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    Startseite » The Dark and the Wicked
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    The Dark and the Wicked

    Stefan Jankevon Stefan Janke18. Mai 2021Keine Kommentare7 min Lesezeit
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    Louise traut ihren Augen nicht in "The Dark and the Wicked" © Indeed Film
    Louise kann nicht glauben, was sie sieht in "The Dark and the Wicked" © Indeed Film
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    The Dark and the Wicked lief gerade auf dem Shivers Filmfestival und ist der neue Film von Horrorregisseur Bryan Bertino. Ob er damit an seinen wohl bekanntesten Film The Strangers anknüpfen kann, könnt ihr in unserer Kritik lesen!

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    "The Dark and the Wicked" © Indeed Film
    Das Filmplakat zu „The Dark and The Wicked“ © Indeed Film

    The Dark and the Wicked – Handlung

    Die Geschwister Louise und Michael stehen sich und ihren Eltern nicht besonders nahe. Beide ziehen sich in wohliger Distanz zur Familie in ihre eigenen Leben zurück. Als sich der Gesundheitszustand des bettlägerigen Vaters jedoch verschlechtert, fühlen sie sich veranlasst, auf die Farm der Eltern in Texas zurückzukehren, um die Mutter zu unterstützen. Gemeinsam wollen sie dort ein ein paar Tage verbringen. Doch, zur großen Überraschung der beiden, ist Mutter Virginia alles andere als erfreut, dass ihre beiden Kinder seit langem einmal wieder zu Besuch sind. Mürrisch verkündet sie, dass ihre Anwesenheit unerwünscht ist. Auch sonst verhält sie sich überaus sonderbar. Sie wirkt verwirrt und kraftlos. Schließlich überschlagen sich die Ereignisse, als die Mutter sich in der ersten Nacht nach Ankunft der Geschwister auf mysteriöse Art und Weise in der alten Scheune erhängt.

    Von Schuldgefühlen und Überforderung geplagt, übernehmen Louise und Michael nun die ihnen übertragenen Aufgaben im Zusammenhang mit der Pflege das Vaters, der Beerdigung der Mutter und der Instandhaltung des Hofes. Insbesondere Louise wird von dem Wunsch getrieben, das Geschehene zu verstehen. Auf ihrer Suche nach Antworten findet sie ein Tagebuch ihrer Mutter, in der sie von überirdischen, dämonischen Ereignissen berichtet. Als sich daraufhin auch bei Louise und Michael merkwürdige und beängstigende Visionen zunehmend entfalten, müssen auch sie sich eingestehen, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Doch wie können sie diesem Grauen entgehen? Liefert möglicherweise die Kirche eine Erklärung? 

    Louise (Marin Ireland) traut ihren Augen nicht in "The Dark and the Wicked" © Indeed Film
    Louise (Marin Ireland) kann nicht glauben, was sie sieht in „The Dark and the Wicked“ © Indeed Film

    Klassisches Horrokino

    Mit The Dark and the Wicked  präsentiert Bryan Bertino erneut einen Gruselschocker, der es durchaus in sich hat. Von den ersten Minuten an entfaltet sich ein beeindruckende atmosphärische Dichte, die der Regisseur stetig weiterentwickelt. Man spürt die bestialische Lust an der Inszenierung des Gruseligen und Schrecklichen, die durchaus ihre Wirkung entfaltet. Über dem gesamten Film liegt dadurch eine ständige Beklemmnis. Bertino nimmt sich und seine Figuren dahingehend vollkommen ernst und lässt zu keinem Zeitpunkt auch nur einen Funken an Hoffnung aufkeimen. Deprimierender und zerstörerischer kann man einen Film kaum inszenieren. Insbesondere die in regelmäßigen Abständen eingeblendeten Tage seit der Ankunft der Geschwister stellen nicht nur eine Hommage an Kubricks The Shining dar, sondern machen auch klar, in welchem Gestus die kommenden 90 Minuten gehalten sein werden.

    Es ist erstaunlich, dass die Gruselaspekte von The Dark and the Wicked so gut funktionieren. Im Grunde genommen fährt Bertino nämlich sämtliche Bild- und Ton-Klischees der Gruselkunst in einem alten, großen, abgeschiedenen Haus auf. Wir sehen schwebende Leichen, die aus der Dunkelheit auftauchen, Schatten, die sich wie Krallen über schlafende Personen legen, schreckliche Traumvisionen und hören dazu gesungene Volkslieder in ausdrucksloser Stimmlage, läutende Kuhglocken, knarzende und metallische Soundeffekte und sogar das klassische Wolfsheulen im Hintergrund. Das alles ist nicht wirklich neu und erfüllt dennoch seinen Zweck. Bertino ist sich dessen, was er tut, sehr wohl bewusst und versteht es, diese klassischen Elemente so zu vernetzen, dass sie ihre Wirkung trotz allem Klischee entfalten können. Jede Kamerabewegung und jeder Toneffekt wirkt gut platziert und durchdacht. Dennoch wird man angesichts dieser gewohnten Herangehensweise das Gefühl nicht los, es handele sich hierbei um eine Fingerübung für ein möglichst haarsträubendes Gruselkabinett.

