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    Animation Filme

    Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim

    Jan Wernervon Jan Werner9. Dezember 2024Keine Kommentare9 min Lesezeit
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    Der Herr der Ringe ist eine der wertvollsten Marken der Film- und Serienlandschaft. Die Urtrilogie von Peter Jackson ist unantastbar, aber mit der Hobbit-Trilogie kam schon die Kritik auf, die sich dann bei der Amazon Prime Serie Die Ringe der Macht mit voller Wucht Bahn brach. Sorgt nun ausgerechnet Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim in Anime-Form für eine Versöhnung mit den Tolkien-Jüngern?

    Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim – Die offizielle Handlungsangabe

    Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim spielt 183 Jahre vor den Ereignissen der ursprünglichen Filmtrilogie. Der Film erzählt vom Schicksal des Hauses von Helm Hammerhand, dem legendären König von Rohan. Wulf, ein ebenso gerissener wie skrupelloser Fürst der Dunländer, sinnt auf Rache für den Tod seines Vaters. Als er Helm und seine Gefolgsleute unerwartet angreift, sind diese gezwungen, sich in der alten Festung Hornburg, die später unter dem Namen Helms Klamm Bekanntheit erlangen wird, zu einem wagemutigen letzten Gefecht zu stellen. In einer zunehmend verzweifelten Lage muss Helms Tochter Héra den Willen aufbringen, den Widerstand gegen einen tödlichen Feind anzuführen – einen Feind, der nicht weniger will als ihre völlige Vernichtung.

    Ein Anime als Franchise-Booster?

    In den letzten Jahren gab es bereits mehrfach – vor allem von Streamingdiensten – von Erfolg gekrönte Versuche, mit Zeichentrick-/Animations-Spin-offs eine vormals im Realfilm etablierte Marke breiter aufzustellen. Blade Runner erhielt bei Netflix genauso eine Serien-Erweiterung, wie zuletzt erst Lara Croft und kurz darauf Terminator mit Terminator: Zero. Auch könnte man Star Trek mit Lower Decks anführen oder bei weiter Auslegung auch die What-If-Geschichten bei Marvel. Franchises und Markenwelten werden oftmals aus ihrem Ursprungsmedium heraus expandiert, um die Inhalte in anderer Darstellungsform mit anderen Kreativköpfen zu adressieren. Man denke auch an die Theater-Shows zu Harry Potter oder Stranger Things, sogar ein Zurück in die Zukunft Musical sorgt seit einiger Zeit für großen Zuschauerzustrom.

    Jetzt ist es streng genommen jedoch bei der Herr der Ringe-Materie eher ein „Back to the roots“, das man mit dem nun erscheinenden Anime-Film einschlägt. Denn sehr lange vor Jacksons Trilogie gab es eine Zeichentrick-Adaption von Tolkiens Welterfolg, die mitunter heute noch in Insider-Kreisen eine Art Kultstatus genießt. Damit hat selbstredend aber die neueste Expansion der modernen Herr der Ringe-Marke wenig zu tun. Denn mit Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim geht man eher einen zeitgenössischen Weg, in dem man eine Vorgeschichte, die nur lose im Buchkanon angerissen wird, zu einem eigenständigen Werk anreichert. Und dafür hat man sich nun eben für die stilistische Form des Anime erschienen, was also eine rein künstlerische Entscheidung ist, da die Macher davon überzeugt waren, dass man damit einen Achtungserfolg erzielen kann –  und sich mutmaßlich nicht dem audiovisuellen Vergleich mit bisherigen Kinofilmen der Reihe gefallen lassen muss. Eine kluge Entscheidung?

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    Anime vom Fachmann

    Regisseur des neuen Abenteuers ist Kenji Kamiyama. Er hat für seine TV-Serien Blade Runner: Black Lotus und Ghost in the Shell – Stand Alone Complex bereits Preise bekommen und bringt dementsprechend reichlich Erfahrung mit in die Welt von Tolkien aus seinem Fachbereich, des Anime. Kamiyama gelingt es seine stimmigen Mix aus 3D-Animation und verschiedenen klassischen Zeichenstile Mittelerde zu oktroyieren und aus dieser Mischung etwas ganz Frisches zu kreieren: Die extrem detaillierten Hintergründe, die fast schon fotorealistisch wirken fangen perfekt die epische Weite von Rohan ein, in den Feinheiten lassen sich immer wieder Anspielungen auf die Jackson-Filme erkennen; dementgegen stehen dann die von der Anime-Kunst inspirierten Figurenzeichnungen, die sehr flächig und mit nicht ganz akkuraten Proportionen gestaltet sind und sich sehr krass vom Hintergrund abheben. Daran muss man sich in den ersten Minuten gewöhnen, aber recht schnell zieht einen genau dieser Stil in die Welt der Reiter von Rohan rein –  und entführt das Publikum nach Mittelerde wie es zuletzt in dieser Intensität nur Jackson mit seiner Ur-Trilogie schaffte.

    Der fernöstliche Einschlag schlägt dann vor allem in den actionreichen Momenten zu, wenn beispielsweise die Wucht von Schlägen extra betont wird, was wiederum aber die Intensität auch für die Zuschauer:innen wesentlich erhöht. Die Kameraarbeit ist alles in allem wirklich zu loben und trägt zum Erlebnis maßgeblich bei. Worauf man sich allerdings einlassen muss, sind einige computeranimierte Szenen, die doch ein deutlicher Bruch mit den ansonsten eher klassischen Anime-Bildern sind. Das sorgt für zusätzliche Dynamik, spielt sich aber auch als Stilmittel klar in den Vordergrund.

