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    Bring Me Home

    Jan Wernervon Jan Werner20. September 2020Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Jung-Yeon (Lee Young-ae) steht unter einem Sonnenschirm im Schatten und blättert in einem Dokument mit einem Fandungsbild auf der Titelseite.
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    Für schonungslose Thriller ist wohl kaum ein Filmland inzwischen so berüchtigt wie Südkorea. In die Fußstapfen von großen Titel wie I Saw the Devil oder Mother hat sich der diesjährige Beitrag des ostasiatischen Landes beim Fantasy Filmfest vorgenommen. Hier könnt ihr lesen, ob Bring Me Home sich tatsächlich in die Reihe dieser Brecher einfügen kann!

    [su_youtube url=“https://www.youtube.com/watch?v=mpXd6QaikWI“]

    Das südkoreanische Poster des Films "Bring Me Home" mit der weinenden Protagonistin.
    Das südkoreanische Originalposter des Films © Busch Media Group

    Bring Me Home – Eine Mutter gegen eine Dorfgemeinschaft

    Ein Junge, der seit Jahren in den Klauen einer brutalen Familienbande gefangen gehalten wird. Eine Mutter, die nicht aufgeben will, ihr vermisstes Kind zu finden. Kann es sein, dass es sich diesmal tatsächlich um ihren Sohn handelt? Die Rettungsaktion gerät zu einer erschütternden Tour de Force, ganz in der Tradition des koreanischen Spannungskinos.

    Ein Funken Hoffnung erlischt, aus Verzweiflung wird Rache

    Wie aus der offiziellen Synopsis des Films hervorgeht, darf man sich bei Bring Me Home auf eine teils schwer zu ertragende Reise an der Seite einer Frau einstellen, mit der es das Schicksal nicht schlimmer hätte meinen können. Nahezu im Minutentakt erfährt Jung-Yeon (Lee Young-Ae) einen Tiefschlag nach dem anderen. Gerade als sie Hoffnung schöpft, dass ihr verschollenes Kind noch am Leben sein könnte, passiert schon die nächste Tragödie. Und als sie dann vermeintlich doch in einem Moment den bösen Geistern einmal ein Schnippchen zu schlagen scheint, wird auch dieser Schimmer jäh erstickt.

    Als Zuschauer fühlt man diese Abwärtsspirale in all ihrer Schmerzlichkeit am ganzen Körper mit. Umso gespannter wartet man darauf, dass sich all die angestauten Emotionen der Protagonistin irgendwann entladen. Das tun sie dann auch, und wie. Geschickt wird die Spannung sehr behutsam aufgebaut, immer wieder wird das Tempo durch Tagträume verschleppt. Wenn sich dann die Gewalt entlädt, tut sie das mit brachialer Wucht und genau der Radikalität, die man von Psychothrillern aus Südkorea gewohnt ist.

    Jung-Yeon (Lee Young-ae) steht mit erschrockenem Gesichtsausdruck nachts hinter einem Drahtzaun.
    Jung-Yeon ist eine verzweifelte Mutter, bereit zu radikalsten Maßnahmen © Busch Media Group

    Bring Me Home ist voller Typen zum Verachten…

    Die Gruppe, auf die Jung-Yeon trifft, als sie Hinweise auf das Überleben ihres Sohnes erhält, setzt sich aus ziemlich verabscheuungswürdigen Menschen zusammen. Schon die ersten Szenen, die zeigen, wie dort mit den Kindern umgegangen wird, sorgen für Wut und Entsetzen beim Zuschauer. Schnell wird klar, dass die Mutter früher oder später diesen diabolischen Figuren ebenfalls ausgesetzt sein wird. Schauspielerisch ist es durch die Bank weg erstaunlich, wie sehr es den Darstellern gelingt, dass man sie innerhalb kürzester Zeit hasst und gleichzeitig vor ihrer Unberechenbarkeit Angst hat.

    … und einer Protagonistin, mit der man mitleidet

    In diesem insgesamt doch recht konventionellen Rachethriller bildet dennoch die schauspielerische Leistung von Lee Young-Ae das Highlight. In kurzer Zeit muss sie, zwischen Trauer, Hoffnung und Wut, ein extrem breites emotionales Spektrum abdecken. Dabei interpretiert sie jedoch all diese Facetten auf ihre ganz eigene Art, in dem sie oberflächlich auch kurz vor der Entladung aller Gefühle immer noch stoisch und in sich ruhend wirkt. Trotzdem merkt man ihr an, dass die Unterstellungen, Anschuldigungen und letztlich auch die körperliche Gewalt, die sie erfährt, in ihrem Inneren einen schleichende Verwandlungsprozess in Gang setzen.

    Ähnlich, wie in A Good Woman Is Hard To Find ist der Clou des Thrillers, dass man hier eine Frau, die komplett auf sich allein gestellt ist, sieht. Trotz dem Eindruck, dass sich diese verletzliche Figur nach all den Tiefschlägen fast schutzlos einem unerbittlichen Feind gegenüber ausgeliefert sieht, wirkt die Art und Weise, wie sie sich dann doch zur Wehr setzt, nicht unrealistisch.

    Jung-Yeon (Lee Young-ae) steht mit zerzauster Frisur und beunruhigter Miene im Vordergrund. Im unscharfen Hintergrund sieht man mehrere unerkennbare weitere Personen.
    Jung-Yeon (Lee Young-ae) sieht man die seelischen Strapazen an © Busch Media Group

    Unser Fazit zu Bring Me Home

    Der südkoreanische Beitrag Bring Me Home ist beim diesjährigen Fantasy Filmfest eine sichere Bank. Man bekommt exakt das, was man von einem Rachethriller mit dieser Prämisse erwartet. Trotz der Einfachheit ist der Thriller extrem wirkungsvoll, was hauptsächlich am herausragenden Schauspiel der Hauptdarstellerin liegt. Letztlich trifft einen der ein oder andere Schockmoment tief ins Mark und die hassenswerten Figuren lassen beim Zuschauer auch die Wut hochkochen. Empfehlenswert!

    Bring Me Home ist ab dem 9. September auf dem Fantasy Filmfest 2020 zu sehen.

    © Busch Media Group

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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