Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » Concrete Utopia
    Filme Science Fiction

    Concrete Utopia

    Jan Wernervon Jan Werner3. April 2024Keine Kommentare4 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Südkoreanische Apokalypse-Filme genießen inzwischen eine Sonderstellung unter Filmfans. Concrete Utopia will jedoch einen etwas anderen Weg gehen und wählt für die Dystopie eher die leisen und kritischen Töne. Schafft auch dieses Konzept sein Publikum zu fesseln?

    Die offiziell Inhaltsangabe von Concrete Utopia

    Eine Katastrophe hat Seoul verwüstet. Nur ein einziger letzter Wohnkomplex steht inmitten des Chaos. Als immer mehr Überlebende panisch ins Gebäude drängen, entbrennt bald eine heftige Diskussion: Dürfen die verzweifelten fremden Männer, Frauen und Kinder bleiben – oder schickt man sie angesichts der rapide zur Neige gehenden Ressourcen nach draußen in den Winter mit Rekordminustemperaturen? Die Gemeinschaft fällt eine folgenschwere Entscheidung.

    Concrete Utopia ist das Gegenteil des klassischen Katastrophenfilms. Die gewaltigen Spezialeffekte und die postapokalyptische Ausstattung stehen nicht im Vordergrund, sondern bieten die Bühne für einen ergreifenden Kampf ums Überleben. Die Figuren und ihre Taten sind jederzeit nachvollziehbar, im Guten wie im Schlechten. Deshalb trifft Koreas Einreichung für den internationalen Oscar 2024 tief ins Mark.

    Dystopie – eine koreanische Film-Tradition

    Train to Busan, Snowpiercer, Project Wolf Hunting – Wenn in koreanischen Produktionen das Ende der Zivilisation naht oder schon überschritten wurde, wird es nicht selten actionreich, brutal und atemlos in seiner Inszenierung. Dabei glänzen jedoch die Produktionen in Regelmäßigkeit auch dadurch, dass man weiß, wie man menschliche Dramen, Dilemmata und Schicksalsschläge trotz Fokus auf Krawall und Bombast nicht komplett vernachlässigt. Dass man diese zwischenmenschliche Dimension jedoch noch mehr in den Mittelpunkt des Geschehens rücken könnte, dachten sich die Autoren des Webtoons auf dem Concrete Utopia und auch der ebenfalls in dieser Realität spielende und schon erschienenen Quasi-Nachfolgefilm Badland Hunters basieren. Doch während der Letztgenannte doch eher in der Tradition der lauteren Genre-Vertreter steht, schlägt man im Auftakt des „Concrete-Universe“ wirklich ruhigere Töne an.

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden

    Beklemmende Stimmung…

    Concrete Utopia beweist von Beginn an, dass es keiner Untoten oder Monster bedarf, um in einem postapokalyptischen Szenario permanente Gefahr auszustrahlen. Denn in diesem Katastrophenfilm hält man sich an das Menschenbild eines Thomas Hobbs: Der Mensch ist des Menschen Wolf oder: jeder ist sich im Zweifel erstmal selbst der Nächste. Wie beispielsweise in The Last of Us macht der Film eindrücklich klar, dass mit dem Fall der Zivilisation auch die Moral bei vielen auf ein Minimum reduziert wird. Auf der anderen Seite wird in den gut zwei Stunden aber auch immer wieder der Gemeinsinn der Übriggebliebenen thematisiert, wobei dies manchmal schon ins Melodramatische abzugleiten droht – wie man es jedoch von Produktionen aus Asien gewohnt ist.

    Gepackt wird das Ganze in ein einigermaßen realistisches Szenario und auch das Verhalten der meisten Figuren ist als plausibel zu loben. Ja, auch hier muss es einige Helden und Schurken geben, um den Thriller-Charakter zu wahren. Dennoch sticht insgesamt aus dem Ensemble kaum ein Akteur durch ein übertriebenes Spiel heraus, sondern wenn, dann entweder dadurch, dass man die Darsteller schon aus anderen Produktionen kennt oder durch die tatsächlichen Aktionen innerhalb der Story. Angenehm bodenständig sind dann auch die Action-Momente, die trotzdem packend bebildert und inszeniert werden.

