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    Apocalypto

    Jonas Hellrungvon Jonas Hellrung3. Oktober 2020Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Pranke des Jaguars und sein Vater stehen im Dschungel und sehen Richtung Kamera, sie sehen nachdenklich aus
    Pranke des Jaguars ahnt noch nicht, was für eine Odyssey ihm beforsteht © Koch Films
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    In Apocalypto erzählt Hollywood-Schwergewicht Mel Gibson den Untergang des Maya-Reiches nach und spart dabei nicht an Gewalt und Blut. Erwartet uns ein beeindruckendes Historiendrama oder verkommt der Streifen zur Gewaltorgie?

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    Eine männliche Silhouette steht vor einem roten Hintergrund, hinter ihm sieht man die Sonne und einen Maya-Tempel
    Offizielles Poster zu Apocalypto © Koch Films

    Worum geht’s in Apocalypto?

    Der Maya-Krieger Pranke Des Jaguars lebt mit seinem Stamm in den dichten Wäldern Südamerikas und lebt von der Jagd. Das Dorf führt ein relativ friedliches Leben, doch damit soll es bald vorbei sein. Nachdem sie bei der Jagd einen benachbarten Stamm treffen, der nach der Zerstörung ihres Territoriums einen neuen Platz zum Leben sucht, ahnt Pranke des Jaguars Böses.

    Wenige Tage später wird das Dorf im Wald überfallen und zerstört, die Hälfte der Bewohner wird getötet, die andere als Sklaven fortgeschafft. Pranke des Jaguars schafft es nur knapp, seine hochschwangere Frau und seinen Sohn in einer Felsspalte zu verstecken, bevor er selbst ebenfalls gefangen genommen wird. Es beginnt eine lange Reise durch die Wälder Südamerikas, bei dem die Gefangenen schon bald ahnen, dass ihre Feinde mehr mit ihnen vorhaben als bloße Gefangenschaft. Kann sich Pranke des Jaguars befreien und seine Familie retten?

    Pranke des Jaguars und sein Vater stehen im Dschungel und sehen Richtung Kamera, sie sehen nachdenklich aus
    Pranke des Jaguars ahnt noch nicht, was für eine Odyssee ihm bevorsteht © Koch Films

    Zum Greifen nah

    Mit der möglichst akkuraten und originalgetreuen Abbildung des untergegangenen Reichs der Maya haben sich Regisseur Mel Gibson und sein Team eine gewaltige Aufgabe vorgenommen. Umso erstaunlicher ist es, mit welchem Bravour sie diese in Apocalypto gemeistert haben. Der Film sieht von der ersten Sekunde bis zur letzten einfach nur fantastisch und unglaublich authentisch aus. Das beginnt schon bei den Kostümen der Darsteller: Nicht nur auf die zugegebenermaßen ziemlich spärliche und damit relativ leicht umzusetzende Stammeskleidung der Krieger wurde geachtet, sondern auch besonders auf den charakteristischen Schmuck der Ureinwohner. Jeder noch so unwichtige Statist trägt verzierte Knochen oder ähnliches mit sich herum und viele Charaktere verfügen über ziemlich schmerzhaft aussehende Tattoos. Der Detailgrad ist einfach absolut wahnsinnig.

    Und hier hört die Authentizität noch nicht auf. Schnell merkt der geneigte Zuschauer, dass die Darsteller in Apocalypto tatsächlich die wenig verbreitete Sprache der Maya sprechen. Und auch die Drehorte können sich sehen lassen. Klar, der südamerikanische Dschungel ist auch ohne Zutun der Filmcrew authentisch genug. Betrachtet man aber den Detailgrad des kleinen Dorfs oder gar den der gigantischen Stadt mitsamt Opferstätte später im Film, kann einem schon mal die Kinnlade runterklappen. Die Orte wirken, als würden dort wirklich Menschen leben und liefern die perfekte Kulisse, die zum eigentlichen Star des Films wird.

