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    You

    FilmFreundvon FilmFreund3. Januar 2019Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Die von Netfilx produzierte Serie You zeigt die tiefen Abgründe und Taten eines Mannes, mit dem man bis zu einem gewissen Grad sympathisiert,den aber auch gleichzeitig hassen sollte. Warum die Serie einen dermaßen starken Eindruck hinterlassen hat, polarisiert und lange beschäftigt, erfahrt ihr im Folgenden!

    „Deine sozialen Medien lügen. Sie zeigen dich als sorglose Dilletantin, aber unter all dem scheinst du authentisch zu sein.“

    Die Story von You

    Joe ist zuvorkommend, charmant, hilfsbereit, gutaussehend und bodenständig. Er wäre der perfekte Freund und Schwiegersohn. Als die angehende Autorin Guinevere Beck seine Buchhandlung betritt, ist Joe augenblicklich verliebt. Als sie sich wieder von ihm verabschiedet, sucht er sie kurzerhand im Internet und wird in den sozialen Medien fündig. Anstatt sie zunächst von Angesicht zu Angesicht kennenzulernen, saugt Joe sich jede Information aus ihrem Leben über ihre Internet Accounts und beschattet sie heimlich. Als die beiden sich dann „zufällig“ ein zweites Mal über den Weg laufen, beginnt eine scheinbar perfekte Liebesgeschichte. Doch hinter dem Paar verbirgt sich mehr als das Auge sieht oder die sozialen Medien preisgeben. Dabei tun sich finstere Abgründe mit tödlichen Konsequenzen auf und in ihrem Umfeld scheint niemand mehr sicher zu sein.

    Die Sympathie mit dem Teufel

    Joe (Penn Badgley) in You. © Netflix
    Joe (Penn Badgley) in You. © Netflix

    Wie auch schon in Hannibal oder Dexter kommt der geneigte Zuschauer auch hier nicht umher, mit dem fragwürdigen Protagonisten zu sympathisieren, was die eigene Moralität auf eine ziemliche Probe stellt. Dabei wissen hier vor allem die brillante Erzählstruktur und das scharfsinnige Storytelling zu gefallen. Als Joe zum Beispiel seinem kleinen Nachbarsjungen das Buch Frankenstein in die Hände drückt und sagt, dass Frankenstein zwar ein gruseliges Monster ist, aber irgendwie auch nicht wirklich ein Monster, erkennt man schnell die Parallelen zu der in You erzählten Geschichte. Der Junge sagt daraufhin, wie cool es sei, sich in das Monster hineinzuversetzen und nachzuvollziehen, warum es das alles macht. Und verdammt ja. Genau das ist einer der vielen Gründe, warum You so unglaublich viel Spaß macht und einen dermaßen vereinnahmt.

    Natürlich geht diese Sympathie für den Teufel nur bis zu einem gewissen Grad und man fühlt sich als Zuschauer ziemlich schnell ertappt. Denn ein Jeder sollte ein wenig von sich selbst in Joe wiedererkennen, was einerseits erschreckend und irgendwie auch aufregend zugleich ist. Zusammen mit ihm verstrickt man sich zusehends in seiner krankhaften Besessenheit von Beck. Es wird jede auch noch so kleine und unscheinbare Gestik und Mimik bis aufs kleinste Detail überanalysiert und gewertet. Dass das Ganze im weiteren Verlauf für alle Beteiligten ungesunde Züge annimmt, ist unvermeidlich und entlädt sich in heftigen und packenden Spannungsspitzen. Unterdessen befindet sich die Moralität im steten Kreuzfeuer. Der Serie gelingt es, einen mit den bissigen, subtilen Dialogen und der abgründigen und aufwühlenden Geschichte über die gesamte Laufzeit der zehn Folgen auf die Folter zu spannen und nicht mehr loszulassen.

    Liebe bringt das Schlimmste und das Beste zum Vorschein

    Joes Objekt der Begierde: Die zauberhafte Beck (Elizabeth Lail) in You. © Netflix
    Joes Objekt der Begierde: Die zauberhafte Beck (Elizabeth Lail) in You. © Netflix

    „Die sozialen Medien, hm? Sowas wie der nächste große Genozid…“

    Alles, was sich Joes Kontrolle entzieht, ist eine potenzielle Gefahr, die es zu beseitigen gilt. Schnell sieht er in Becks privilegierten Freundinnen blutsaugende Harpyien, sodass die Zeichen alsbald auf unerbittlichen Krieg stehen. Die daraus entstehenden Konsequenzen enden nicht selten tödlich. Während seiner Bemühungen wird Joe selbst immer mehr zu dem, was er so sehr begierig ist auszumerzen. Doch er gerät immer weiter in sein wahnhaftes Kontrollverhalten. All das unter dem Vorwand und Deckmantel der Liebe, mit dem er sein egoistisches Verlangen stets versucht zu rechtfertigen. In You stehen aber vor allem die sozialen Medien in der Schusslinie und bekommen mehr als nur ein blaues Auge verpasst. Der schmerzfreie und sorglose Umgang mit dem eigenen Ich in den Weiten des Internets samt Selbstdarstellung wird hierbei zwar stets angeprangert, wirkt aber zu keinem Zeitpunkt zu plakativ.

    Caroline Kepnes, die sowohl die Romanvorlage als auch das Drehbuch für You lieferte, ist hier ein kleines Meisterstück gelungen. Auch darstellerisch gibt es hier absolut nichts zu bemängeln. Im Gegenteil. Das gesamte Ensemble legt eine starke Performance hin, vor allem glänzt aber Penn Badgley (Gossip Girl) in seiner Rolle als schwerverliebter Psychopath. Wer Filme wie den hervorragenden spanischen Thriller Sleep Tight mochte, der wird You lieben. Da sich die Serie großer Beliebtheit erfreut und das Ende der zehnten Folge einen Ausblick auf kommende Ereignisse bietet, ist eine Fortsetzung der Serie bereits in Planung.

    Mein Fazit zu You

    You bescherte mir im wahrsten Sinne des Wortes beängstigende Freude, während ich den Stalker auf diesem abgründigen Trip stalkte. Dabei wartet die Serie mit Szenen auf, die einem den Boden unter den Füßen wegziehen, die eigene Moralität in Frage stellen und stark aufwühlen. Währenddessen sieht man sich mit seinem eigenen Voyeur konfrontiert. In You wird hervorragend subtil mit der Sympathie des Zuschauers für den Protagonisten gespielt und die Serie bietet jede Menge Diskussionsstoff.

    © Netflix

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