    … in eindrucksvollem Setting

    Und während man hier nicht die großen Geschütze auffährt, setzt man bei der Abbildung der Zerstörung doch auf fast monumentale Bilder, die die zerstörte Metropole Seoul zu einem Ort der kompletten Hoffnungslosigkeit stilisieren. Damit und mit den Gruppen, die sich durch dieses Trümmerfeld bewegen, erinnert der Film an Filme, die sich unmittelbaren Kriegsfolgen widmen. Und auch wenn es hier um die Auswirkungen eines fatalen Bebens geht, so kann man den Machern durchaus unterstellen, in der Art der Inszenierung absichtlich Kriegszerstörungsanmutung erzeugen zu wollen. Dementsprechend wird man sich als Zuschauer mitunter an Klassiker wie Die letzten Glühwürmchen erinnert fühlen, die wie auch dieser Film über die ganze Laufzeit ein mulmiges Gefühl der Beklemmung aufrecht halten können.

    Concrete Utopia
    Concrete Utopia © Plaion pictures

    Stars sorgen für Identifikation

    Wie gesagt, stehen hier nicht nur Individuen, sondern auch die Gesamtgesellschaft am Rande des Abgrunds im Mittelpunkt. Dennoch glänzt natürlich beispielsweise Koreas Superstar Lee Byung-hun hier einmal mehr und verleiht allein durch sein Mitwirken dem Film Prestige. Man verfolgt die Reise, die Entwicklungen und letztlich die Zuspitzung über die gut zwei Stunden wie gefesselt und wird am Ende durch ein starkes Finale mit Botschaft belohnt. Sprich: Im Gegensatz zu Badland Hunters hat Concrete Utopia tatsächlich Neues in ein oft bemühtes Szenario bringen können und ist als Stimmungs-Film eine absolute Empfehlung.

    © Plaion pictures

    Unser Fazit zu Concrete Utopia

    3.0 Okay

    Visuell bedrückend und erstaunlich realistisch erzeugt Concrete Utopia ein Katastrophenszenario, das fesselt von Anfang bis Ende. Dabei hat die Geschichte zwar wenig Innovatives in sich, doch die mitschwingende Sozialkritik und der Appell an gesellschaftlichen Zusammenhalt wirken nicht platt und aufgezwungen, sondern passen zum ernsten Anstrich der Produktion. Eine Empfehlung ist der Film vor allem Fans von Endzeit-Genre-Vertretern, egal ob in Videospiel-, Serien- oder Filmform. Lediglich den Mangel an tatsächlichen Sympathieträgern könnte womöglich als Kritikpunkt ausmachen. Doch vielleicht gehört auch genau das, trotz namhafter Stars, zur Devise des Werks.

    • User Ratings (0 Votes) 0
    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

    • Jan Werner
      Wonder Man
    • Jan Werner
      Fabian und die mörderische Hochzeit
    • Jan Werner
      Steal
    • Jan Werner
      Splitsville
    Vorheriger BeitragFantasy Filmfest Nights 2024: Vorbericht
    Nächster Beitrag Godzilla x Kong: The New Empire

    Weitere Beiträge

    3.5

    Splitsville

    von Jan Werner
    3.0

    The Housemaid – Wenn sie wüsste

    von Stefan Brüning
    3.5

    The Rip

    von Jan Werner
    3.5

    28 Years Later: The Bone Temple

    von Felix Knorr
    3.0

    Dust Bunny

    von Jan Werner
    4.0

    Der Fremde

    von Jan Werner
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Splitsville

    18. Januar 2026

    Heated Rivalry – Staffel 1

    17. Januar 2026

    The Housemaid – Wenn sie wüsste

    16. Januar 2026

    The Rip

    16. Januar 2026
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2026 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.