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    Suicide Tourist – Es gibt kein Entkommen

    Patrick Krämervon Patrick Krämer5. Juli 2020Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Max (Nikolaj Coster-Waldau) steht im Hotel vor einer Fensterwand und schaut hinaus auf die schneebedeckten Berge.
    Die dröge Landschaft unterstreicht die Melancholie des Films © DCM
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    Suicide Tourist – Es gibt kein Entkommen von Jonas Alexander Arnby versteht sich als Drama mit Mystery-Thriller-Einschlag. Ob der Film mit Game of Thrones-Star Nikolaj Coster-Waldau in der Hauptrolle das sehr kontroverse Thema der aktiven Sterbehilfe angemessen verhandelt und dabei genügend Schauwerte bietet, lest ihr in den folgenden Zeilen.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=pzpb_UZuPtQ“]

    Das Kinoplakat zu Suicide Tourist - Es gibt kein Entkommen zeigt vor weißem Hintergrund das Konterfei von Hauptdarsteller Nikolaj Coster-Waldau, in dem das Aurora-Hotel und die bergige Landschaft zu sehen ist. © DCM
    Das Kinoplakat zu Suicide Tourist – Es gibt kein Entkommen © DCM

    Worum geht’s in Suicide Tourist – Es gibt kein Entkommen?

    Versicherungsmakler Max, gespielt von Nikolaj Coster-Waldau, hat die niederschmetternde Diagnose bekommen, dass er an einem unheilbaren Gehirntumor leidet. Gemeinsam mit seiner Frau Lærke (Tuva Novotny) versucht er, mit diesem harten Schicksalsschlag umzugehen, driftet dabei aber immer tiefer in depressive Ausweglosigkeit ab. Schließlich, nach mehreren erfolglosen Suizidversuchen, bekommt Max einen Fall zugeteilt, für den er das Verschwinden von Arthur Dinesen (Anders Mossling) aufklären soll.




    Die letzte Spur von Arthur führt zu dem mysteriösen Aurora Hotel, welches geplante und begleitete Suizide anbietet. Max nimmt Kontakt zu dem Hotel auf und stellt sich schon bald die Frage, ob ihn das ungewöhnliche Angebot des Hotels von seinem Leiden erlösen kann. Dort angekommen zweifelt er seine Entscheidung und sein gesamtes Leben an, wobei die Grenze zwischen Wirklichkeit und Einbildung immer mehr verschwimmt.

    Max (Nikolaj Coster-Waldau) liegt mir seiner Frau Lærke (Tuva Novotny) im Bett, sie schauen sich gegenseitig in die Augen und streicheln sich zärtlich über die Wange und das Haar.
    Max (Nikolaj Coster-Waldau) mit seiner Frau Lærke (Tuva Novotny) © DCM

    Kontroverses Thema

    Nicht nur in Deutschland ist die aktive Sterbehilfe ein viel diskutiertes Thema. Schließlich kann die Möglichkeit, sein Leben selbstbestimmt beenden zu können und so einem potentiellen Martyrium aus Schmerz und Leid zu entgehen, auf unheilbar kranke Menschen wie ein sehr humaner Ausweg wirken. Also ein Thema wie gemacht für ein aufrührendes und zum Nachdenken anregendes Drama. Doch bei Suicide Tourist verleihen Regisseur Jonas Alexander Arnby und Drehbuchautor Rasmus Birch dem Stoff noch einen Mystery-Thriller-Anstrich, der auf den ersten Blick unpassend wirken kann. Und tatsächlich geht die gewagte Rechnung leider nicht vollkommen auf. Während die ersten zwei Drittel des Films das Für und Wider der Sterbehilfe diskutieren, versteift sich das letzte Drittel vermehrt auf die Mystery- und Thriller-Aspekte des Plots und verliert damit leider das wichtige und schwierige Thema etwas aus den Augen.

    Max (Nikolaj Coster-Waldau) und seine Frau sitzen in einem Restaurant, berühren sich mit den Händen und reden bei einem Glas Wein.
    Max teilt seiner Frau die Ergebnisse seiner letzten Untersuchung mit © DCM

    Ein gewagter Spagat

    Wer dank des zweifelhaften deutschen Untertitels „Es gibt kein Entkommen“ einen waschechten Thriller erwartet, der wird also zumindest bis kurz vor Schluss enttäuscht. Denn bis dahin ist Suicide Tourist ein sehr langsam erzähltes Drama mit bewusst gezügeltem Tempo, das zeitweise fast an Stillstand grenzt. In seinen guten Momenten zahlen die meditativ-ruhigen Bilder des Hotels und der umgebenden Landschaft auf die melancholische Atmosphäre ein. In seinen schlechteren Momenten wird die fragile Grenze zwischen langsamer Erzählung und Langeweile leider ein paar Mal überschritten, sodass sogar die sehr überschaubare Laufzeit von 90 Minuten abschließend ein wenig zu lang wirkt. Richtig stark sind demgegenüber die immer wieder eingestreuten Rückblenden, die das Leben von Max und Lærke vor, während und nach der niederschmetternden Diagnose zeigen.

    Max (Nikolaj Coster-Waldau) steht im Hotel vor einer Fensterwand und schaut hinaus auf die schneebedeckten Berge.
    Die dröge Landschaft unterstreicht die Melancholie des Films © DCM

    Technisch sauber

    Gerade dort überzeugt die Leistung von Nikolaj Coster-Waldau auf ganzer Linie. Denn er interpretiert die Rolle des depressiven Suizidkandidaten mit einem bewusst zurückgenommenen Schauspiel, weswegen man ihm die innere Zerrissenheit seiner Figur komplett abnimmt. In das stimmige Gesamtbild der Produktion passen weiterhin die tollen Landschaftsaufnahmen und auch die ungewohnt unterkühlte aber gerade deswegen interessante Architektur des Hotels. Ab dem Moment, in dem Max das Hotel betritt, bekommt man als Zuschauer suggeriert, dass hier irgendwas ganz und gar nicht stimmt. Dafür ist maßgeblich die beeindruckende Kameraarbeit von Niels Thastum verantwortlich, der schon bei dem vielfach ausgezeichneten Tennis-Drama Borg/McEnroe – Duell zweier Gladiatoren für die Kameraarbeit verantwortlich war.

    Max (Nikolaj Coster-Waldau) steht in einem dunklen Raum mit schwarzen Fließen vor einem Spiegel und sieht sich selbst in die Augen.
    Langsam zweifelt Max an seiner Zurechnungsfähigkeit © DCM

    Mein Fazit zu Suicide Tourist – Es gibt kein Entkommen

    Suicide Tourist versucht ein sehr brisantes Thema als Genre-Mix zwischen meditativem Drama und mysteriösem Thriller zu verhandeln und kann im Ergebnis leider nicht vollends überzeugen. Dabei machen die einzelnen Komponenten für sich alleine stehend fast auf ganzer Linie einen tollen Eindruck. In Summe verfehlt der Film aber leider, eine nachhallende Wirkung beim Zuschauer zu erzeugen.

    Suicide Tourist ist seit dem 02.07.2020 deutschlandweit im Kino zu sehen!


    © DCM

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