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    Before the Fire – Angst ist ansteckend

    Andreas Krasseltvon Andreas Krasselt29. Januar 2021Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Ava, gespielt von Jenna Lyng Adams, steht in Before the Fire - Angst ist ansteckend vor einer Feuersbrunst.
    Ava steht vor einer Feuersbrunst. © Tiberius Film
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    Mit Before the Fire – Angst ist ansteckend kommt offenbar der Film zur Corona-Pandemie ins Heimkino. Ob aber auch der Streifen ansteckend wirkt, oder eher ermüdend, erfahrt Ihr in unserer Rezension.

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    Das Cover der Blu-ray von Before the Fire - Angst ist ansteckend zeigt Ava, gespielt von Jenna Lyng Adams, mit Mundschutz und Gewehr eine Landstraße entlang gehend.
    Das Cover der Blu-ray von Before the Fire – Angst ist ansteckend. © Tiberius Film

    Darum geht’s in Before the Fire – Angst ist ansteckend

    In den USA und vermutlich auch sonst überall auf der Welt grassiert ein böses Virus. Symptome: Fieber, Husten, Nasenbluten – Tod. Kommt einem bekannt vor? Die aufstrebende TV-Schauspielerin Ava (Jenna Lyng Adams) lässt sich in Before the Fire – Angst ist ansteckend sehr widerstrebend von ihrem Freund, dem Fotojournalisten Kelly (Jackson Davis), überreden, sich mit ihm auf der Farm seiner Familie in Sicherheit zu bringen. In einem bislang von der Seuche verschont gebliebenem Landstrich „mitten im Nirgendwo“. Doch Kelly trickst Ava aus und lässt sie allein fliegen. Als pflichtbewusster Reporter will er seine Brötchen mit Fotos von der Katastrophe verdienen.

    Nach der Landung wird Ava von Kellys Bruder Max (Ryan Vigilant) abgeholt. Sie weiß, dass sie von Kellys Familie abgelehnt wird, und Max zeigt ihr dies mit aller Deutlichkeit. Doch mit der Zeit wächst die Akzeptanz. Aber Ava, die eigentlich Amanda heißt, hat ein dunkles Geheimnis, das mit ihrer Familie zusammenhängt, die ebenfalls in dem dünn besiedelten Landstrich lebt. Als die Pandemie auch hier um sich greift, kommt es zur gewalttätigen Konfrontation.

    Corona lässt grüßen

    Anders als Viren-Thriller wie Steven Soderberghs Contagion oder Wolfgang Petersens Klassiker Outbreak bleibt Before the Fire – Angst ist ansteckend konsequent auf der Mikroebene seiner Protagonistin. Informationen über das Virus erfährt man vor allem in bewährter Weise durch Radio- und TV-Berichte. Die anfänglichen Bilder und Durchsagen wirken dabei seltsam vertraut: Ausgangssperre, alle Inlandsflüge werden abgesagt, und natürlich gilt überall Maskenpflicht. Auch Ava muss sich, bevor sie mit einem der letzten Privatflüge abheben kann, ihre Temperatur messen lassen. Ein Mediziner schildert im Rundfunk erschüttert, so etwas habe er noch nie gesehen: „Es bricht mir das Herz, dass wir so viele Menschen schon verloren haben.“

    Ava ist an ihrem Zufluchtsort angekommen und steht wartend auf dem leeren Flugfeld.
    Ankunft: Ava (Jenna Lyng Adams) ist auf dem Flugfeld irgendwo im Nirgendwo gelandet. © Tiberius Film

    Die WHO attestiert via Textband im TV: „Die Epidemie ist ohne Präzedenzfall, und drastische Maßnahmen sind erforderlich.“ Das ländliche Fluchtziel Avas ist vom Militär abgeschottet. Nur Einheimische kommen hinein. Akkurat extrapoliert Regisseurin Charlie Buhler in ihrem Erstling die mögliche Entwicklung einer Pandemie, die bei dem im Coronajahr 2020 gedrehten Film nicht von ungefähr an die aktuelle Situation erinnert.

    Wenn sich Querdenker radikalisieren

    Und auch die sich allmählich radikalisierenden Rednecks, die als Miliz die Dinge selbst in die Hand nehmen wollen, sind mit den bekannten Coronaleugnern und sogenannten Querdenkern artverwandt. Man muss nur an die gewalttätigen Proteste etwa jüngst in Holland denken. In einer weiteren Radiodurchsage klingt es prophetisch an: „Bis wir positive Nachrichten bekommen, werden die Bürgerunruhen weiter eskalieren.“

    Avas Vater, gespielt von Charles Hubbell, steht in Before the Fire - Angst ist ansteckend in bedrohlicher Pose mit über die Schulter gelegtem Gewehr vor seinem Auto.
    Radikalisierung: Avas Vater (Charles Hubbell) gründet eine militante Miliz. © Tiberius Film

    Doch wie gesagt: Die Perspektive von Before the Fire – Angst ist ansteckend liegt nicht auf den gesellschaftlichen Dimensionen der Pandemie. Es geht um Ava und ihre Konflikte. Die haben mehr mit ihrer Familie und der ihres Freundes zu tun als mit dem Virus. Dieses ebnet nur die Bühne für eine eskalierende Konfrontation, die sich im Endzeitszenario dramatisch zuspitzt. Das ist zwar auf der einen Seite weder Fisch noch Fleisch, andererseits aber auch nicht uninteressant erzählt.

