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    Startseite » Saltburn
    Drama Filme Komödie Thriller

    Saltburn

    Jan Wernervon Jan Werner11. Dezember 2023Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Mit ihrem Vorgängerfilm hat Regisseurin Emerald Fennell mehr als nur einen Achtungserfolg erreicht. Dementsprechend sind die Erwartungen an Saltburn ziemlich groß gewesen. Schade, dass der Film nun direkt im Streaming gelandet ist oder waren die Erwartungen ohnehin zu hoch?

    Das Poster zu Saltburn
    Das Poster zu Saltburn © Amazon Studios

    Saltburn – Die offizielle Handlungsangabe

    Der Student Oliver Quick (Barry Keoghan) kämpft darum, seinen Platz an der Universität Oxford zu finden, und wird in die Welt des charmanten und aristokratischen Felix Catton (Jacob Elordi) hineingezogen, der ihn für einen Sommer nach Saltburn, dem weitläufigen Anwesen seiner exzentrischen Familie, einlädt. Ein Sommer, den Student Oliver nicht mehr vergessen wird.

    Der Skandal-Ruf eilt dem Drama voraus

    Einmal mehr hat es ein Film geschafft, lange vor dem Release schon einen Nimbus der negativen Sorte aufzubauen. Denn Saltburn wird nicht von wenigen, die das Zweitwerk von Fennell bereits seit der Festival-Premiere sehen konnten, als anstößiges Werk gebrandmarkt. Ob das heutzutage nicht mehr Werbung als Warnung ist, sei dahingestellt. Doch was ist dran an dieser Einschätzung? Mit Promising Young Woman hat die Regisseurin und Schauspielerin jedenfalls schon einen Film abgeliefert, der zu einer gesellschaftlichen Debatte, in diesem Fall allem, was me too angestoßen hatte, etwas zu sagen hatte. Nicht jeder Kritiker hat das dann auch in letzter Instanz zu würdigen gewusst, war manch einem doch die Moralkeule innerhalb des Thrillers und vor allem an dessen Ende auf zu plakative Weise geschwungen worden. Doch manchmal muss es eben weh tun, damit eine Botschaft sitzt und das ist mit Promising Young Woman zweifelsohne gelungen. Man kann dem Psychothriller unterstellen, das Thema toxischer Beziehungen etwas zu forciert angepackt zu haben, aber nur den wenigsten Zuschauern, wird auch nach mehreren Jahren Abstand das Ende wieder aus dem Kopf gegangen sein.

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    Was soll nun aber das Skandalöse an diesem Film sein? Strotz der Film vor Anzüglichkeiten und Nacktheit, was in den Staaten ja per se schon immer Schlagzeilen bringt? Verstören einzelne Szenen oder ist es tatsächlich eine mutige Herangehensweise an Themen, die sonst eher unter den Teppich gekehrt werden? Der Psychothriller mit satirischen Elementen hat zweifelsohne ein paar Szenen, die nach Aufmerksamkeit förmlich lechzen. Dies könnte man natürlich als Kalkulation abstempeln – oder aber man gratuliert der Filmemacherin, die auch mit ihrem zweiten Langfilm genau weiß, wie man die Medien lenken kann.

    Etwas dünnes Skript für über zwei Stunden

    Die Geschichte beginnt dann aber erstmal als klassische Fish-out-of-Water-Story. Wir lernen Oliver Quick kennen und gleiten mit ihm peu à peu in die düsteren Gefilde ab, die im Schatten der High Society lauern. Da schwingt natürlich immer etwas Sozialkritik mit, aber ausbuchstabiert wird dies nicht wirklich. Vieles kann man sich dank des Spiels von Barry Keoghan und dessen Mimik herleiten. Einmal mehr ist es der junge Ire, der einfach etwas an sich hat, was man nicht erlernen kann. Ob in Killing of a Sacred Deer , in Banshees of Inisherin oder in Dunkirk – er ist dem Status eines Nachwuchstalents längst entwachsen und mittlerweile ein Grund, einen Film zu schauen. So auch hier. Er stolpert durch die nächtlichen Szenerien, torkelt durch den Palast seines neuen Freundes und verliert sich absichtlich in den Möglichkeiten. Bei all dem verliert er aber nie diesen naiven Glanz von Neugier in seinen Augen.

