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    Startseite » Sonne und Beton
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    Sonne und Beton

    Jonas Hellrungvon Jonas Hellrung20. August 2023Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Die vier Hauptfiguren aus Sonne und Beton, Lukas, Julian, Gino und Sanchez sitzen oben ohne auf einem Sofa und rauchen
    Die Ereignisse stellen auch die Freundschaft zwischen den Jungs auf die Probe ©Constantin Film
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    Bereits als Roman konnte Felix Lobrechts Sonne und Beton Erfolge verbuchen und avancierte zum Bestseller. Die Geschichte um vier Jungs aus dem Bezirk Gropiusstadt, in dem auch Christiane F. lebte, will mit Authentizität und einem ehrlichen Blick auf das Leben in der Siedlung punkten. Mit dem Regisseur von Er ist wieder da und Feuchtgebiete soll nun eine Filmumsetzung gelingen. Ob das geklappt hat, erfahrt ihr in unserer Kritik.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=2Ay9k-hF-f4″]

    BluRay zu Sonne und Beton
    BluRay zu Sonne und Beton ©Constantin Film

    Worum geht’s in Sonne und Beton?

    Sommer 2003. Neuntklässler Lukas schwänzt mal wieder die Schule, gemeinsam mit seinen Freunden Gino und Julius. Die Jungs leben im Bezirk Gropiusstadt in Neukölln, Berlin; einem Problemstadtteil, der vor Kriminalität, Alkohol, Drogen und gewaltbereiten Jugendlichen nur so wimmelt. Während Julius aufbrausend und schnell aus der Fassung zu bringen ist, versuchen Lukas und Gino eher, den Kopf unten zu halten. Denn was passiert, wenn sie das nicht tun, erfahren sie schnell am eigenen Leib: Nachdem ein kurzer verbaler Konflikt mit arabischen Drogendealern in ihrem Alter zu einer Schlägerei mit verfeindeten Dealern im selben Gebiet eskaliert, wird Lukas zusammengeschlagen. Doch auch der Anführer der Dealer wird übel zugerichtet und schwört Rache an dem Jugendlichen: 500 Euro soll der Neuntklässler innerhalb weniger Tage auftreiben, was sonst passiert, wolle er nicht erfahren.

    So schmieden die Jungs gemeinsam mit Sanchez, dem Neuzugang in ihrer Klasse, einen Plan, das Geld so schnell wie möglich aufzutreiben. Doch die Zeit, das Gesetz und ihre eigenen persönlichen Probleme stehen dabei gegen sie. Zwischen Sonne und Beton ihrer Siedlung nimmt eine Geschichte von Gewalt und Kriminalität, aber auch Freundschaft und der Hoffnung auf ein besseres Leben ihren Lauf.

    Die vier Hauptfiguren aus Sonne und Beton, Lukas, Julius, Gino und Sanchez sitzen oben ohne auf einem Sofa und rauchen
    Die Ereignisse stellen auch die Freundschaft zwischen den Jungs auf die Probe ©Constantin Film

    Dreckig und authentisch

    Wer bei „Film aus Deutschland“ direkt an den glatten und kantenlosen Look unzähliger deutscher Komödien und Historienfilme denkt, hat bei Sonne und Beton weit gefehlt. Ganz im Stil des realen Settings sieht die Gropiusstadt im Film heruntergekommen und abgewrackt aus. Genauso wie für die Menschen, die dort wohnen, scheint sämtliche Hoffnung auf Besserung verloren. Und genauso verhalten sich die Leute dort auch. Fast jeder trinkt, nimmt Drogen, prügelt oder wird verprügelt. Das Milieu wird besonders durch die Wortwahl der Darsteller fantastisch eingefangen. Der Straßenslang klingt absolut glaubwürdig und authentisch und verleiht den Figuren und dem Setting eine realistische Tiefe. Zwar kann das hundertste „Alta“, „Lak“ und „Dings“ schon irgendwann nerven, aber es ist ja auch nicht zur Belustigung der Zuschauer da. Es soll ein möglichst realistischer Blick auf das Leben im Problemstandort Gropiusstadt geworfen werden.

