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    Startseite » Blue Beetle
    Filme

    Blue Beetle

    Sascha Grethmannvon Sascha Grethmann16. August 2023Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Xolo Mariduena als Jaime Reyes in Blue Beetle
    Jaime ist sich seiner Kraft noch gar nicht bewusst © Warner Bros.
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    Mit Blue Beetle erscheint nun die neuste Comicverfilmung aus dem Hause DC. Ob der Film dem DC Extended Universe neuen Schwung reinbringt, oder doch nur eine weitere Origin-Story bietet, erfahrt ihr hier in der Review!

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    Das offizielle Plakat zu Blue Beetle
    Das offizielle Plakat zu Blue Beetle © Warner Bros.

    Die Handlung von Blue Beetle

    Jaime Reyes (Xolo Mariduena) hat endlich sein Studium abgeschlossen und kehrt zu seiner Familie zurück. Doch als Sohn von mexikanischen Einwanderern gestaltet sich das Leben oftmals kompliziert. Familie Reyes hat während Jaimes Abwesenheit nämlich nicht nur ihre Werkstatt verloren, ihnen droht nun auch der Rausschmiss aus ihrem Haus. Als Jaime und seine Schwester Mila (Belissa Escobedo) Jobs als Putzkräfte bekommen, lernen sie Jenny Kord (Bruna Marquezine), die Tochter des Gründers des Technologiekonzerns Kord Industries, kennen. Durch ein paar unglückliche Zufälle kommt Jaime in den Besitz des blauen Skarabäus, eines außerirdischen Artefakts, welcher Kord Industries entwendet wurde. Das Artefakt schließt kurzerhand eine Symbiose mit Jaime und verleiht ihm spezielle Kräfte – Der Blue Beetle ist geboren! Doch er muss auf der Hut sein. Denn die Geschäftsführung von Kord Industries ist ihm auf den Versen, um die Macht des Skarabäus wieder an sich zu reißen…

    Xolo Mariduena als Jamie Reyes in Blue Beetle
    Hat Jaime den Skarabäus gewählt oder der Skarabäus Jaime? © Warner Bros.

    Just another Origin-Story

    Auch wenn herkömmliche Entstehungsgeschichten in Superheldenfilmen rarer geworden sind, bleiben sie ein wichtiger Bestandteil des Genres. Blue Beetle beschreitet diesen Weg erneut und zeigt den Werdegang des titelgebenden Helden schon von Beginn an ziemlich formelhaft. Dabei wird beinahe checklistenartig darauf geachtet, dass jede Trope einer Origin-Story abgearbeitet wird. Sei es der Held wider Willen, das Erlernen seiner Fähigkeiten oder die klischeehaften Bösewichte, deren einzige Motivation die eigene Bereicherung ist. All das wäre natürlich kein Problem, wenn diese Heldengeschichte wenigsten interessant und unterhaltsam aufbereitet wäre.

    Herausstechen kann Blue Beetle leider weder durch seinen Helden und dessen Werdegang, noch durch die Bösewichte. Positiv fallen allerdings die Nebenfiguren auf. Ein wichtiger Fokus der Geschichte liegt dabei auf Jaimes Familie, die zwar ebenfalls enorm stereotypisch daherkommt, allerdings aus unverkennbar sympathischen Charakteren besteht. Die Figuren wachsen einem schnell ans Herz, womit eine spürbare Fallhöhe erzeugt wird. Die nervige Schwester, die überfürsorgliche Mutter oder der Aluhut tragende Onkel sind zwar stark überzeichnet, fühlen sich aber nicht nach Fremdkörpern in der Geschichte an.

    ELPIDIA CARRILLO als Rocio, GEORGE LOPEZ als Uncle Rudy, XOLO MARIDUEÑA als Jaime Reyes, BELISSA ESCOBEDO als Milagro und DAMIAN ALCAZAR als Alberto
    Die Familie ist das allerwichtigste © Warner Bros.

    DCs Annäherungsversuche an Marvel

    Das DC Extended Universe (DCEU), welches unter anderen von Zack Snyder und Christopher Nolan geprägt wurde, stand immer für eine weitaus düsterere Ästhetik, als die des Marvel Cinematic Universe (MCU). Mit Filmen wie Shazam! oder Birds of Prey hatte das Studio erstmals versucht, die Filme etwas humorvoller und zugänglicher zu gestalten, ähnlich dem MCU. Blue Beetle geht diesen Weg weiter und fühlt sich genauso deutlich lockerer an, als ein Man of Steel es noch tat. Beinahe jede ernste Szene wird sofort mit einem Witz aufgelöst. Das funktioniert durch die sympathischen Charaktere anfangs noch ganz gut, wird aber über die Laufzeit deutlich überstrapaziert.

    Was die Einbindung der digitalen Effekt angeht, bewegt man sich ja schon länger nur noch auf dem Niveau der Konkurrenz und inzwischen vielleicht sogar darunter. Das war schon beim kürzlich erschienenem The Flash ein großer Kritikpunkt. Das ist besonders schade, weil gerade die Actionsequenzen komplett gekünstelt erscheinen, was bei früheren DC-Verfilmungen meist nicht so negativ hervorgestochen ist.

    Was in einigen Szenen weiterhin etwas negativ auffällt, sind der Schnitt, die Dialoge und die Überzeugungskraft der Schauspielenden. Diese wirken in einzelnen Momenten des Films fast schon gewollt wie eine TV-Seifenoper gespielt und inszeniert. Das fällt besonders in den Sequenzen auf, die ihren Fokus auf die Familie legen. Die Actionszenen beispielsweise bleiben davon unberührt, was einen spürbaren Kontrast erzeugt.

    Xolo Mariduena als Jaime Reyes in Blue Bleetle
    Niemand legt sich mit Jaimes Familie an © Warner Bros.

    Unser Fazit zu Blue Beetle

    Blue Beetle macht wenig falsch, geht allerdings auch wenige Risiken ein. Ästhetik, Humor und Look biedern sich dem MCU an, was dem Film leider ein wenig die eigene Identität nimmt. Dafür gibt es sympathische Figuren, die zwar sehr klischeehaft geschrieben sind, einem aber durchaus ans Herz wachsen können. Die Motivation der Bösewichte scheint dagegen ebenso plakativ, wie generisch und holt 2023 leider niemanden mehr von der Couch. Die Herausforderung der Verfilmung einer Entstehungsgeschichte liegt auch darin, dass es schon häufig sehr gut gemacht wurde. Hier wagt Blue Beetle zu wenig, um aus der Masse herauszustechen. DCs Ansatz, einen weniger bekannten Helden ins Rampenlicht zu stellen, funktioniert hier leider nur mäßig. Der Name ist zu unbekannt und es wird im Film auch wenig dafür getan, dass der Jamie Reyes sich von anderen jungen Superhelden abhebt. Wer sich an solchen Origin-Stories also noch nicht satt gesehen hat und der neuen Generation von DC-Filmen eine Chance geben will, kann mit Blue Beetle aber trotzdem eine gute Zeit haben.

    Blue Beetle startet am 17.08.2023 in den deutschen Kinos!


    © Warner Bros.

    Sascha Grethmann

    Sascha ist seit 2020 Autor bei Filmtoast und interessiert sich für ein breites Spektrum an Pop-Kultur. Zu Hause fühlt er sich besonders irgendwo bei Horror, Action,Thrillern, Animationsfilmen und Musicals.

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