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    Kaleidoscope

    Jan Wernervon Jan Werner2. Januar 2023Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Jai Courtney im Schaukelstuhl neben Rosalie Elbay in einer Autowerkstatt
    Kaleidoscope. (L to R) Jai Courtney as Bob Goodwin, Rosaline Elbay as Judy Goodwin in episode ÒBlueÓ of Kaleidoscope. Cr. Clifton Prescod/Netflix © 2022
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    Netflix experimentiert gelegentlich auch mal mit Erzählformaten. So nun auch mit Kaleidoscope: Die Serie kann man in beliebiger Reihenfolge schauen. Was bringt dieses Konzept und ist es gelungen umgesetzt?

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    Paz Vega als Ava Mercer, Giancarlo Esposito als Leo Pap, Jai Courtney als Bob Goodwin und Peter Mark Kendall als Stan Loomis in einem offenen Tresor stehend.
    Kaleidoscope: Paz Vega als Ava Mercer, Giancarlo Esposito als Leo Pap, Jai Courtney als Bob Goodwin und Peter Mark Kendall als Stan Loomis © Netflix

    Was zeichnet die experimentelle Serie Kaleidoscope aus?

    Die neue Anthologieserie Kaleidoscope (ursprünglich Jigsaw) handelt von einer Bande von Meisterdieben und ihrem Versuch, für ihren bisher größten Coup einen scheinbar unzerstörbaren Safe zu knacken und sowohl eines der wirkungsvollsten Sicherheitsteams der Welt als auch die auf den Fall angesetzten Ermittler zu überlisten. In jeder Folge der über einen Zeitraum von 25 Jahren erzählten Geschichte kommt ein weiteres Stück des ausgeklügelten Puzzles, das sich aus Korruption, Habgier, Vergeltung, Intrigen, Loyalität und Betrug zusammensetzt, ans Licht. Wie sind die Diebe vorgegangen? Wer kommt unbeschadet davon? Wem kann man vertrauen?

    Die Serie Kaleidoscope, die lose auf einem echten Fall basiert, bei dem Anleihen im Wert von siebzig Milliarden US-Dollar im Zentrum von Manhattan verloren gingen, während Hurrikan Sandy wütete, erstreckt sich in acht Folgen über einen Zeitraum von 25 Jahren vor dem Raubzug bis sechs Monate danach.

    Die faszinierende Krimi-Anthologieserie baut in einem nichtlinearen Erzählstrang gleichermaßen Faszination und Spannung auf. Netflix-Mitgliedern wird dabei ein unterschiedliches immersives Zuschauererlebnis geboten: Sie fangen jeweils mit bestimmten Folgen (z. B. „Gelb“ oder „Grün“) an und tauchen anschließend mit weiteren Folgen („Blau“, „Lila“ oder „Orange“ gefolgt von „Rot“ oder „Pink“) tiefer in ihre persönliche Erzählreihenfolge ein, bis im Staffelfinale „Weiß“ alle Handlungsstränge wieder zusammenlaufen.

    Letztendlich bekommen alle Zuschauer jede Folge zu sehen, die Reihenfolge, in der sie die Folgen ansehen, bestimmt jedoch ihren Blickwinkel auf die Geschichte, die Figuren und die Fragen und Antworten, um die es sich bei dem Raubüberfall dreht. Wie werden Sie die Farben des Kaleidoskops erleben?

    Konzept wird weder ausgespielt noch hat erzählerischen Mehrwert

    Auf dem Papier liest sich die Erzählstruktur dieses Experiments nicht unspannend. Doch bereits ohne das man eine einzige Folge gesehen hat, wird man sich fragen, wie eine Dramaturgie entstehen soll, wenn es kein klar definiertes Ende und keinen richtigen Einstieg gibt. Wie soll hierbei eine Spannungskurve entstehen? Leider haben die Macher auf die Frage auch keine richtig Antwort parat, denn so nach einem richtigen Versuch fühlt sich Kaleidoscope nur ganz selten an. Es ist im Großen und Ganzen eine recht konventionelle Miniserie – egal in welcher Chronologie man die Folgen nun sichtet. Ob man nun die Episode mit dem Blick in die Vergangenheit am Anfang oder nachdem man bereits den Coup oder die Vorbereitung gesehen hat, ergibt keine wirklichen Aha-Momente. Die Überraschungen, die Twists, die Wendungen, die man sich bei der Konzeption wohl gedacht hat, verpuffen allesamt in der Vorhersehbarkeit und der Uninspiriertheit des Grundplots.

