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    Startseite » Watchmen – Die Wächter
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    Watchmen – Die Wächter

    Jonas Hellrungvon Jonas Hellrung6. Dezember 2019Keine Kommentare7 min Lesezeit
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    Man mag es kaum glauben, aber Zack Snyders Watchmen – Die Wächter wird dieses Jahr bereits 10 Jahre alt. Zu diesem Jubiläum erscheint der Ultimate Cut, der in den USA bereits seit Längerem erhältlich ist, auch bei uns in Deutschland. Grund genug für uns zu sehen, ob der Film gut gealtert ist und ob sich der Ultimate Cut auch wirklich lohnt.

    [su_youtube URL=https://www.youtube.com/watch?v=jxA75kQP4Js]

    BluRay zu Watchmen, die Watchmen stehen aufgreieht auf dem Cover
    Offizielles Boxart zu Watchmen, DVD, Bluray, 4K UHD, Steelbook zu „Watchmen – Ultimate Cut“, (© Paramount Pictures)

    Worum geht’s in Watchmen – Die Wächter?

    Wir schreiben das Jahr 1985. Die Minutemen, eine Gruppe kostümierter Polizisten, gibt es schon lange nicht mehr, und auch die Watchmen, ihre Nachfolger, wurden gesetzlich zwangsbeurlaubt. Präsident Nixon, der bereits lange über seine eigentliche Amtszeit hinaus regiert, reagierte damit auf die Aufstände seines Volkes und verbannte sämtliche „Maskierte“ von seinen Straßen. Nur Rorschach, Mitglied der ehemaligen Watchmen, ist noch immer in den Schatten aktiv und kämpft für das, was er Gerechtigkeit nennt.

    Als jedoch der Comedian, ein Urgestein sowohl der Minutemen als auch der Watchmen, ermordet aufgefunden wird, schließt der paranoide Rorschach daraus nur eine Sache: Jemand macht Jagd auf kostümierte Helden. Schnell macht er sich auf die Suche nach seinen alten Kollegen, um sie zu warnen. Darunter befindet sich auch der gottgleiche Dr. Manhattan, mit dessen Hilfe Nixon den Vietnamkrieg gewinnen konnte. Manhattan arbeitet unterdessen mit der Regierung an einer Lösung für den immer noch andauernden Kalten Krieg, der kurz vor der Eskalation steht. Sollte es zu einer Konfrontation zwischen Russen und Amerikanern kommen, würde die Erde ausgelöscht. Während seiner Nachforschungen entdecken Rorschach und die anderen jedoch eine globale Verschwörung, die ungeahnte Zusammenhänge aufdeckt und den Rahmen sämtlicher Befürchtungen sprengt.

    Rorschach sitzt vor einem Grabstein mit Rosen, es regnet stark
    Rorschach ist sich der Verschwörung sicher, DVD, Bluray, 4K UHD, Steelbook zu „Watchmen – Ultimate Cut“, (© Paramount Pictures)

    Fantastisches Storytelling

    Die Welt, in der Watchmen spielt, wäre schon ohne die hochphilosophische Story und die wahnsinnig interessanten Charaktere ihren eigenen Film wert. Doch gerade die Art und Weise, in der uns diese Welt nähergebracht wird, begeistert. Der Film perfektioniert das, was man environmental storytelling nennt: Die Umstände des Settings werden dem Zuschauer also nicht zwingend durch Dialoge auf die Nase gebunden, sondern werden subtil und unkommentiert im Hintergrund des Geschehens erläutert. Verschiedene Plakate und Schilder oder Zeitungsartikel werden zum elementaren Bestandteil dieser Art des Erzählens.

    Und diese kleinen Details sind auch notwendig, um eine aus unserer Sicht fast schon bizarre parallele Zeitlinie wie die der Watchmen zu erklären. Paradebeispiel hierfür ist das Opening, das ohne zu übertreiben zu den besten der Filmgeschichte zählt. Untermalt von Bob Dylans The Times, They Are A-Changing wird in Zeitlupe die Hintergrundgeschichte der Welt erklärt, allerdings in zunächst zusammenhanglosen Fetzen, die erst bei genauem Aufpassen im Laufe des Films Sinn ergeben.

    Rorschach kauert auf einem Geländer, mitten in der Nacht, um ihn Absperrband
    Stilistisch macht Zack Snyder auch in Watchmen keiner was vor, DVD, Bluray, 4K UHD, Steelbook zu „Watchmen – Ultimate Cut“, (© Paramount Pictures)

    Leider passiert es auch Watchmen ab und zu, dass manche Dialoge ein bisschen platt wirken. Besonders wenn über die Welt geredet wird, scheint es manchmal, als würde man es dem Zuschauer erklären wollen. Diese Szenen sind aber die absolute Ausnahme und kommen wirklich selten vor. In der Regel sind die Dialoge unfassbar intelligent geschrieben und schaffen es, gleichzeitig die Charaktere der Figuren widerzuspiegeln sowie das Gespräch organisch und realistisch wirken zu lassen.

    Kann der Look mithalten?

    Zach Snyders Superhelden-Epos sieht auch nach einer Dekade voll mit sich immer weiter entwickelnden CGI-Effekten noch klasse aus. Das liegt vor allem daran, dass der Film CGI gar nicht so inflationär benutzt wie andere Vertreter des Superheldengenres. Klar, ganz ohne kommt auch Watchmen nicht aus, aber gigantische Schlachten wie in Avengers: Endgame gibt es hier nicht. Die Effekte, auf die es wirklich ankommt, meistens also Rorschachs Maske und Dr. Manhattans Erscheinung, wirken nach wie vor mehr als glaubwürdig. Die Kostüme bleiben dabei stets nah an der Vorlage und sorgen damit auch nicht für Verwirrung beim Zuschauer. Was Watchmen ebenfalls von den meisten anderen Filmen dieser Art abhebt, ist die Gewalt. Hier werden Leuten mit Kreissägen die Arme verstümmelt und bei Kampfszenen auf dem Hinterhof offene Brüche verteilt. Nichts für schwache Mägen also, von technischer Seite sehen die Effekte aber wie vor zehn Jahren auch grandios aus.

