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    Startseite » Stunde der Angst
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    Stunde der Angst

    Florian Teichertvon Florian Teichert26. Januar 2021Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Naomi Watts sitzt mit einer Zigarette in der Hand auf der Couch.
    Die New Yorker Schriftstellerin June (Naomi Watts) kämpft seit Jahren mit einer Schreibblockade. © Koch Films GmbH
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    Die wenigsten Menschen sind vermutlich gerne alleine. Vor allem die aktuelle Corona-Krise und die damit verbundenen Kontakteinschränkungen führen jedoch dazu, dass gerade Singles ihre Zeit immer öfter mit sich selbst verbringen müssen. Insofern kommt der Film Stunde der Angst mit Naomi Watts eigentlich genau passend. Unsere ausführliche Kritik gibt es im Folgenden!

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    Das Cover der Blu-ray des Films Stunde der Angst zeigt Naomi Watts in Großaufnahme.
    Seit dem 28. Januar gibt es Stunde der Angst auf Blu-ray und DVD. © Koch Films GmbH

    Darum geht es in Stunde der Angst

    New York im Jahr 1977: June Leigh (Naomi Watts) lebt abgeschottet und einsam in ihrem Mini-Apartment mitten in der Bronx. Die ehemalige Bestseller-Autorin hat paranoide Gedanken, verlässt nie ihre Wohnung und lässt sich von ein paar Jugendlichen ihr Essen und ihre Zigaretten liefern. Als es immer wieder an ihrer Wohnungstür schellt, sich jedoch niemand meldet, nehmen ihre Ängste noch weiter zu. Dass zeitgleich ein Serienmörder sein Unwesen in New York treibt, macht die ganze Sache für June nicht einfacher.

    Nach und nach lernen wir als Zuschauer auch weitere Figuren kennen. So kündigt sich Junes Schwester Margot (Jennifer Ehle) für einen Besuch an, außerdem vertraut sich June mehr und mehr dem Essens-Boten Freddie (Kelvin Harrison Jr.) an und lernt über eine Dating-Agentur den attraktiven Billy (Emory Cohen) kennen.

    Fühlt sich an wie ein Kammerspiel

    Trotz dieser Vielzahl an Kontakten bleibt June im Laufe des Films in ihrer Einsamkeit gefangen. Wer einen geradlinigen Thriller erwartet, wird von Stunde der Angst enttäuscht sein. Der Großteil des Films besteht (überspitzt formuliert) daraus, Naomi Watt beim Rauchen zuzuschauen. Fast schon kammerspielartig sind wir dabei mit ihr zusammen in ihren vier Wänden gefangen. Ab und an schimmert etwas Licht durch die dicken Vorhänge. Von der brühenden Hitze, die New York in diesen Tagen voll in ihrer Kontrolle hat, kriegen wir nur am Rand etwas mit.

    Junge sitzt mit einer Zigarette in der Hand auf der Couch.
    Die New Yorker Schriftstellerin June (Watts) kämpft seit Jahren mit einer Schreibblockade. © Koch Films GmbH

    Wer nun gar nichts mit Naomi Watts anfangen kann, sollte einen großen Bogen um Stunde der Angst machen – sie ist mit Abstand die präsenteste Figur. Mit ihr sollen wir mitfiebern, mit ihr sollen wir den Schmerz der Einsamkeit und die Angst des Unbenennbaren spüren. Dies gelingt allerdings nur bedingt: Das seltsame Klingeln an der Tür, welches immer wieder prominent in Szene gesetzt wird, entfaltet kaum ein Gefühl der Gefahr. Gleiches gilt für den immer wieder in Nebensätzen erwähnten Serienmörder.

    Kein Pi, kein Der Unsichtbare

    Irgendwie fehlt Stunde der Angst der letzte wirkliche Kniff, um das Thema Paranoia spannend zu vermitteln. Das haben Filme wie Darren Aronofskys Pi oder zuletzt auch Der Unsichtbare deutlich besser hinbekommen. Der durchaus passende zeithistorische Kontext, den der Film in seinen letzten Minuten aufgreift, ist zwar nett – verläuft dann durch das abrupte Ende jedoch völlig im Sand. Hier wäre ein anderer Ansatz empfehlenswerter gewesen.

    Auch die sonstige Handlung führt leider dazu, dass man sich als Zuschauer immer wieder verzweifelt am Kopf kratzt. Immer wieder werden potenziell starke Themenbausteine geöffnet, nur um sie wenig später komplett ins Leere laufen zu lassen. So bekommt Jane eines Tages Besuch von einem brummigen Polizisten (Jeremy Bobb), der sich nach wenigen Minuten als korrupter Beamter herausstellt, der Jane zum Sex zwingen möchte. In letzter Sekunde wird er dann jedoch zu einem anderen Einsatz gerufen und das war es. Dieser ganze Strang hat im Verlauf des Films keine Bedeutung mehr. Ähnlich ergeht dies auch den anderen angesprochenen Figuren.

    Nun gut, man kann natürlich darauf kommen, dass genau das der Sinn hinter den nicht auserzählten Geschichten sein soll: Die unbegründete Angst, die Jane in ihrem Leben verspürt, lässt somit auch jegliche Bindung zu anderen Personen in ihrem Umfeld im Leeren verschwinden. Doch damit macht es sich Regisseur Alistair Banks Griffin zu einfach.

    June steht auf den Straßen der Bronx, um sie rum lodern die Flammen.
    Im Sommer 1977 ist es brütend heiß in der Stadt und ein Serienmörder versetzt die Frauen im „Summer of Sam“ in Angst und Schrecken. © Koch Films GmbH

    Unser Fazit zu Stunde der Angst

    Letztlich funktioniert Stunde der Angst als solide Allegorie auf Isolation und Einsamkeit zwar ordentlich, das Paranoia-Thema jedoch bleibt dabei auf der Strecke. Naomi Watts beweist, dass sie auch 20 Jahre nach David Lynchs Mulholland Drive noch einen kompletten Film tragen kann. Authentisch und fast schon bemitleidenswert geht sie in der Rolle der Ex-Autorin auf.

    Daneben fehlt es dem Film von Alistair Banks Griffin jedoch an der nötigen Substanz, um wirklich mitzureißen. Für einen weitreichenden Interpretationsansatz gewisser Handlungsstränge reicht vermutlich die Expertise der wenigsten Zuschauer aus. Wer Spaß hat, sich in die Theorien der Persönlichkeitsforschung einzulesen, wird sicher auch in Stunde der Angst seine Freude finden. Bei allen anderen bleibt am Ende vermutlich nur eine rauchende Naomi Watts im Gedächtnis.

    Stunde der Angst ist seit dem 21. Januar digital erhältlich und gibt es ab dem 28. Januar als Blu-ray und DVD.


    © Koch Films

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