    Die vier Hauptfiguren des Films stehen auf einer Wiese und blicken auf Gropiusstadt
    In Sonne und Beton werden einige tolle Bilder geboten ©Constantin Film

    Und doch schafft es der Film, dieses Elend ästhetisch zu inszenieren. Die Kameraarbeit wirkt Wunder und inszeniert immer wieder tolle Bilder, die im Gedächtnis bleiben. Wenn die Jungs nach einer ereignisvollen Nacht gerade so mit dem Leben davongekommen sind, auf ein Hochhausdach rennen, dort den Sonnenaufgang sehen und einfach nur lachen können, stimmt sowohl visuell als auch im Drehbuch einfach alles. Die jungen Schauspieler ebenso wie der größtenteils eigens für Sonne und Beton komponierte Soundtrack mit Hip-Hop-Beats sind ebenfalls ein absolutes Highlight des Films.

    Schwächelnde Story

    Leider tragen diese Momente nicht die gesamte Laufzeit von Sonne und Beton. Zu oft driftet der Film in Klischees ab und untergräbt mit seinem klassischen Aufbau ein wenig seine Authentizität, die ja eigentlich eher auf Slice-of-Life als auf Hollywood-Dreiakter setzt. Viele Momente sind vorhersehbar und erzeugen nicht die gewünschte Suspense, sondern laufen lediglich auf das hinaus, was man sich schon seit einer Weile dachte. Auch das künstliche Drama, das immer wieder besonders durch sehr fragwürdiges Verhalten von Julius erzeugt wird, fällt negativ auf. Zwar wird sein Verhalten immer wieder kommentiert und auch teilweise erklärt. Das reicht aber nicht, um mehrere Male essentielle Punkte in der Handlung mit seiner aufbrausenden Art zu entschuldigen.

    Die Story von Sonne und Beton ist aber keinesfalls schlecht. Sicherlich muss man auch im Hinterkopf behalten, dass das Drehbuch auf dem gleichnamigen Roman von Comedian und Podcaster Felix Lobrecht basiert. Der wiederum ist eine Verarbeitung seiner eigenen Kindheit in Gropiusstadt. Insofern kann Lukas definitiv als Stand-In für Lobrecht betrachtet werden. Wie viel davon nun wirklich so geschehen ist, daraus macht der Film gleich zu Beginn selbst ein kleines Geheimnis. Aber dass zumindest einige Ereignisse dazugedichtet wurden, davon kann man wohl ausgehen. Trotzdem hat Sonne und Beton immer wieder tolle und emotionale Momente, in denen man wirklich mit den Jungs mitfühlt. Die Freundschaft zwischen den Vieren wirkt in jedem Moment echt und erzeugt auch genauso echte Emotionen beim Zuschauer.

    Die Darsteller von Lukas, Sanchez und Julius sitzen gemeinsam mit Felix Lobrecht auf einer Treppe, Lobrecht macht ein Handzeichen
    Felix Lobrecht hat unter anderem in seinem Podcast viel von der Entstehungsgeschichte des Films erzählt ©Constantin Film

    Unser Fazit zu Sonne und Beton

    Durch fantastische schauspielerische Leitungen und einen tollen Soundtrack, gepaart mit wirklich sehenswerter Kameraarbeit ist Sonne und Beton in Sachen Inszenierung ein wirklich toller Film geworden. Auch wenn das Drehbuch immer mal wieder durch beispielsweise Klischees schwächelt und der durchaus glaubwürdige Slang etwas nerven kann. Allerdings kann er nicht mit der Qualität einiger seiner offensichtlichen Vorbilder wie La Haine oder Stand by Me mithalten. Dennoch bleibt Sonne und Beton authentisches und durchweg unterhaltsames Genre-Kino, das der deutschen Filmlandschaft ein wenig frischen Wind beschert. Und den hat es nun wirklich bitter nötig.

    Sonne und Beton ist ab dem 17.08.2023 auf DVD, Blu-Ray und als VoD verfügbar!


    © Constantin Film

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