    Saltburn nimmt sich einige Zeit, um seinen Abwärtsstrudel in Gang zu setzen. Diese Langsamkeit hat Methode, kann aber auch ermüden ehe man wirklich in die Story hineinfindet. Die zahlreichen Charaktere müssen erstmal einigermaßen etabliert werden, denn nicht nur Oliver ist alles andere als oberflächlich geschrieben. Zudem ergötzt sich die Kameraarbeit dann noch in der malerischen Kulisse und nimmt sich auch hier etwas mehr Zeit als dem Drive zuträglich ist. Mit der angemessenen Geduld aber wird man definitiv im späteren Verlauf belohnt. Zwanzig Minuten weniger und auch die Ungeduldigen im Publikum hätten weniger zu monieren. Spätestens wenn der Thriller-Anteil sich Bahn bricht, kommen die inszenatorischen Stärken, die Fennell im Psychothriller mit Carey Mulligan schon eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte, vollends zum Tragen. Die zweite Hälfte von Saltburn ist ein bitterer, Twist-reicher Genuss.

    Drei nobel gewandete Personen, eine Frau und zwei Männer auf einer Ledercouch sitzend.
    Saltburn mit Alison Oliver, Jacob Elordi und Barry Keoghan © Amazon Studios

    Viel Talent, das Schwächen überstrahlen kann

    „Eine böse Geschichte über Privilegien und Sehnsüchte“ – so vermarktet MGM den Film und das trifft es letztlich ganz gut. Der Psychothriller hat Suspense in geringen Dosen, stimmige Wendungen und schwarzen britischen Humor, der vor allem aufgrund des exzellent aufgelegten Ensembles sehr gut funktioniert. So wie Fennell bei Promising Young Woman nicht immer mit feiner Nadel ihre kritischen Untertöne einwob, ist auch hier die Sezierung der reichen Elite nicht wirklich subtil, aber dennoch wirkungsvoll. Es erinnert inhaltlich wie in der Machart an Der talentierte Mr. Ripley und auch Leser von Donna Tartts Die geheime Geschichte werden hier ein paar kleinere Déjà-vu-Momente haben. Angereichert wird das Verwirrspiel mit modernen Pophymnen, die aufgrund ihres Zeitgeists als weitere Komponente der Gesellschaftszeichnung von Fennell eingeordnet werden können.

    Konnte man nun eben auch ein Stück weit dem Vorgängerfilm schon den style-over-substance-Stiefel anziehen, so passt dieses Schuhwerk auch diesem Werk wie angegossen. Saltburn ist toll bebildert in seiner 4:3-Optik, aber auch leicht prätentiös. So verhält es sich auch mit dem Schauspiel, das fantastisch ist, aber immer wieder fast zu perfekt ist, wodurch der Eindruck einer Theateraufführung nicht zu verstecken ist. Insbesondere in einigen Zwiegesprächen fällt das auf – aber nicht ins Gewicht, wenn man sich erstmal darauf eingelassen hat, dass auch dieser Vortragsstil voll und ganz beabsichtigt ist.

    Jacob Elordi ist neben Keoghan ebenfalls eine Bereicherung, hat er doch schon in Euphoria als eigentlicher Schurke trotzdem den Rang eines Publikumslieblings erobern können. Das Sinistre trifft bei ihm oft auf das Einnehmende. Rosamund Pike und Richard E. Grant haben zwar nur wenige Momente, aber dafür dürfen sie da dann auch etwas ihrem Hang zu Overacting frönen, was der satirischen Note sehr zugute kommt. Auch Archie Madekwe ist hier mehr gefordert als im Rennauto-Cockpit zuletzt in Gran Turismo.

    © Amazon Studios

    Unser Fazit zu Saltburn

    3.5 Sehenswert

    Saltburn hat weniger zu sagen als Promising Young Woman. Wer den selben Aha-Effekt nochmal erwartet wird enttäuscht sein. Wer sich jedoch offen zeigt, sich von den schönen Szenerien, den tollen Songs und dem sehr starken Ensemble-Spiel "einlullen" zu lassen, der wird hier hypnotisiert und gefesselt. Die ein oder andere Wendung, ein paar Bilder, die doch den skandalösen Ruf rechtfertigen und eine Schlusspointe, die sitzt, machen den Film zur Empfehlung - zumal die Schwelle zur Sichtung bei Prime Video noch niedriger ist, als hierfür ein Kinoticket zu lösen.

    Saltburn streamt bei Amazon Prime Video.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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