    Ein Maya-Priester steht vor einem Opferaltar und blickt hinab auf eine tobende Menge von Kriegern
    Einige Szenen sehen einfach nur atemberaubend aus © Koch Films

    Nichts für schwache Nerven

    Ebenfalls Teil der Authentizität ist der ziemlich hohe Gewaltgrad. Gleich in den ersten paar Minuten wird ein Wildschwein gejagt und zerlegt, das Fleisch untereinander aufgeteilt und die Hoden roh verzehrt (ja, ernsthaft). Ständig hält die Kamera voll drauf und diese rohe Brutalität zieht sich durch den gesamten Film. Apocalypto hat seine FSK-Freigabe ab 18 Jahren also definitiv nicht von ungefähr. Irgendwie passend, immerhin ist das Volk der Maya für seine blutigen Rituale und die große Bedeutung des roten Lebenssaft für ihre Kultur bekannt. Dass Gibson also keineswegs damit geizt, trägt nur zum allgemeinen Flair des Films bei, weniger hartgesottene sollten sich die Sichtung aber vielleicht zweimal überlegen. Zwar endet bei Weitem nicht jede Szene in einem Blutbad, wenn der Film aber mal loslegt, sollte man das auch abkönnen.

    Generell legt der Film einen deutlich größeren Fokus auf die Bildgewalt als auf eine twistreiche Handlung. Die passt nämlich auf einen Bierdeckel und hält auch kaum irgendwelche Überraschungen bereit. Das ist aber auch eigentlich ziemlich egal, denn darum geht es in Apocalypto auch nicht. Die Geschichte ist nur Mittel zum Zweck, denn gerade die Inszenierung sowie die einzelnen Setpieces sind die eigentlichen Gründe, die den Film so fantastisch machen.

    Zwei Eingeborene rennen in traditioneller Kleidung und mit gezückten Waffen durch den Wald, sie sehen angespannt und wütend aus
    Die hübsch verzierten Knüppel sind alles andere als Deko © Koch Films

    Style over Substance?

    Der gerade angesprochene Umstand der relativ knapp gehaltenen Handlung mag für den ein oder anderen ein kleines Manko darstellen. Da hilft es auch nicht, dass die wenigen Handlungselemente gerade in der zweiten Hälfte ziemlich zufällig geschehen und sich das ein oder andere Plothole nicht vermeiden lässt. Man kann vielleicht aufgrund der beeindruckenden Inszenierung darüber hinwegsehen, negativ auffallen tut es gelegentlich aber leider doch. Auch die etwas zu unreflektierte Figurenzeichnung kann man kritisieren. Gut und Böse sind von Anfang an glasklar abgesteckt und werden kaum hinterfragt, sodass man als Zuschauer immer eine klare Rollenverteilung hat. Das muss man nicht gut finden, ist aber eben auch nicht der Anspruch des Films, sodass es etwas weniger ins Gewicht fällt.

    Immerhin versucht Apocalypto sein Bestes, um diese Umstände zu kaschieren. Gerade die hervorragenden Schauspieler machen dabei eine gute Figur. Nahezu alle Akteure stammen tatsächlich aus Südamerika und fügen sich somit schnörkellos ins glaubwürdige Gesamtbild ein. Auch die Musik kann sich hören lassen. Subtile, bedrohliche Klänge untermalen immer wieder das Geschehen und machen dem Zuschauer die angespannte Lage bewusst. Die authentischen Gesänge sowie die Wahl der Instrumente runden den Sound perfekt ab und tragen nur noch mehr zum hervorragenden Gesamtbild bei.

    Einige Maya-Krieger stehen aufgereiht und kampfbereit nebeneinander, ihr Anführer starrt entschlossen Richtung Kamera
    Die Charaktere bleiben ziemlich blass, aber ist das wirklich so schlimm? © Koch Films

    Unser Fazit zu Apocalypto

    Kurz gesagt: Apocalypto ist ein Meisterwerk. Das relativ unverbrauchte Setting des Maya-Königreichs gegen Ende seiner Blütezeit sowie der irrsinnige Detailgrad und die Inszenierung dieser fremden Kultur sorgen dafür, dass man seine Augen kaum von den beeindruckenden und gewaltigen Bildern abwenden kann. Die zahlreichen und blutigen Effekte sind vielleicht nichts für jedermann, sehen aber ausnahmslos glaubwürdig aus und tragen enorm zur generellen Authentizität bei. Lediglich die relativ schwach gezeichneten Figuren und die etwas zusammengeschusterte Handlung sorgen für ein wenig Unmut, das ist im Anblick der spektakulären Setpieces aber schnell wieder vergessen. Klare Empfehlung für alle, denen Gewalt nichts ausmacht und die sich für bombastische Bilder begeistern können.


    © Koch Media

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