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    The Pink Cloud

    Adrian Gmelchvon Adrian Gmelch18. August 2022Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    The Pink Cloud ist der erste Spielfilm der brasilianischen Filmemacherin Iuli Gerbase. Die visionäre Darstellung einer Weltbevölkerung unter Lockdown nimmt dabei die Covid-19-Pandemie vorweg und der Film wird zu einer Parabel über genau diese Zeit.

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    Man sieht auf dem Cover zu The Pink Cloud zwei Personen, die sich an zwei Enden eines Sofas gegenüber sitzen, alles umschlossen von einer Blase, über der pinke Wolken schweben
    Das Cover zu The Pink Cloud © Lighthouse Entertainment

    The Pink Cloud – Die Handlung

    Giftige rosafarbene Wolken tauchen plötzlich überall in den Großstädten der Welt auf. Sie sind nicht nur am Himmel, sondern treiben auch hinab in die Straßen und vor die Fenster. Menschen, die den Wolken länger als 10 Sekunden ausgesetzt sind, sterben. Die einzige Überlebenschance ist, eingesperrt zu bleiben. So findet sich Giovana (Renata de Lélis) in ihrer Wohnung mit Yago (Eduardo Mendonça) wieder, einem Mann, den sie gerade erst kennengelernt hat – eine Situation die ihr Leben auf eine Weise verändert, die sie nie erwartet hätte. Das mysteriöse Wolkenphänomen bleibt bestehen; Wochen, Monate, Jahre vergehen. Währenddessen überschlagen sich die Ereignisse in der Wohnung: Giovana wird schwanger und bringt einen Sohn (gespielt von Gabriel Eringer und Antônio Ramos) zur Welt, Giovana und Yago geraten aneinander und ein Nachbar stürzt sich aus dem Fenster…

    Der Film zum Covid-19-Lockdown

    Auch wenn The Pink Cloud 2017 geschrieben und 2019 gedreht wurde, also vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie, so fühlt sich der Film wie eine cineastische Verarbeitung von genau dieser Pandemie an. Der nicht enden wollende Lockdown im Film ist ein radikaler und beängstigender Spiegel der Lockdowns, die die Menschen überall auf der Welt 2020 und 2021 erlebt haben. Gerbase zeigt Bilder einer endlosen Abfolge von erdrückender Gleichförmigkeit; sie konzentriert sich weniger auf die Wolken und das Mysterium, welches sie umgibt, als auf die zwei Protagonisten, Giovana und Yago. Beide reagieren sie sehr verschieden auf die Situation und daraus entstehen einige schöne Szenen psychologischer Konfrontation. Yago gewöhnt sich an das Eingesperrtsein, passt sich an, während Giovana es nie wirklich schafft, dieses neue Leben anzunehmen. Der Film ist hier sicher am stärksten.

    Giovana und Yago am Tisch © Lighthouse

    Eine Thematik des Films wird schnell deutlich: Es geht um die Erwartungen, die die Gesellschaft (bzw. Yago als Verkörperung des Mannes) an Frauen stellt. Schon bald kommt er auf Sex zu sprechen und was sie machen sollten, wenn das letzte Kondom verbraucht ist. Es wäre Zeit für ein Kind, nicht? Giovana aber möchte keines bekommen, ihre Freiheit behalten. Welche Freiheit? Sie seien doch auf unbestimmte Zeit eingesperrt! Sie streiten sich, Giovana lehnt ein Kind konsequent ab. Doch nach und nach setzen die Wolken, der Lockdown und Yago sie dermaßen unter Druck, dass sie nachgibt und doch bereit ist, ein Kind zu empfangen. Ihr Sohn Lino wird in der Wohnung per ärztlicher Videohilfe geboren. Er wird bis zum Ende des Films nur die Wohnung kennen; die Außenwelt ist ihm fremd. Lino sieht in ihnen nur Positives, etwas das Giovana in den Wahnsinn treibt, sie, die die giftigen Wolken so abgrundtief hast.

    Verspieltes Potential

    Neben dem gelungenen psychologischen Spiel zwischen den zwei Protagonisten schafft The Pink Cloud es in einigen Bildern tatsächlich, eine erdrückende und lähmende Atmosphäre heraufzubeschwören. Manche Szenen, wie der Nachbar, der sich aus dem Fenster stürzt, oder Giovana, die mit einem Nachbarn auf der Fensterscheibe Galgenmännchen spielt und dann „Fenstersex“ hat, sind äußerst gelungen und kommen mit einer gewissen Prise an Poesie her. Doch im Großen und Ganzen verspielt der Film sein Potential. Die Handlung ist zu geradlinig und nicht sehr prickelnd. Es passiert wahrlich nicht viel. Einer mag sagen, das sei gewollt, da der Lockdown sich eben so anfühle: Nichts Großartiges passiert. Doch das funktioniert in einem Film einfach nicht.

    Gerbase hätte gut daran getan, den Film in eine packendere Handlung einzubetten. Das ist aber nicht geschehen und der Film wird streckenweise zu einem langatmigen Erlebnis. Besonders schade ist der Umgang mit dem Sohn Lino. Er taucht in Szenen zwar immer wieder auf, bleibt jedoch erstaunlich blass, so als ob die Filmemacherin vergessen hat, ihn genau so sehr zu psychologisieren wie Giovana und Yago.

    Der Blick nach draußen auf die rosa Wolken © Lighthouse

    Ein anderer Film, der die Covid-19-Pandemie reflektiert, ist beispielsweise Host (2020) von Rob Savage. Der Horrorfilm versteht es, den Lockdown für sich zu nutzen. Die Handlung findet dort auf einem Screencast eines Videoanrufs über Zoom statt. Eine Freundesgruppe nimmt darüber an einer Online-Séance teil, bei der sich jedoch schnell eine übernatürliche Kraft einlädt… Auch hier werden die sozialen Ängste, die mit dem Lockdown verbunden sind, angegangen – aber weitaus weniger direkt und plakativ wie in The Pink Cloud. Gerbases Film hätte sicherlich zusätzlich an Wucht gewonnen, wenn sie es verstanden hätte, die dramatischen Konsequenzen dieses Lockdowns mit einer packenden Handlung zu verbinden.

    Unser Fazit zu The Pink Cloud

    The Pink Cloud ist ein streckenweise gelungener Film über Menschen, die sich Jahre lang in einem Lockdown befinden. Wer nicht vor langsamen Filmen mit wenig Handlung zurückschreckt, dem könnte das Drama gefallen. Das klaustrophobische Setting in der Wohnung hätte aber deutlich mehr Potenzial – und wurde anderweitig schon besser ausgeschöpft.

    The Pink Cloud ist auf DVD und Blu-ray seit dem 22. Juli 2022 erhältlich.


    © Lighthouse Home Entertainment

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