    Dr. Manhattan im Vordergrund, im Hintergrund Rorschach und Silk Spectre | Watchmen - Die Wächter
    Watchmen sieht immer noch grandios aus, DVD, Bluray, 4K UHD, Steelbook zu „Watchmen – Ultimate Cut“, (© Paramount Pictures)

    Doch all das ist relativ wenig wert, wenn der Cast seinen Job nicht gut macht. Zum Glück hat Zach Snyder mit seiner Besetzung die absolut richtige Wahl getroffen. Im Zusammenspiel mit der detaillierten Welt gehen die Schauspieler dermaßen in ihren Rollen auf, dass man sich oft dabei ertappt, zu vergessen, dass es sich hier eigentlich um einen Film mit kostümierten Leuten handelt. Das ist keine Selbstverständlichkeit, besonders bei derart unterschiedlichen Charakteren: Billy Crudup als Dr. Manhattan schafft es, einen konstant gleichgültigen und analysierenden Blick hinzukriegen, Jackie Earle Haley bringt die Paranoia und die kaputte Psyche Rorschachs einwandfrei rüber. Das trifft auf den gesamten Cast zu und sorgt dafür, dass Watchmen ein durchwegs runder Film wird.

    Der Ultimate Cut

    Doch kommen wir zum Elefanten im Raum: Was bietet der Final Cut von Watchmen und lohnt er sich? Zunächst einmal bietet er einiges. Die Laufzeit des Films wurde von ca. 163 Minuten auf 225 Minuten gestreckt und ist damit ein gutes Stück länger als die Kinofassung. Einige Szenen, die wir bereits aus besagter Fassung kennen, wurden um ein paar nette Details erweitert. Besonders Rorschach bekommt mehr Dialog, der seinen Charakter noch etwas näher ergründet und greifbarer macht. Und auch einige Flashback-Szenen erhalten mehr Screentime.

    Rorschach baut sich einen Flammenwerfer aus einem Feuerzeug und einer Deodose | Watchmen - Die Wächter
    Besonders Rorschach bekommt im Ultimate Cut mehr Screentime, DVD, Bluray, 4K UHD, Steelbook zu „Watchmen – Ultimate Cut“, (© Paramount Pictures)

    Doch die größte Neuerung ist wohl die Implementierung der Tales of the black freighter, einem Comic im originalen Watchmen-Comic, der nun in animierter Form auch im Film zu sehen ist. Der Comic erzählt bruchstückhaft die Geschichte eines Seemanns, der vom furchterregenden Schiff Black Freighter überfallen wurde und sich nun als einziger Überlebender seiner Crew auf den Heimweg macht. Die Geschichte hat auf dem ersten Blick überhaupt nichts mit der Handlung von Watchmen zu tun, dient aber laut Comic-Autor Alan Moore als eine Art Metapher für die Geschehnisse innerhalb des Watchmen-Universums. Ohne zu viel spoilern zu wollen, sind nämlich durchaus Parallelen vorhanden. Interessant ist hier vor allem die Besetzung der Synchronsprecher: Gerard Butler und Jared Harris übernehmen in der englischen Originalversion die Stimmen zweier elementarer Figuren, es handelt sich also durchaus um eine prominente Besetzung.

    Fazit zum Final Cut

    Aber macht das den Film nun besser? Ja und nein. Einige Szenen hätten durchaus im Drehbuch enthalten bleiben können, um die Charaktere näher zu ergründen. Außerdem wirken einige Dialoge in der Kinofassung so, als wären sie nur Teil einer längeren Szene – Hier sieht man wieso. Allerdings gibt es auch genug Szenen, deren Abwesenheit vom Hauptfilm mehr als verständlich ist, weil sie bei einem ohnehin schon so langen Film nicht zwingend eine Daseinsberechtigung haben. Was wiederum die Tales of the black freighter angeht: Das ist eine Entscheidung, die jeder selbst treffen muss. Watchmen ist ein Film, der bis auf das Ende sehr nah an seiner Vorlage bleibt. Hat man Lust, den Comic noch einmal in filmischer Form zu erleben, so können die animierten Episoden durchaus ihren Reiz haben. Allerdings sind sie meiner Meinung nach nicht nötig, um den Film in irgendeiner Form aufzuwerten.

    Fazit zu Watchmen – Die Wächter

    Watchmen – Die Wächter ist ein absolutes Ausnahmewerk. Zack Snyder hat sich bei der Umsetzung von Alan Moores klassischem Comic strikt an eben jenen gehalten und dem mittlerweile doch schon etwas in die Jahre gekommenen Buch einen neuen Anstrich gegeben. Zwar könnte man hier fehlende Kreativität vorwerfen, allerdings sollte man sich auch fragen, was man an diesem Werk noch verbessern könnte. Nur ein paar Dialoge wirken etwas aufgesetzt, um dem Zuschauer die verworrene Welt zu erklären, und die Laufzeit des Ultimate Cuts strecken den Film zu sehr in die Länge. Das ändert jedoch nichts daran, dass jeder, der auch nur annähernd etwas mit dem Thema anfangen kann, Watchmen gesehen haben sollte.

    Der Ultimate Cut zu Watchmen erscheint am 04.12.19 auf DVD, Blu-ray und als VoD!


    © Paramount Home Entertainment

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