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    Startseite » Ravage – Einer nach dem anderen
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    Ravage – Einer nach dem anderen

    Onnovon Onno10. Februar 2021Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Harper Zeuge (Annabelle Dexter-Jones) wehrt sich in Ravage - Einer nach dem anderen mit Waffengewalt gegen ihre Peiniger
    Beitragsbild zu Ravage - Einer nach dem anderen © Tiberius Film
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    Die Wildnis ist gefährlich, nicht nur seitens der Natur. In Ravage – Einer nach dem anderen kämpft sich Annabelle Dexter-Jones in bester „Revenge“- und „I Spit on Your Grave“-Manier durch eine Gruppe mysteriöser Hinterwäldler. Ob das Regie-Debüt von Teddy Grennan die Qualität der Vorlagen erreicht, könnt ihr hier nachlesen.

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    Harper Zeuge (Annabelle Dexter-Jones) steht auf dem Filmposter zu Ravage - Einer nach dem anderen mit einem Gewehr auf einem Maisfeld
    Das Filmposter zu Ravage – Einer nach dem anderen © Tiberius Film

    Ravage – Blutiger Ausflug in die Natur

    Harper (Annabelle Dexter-Jones) freut sich auf ein paar entspannte Tage in der Natur, um diese gekonnt abzulichten. Dabei wird sie aber unfreiwillig Zeugin eines gewaltvollen Missbrauchs. Sie kann von der Tat noch Fotos machen und möchte diese der Polizei melden. Sich dort in Sicherheit wiegend wird sie entführt und nach einer schmerzhaften Tortur in einer Scheune zurückgelassen. Davon gezeichnet kann sie entkommen und kämpft sich durch die Wildnis. Dabei sind ihr ihre Peiniger auf den Versen und erwecken in ihr blutige Abgründe.

    Laue Rache in der Wildnis

    Die Idee ist zwar nicht neu, aber für Genre-Fans definitiv spannend. Für sein Regiedebüt kreuzt Teddy Grennan das „Rape and Revenge“- mit dem „Backwood Slasher“-Genre. Ein Mix aus Texas Chainsaw Massacre und I Spit on Your Grave soll hier das Ergebnis sein. Und die Aufnahmen in der gleißenden Sonne zu Beginn erinnern definitiv an Ersteren und der Rachepart im Verlauf der Handlung an Letzteren. Qualitativ bewegt man sich aber Lichtjahre entfernt von den Vorlagen. Das fängt bei den Bildern an, die weder atmosphärisch noch überzeugend gefilmt sind. Ruhig ist die Kamera nie und wenn mal was passiert, wackelt sie so dermaßen, dass man im Zusammenspiel mit den unzähligen Schnitten kaum etwas erkennt. So versucht man knallhart zu kaschieren, dass man eigentlich nichts zu zeigen hat. Denn geht es ans Eingemachte, ist Ravage reichlich inspirationslos. Ein zwischen zwei Bäumen gespannter Draht ist nun wahrlich keine Genre-Offenbarung.

    Harper Zeuge (Annabelle Dexter-Jones) läuft in Ravage - Einer nach dem anderen durch den Wald, um von ihren Peinigern zu flüchten
    Harper (Annabelle Dexter-Jones) kämpft sich durch die Wildnis © Tiberius Film

    So haben wir lahme Gewaltspitzen, die schließlich von gähnender Langeweile ummantelt werden. Denn zwischen den Genre-Spielereien gibt es nicht viel zu erzählen. Harper kämpft sich spannungsarm durch die spärlich inszenierte Wildnis und bekommt zudem keinerlei Hintergrund spendiert. Ein paar Informationsfetzen hier und da, doch richtig gezeichnet bekommt das Drehbuch seine Hauptfigur nicht. Das Mitfiebern wird so garantiert nicht erleichtert. Zudem bewegt man sich auf unterirdischem Schauspielniveau, was auch der Kurzauftritt von Bruce Dern (The Hateful Eight) nicht ändert. Besonders Annabelle Dexter-Jones kann zu keiner Sekunde den Film annähernd schultern, denn dafür fehlt es ihr einfach an Ausdrucksstärke.

    Genre-Abklatsch ohne Esprit

    Knapp 90 Minuten Laufzeit hat Ravage auf der Uhr, und selbst die spürt man. Zu sehr reitet man auf ausgelutschten Genre-Pfaden rum, die man auf fast schon amateurhaftem Niveau inszeniert hat. Erst zum Finale schafft man es, eigene diabolische Ideen zu offenbaren, doch kommt der Kniff zu spät. Denn bis dahin verliert man sich in der gähnend langweiligen Wildnis, die zu keiner Sekunde bedrohlich wirkt. Auch fragt man sich die ganze Zeit, wo das angesprochene Tal sein soll, aus welchem Harper zu entkommen versucht. Bis auf gängige lichte Wälder und Felder bekommt man nichts zu sehen. Dafür werden einem dumpfe Dialoge vorgesetzt, die von den Darstellern verkrampft runtergerattert werden. Neben der mangelhaften Inszenierung ein weiterer Stimmungskiller.

    Unser Fazit zu Ravage – Einer nach dem anderen

    Ein Prise Texas Chainsaw Massacre hier und eine Prise I Spit on Your Grave dort, Ravage – Einer nach dem anderen hat sich große Genre-Vollbilder genommen. Nur auf ihre Kosten kommen dabei selbst hartgesottene Genre-Fans nicht. Zu stümperhaft ist die Inszenierung und zu langweilig die Ausführung. Teddy Grannans rennt in seinem Regiedebüt inspirationslos den großen Klassikern hinterher, ohne den Hauch eines eigenen Akzentes zu setzen. So lohnt es sich mehr, diese nochmals anzuschauen, als hier einen Blick zu riskieren. Schade.

    Ravage – Einer nach dem anderen ist ab dem 11.02.2021 digital käuflich und ab dem 18.02.2021 digital leihbar. Am 04.03.2021 erfolgt zudem die Veröffentlichung auf DVD und Blu-ray.


    © Tiberius Film

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