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    Ring – Das Original

    Tobias Theißvon Tobias Theiß9. August 2023Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Hideo Nakata gelang mit Ring – Das Original ein so beklemmender, wie erfolgreicher Horrorthriller, der in der westlichen Welt ganz nebenbei Heißhunger nach mehr J-Horror entfachte.

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    Die Handlung von Ring – Das Original

    Die Journalistin Reiko (Nanako Matsushima) recherchiert über eine urbane Legende, denn auf den Schulhöfen des Landes geht die Geschichte einer verfluchten Videokassette um. Jeder, der sich das Tape ansieht, soll im Nachhinein einen Anruf erhalten und sieben Tage später unter unerklärlichen Umständen versterben.

    Im Zuge ihrer Nachforschungen stößt sie tatsächlich auf das mysteriöse Band, sieht es sich an und versucht, gemeinsam mit ihrem Ex-Mann Ryûji (Hiroyuki Sanada) die Botschaften des grotesken Videomaterials zu entschlüsseln. Immer mit der Angst im Nacken, dass am Ende des siebten Tages der Tod lauern könnte…

    Der Einfluss

    Kaum ein (Horror-)Film aus dem asiatischen Raum kann es in puncto Vorreiterrolle wohl mit Ring – Das Original aufnehmen. Hideo Nakatas Verfilmung des gleichnamigen Romans wirkt wie eine Blaupause, schließlich etablierte sie gewisse Motive, die gleichermaßen zum zeitweiligen Standard berufen werden sollten. Das mannigfaltige Horrorgenre ward so um ein weiteres Subgenre, dem sogenannten J-Horror, reicher und erlangte vor allem in den westlichen Ländern ungeheure Popularität. Blasse Gruselfiguren, hinter langem schwarzen Haar oder Nachtgewändern im Antlitz verschleiert, die sich unnatürlich staksend oder kriechend fortbewegen und unheimliche Geräusche von sich geben, wurden zum Albtraum gestandener Horror-Connoisseure. Selbst Softwareschmieden bedienten sich dieses Prototyps, wie der erfolgreiche Horrorshooter F.E.A.R. seinerzeit bewies.

    Ringu hat nicht nur die Horrorszene stark beeinflusst, sondern sich selber zu einem umfangreichen Franchise entwickelt, welches nicht nur mit Sequels und Prequel bedacht wurde, sondern gleich Spin-offs und Serienadapation erfuhr. Selbst ein koreanisches Remake fand seinen Weg in den Kanon.

    Selbstverständlich blieb der enorme Erfolg auch in Hollywood nicht unbemerkt und sorgte dafür, dass neben den erfolgreichen amerikanisierten Gegenstücken The Ring und The Ring 2, mit Naomi Watts in der Hauptrolle prominent besetzt, weitere zahlreiche asiatische Gruselfilme ihr entsprechendes Pendant aus Übersee erhielten. Deren Rezeptionen sich bis auf wenige Ausnahmen jedoch eher als verhalten erwiesen.

    Ein kurzer Disclaimer: Die folgende Besprechung richtet sich am ehesten an Kenner des Films und soll weniger klassische Review, sondern eher eine Art Rückschau zu meinem erstmaligen Erleben im Vergleich zur letzten aktuellen Sichtung darstellen.

    Früher: Famose Furcht

    Hand aufs Herz: Ring – Das Original ist der einzige Film, der mir bei bloßem Gedanken an manche Szene oder manchen Sound auch heute noch eine satte Gänsehaut beschert. Erstmals gesehen mit etwa 14 oder 15 Jahren hat mich der Streifen nachhaltig verstört. Zur damaligen Zeit kannte ich so gut wie keine anderen Horrorfilme, aber ich ging davon aus, dass Ringu seinen Schrecken mittels unvermittelter Jumpscares an den Zuschauer bringt. Horror hieß für mich: sich zu Tode erschrecken.

    Ich erwartete also förmlich, dass mir Sadako oder ein ähnliches Gespinst plötzlich ins Gesicht springt; dass Kameraschwenks mit harten Schnitten und Tonsprüngen für Zusammenzucken sorgen; vermutete hinter jeder ruhigen Szene ein Trugbild, welches mich einlullen und in falsche Sicherheit wiegen sollte, um den kommenden Schock nur zu maximieren. Wer den Film kennt, weiß natürlich, dass sich der Grusel hier nicht aus dieser plumpen Masche entfaltet.

    Wider besseren Wissens gestaltete sich jene erste Sichtung somit als anstrengendste meiner cineastischen Karriere. Denn gerade die ausbleibenden expliziten Schockmomente sorgten dafür, dass sich meine permanente Anspannung, jeden Moment erschreckt zu werden, nicht lösen konnte, was das Werk in seinem Horrorfaktor ungleich potenzierte. So hat mich der Film viel eher aufgrund meiner Vorstellung und sprichwörtlichen Haltung verängstigt, denn aufgrund seiner vermuteten offensiven Schocks. Insgeheim ist Ring – Das Original nämlich deutlich weniger plakativer Horror, als ich es damals wahrnahm.

