Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » The Invisible Fight
    Filme

    The Invisible Fight

    Jan Wernervon Jan Werner20. April 2024Keine Kommentare4 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Viele estnische Filme haben es bislang noch nicht zu großer Aufmerksamkeit geschafft. Nun bietet sich The Invisible Fight aber im Rahmen der Fantasy Filmfest Nights 2024 die große Genre-Bühne. Nutzt der kleine Film diese Gelegenheit?

    Poster zu The Invisible Fight
    Poster zum FFFN-Beitrag aus Estland © Level K

    Die offiziell Inhaltsangabe von The Invisible Fight

    Rafael hat einen Traum! Und der besteht sicher nicht darin, als Wachmann an der sowjetisch-chinesischen Grenze zu versauern. Nein: Rafael will Kung Fu-Mönch werden, ein Mann der stählernen Handkante und des inneren Friedens. Doch der Weg zur Erleuchtung ist ein steiniger für den langhaarigen, schlaksigen Kerl mit Pornobalken und einer musikalischen Vorliebe für Black Sabbath. Er muss die Klosterobrigkeit überzeugen, ihn als Schüler aufzunehmen, eifersüchtige Rivalen überwinden und die Liebe seines Lebens erobern. Und haben wir schon die Horde teuflischer Kreaturen erwähnt, die die Stadt befällt?

    Ein Martial Arts-Feuerwerk aus Estland, das sich vor der Kampfkunst der Shaw-Brüder genauso verneigt wie vor den kultigen Sketchen der Monty Python-Truppe und nostalgischen Heavy Metal-Klängen. 1970er Jahre (Un-)Chic pur: die Frisuren! Die Klamotten! Die Autos! Müsst ihr selbst sehen, um es zu glauben…

    Eine ganz tiefe Verneigung vor Metal und Martial-Arts…

    Vom ersten Bild an kann man den Machern von The Invisible Fight eines nicht absprechen: eine innige, ehrliche Liebe zu den Themen, denen man mit diesem Projekt die Ehre erweist. Und immer wieder springt dieser Funke auch auf das Publikum über, insbesondere, wenn man selbst ein Faible für die gespielte, sehr vordergründige Musikgattung hat. Über die Story braucht man ehrlicherweise nicht wirklich viele Worte verlieren: Wer die Synopsis oben gelesen hat, der weiß, worauf man sich einstellen darf: auf einen absurd-komischen, aber sympathisch-nerdig vorgetragenen Trip in absoluter B-Movie-Optik, aber A-Movie-Ausstattung!

    Immer wieder ziehen die Macher Religions-Praktiken durch den Kakao, überstilisieren Riten und suhlen sich in Klischees. Damit wird aus dem ohnehin schon seltsamen Genre-Cocktail auch noch eine Hommage an die Komiker von Monty Python, denn die haben bekanntlich mit Life of Brian auch dem Christentum pointiert den Spiegel vorgehalten. Der Protagonist stolpert also von einer Sketch-Szene zur nächsten, zwischendrin gibt es Musical-/Musikvideo-Momente und dann natürlich einige Male auf die Schnauze – im Wuxia-Style mit Zitaten aus entsprechenden Klassikern inklusive.

    … eine Mischung, die definitiv frisch aber nicht ganz ausgefeilt ist

    Das ist zwar augenscheinlich erstmal ein wilder Mix mit Potenzial, aber leider greifen die Einzelteile nicht annähernd so gut ineinander, wie man es hätte schaffen müssen, um einen Film dieser Länge auch durchgängig unterhaltsam zu halten. Immer wieder schweift das Skript gefühlt ab in Esotherik, mehrfach versucht man durch Abstraktion noch mehr Tiefgang und Metaphorik zu suggerieren, bremst damit aber den Spaß erheblich aus. Ein Metaler, der Kung-Fu-Mönche werden will, und sich von diesem Vorhaben durch keine noch so absurde Widrigkeit abbringen lässt – das hat Charme und Witz, aber eben nicht genug für über zwei Stunden Filmlänge. Das womit man den Streifen bis dahin streckt, ist manchmal urkomisch, manchmal aber auch redundant und zu weit vom eigentlichen roten Faden weg. Denn auch wenn man die einzelnen Kapitel wie Kurzfilme teils für sich sprechen lassen könnte, so muss doch bei einem Spielfilm im Endeffekt die Gesamtkomposition rund und kohärent sein.

    Ein Festival-Film für Connaisseure

    Wer in den vergangenen Jahren wahlweise No Looking Back oder Why don’t you just die? vom russischen Regisseur Kirill Sokolov mochte, der wird womöglich am ehesten mit dieser exzentrisch-charmanten Produktion Anklang finden. Denn in den schnellen Momenten ähnelt The Invisible Fight den beiden ebenfalls rasanten Action-Comedies sehr. Auch diese beiden Titel liefen auf Festivals mit Erfolg und wurden unter Genre-Fans in den Sälen gefeiert und ad hoc mit dem Kultfilm-Stempel versehen. Eventuell schlägt auch der estnische Beitrag in die Kerbe und kann das geneigte Publikum entsprechend in Ekstase versetzen. Ein typischer Crowd-Pleaser, der in Gemeinschaft besser funktioniert als wenn man den Film im stillen Kämmerchen allein sichtet.

    Da hüpft der Pope in der orthodoxen Kirche im Quadrat: The Invisible Fight © Level K

    Unser Fazit zu The Invisible Fight

    Eine Enttäuschung ist The Invisible Fight auf keinen Fall, aber mitunter ist er nicht verrückt genug, um ganz große Wellen zu schlagen. Die Ideen sind zweifelsohne extravagant und in Masse vorhanden, doch vieles wird nicht durchexerziert bis zu dem Punkt, an dem die roten Fäden dann wieder zusammenlaufen müssten, um ein stimmiges Gesamtbild zu ergeben. So ist die Laufzeit dann doch gefühlt noch länger als die tatsächlichen zwei Stunden und die krassen Action-Szenen, die der Trailer verspricht zu spärlich gesät. Stattdessen könnte man in einigen Momenten sogar zur Meditation animiert werden statt zum Szenenapplaus. Solange man dann zur Action wieder aufwacht, ist alles gut.

    The Invisible Fight läuft im April als Teil der Fantasy Filmfest Nights 2024 in den teilnehmenden Städten im Kino und wird im Sommer von LevelK voraussichtlich fürs Heimkino veröffentlicht.


    © Level K

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

    • Jan Werner
      Wonder Man
    • Jan Werner
      Steal
    • Jan Werner
      Star Trek: Starfleet Academy
    • Jan Werner
      A Knight of the Seven Kingdoms
    Vorheriger BeitragRebel Moon – Teil 2: Die Narbenmacherin
    Nächster Beitrag Yes, Chef!

    Weitere Beiträge

    2.5

    Silent Night, Deadly Night

    von Stefan Brüning
    4.0

    Goodbye June

    von Jan Werner
    2.0

    Hi-Five

    von Louis Kiehl
    4.5

    Sentimental Value

    von Luca Mattys
    2.0

    Stromberg – Wieder alles wie immer

    von Felix Knorr
    4.0

    Im Schatten des Orangenbaums

    von Luca Mattys
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Amadeus

    15. Dezember 2025

    Neue Serien-Staffeln 2026 – Was wird fortgesetzt?

    13. Dezember 2025

    Neue Serien 2026 – Was startet wo?

    13. Dezember 2025

    Silent Night, Deadly Night

    12. Dezember 2025
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2025 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.