    In Before the Fire passiert alles vor dem Feuer

    Seine Spannung baut Before the Fire – Angst ist ansteckend recht geschickt durch die erst nach und nach ans Licht kommenden Geheimnisse rund um Ava beziehungsweise Amanda auf. Ganz am Anfang, noch vor dem Vorspann, sieht man sie vor einer Feuersbrunst. Ein simpler und oft bemühter Trick. Was es mit diesem Feuer auf sich hat, erfährt man halt erst am Schluss, womit ausnahmsweise der deutsche Filmtitel Before the Fire einen gewissen Sinn ergibt.

    Ava sitzt in der Küche des Farmhauses zusammen mit Kellys Mutter Betsy, gespielt von M.J. Karmi, am Tisch. Max, gespielt von Ryan Vigilant, steht im Hintergrund.
    Aufnahme: Nur langsam wird Ava in Kellys Familie akzeptiert. © Tiberius Film

    Leider kann der Film den Spannungsbogen nicht über seine gesamte Laufzeit halten. Gelegentlich kommt Langeweile auf, doch lohnt es sich, dran zu bleiben. Vorausgesetzt, man kann der ruhigen Erzählweise etwas abgewinnen. Denn Before the Fire – Angst ist ansteckend präsentiert sich eher schlicht und unspektakulär. Die Action ist sparsam dosiert. Dennoch gibt es einige Überraschungseffekte und Twists. Nicht alles ist vorhersehbar.

    Angenehm unaufdringliche Musik

    Unterstützt wird dies durch einen angenehm unaufdringlichen Score, der ebenfalls eher zurückhaltend eingesetzt wird. Der allerdings, wie auch die wechselnde Farbtemperatur der Bilder, die Atmosphäre thematisch verdichtet. So dominieren, als Ava endlich mit der ländlichen Umgebung und ihren Bewohnern etwas warm geworden ist, rot-braune Farbtöne, während die musikalische Untermalung folkloristischer anmutet. Alles dezent, nicht mit der Kesselpauke. Der Fokus des Films liegt auf Ava, womit sich Jenna Lyng Adams, die auch das Drehbuch verfasst hat, ihre Rolle buchstäblich auf den Leib geschrieben hat. Und ihre darstellerische Leistung ist durchaus überzeugend.

    Ava steht mit gezückter Pistole auf einem Feld und visiert ein Ziel an.
    Wehrhaft: Auch Ava greift schließlich zur Waffe. © Tiberius Film

    Before the Fire – Angst ist ansteckend lässt viele Fragen offen. Insbesondere zu dem, was die handelnden Personen eigentlich bewegt. Da wäre mehr Tiefe denkbar gewesen. Das kann man als Schwäche bewerten, oder auch als ein kalkulierte Offenheit betrachten. Muss wirklich alles immer haarklein erklärt werden? Oder darf man sich als Zuschauer auch mal ein wenig selbst bemühen, sich vielleicht seine eigene Geschichte ausmalen? Als gestalterisches Element ist dies hier nicht zufriedenstellend gelungen, als Ansatz aber gerade bei einer Thematik mit aktuellem Bezug nicht uninteressant. Die Charaktere bleiben aber zu eindimensional, um sich tiefergehender mit ihnen zu beschäftigen..

    Mein Fazit zu Before the Fire – Angst ist ansteckend

    Als Erstlingswerk ist der Film von Charlie Buhler durchaus bemerkenswert. Before the Fire – Angst ist ansteckend ist ein kleines aber feines Drama in Gestalt eines Virenthrillers, wenn auch mit etwas wenig Thrill. Das solide Ensemble und die gute Hauptdarstellerin trösten über mangelnde Charaktertiefen hinweg, die man sich aber leicht hinzudenken kann. Wenn man mag. Wer auf Grund des Virenthemas eine schwergewichtige Auseinandersetzung mit der Coronaproblematik erwartet, wird enttäuscht. Die Pandemie bereitet hier dem Familiendrama nur die Bühne. Das aber ganz ansehnlich.

    Before the Fire – Angst ist ansteckend erscheint am 4. Februar  2021 auf DVD und Blu-ray. Digital ist der Film als Video on Demand bereits ab 28. Januar erhältlich.


    © Tiberius Film

    Andreas Krasselt

    Andreas lebt im Raum Hannover. Er ist Journalist und fest angestellter Redakteur bei einer Tageszeitung – und nebenbei Musiker in einer Bluesrock-Band. Bei Filmtoast schreibt er seit 2019 Rezensionen. Filmfan ist er, seit er im zarten Alten von sechs Jahren von seiner Mutter jeden Sonntag in die Kindervorstellung des Stadtteilkinos abgeschoben wurde (so was gab es damals noch). Lieblingsgenre: Western, insbesondere die italienische Variante. Daher ganz klar der Lieblingsfilm: Spiel mir das Lied vom Tod, den er mit 12 schon dreimal im Kino gesehen hatte. Aber es gibt kaum ein Genre, dem er nichts abgewinnen kann. Weitere Favorites: Der Tod in Venedig, Im Zeichen des Bösen, 2001 sowie Leichen pflastern seinen Weg. Tja, und sein Guilty-Pleasure-Favorite ist Predator 2 von dem total unterschätzen Stephen Hopkins. Filme guckt er zwar gerne im Kino, ist aus Zeitmangel aber auf das Heimkino gewechselt, weshalb seine private Filmsammlung auch mehr als 1000 Titel umfasst.

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