    Ein Heist wie tausendfach gesehen

    Denn die Geschichte von Kaleidoscope ist mitunter der unoriginellste Heist-Plot, den man in den letzten Jahrzehnten sehen konnte. Ein Klischee reiht sich ans nächste, jede Station, die man in der Oceans-Reihe oder in Haus des Geldes auch abgehakt hat, findet sich in diesem Skript – nur allesamt ein paar Nummern schlechter inszeniert und langweiliger vorgetragen. Angefangen bei der Zusammenstellung des Teams erinnert vieles an die augenscheinlichen Vorbilder. „Spezialisten“, die jeweils gewisse Spleens und Marotten mitbringen, sich untereinander gern mal kabbeln und in der Ernstsituation gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben wollen. Dazu kommt dann Giancarlo Esposito, der in der Rolle des Möchtegern-Danny-Ocean/Professors nicht überzeugen kann. Man nimmt ihm zwar das Mastermind ab, aber die Süffisanz von Clooney oder den Charme von Morte geht dem Breaking-Bad-Star diesmal komplett ab.

    Dass die Geschichte natürlich etwas persönliches ist und es dem Planer nicht nur um den großen Reibach geht, ist sowieso von Beginn an offensichtlich, doch auch hier hätte man etwas mehr Kreativität zum Tragen kommen lassen können. Die Rache-Story könnte abgedroschener kaum sein, die Verbindung zu seiner Tochter überzeugt ebenso wenig und wirklich Mitgefühl für sein Schicksal kann Esposito auch nicht wecken.

    Belanglosigkeit in Cast, Plot und Atmosphäre

    Selbst wenn der Protagonist nicht zum Sympathieträger avancieren kann, so wäre dies zu verschmerzen, gäbe es interessante und gut gespielte Nebencharaktere. Doch auch hier merkt man fast bei allen Rollen, wie sehr man sich bemüht, Vorbildern nachzueifern. Während in der Oceans-Reihe allein die Starpower reicht, um auch die langweiligen Figuren etwas interessanter zu machen, fehlt es in Kaleidoscope an großen Namen. Die recht unbekannte Darstellerinnen und Darsteller machen einen soliden Job, aber im Gedächtnis bleibt kaum etwas. Zumindest nicht positiv, denn Jai Courtney als jähzorniger Rüpel in der Crew geht bereits ab dem ersten Auftritt allen Zuschauern auf die Nerven. Abschließend schaffen es dann auch die „Gegenspieler“ des FBI nicht Profil zu entwickeln und somit schließt sich dem belanglosen Plot ein ebenso austauschbarer Cast an.

    Drei Gauner laufen mit Gasmasken über den Gehsteig während links neben ihnen etwas raucht. Kaleidoscope
    Ein explosiver Coup © Netflix

    Die vereinzelte Action ist solide, aber im Gegensatz zu Haus des Geldes hat man auch hier stets den Fuß gefühlt auf der Bremse gehabt. Der Raubzug als solches ist auch so überkonstruiert und gleichzeitig langweilig, dass dieses Genre-Kernelement in der Masse ähnlicher Geschichten untergeht. Und selbst der Versuch mit bekannten Songs zu arbeiten und so Coolness zu erzwingen, misslingt. Schade um tolle Evergreens wie „Sympathy for the Devil“ von den Rolling Stones, aber nicht mal dieser Hit kann hier was zum Guten wenden.

    Unser Fazit zu Kaleidoscope

    Experiment misslungen, Patient tot? Nicht ganz, denn Kaleidoscope wird zumindest für Fans von Haus des Geldes und Co. ein paar gute Momente bieten. Schade, dass Esposito keine komplexere Figur spielen durfte, denn wer ihn beispielsweise in The Boys gesehen hat, weiß, dass er kaum Screentime braucht, um sich in den Vordergrund zu spielen. Am Ende ist diese Heist-Serie so früh im Jahr bereits ein erster Dämpfer im Netflix-Programm. Das Gute ist: es kann nun fast nur bergauf gehen in 2023.

    Kaleidoscope ist ab dem 1. Januar komplett bei Netflix im Streamingabo abrufbar.

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    © Netflix

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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