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    Filme

    Snatch – Schweine und Diamanten

    Jonas Hellrungvon Jonas Hellrung12. Mai 2020Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Jason Statham, Brad Pitt und Stephen Graham stehen in Reihe nebeneinander.
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    Vor nun schon 20 Jahren erblickte einer der kultigsten Gangster-Filme aller Zeiten das Licht der Welt: Snatch – Schweine und Diamanten von Guy Ritchie erzählt eine verworrene Verbrecher-Geschichte im Untergrund Londons und lässt dabei keine Skurrilität aus. Doch kann der einstige Hit der Jahrtausendwende den Test der Zeit überstehen und auch heute noch begeistern?

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=ni4tEtuTccc“]

    Die Hauptfiguren stehen aufgereiht nebeneinander uns sehen in die Kamera, Mickey (Brad Pitt) mitsamt Hund ganz vorne.
    Das Cover der Blu-ray zu Snatch – Schweine und Diamanten © 2000 Columbia Pictures Industries, Inc. All Rights Reserved.

    Worum geht’s in Snatch – Schweine und Diamanten?

    Nach einem erfolgreichen Juwelenraub in London soll sich der Gangster Franky Four-Fingers (Benicio Del Toro) eigentlich nur zurück nach Amerika begeben, um den Stein an seinen Auftraggeber zu übergeben. Das Problem: Franky kann Glücksspiel nicht widerstehen und wird von einem befreundeten Verbrecher auf illegale Boxwetten aufmerksam gemacht. Der will ihn aber eigentlich nur abzocken und den Klunker selbst haben, weswegen er zwei mehr als vom Pech verfolgte Kleinkriminelle beauftragt, ihn zu entführen. Im Gegenzug dürfen die beiden nebenbei noch das Wettbüro überfallen.

    Doch das Wettbüro gehört Brick Top (Alan Ford), einem der Bosse der Londoner Unterwelt, der nicht wirklich viel davon hält, beklaut zu werden. Außerdem hat der schon genug eigene Sorgen: Er hat nämlich Stress mit Turkish (Jason Statham) und Tommy (Stephen Graham), die für ihn einen Kämpfer für einen  manipulierten Boxkampf besorgen sollen. Als dieser aber ausfällt und die beiden sich an den unberechenbaren Mickey (Brad Pitt) wenden müssen, überschlagen sich die Ereignisse. Denn der ausgefuchste Gypsy hat seine eigene Agenda.

    Mickey sitzt im Finale von Snatch gelassen im Boxring und raucht, Turkish und Tommy stehen hinter ihm und sehen besorgt aus.
    Mickey bleibt selbst in den anstrengendsten Momenten gelassen – sehr zum Leid von Tommy und Turkish © 2000 Columbia Pictures Industries, Inc. All Rights Reserved.

    Verworrene Story

    Ja, wenn man das so liest wird gar nicht so wirklich ersichtlich, worum es in Snatch eigentlich geht. Augenscheinlich gibt es viel zu viele Charaktere, die mal mehr und mal weniger freiwillig miteinander interagieren. Richtig kompliziert wird es aber erst, wenn man den Film so erklärt, wie es Guy Ritchie mit seinem Drehbuch macht: Wir folgen zu Beginn einem Charakter, der bis auf die absolute Schlussszene wenig bis gar nichts mit den eigentichen Geschehnissen des Films zu tun hat, und befinden uns von da an im fliegenden, scheinbar zufälligen Wechsel zwischen den Figuren. Dazu gibt es noch Zeitsprünge, rückwärts erzählte Handlungspassagen und mehrere Orts- und Zeitwechsel in einem einzigen Dialog. Ein klassischer Guy Ritchie eben.

    Das Ganze ist auch genauso kompliziert wie es klingt, allerdings nur wenn man es wiederzugeben versucht. Während dem Film kommt der Zuschauer ausnahmslos hinterher und versteht bis auf einige Anfangsschwierigkeiten sämtliche Motivationen und Hintergründe sofort. Das liegt auch daran, dass sich Ritchie nicht unnötig viel Zeit nimmt, die Figuren zu ergründen oder ihnen wirkliche Tiefe zu geben. Durch die Art, wie sie reden, sich bewegen, was sie tragen und so weiter, können wir uns eigentlich genau denken, was los ist. So können wir trotz der komplizierten Inszenierung stets dem Geschehen folgen und uns an den herrlich verrückten Interaktionen erfreuen.

    Drei Gangster stehen in Snatch nebeneinander, sie wirken besorgt und angespannt - und leicht verwundert.
    In Snatch ist ein Gangster verrückter und verschrobener als der andere © 2000 Columbia Pictures Industries, Inc. All Rights Reserved.