    Louise und Michael müssen den Tod der Mutter verarbeiten in "The Dark and the Wicked" © Indeed Film
    Die beiden Geschwister wissen nicht, wie sie mit dem Tod ihrer Mutter umgehen sollen in „The Dark and the Wicked“ © Indeed Film

    Kein Psychohorror

    In diesem Sinne befindet sich The Dark and the Wicked eher in der Tradition der Horrorwerke von James Wan (The Conjuring, Insidious), als in der von aktuell beliebten Psychohorrorstreifen im Stile eines Ari Aster (Hereditary, Midsommar). Dennoch bemüht sich der Film auch die psychologische Komponente der Situation zu beleuchten. In kurzen Gesprächen erfahren wir mehr über die Kindheit der Geschwister, die aktuelle Distanz zu den Eltern und die damit einhergehenden Gewissensbisse, aber auch über Verlustängste und Missgunst sowie Rivalität der Geschwister untereinander. Leider werden diese Hintergrundinformationen jedoch nur sehr vage mit dem Horror des Hauses verknüpft. Der Streifen versucht zwar an die Tradition des psychologischen Familienhorrors anzuknüpfen, bleibt allerdings eher im Haunted-House-Genre verhaftet und hat dort auch seine stärksten Momente. 

    In Ansätzen lassen sich sogar einige psychologischen Theorien Sigmund Freuds in den Verhältnissen zwischen Tochter und Vater, beziehungsweise Sohn und Mutter erkennen. Im Endeffekt dienen jedoch auch diese zunächst spannenden Ideen eher als dienliches Szenario für den nächsten Schockmoment. Durch die Horrorfiguren der Mutter und des Vaters kommt etwas Abwechslung in die jeweiligen Spukmomente. Hintergründig schwingt dabei auch stets die Angst vor dem eigenen Altern mit. Schließlich werden die Geschwister hier mit alternden Familienmitgliedern (also im übertragenen Sinne auch dem alternden Selbst) konfrontiert. Doch selbst eine solche durchaus nachvollziehbare Angst wird zu keinem Zeitpunkt ausreichend auserzählt, wie es beispielsweise in dem erst kürzlich erschienenen und überaus beeindruckenden Relic der Fall ist, sondern wird eher als Mittel für die nächste (durchaus effektive) Gruselszene benutzt. Somit steht der Horror in The Dark and the Wicked weniger für das psychologische Innenleben seiner handelnden Figuren, sondern dient vielmehr der Ausgestaltung von Gruselszenen.

    Die beiden Geschwister werden von dunklen Gestalten heimgesucht in "The Dark and the Wicked" © Indeed Film
    Plötzlich stehen dunkle Gestalten vor der Tür in „The Dark and the Wicked“ © Indeed Film

    Eine zerfahrene Handlung

    Mit zunehmender Laufzeit wendet sich Bertino außerdem einem weiteren Themengebiet zu: dem Teufel. Als Regisseur und Drehbuchautor bedient er sich explizit gängigen Topoi der Teufelsdarstellungen. Von den Farb- und Lichtsetzungen bis hin zu alttestamentarischen Anspielungen, wie etwa das Massensterben der Tiere, soll der Schrecken hier in einer greifbaren Persona manifestiert werden. Ob es dies allerdings gebraucht hätte, ist durchaus fraglich, da sich The Dark and the Wicked im Endeffekt doch nicht zu einer Aussage oder einem Statement in Bezug auf das Teuflische durchringen kann. Auch wenn eine so mystische und breit rezipierte Figur gemeinsam mit dem Konzept des Antichristen im Horrorgenre destöfteren bereits für interessante Ansätze sorgen konnte (man denke zum Beispiel an Das Omen von Richard Donner), so scheint sie in diesem Streifen lediglich zu einem weiteren Accessoire der Geisterbahn zu werden.

    Dementgegen steht die souveräne Inszenierung des Regisseurs, die dafür sorgt, dass der Streifen nicht völlig in sich zusammenbricht. Neben dieser sind es außerdem die Darsteller, die zur Atmosphäre beitragen. Auch wenn Marin Ireland und Michael Abbott Jr. mit ihren simpel gestricken Rollen zu kämpfen haben, so sind sie doch mit starker physischer Präsenz vertreten. Julie Oliver-Touchstone und Michael Zagst geben sich als gruseliges Elternpaar die Ehre und leisten ihren Teil für die, gerade gegen Ende der Laufzeit, immer rasanteren traum- und wahnhaften Schocksequenzen.

    Louise ist starr vor Angst in "The Dark and the Wicked" © Indeed Film
    Louise sieht sich verängstigt auf dem Hof ihrer Eltern um in „The Dark and the Wicked“ © Indeed Film

    Unser Fazit zu The Dark and the Wicked

    Insgesamt kann The Dark and the Wicked insbesondere durch seine gelungen Atmosphäre punkten, die trotz altbekannter, fast schon klassischer Mittel, mithilfe einiger wirksamer Effekte bestechen kann. Liebhaberinnen und Liebhaber des klassischen Grusels könnten hier also auf ihre Kosten kommen. Wer allerdings ein psychologisch und inhaltlich tiefergehendes Werk erwartet, dürfte eher enttäuscht werden. Obwohl einige interessante Themen angerissen werden, bleibt die Handlung letztendlich aufgrund zu vieler loser Enden belanglos und wird schnell wieder vergessen werden. Regisseur Bryan Bertino bleibt seinem Ruf treu. Er ist mehr an dem physischen Schrecken als den hintergründigen psychologischen oder gesellschaftlichen Aspekten interessiert. Das ist umso erstaunlicher, wenn man sich die offenkundigen Vorbilder (beispielsweise Kubricks The Shining) seines neusten Streifens in Erinnerung ruft. Zu der neuen Ära des Modern Horror kann man The Dark and the Wicked daher leider nicht zählen. Für einen unterhaltsamen Gruselabend reicht es aber allemal.

    Ein deutsches Heimkinorelease von The Dark and the Wicked ist von Indeed Film für den 15. Oktober 2021 angekündigt!


    © Indeed Film

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