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    Sharper

    Jan Wernervon Jan Werner8. Februar 2023Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Briana Middleton und Justice Smith laufen Hand in Hand durch einen Park.
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    Zwei filmschaffende Unternehmen mit „A“ haben sich zusammengetan, um mit Julianne Moore, Sebastian Stan und weiteren, großen Namen einen Thriller im New Yorker High Society Milieu zu erzählen. Die Zutaten könnten also verheißungsvoller kaum sein, aber kann die Apple-A24-Koproduktion Sharper nun auch wirklich überzeugen?

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    Key Art des Apple-TV-Films Sharper
    Key Art des Apple-TV-Films © Apple TV+

    Sharper – offizielle Handlungsangabe

    In Sharper, einem Neo-Noir-Thriller über Geheimnisse und Lügen in den Schlafzimmern, Bars und Chefetagen von New York City, ist niemand, wer er zu sein scheint. Die Protagonisten kämpfen in einem riskanten Spiel voller Ehrgeiz, Gier, Lust und Eifersucht um Wohlstand und Macht – spannend und fesselnd bis zum letzten Moment.

    Cleverer Aufbau

    Der Apple-TV-Thriller Sharper kommt mit einer eigenwilligen Erzählstruktur ums Eck und versucht allein dadurch schon einmal die Claims im Heist-Movie-Genre abzustecken. Das Publikum bekommt einzelne Charaktere und deren Hintergründe peu à peu in Einzelkapiteln, die deren Namen tragen, vorgestellt. Dadurch entfaltet sich durch die verschiedenen Perspektiven und Zeitpunkte allmählich ein Gesamtbild. Ein Kapitel lässt dabei oftmals das vorherige mit komplett anderen Augen sehen. Es ist quasi das Rezept, das Netflix zuletzt mit Kaleidoscope schon gekocht hat, nur eben nicht als mehrgängiges Menü serviert, sondern in ein einziges Happy Meal gepackt. Da sich schon von Teil zu Teil neue Erkenntnisse und auch kleine Aha-Momente einstellen, kann man die Erzählweise auch grundsätzlich als gelungen bewerten.

    Etwas weniger clevere Charaktere

    Die einzelnen Figuren, die man so step by step kennenlernt, sind jedoch nicht durch die Bank weg überzeugend geschrieben. Vielfach hat man doch das Gefühl, die Archetypen zu schnell identifizieren zu können und hier nur Standard-Personal solcher Stoffe vorgesetzt zu bekommen, worüber man mittels der namhaften Besetzung versucht hinwegzutäuschen. Gestellte, pseudo-intellektuelle Dialoge über Filme können so auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die meisten Charaktere wesentlich flacher gezeichnet sind, als die Autoren augenscheinlich selbst dachten. Sebastian Stan hat beispielsweise in Pam & Tommy wesentlich mehr Präsenz und Glaubhaftigkeit bewiesen, obwohl er dort nahezu die Parodie auf einen realen Menschen gespielt hat. Seine Rolle hier soll natürlich etwas Abstoßendes versprühen, aber so seelenlos, wie er sie interpretiert, gibt es nicht mal genug Angriffsfläche, um seinen Max verachten zu können.

    Ganz gut hingegen funktioniert, dass man durch die Zwiebelschalen-artige Erzählung je tiefer man in die Verquickungen zwischen den Figuren gezogen wird desto mehr auch die eigene Einschätzung, wer eigentlich die „Guten“ und wer die „Bösen in Sharper sind, hinterfragt. Am Ende ist es jedoch quasi die Succession-Variante von Now You See Me: Eigentlich sind alle Charaktere unausstehlich, doch im Gegensatz zur HBO-Serie, fehlt es an Pointiertheit, um aus diesem Fakt erzählerisch Kapital zu schlagen. Unter all den Widerlingen schafft es am ehesten noch Briana Middleton durch ihre charmante Ausstrahlung Sympathien aufrecht zu halten.

    Nicht ganz so clevere Story

    Regisseur Benjamin Caron wollte offensichtlich in Sharper ein regelrechtes Twist-Feuerwerk aufs Publikum loslassen. Dabei hat der recht unerfahrene Filmregisseur jedoch die Balance zwischen Qualität und Quantität überraschender Wendungen verkannt. Hier ist viel Schein doch nur wenig Sein. Die Doppelbödigkeit ist nur Fassade, moralische Fragestellungen bei weitem nicht so tiefgründig, wie es uns der Film verkaufen möchte und im Grunde genommen lassen sich die Motivationen der Handlungsträger auf jeweils recht wenige Dimensionen herunterbrechen.

    Sebastian Stan im Türrahmen stehend im Vordergrund, hinten Julianne Moore und John Lithgow an einem kleinen Tisch sitzend. Sharper
    Sebastian Stan in Sharper © Apple TV+

    Und überhaupt nicht cleverer Heist

    Was dem High-Society-Thriller jedoch fast komplett das Genick bricht ist, dass zu keinem Zeitpunkt wirklich Spannung aufkommen will. Die Twists entfalten, wie geschrieben, kaum Wirkung, die Beziehungsebene hat etwas von Seifenoper und letztendlich kann man als Genre-Kenner auch ziemlich schnell und präzise absehen, wohin uns der Plot am Ende bringen wird. Die Auflösung ist dann auch eher Bestätigung als Überraschung. Darüber kann auch nicht hinwegtäuschen, dass der Film Apple-typisch doch einige extrem hochwertige Einstellung hat und das nächtliche New York selten in so eindrucksvolle Luftaufnahmen gepackt wurde.

    Unser Fazit zu Sharper

    Sharper ist leider kein guter Thriller, keine gelungene High-Society-Kritik und damit keine Empfehlung wert. Die gute Performance von Middleton wiegt die eher unbefriedigenden Leistungen ihrer Co-Stars nicht auf und die Hochglanzoptik kann nicht übertünchen, dass hier nahezu nichts von tieferer Aussagekraft oder gar Innovation erzählt wird. Ein belangloser Versuch A24-Indie-Charme und Heist-Movie-Motive zu kombinieren. Eine erste Enttäuschung im Apple-Programm 2023.

    Sharper ist ab dem 17. Februar 2023 bei Apple TV+ abrufbar!


    © Apple TV+

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

    • Jan Werner
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