    Dialog-Feuerwerk

    Was Snatch aber von der Konkurrenz abhebt, ist nicht seine Story. Klar, die schrulligen Charaktere und ihre Eskapaden sind lustig anzusehen, liefern aber ehrlich gesagt wenig neues. Was die Figuren aber erst wirklich lebendig wirken und sie den Film tragen lassen, sind die unfassbar komischen Dialoge. Wir bekommen hier in nahezu jeder Szene ein Feuerwerk an abgefahrenen Sprüchen um die Ohren gefeuert, dass man gar nicht mehr weiß, wo man hinhören soll. Ausnahmslos hat jeder Charakter etwas zu sagen, jeder hat seine Daseinsberechtigung und seine eigene, skurrile Art. Dabei wechselt der Film mittendrin auch gerne mal vom internen Monolog in den externen Dialog. Gedanklich folgen wir dabei immer Turkish, der eigentlich überraschend wenig mit der Rahmenhandlung zu tun hat. Und wenn er im für uns fliegenden Wechsel seine Gedanken offenbart und gleichzeitig Mickey von etwas zu überzeugen versucht oder sich (auch wenn er es nie zugeben würde) Sorgen um sein Helferlein Tommy macht, wird man direkt auf mehreren Ebenen unterhalten.

    Kurzweiliger Krimi

    Um die Dialoge auch richtig zur Geltung kommen zu lassen, bedarf es natürlich einer guten Kamera und eines noch besseren Schnitts. Erstere leidet jedoch ein wenig unter der etwas in die Jahre gekommenen Optik der frühen 2000er, denn übertriebene Dutch Angles und Musikvideo-Ästhetik wirken nach heutigen Standards etwas seltsam überstilisiert. Allerdings erlaubt sich die Kamera den ein oder anderen Geniestreich, wenn sie beispielsweise über die Schulter einer Figur eine andere Figur und gleichzeitig einen Bildschirm filmt, der die Reaktion letzterer Figur darauf zeigt. Der Schnitt ist dagegen ohne jegliche Einschränkung nach wie vor phänomenal! Dialoge prasseln teilweise wie ein Trommelfeuer auf den Zuschauer ein und sorgen für einen Lacher nach dem anderen. Innerhalb von zwei Sekunden befinden wir uns in einem Büro in New York, dann in einem Flugzeug, dann in einem Taxi, dann in einem Büro in London. Hier folgt alles Schlag auf Schlag, was Snatch somit zu einem wahnsinnig kurzweiligen Film macht.

    Mickey fliegt im Boxring nach einem Schlag durch die Luft, hinter ihm stehen viele aufgeregte Zuschauer. Die Szene läuft im Film in Zeitlupe ab, weswegen Mickey extrem scharf zu sehen ist und es aussieht, als würde er in der Luft liegen. Snatch hat inszenatorische einige solcher Spielereien zu bieten.
    Die Kamera fängt einige wirklich tolle Bilder ein, wie etwa diese Slow-Motion-Szene © 2000 Columbia Pictures Industries, Inc. All Rights Reserved.

    Das kann natürlich nicht ohne die passenden Charaktere funktionieren, und hier hat sich Ritchie selbst übertroffen. Trotz der eingangs erwähnten fehlenden Charaktertiefe triefen die Figuren nur so vor Persönlichkeit und Charme. Jeder hat eine Eigenart, die eigentlich zu absurd ist, um wahr zu sein. Und während die Charaktere das meistens einfach nur hinnehmen, kommt man zu Hause vor dem Bildschirm aus dem Lachen nicht mehr heraus. Fantastisches Schauspiel von sämtlichen Akteuren machen die Figuren nochmal extra lebendig, besonders Brad Pitt als unfassbar nuschelnder Bareknuckle-Boxkämpfer ist ein Highlight des Films. Aber auch Jason Statham oder Vinnie Jones verschmelzen geradezu mit ihren Rollen und lassen uns komplett ins Geschehen eintauchen.

    Unser Fazit zu Snatch – Schweine und Diamanten

    Auch 20 Jahre später weiß Guy Ritchies Krimikomödie immer noch zu überzeugen. Die fantastischen Dialoge sowie die Art, wie sie in Szene gesetzt werden, sorgen nach wie vor für Lacher und definitiv keine Langeweile. Obwohl die zahlreichen Handlungsstränge für ein wenig Veriwrrung sorgen können und auch einige Kamereinstellungen eher schlecht gealtert sind, ist Snatch – Schweine und Diamanten eine der besten Gangster-Komödien aller Zeiten. Absolute Sehempfehlung für alle, die mit dem Genre auch nur das kleinste Bisschen anfangen können oder den Guy Ritchie vor Aladdin und King Arthur: Legend of the Sword kennenlernen wollen. Dass er Filme vom gleichen Schlag auch heute noch beherrscht, konnte er zuletzt ja mit The Gentlemen beweisen.


     

    © Columbia

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