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    Dope Thief

    Jan Wernervon Jan Werner7. März 2025Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Ridley Scott ist neben seiner Regie-Aktivitäten mindestens genauso renommiert als Produzent. Nun kommt seine neueste Produktion als Serie zu Apple TV+: Dope Thief, ein Drogenthriller mit Starpower. Was zeichnet dieses Projekt aus und können wir euch den Ausflug nach Philadelphia empfehlen?

    Brian Tyree Henry und Wagner Moura © Apple TV+

    Dope Thief – Die offizielle Handlung

    Dope Thief basiert auf Dennis Tafoyas gleichnamigem Buch und erzählt die Geschichte von zwei kriminellen Freunden aus Philadelphia, die sich als Polizisten ausgeben, um Drogendealer in einem Haus auf dem Land auszurauben. Doch aus dem Überfall auf vermeintlich kleine Fische wird schon bald eine Sache auf Leben und Tod, als die beiden unverhofft auf das größte Drogennetzwerk an der Ostküste stoßen.

    Serie von erfahrenem Film-Writer

    Liest man sich durch das Œvre von Peter Craig, bekommt man als Filmfan direkt strahlende Augen: angefangen mit dem Ben Affleck-Thriller The Town über eine Beteiligung an den Hunger Games-Filmen und 12 Strong mit Chris Hemsworth hat Craig in den letzten Jahren sowohl an The Batman als auch an Top Gun: Maverick mitgeschrieben. Was beim Durchlesen der Filmografie jedoch auch auffällt: weder hat er schon Regie- oder Showrunner-Erfahrung gesammelt noch überhaupt an Serien gearbeitet. Dementsprechend sind es vollkommen neue Gewässer in die sich der Autor und Neu-Regisseur nun mit Dope Thief vorwagt.

    Für die Arbeit an der Miniserie hat er nun zwar das Zepter in der Hand, aber dazu auch neben Scott noch weitere Regiekollegen an seiner Seite. Dazu merkt man aber auch dem Regiedebüt deutlich Einflüsse an, an denen sich das Crime-Drama hier orientiert. So erinnert der nüchterne und kompromisslose Anstrich der Krimi-Geschichte insbesondere an Titel aus den 00er-Jahren, wie eben besagten The Town oder auch Training Day mit Denzel Washington. Zudem hat die Story eindeutig auch eine deutliche Sozialkritik-Ebene, womit die seriöse Ausrichtung nochmal untermauert wird. Schön wiederum ist, dass der cinematisch erfahrene Showrunner sichtbar versucht hat, hier auch einen Look beizubehalten, der gut und gerne auf der Leinwand funktionieren würde. Das passt sehr gut zum gewohnt hohen Qualitätsanspruch von Apple TV+ Produktionen.

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    Fake Buddy Cops…

    Dass sich Cops für Undercover-Einsätze als Kriminelle tarnen, ist ein oft bemühtes Sujet, man denke an beispielsweise 2 Guns mit Denzel Washington und Mark Wahlberg. Doch das umgekehrte Szenario, wie es nun in Dope Thief aufgezogen wird, ist eher ein frischer Wind im altgedienten Subgenre. Exzellent ist dabei von Beginn an die Konstellation aus Brian Tyree Henry und Wagner Moura, wobei insbesondere Henry ein weiteres Mal schafft, binnen weniger Szenen mit seiner Figur zu verschmelzen und in seinem Spiel abermals neue Facetten zu zeigen, die man in vorangegangenen Rollen von ihm selten sehen durfte. In seiner Eternals-Rolle oder in Atlanta glänzte er immer auch mit einem flotten Spruch in ernsten Situationen, in Jurassic World übertrieb er es in Sachen karikaturesker Überhöhung ein wenig, nur um in Class of ’09 komplett auf sein Comedy-Timing zu verzichten. Hier nun darf er zwar den eher aus einfachen Verhältnissen stammenden Kleinkriminellen und Fake-Polizisten an der längeren Leine in Sachen Humor spielen, aber macht diesen in keinem Moment zu einer nicht ernstzunehmenden Figur.

    Dem wiederum ordnet sich dann Moura eher ins zweite Glied unter, Henry ist der Sympathieträger des Duos und die eindeutige Identifikationsfigur für das Publikum. Wenn die beiden Protagonisten aber dann ihre Verbindung und Freundschaft vermitteln sollen, funktioniert das umso besser, da man ihnen aufgrund der doch unterschiedlichen Wesensarten sofort abkauft, gegenseitig voneinander irgendwie abhängig zu sein. Verletzliche Seiten dürfen beide offen nach außen tragen, was der Glaubhaftigkeit umheimlich gut tut und das dynamische Führungsduo zu einem spannenden On-Screen-Couple macht.

    … and Friends

    Zu den beiden gesellen sich dann aber auch noch einige spannende, teils schrullige Figuren, die für eine lebhafte Milieustudie sorgen. Ving Rhames ist wie immer eine beeindruckende Erscheinung, balanciert er wieder mit seiner wuchtigen Präsenz und der Sympathie, die er von natura ausstrahlt. Und Marin Ireland glänzt in einer abgefuckten Rolle, in die sie viel Tragik, Wut und Empathie einzubauen schafft.

    Eine absehbare Abwärtsspirale, aber deren Sog ist nicht weg zu reden

    Doch hier ist es eindeutig die Story, die per se schon einmal das Publikum zu fesseln weiß. Eigentlich ist es von Beginn an vorgezeichnet, dass es nicht gut gehen kann und darf, wenn sich zwei Möchtegern-Glücksritter mit gefaketen Dienstmarken mit den falschen Gangstern anlegen. Aber wie sich das ganze hier ausspielt, welche Dimensionen der Downfall annimmt und wie immer mehr Menschen mit in den Abwärtsstrudel gezogen werden, ist schon harter Tobak. Definitiv ist Dope Thief kein Feelgood-Programm, schlägt eher in die Nische, die Apple TV+ mit Presumed Innocent und In with the Devil schon gekonnt adressiert hat.

    Kurzum kann man sagen, dass es einer dieser seltenen Fälle ist, bei denen man eigentlich die Katastrophe schon am Horizont aufziehen sehen kann, genau weiß, dass wie sich die Akteure verhalten, es nur noch schlimmer und schlimmer wird – und man aber trotz allem Mitleids und der Angst um die Figuren nicht abschalten kann, weil nun mal Experten für Spannungsaufbau am Werk sind. Trostlosigkeit kann niederschmettern, frustrieren, abschrecken, aber leider eben auch verdammt gut unterhalten, WENN man denn empfänglich für diese eher deprimierende Form von Storytelling ist, die hier eindeutig forciert wird.

    Marin Ireland © Apple TV+

    © Apple TV+

    Unser Fazit zu Dope Thief

    4.0 Stark

    Dope Thief ist eine richtig starke Crime-Drama-Serie mit einem Sog, dem man sich schnell nicht erwehren kann, obgleich man eigentlich nur dabei zusieht, wie sich Menschen von Folge zu Folge immer mehr in die Sch...e reiten. Brian Tyree Henry und Wagner Moura funktionieren als tragische Helden, man leidet mit ihnen allein schon wegen der Trostlosigkeit, die das Milieu hier vermittelt mit. On Top glänzt auch der Rest des Ensembles. Wer innerhalb von Thriller-Stoffen einen hohen Anteil an sozialkritischem Unterton verträgt, der kommt in diesem Frühjahr an diesem Start nicht vorbei!

    Dope Thief startet am 14. März 2025 bei Apple TV+ mit zwei Folgen und geht danach im Wochenrhythmus weiter!

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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