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    Arboretum

    Chris Suessmeiervon Chris Suessmeier21. März 2023Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Erik steht alleine auf einer Straße die durch einen Wald führt - Arboretum
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    Der deutsche Film hat es nicht gerade leicht. Vor allem Genre-Beiträge sind immer noch Mangelware, Machwerke von Schweiger & Co. beherrschen den Markt. Wie or diesem Hintergrund Julian Richbergs Arboretum gelungen ist, erfahrt ihr in unserer Review!

    https://www.youtube.com/watch?v=mvVBuVfZatU

    Der Hauptdarsteller des Films steht im Gang seiner Schule, während ein mysteriöses Wesen hinter ihm erscheint - Arboretum
    Das Blu-ray-Cover von Arboretum © Meteor Film

    Die Handlung von Arboretum

    Thüringen zur Jahrtausendwende. Erik und Sebastian sind beste Freunde und verbringen jede freie Minute miteinander beim Zocken, Philosophieren oder mit Schießübungen im Wald. Dabei sind die beiden Jungs aber auch Leidensgenossen, denn in ihrer Klasse werden sie gemobbt und eher als Sonderlinge angesehen.

    Als wäre das nicht schon alles schlimm genug, schwelt in ihrem Heimatdorf auch noch eine Auseinandersetzung zwischen den lokalen Punks und den ortsansässigen Nazis. Als sich Erik in das Mädchen Elli verliebt, werden die beiden genau in diesen Konflikt mit hineingezogen und sind fortan mehr im Mittelpunkt, als ihnen lieb ist. Nach und nach entsteht so ein Strudel aus Gewalt und Verzweiflung, dem vor allem Erik ausgeliefert scheint…

    Der deutsche Donnie Darko?!?

    Schon im Vorfeld der Veröffentlichung von Arboretum fielen häufig die Vergleiche zu Richard Kellys Meisterwerk Donnie Darko und man muss sagen: Ja, diese kommen nicht von ungefähr. Vor allem bei der Inszenierung orientiert sich Regisseur Julian Richberg schon sehr an dem Indie-Highlight aus dem Jahr 2001, manche Szenen wirken gar 1:1 wie dem „Original“ entnommen.

    Erik steht alleine auf einer Straße die durch einen Wald führt
    Erik fühlt sich manchmal allein gelassen © Meteor Film

    Wenn Erik auf seinem Mountainbike durch die Stadt fährt, vor dem Spiegel stehend halluziniert oder mit dunkler Mine mysteriös durch die Straßen läuft, sind die Parallelen schon sehr deutlich. So denkt man sehr oft an Jake Gyllenhaal in seiner Parade-Rolle im oben genannten Zeitreise-Mysterium zurück. Beinahe könnte man Arboretum als Spin-off zu Donnie Darko sehen… wäre vielleicht die bessere Lösung gewesen als dessen unsäglicher Nachfolger S. Darko.

    Letzten Endes vermischt Richberg hier die gleichen Genre-Zutaten wie auch schon Kelly und so darf man sich auf Versatzstücke aus Horror, Coming of Age und Mystery freuen. Was den Film dann aber eine gewisse Eigenständigkeit verleiht, ist der Bezug zur deutschen Geschichte.

    Die Wende war zum damaligen Zeitpunkt noch nicht so weit entfernt und so thematisiert der Regisseur vor allem den herrschenden Generationenkonflikt. Doch keine Angst – Richberg hebt hier nicht den Zeigefinger und deutet auf die begangenen Fehler hin, sondern erzählt lediglich davon, wie man sich damals gefühlt hat.

    Erik und Elli sitzen an einem See - Arboretum
    Die Liebe zwischen Erik und Elli kommt zunächst langsam voran © Meteor Film

    Mysteriöse Jahrtausendwende

    Bei all den verschiedenen Genres, die hier zusammenkommen, stellt man sich letztlich aber eine Frage: Braucht es das Mystery-Element in Arboretum zwingendermaßen oder wirkt der Film damit zu aufgebläht? Die Aussage hinter dem Werk hätte sicherlich auch so ihren Weg zu den Zuschauer*innen gefunden. Jedoch bringt ein mysteriöses Baumwesen, das zu Erik spricht, dann doch wieder so viel Eigenständigkeit mit sich, dass Arboretum somit aus der Masse herausstechen kann. 

    Auch das Worldbuilding hat Richberg gut umgesetzt. Hier ist mal ein Telefon mit Schnur zu sehen, da fährt ein alter Golf 3 durch die Stadt. Verschiedene Beiträge aus Funk und Fernsehen, unter anderem zu 9/11, finden auch regelmäßig ihren Platz in den rund 80 Minuten. Das alles erzeugt ein gutes Gefühl für die Jahrtausendwende und erzählt von den damaligen Lebensumständen. Eines der Highlights ist sicherlich Sebastians Monolog über Die Ärzte und wie sich die ehemaligen Punks über die Jahre verändert hätten.

    Die Schauspieler und die Blu-ray von Arboretum

    Wenn man etwas an dem Film bemängeln muss, sind es die schauspielerischen Leistungen. Vor allem die Nebendarsteller*innen sind teilweise sehr unglücklich besetzt und überzeugen nicht gerade mit einer guten Darstellung ihrer Figuren, Stichwort Overacting! Egal ob bei den Schulmobbern oder dem Vater von Elli, die Figuren machen einfach einen komischen Eindruck.

    Aber auch die Hauptrollen liefern nicht über die komplette Spielzeit ab, wirken manchmal hüftsteif und scheinen die Texte nur aufzusagen. Ein Lichtblick bleibt hier Anna Jung in der Rolle von Elli, der man ihre Taten und Aussagen auch abkauft.

    Die vorliegende Blu-ray-Disc beinhaltet neben ein paar Trailern zu Veröffentlichungen des Verleihs Meteor Film auch ein Interview mit dem Regisseur und Cutter. Obendrauf gibt es einen Audiokommentar mit den Kollegen von Deep Red Radio. Technisch kann man hier nichts aussetzen, sowohl Ton als auch Bild sind für eine Blu-ray absolut in Ordnung.

    Ein glatzköpfiger Mann hält Erik von hinten fest, während dieser schreit - Arboretum
    Die lokalen Nazis machen Erik das Leben schwer © Meteor Film

    Unser Fazit zu Arborteum

    Arboretum und seinen Regisseur Julian Richberg muss man schon alleine für seinen Mut loben, einen deutschen Beitrag für das Genre-Kino geschaffen zu haben. Das ist auch im Jahr 2023 leider immer noch Mangelware und sollte deutlich mehr gefördert werden.

    Während der Film eine spannende Geschichte mit einem interessanten Setting verknüpft, fehlt es Arboretum allerdings an optischer Eigenständigkeit und handwerklicher Qualität.

    Arboretum erscheint am 31.03.2023 auf DVD und Blu-ray im Verleih von Meteor Film!


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    © Meteor Film

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