    Heute: Atmosphärisches Unheil

    Weniger unheimlich macht das Nakatas Grusler mitnichten. Gut 20 Jahre später, außerdem zufällig zum 25. Jubiläum des Films, stellte ich mich meinem jugendlichen Trauma. Auch heute noch kann man bedenkenlos attestieren: Ring – Das Original bleibt furchteinflößend, allerdings aufgrund gänzlich anderer Qualitäten. Kein lautes Getöse, keine nennenswerten Schreckmomente, dafür eine zum Schneiden dichte Atmosphäre. Selbst meine absolute Albtraumszene – die Entdeckung einer Leiche im Schrank – wirkte jetzt vergleichsweise harmlos.

    Dafür punktet der Film mit fabelhaftem Sounddesign und einer beängstigend verstörenden Geräuschkulisse, bei der über Fußbodenmatten kratzende Fingerkuppen zu einem der widerlichsten Geräusche mutieren, welches man sich vorstellen kann. Hinzu kommen Schnarren, Klackern und Schreie von gegen den Strich gespielten Geigen – Horroratmosphäre in Perfektion, ohne aufwendige Masken- oder Spezialeffekte.

    Der Film fokussiert sich nicht einmal krampfhaft auf bestimmte Eckdaten seines Genres. Das Video beispielsweise dient eher als klassisches Plot Device. Selbst Sadako thront eher als unsichtbares Unheil über allem, ohne dass sie sich sonderlich in den Vordergrund drängt. Stattdessen wird sich ihr schockierender Auftritt für die letzten Minuten des Films aufgespart. Bis zu seinem historischen Finale gibt sich Ring – Das Original umso ruhiger.

    Vielmehr zeigt sich der Film als mysteriöser Thriller, bei dem es gilt, ein lebensbedrohliches Rätsel zu lösen, ehe die verbleibende Zeit verstrichen ist. Es ist die Ruhe und unnachgiebige tickende Uhr, die dem Werk viel seiner unheimlichen und furchteinflößenden Atmosphäre einhauchen. Zwar wirken die Verflechtungen mit parapsychologisch begabten Figuren bei der sonstigen Bodenständigkeit irritierend, lenken aber nicht so sehr ab, wie im Nachfolger.

    Unser Fazit zu Ring – Das Original

    Natürlich schwingt bei diesen Feststellungen noch immer die jugendlich-nostalgische Angst mit. Unabhängig davon macht Ring – Das Original eines aber mehr als deutlich: Nämlich wie sich abseits der faulen Jumpscare-Orgien aus der Blumhouse- oder James Wan-Schmiede Unbehagen auf viel subtilere Weise erzeugen lässt. Heute würde dem Streifen sicherlich das Attribut verliehen werden, ein sogenannter Slowburner zu sein. Aber gerade wegen des gemächlichen Aufbaus entfaltet sich der wahre Schrecken auf seine enorm intensive Weise im Finale. Einzig auf die eingestreuten Mysterie- und parapsychlogischen Ansätze hätte man gern verzichten können.


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    © Plaion Pictures

    Tobias Theiß

    Tobi ist bereits gute 7 Jahre an Bord und teilt so fast 20% seiner Lebenszeit mit Filmtoast. Wie es ursprünglich dazu kam ist so simpel wie naheliegend. Tobi hatte unregelmäßig auf Seiten wie Schnittberichte Reviews zu Filmen verfasst und kam über diverse facebooksche Filmgruppen und –diskussionen in Berührung mit dem damaligen Team von Filmtoast (die Älteren erinnern sich: noch unter dem Namen Movicfreakz) und wurde daraufhin Teil dessen.
    Thematisch ist er aufgeschlossen, seine feste Heimat hat er jedoch im Horrorfilm gefunden, da für ihn kein anderes Genre solch eine breite Variation an Themen und Spielarten zulässt. Kontroverser Ekelschocker, verstörender Psychothriller oder Elevated Horror – fast alles ist gern gesehen, auch wenn er zugeben muss, dass er einen Sweet Spot für blutrünstig erzählte Geschichten besitzt.
    Tobi geht zum Lachen jedoch nicht (nur) in den blutverschmierten Keller, sein Herz schlägt unter anderem bei Helge Schneider, dänischem schwarzen Humor oder den Disyneyfilmen seiner Kindheit höher.
    Kinogänge vollzieht er am liebsten im städtischen Programmkino, zum Leidwesen seiner filmisch weniger affinen Freunde, meidet er große Kinoketten wie der Teufel das Weihwasser. Am liebsten geht er seiner Filmleidenschaft jedoch in den eigenen vier Wänden nach, um den viel zitierten Pile of Shame seiner physischen Filmsammlung abzuarbeiten.
    Tobi lebt in Sachsen-Anhalt, ist beruflich in einer stationären außerklinischen Intensivpflege verankert und hat mit der Begeisterung zum Film und dem Schreiben darüber den für sich perfekten Ausgleich zum oftmals stressigen Arbeitsalltag gefunden.

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