Olivia Dean) offenbart deren tiefschwarzen Augen.
    Beitragsbild zu Rapunzels Fluch © White Pearl Movies / daredo (Soulfood) © Ghost Pictures
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    Rapunzel, Exorzismus und irgendwie spielt Grimm da auch noch eine Rolle. David Brückner zimmert mit Rapunzels Fluch einen höchstsympathischen deutschen Low-Budget-Genre-Film zusammen, der dem bekannten Märchen aus der Horror-Perspektive begegnet.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=SPl5LZxIa9M“]

    Das Filmposter zu Rapunzels Fluch zeigt die vom Dämonen besessene Rapunzel (Olivia Dean) im Schneidersitz und mit rotem Gesicht.
    Filmposter zu Rapunzels Fluch © White Pearl Movies / daredo (Soulfood) © Ghost Pictures

    Nachlass mit Nebenwirkungen

    Das Jahr 1697 in Deutschland. In den Katakomben eines Klosters übt der Pater Petrosinus (Urs Remond) einen Exorzismus an dem von einem Dämon befallenen Mädchen Rapunzel (Olivia Dean) aus. Das Mädchen und seine Gehilfen sterben dabei, doch der Dämon nicht, weshalb der Pater das Anwesen verkauft. Im Jahre 2020 kehrt eine Nachkommin des Paten in das Kloster, dass mittlerweile als Museum fungiert, zurück. Die Filmstudentin Alina (Tabea Georgiamo) nutzt die Gelegenheit der Verwandtschaft, um dort mit ihren Kommilitonen einen Abschlussfilm zu drehen. Natürlich einen Horror-Film, doch aus Fiktion wird schneller Realität als ihnen lieb ist.




    Low-Budget-Projekt mit viel Herzblut

    Dead Survivors, Iron Wolf und Paranormal Demons, das sind die bisherigen Langspielfilme des deutschen Independent-Regisseurs David Brückner. Der Genre-Film hat es ihm angetan und so lässt er nun in Rapunzels Fluch die berühmte Märchenfigur als bösen Dämon Jagd auf ein unschuldiges Filmteam machen. In 10 Tagen wurden die Hauptdreharbeiten der Low-Budget-Produktion dazu in Glachau durchgezogen. Herzstück der Aufnahmen ist dabei das dort ansässige Schloss, dass als verfluchte Kulisse für den dämonischen Spießrutenlauf dient. Der Cast des Films ist ein bunter Mix aus frischen Nachwuchsdarstellern und erfahreneren Darstellern. Die Protagonistin Tabea Georgiamo legt hier ebenso ihr Langspielfilmdebüt hin, wie Michael von der Brelie und Sophie Swan. Für Erfahrung stehen dagegen Urs Remond, Hartmut Engel oder Youtuber Davis Schultz (Heilstätten, Kartoffelsalat), der sogar etwas Starpower in die Produktion trägt. Und eins kann man an der Stelle schon resümieren, die Debütanten machen ihre Sache wirklich ordentlich.

    Alina (Tabea Georgiamo) und Thomas (Michael von der Brelie) leuchten mit der Taschenlampe durch einen dunklen Gang in den Katakomben des unheimlichen Klosters.
    Alina (Tabea Georgiamo) und Thomas (Michael von der Brelie) vermuten in den Katakomben des Klosters etwas Unheimliches © White Pearl Movies / daredo (Soulfood) © Ghost Pictures

    Rapunzels Fluch ist ein leidenschaftlich umgesetztes Low-Budget-Projekt, dass sich schwer mit hochpreisigen Hollywood-Produktionen vergleichen lässt. Natürlich ist hier alles einige Ebenen kleiner als bei den großen Vorbildern, doch dafür nicht minder sympathischer. Im Gegenteil. Man merkt ihr zu jeder Sekunde das Herzblut und die Leidenschaft des Teams, wodurch das Filmerlebnis definitiv angenehmer ist, als bei so manchen Hollywood-Horror-Gurken der letzten Jahren. Der Streifen ist zudem astrein gefilmt und liefert einige hübsche Aufnahmen mit der Drohne. Verwackelt ist hier auch nichts, außer wenn es so sein soll. Das passiert vor allem im Finale, wo sich Farbspielereien à la Argento mit Found-Footage-Elementen die Klinke in die Hand geben.

    Lange Durststrecke

    Der Beginn von Rapunzels Fluch ist eine charmante und stimmige Hommage an den Überhorrorklassiker Der Exorzist und setzt gekonnt seine erste Horror-Duftnote. Doch leider gibt man danach das Horror-Zepter zu lange aus der Hand. Man fokussiert sich zu sehr auf das Zusammenkommen des Filmteams und spielt die Karte mit Alinas Herkunft nicht stark genug aus. In der Phase verliert sich der Film auch in teils sehr aufgesetzten und unnatürlichen Dialogen, wie z.B. den von Davis Schultz eingebrachten Sprüchen, die er sich aus seinem Youtube-Programm mitgenommen hat. Wenn es aber dann Nacht wird, man das Kloster betritt und Rapunzel endlich dämonisieren darf, dann steigt auch wieder das Horror-Spaß-Barometer. Große Überraschungen darf man dabei aber nicht erwarten. Man bewegt sich auf konventionellen Pfaden und spielt viel mehr mit den Genre-Elementen, die im Schlussakt durchaus für die lange Durststrecke nach dem Auftakt entschädigen. Mehr als solide Genre-Kost sollte man dabei aber nicht erwarten.

    Unser Fazit zu Rapunzels Fluch

    Neues Futter für das deutsche Genre-Kino ist immer schön. Vor allem dann, wenn sich dem unabhängige Filmemacher annehmen. Und so liefert Independent-Regisseur David Brückner einen weiteren Low-Budget-Beitrag, der natürlich seine Schwächen hat und mit Leerlauf, Schnittproblemen und einer konservativen Erzählstruktur zu kämpfen hat. Doch all das ist Meckern auf niedrigem Budget. Denn Rapunzels Fluch ist eine Produktion, die ihre fehlenden finanziellen Mittel mit viel Leidenschaft und Liebe für das Medium wettmacht und damit einen ordentlich gefilmten und charmanten Genre-Beitrag abliefert. Und das ist doch um einiges sympathischer als der x-te Conjuring-Spinoff-Aufguss aus Hollywood.  

    © White Pearl Movies / daredo (Soulfood) © Ghost Pictures

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