    Musik prägt Herr der Ringe wie eh und je

    Kaum eine Filmmusik der letzten 30 Jahre ist so ikonisch wie Howard Shores Score der Jackson-Trilogie. Und dementsprechend ist es auch nur logisch, dass man direkt um das Publikum für sich zu gewinnen mit der „alten“ Musik einsteigt und diese dann auch in der ersten Hälfte maßgeblich weiterverwendet. Doch Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim ist ein Film über Emanzipation, inhaltlich und formal. So wird die Verwendung von Shores Themen im Verlauf immer weiter zurückgefahren und die neue Musik von Stephen Gallagher gewinnt an Eigenständigkeit, nimmt sich den Raum. Das verläuft parallel zur Entwicklung der Protagonistin Hera und spiegelt dies akustisch, ohne es stattdessen durch andere Mittel dem Publikum unter die Nase reiben zu müssen. Eine kluge inszenatorische Entscheidung. Die Musik bleibt ein Kernelement der Fantasiewelt von Warner und erreicht heute wie vor 25 Jahren genau den adressierten Effekt.

    Hera, Tochter des Helm Hammerhand © 2024 Warner Bros. Entertainment Inc. Alle Rechte vorbehalten.

    Eine Geschichte voller Ideen…

    Grundgerüst der Handlung ist eine ziemlich archetypische Geschichte mit Elementen aus der nordischen und keltischen Sagenwelt, reichlich Shakespeare und dann doch auch überraschend hohem Fantasy-Touch. Selten hat man die nordische Mythologie in einem Tolkien-Projekt so deutlich durchschimmern sehen, wie in Die Schlacht der Rohirrim. Das erinnert dann doch auch an die Erfolgsserien wie Vikings und The Last Kingdom wenn die Herren von Rohan in der großen Halle zusammenkommen und die Verheiratung der Königstochter diskutiert wird. Der daraus resultierende Konflikt, der mit dem Tod eines der Beteiligten endet und zum Rachemotiv des Antagonisten wird, ist dann wiederum der theatrische Aspekt, der Shakespeare entlehnt sein könnte. Zugegeben: die Handlung ist alles in allem jetzt nicht von Originalität durchzogen, verlässt sich auf Bewährtes und darauf, dass es eben in der neuen Darreichungsform doch frisch und neuartig herüberkommt. Und das gelingt zum Glück auch über weite Strecken.

    … mit kleinen Macken…

    Denn das Skript ist nicht frei von kleineren Logikfehlern, ein paar Klischees bleiben auch nicht aus und nicht jede Figur ist auf dem gleich hohen Level geschrieben. Doch tatsächlich ist die Immersion in diese magische Welt von Mittelerde hier so stark, dass man über die Kritikpunkte gut hinweg schauen kann. Man verzeiht den Machern hier mehr als üblich, weil man den Mut zu dieser besonderen Kunstform honoriert und weil man zu jeder Sekunde merkt, wie viel Liebe sie für dieses Werk mitgebracht haben. So viel Liebe, dass sie es einem dann an ein paar Stellen, speziell in den letzten Filmminuten etwas zu offensiv noch vermitteln wollen. Denn während manche Zitate, vor allem in Richtung des zweiten Herr der Ringe-Films klug platziert sind und Fans ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden, sind dann ein paar Fanservice-Entscheidungen doch recht plump und werden die gleichen Fans zum Augenrollen verleiten. Es hält sich im Rahmen, aber ohne diese kleinen Ärgernisse, die hier aus Spoiler-Gründen nicht verraten werden sollen, wäre das Erlebnis noch besser gewesen.

    … und starken Figuren und Dialogen

    Die Entscheidung für eine weibliche Hauptfigur ist nicht von ungefähr getroffen worden. Wie die Erzählerin (Miranda Otto in ihrer Rolle als Eowyn) erläutert, hat das Geschlecht von Hera es verhindert, dass ihr Name es in die Geschichtsbücher Mittelerdes geschafft hat. Daraus leitet man nun den Erzählauftrag für ihre Taten und ihr Vermächtnis ab und begründet damit auch, dass man sich recht lose in der Lore Tolkiens bewegen kann. Doch für die Faszination für diese Figur ist das Geschlecht letztlich unerheblich. Hera ist eine ambivalente Rolle, die wiederum auch eine klassische Entwicklung durchmachen muss, um sich vom überstrahlenden Vater Helm Hammerhand lossagen und ihren eigenen Weg einschlagen zu können. Das alles ist dann verpackt in einen Racheplot, eine Entführungsgeschichte, eine Belagerungsschlacht, einen brodelnden Zwist mit einem Feind, der einst ein Kindheitsfreund war und nun auf der anderen Seite steht und so weiter, und so fort. Wie beschrieben: alles recht klassisch und vorhersehbar, aber dennoch zeitlos und funktionierend.

    Nicht nur die beiden Hammerhands sind gut geschrieben und fantastisch synchronisiert (von Brian Cox und Gaia Wise), auch der weitere Stab bringt ein gutes Dutzend spannende Charaktere mit sich, die allesamt schön designed sind und jeweils in ihren Sprechszenen eine Bereicherung darstellen. Vielleicht ist der ein oder andere zu viel des Guten in Sachen Comic Relief und Kitsch, aber wie schon bei den kleinen Logikschwächen werden auch hier die Fans ein Auge zudrücken, weil es vom stimmigen Gesamteindruck nichts wegnimmt. Die Dialoge passen in diese Fantasy-Mittelalter-Welt und bringen genau die richtige Dosis Pathos mit, derer es bedarf, um sich des Epos würdig zu erweisen. Ein Hauch von Märchen und ebenso eine ordentliche Portion Überdramatisierung wohnte ja auch den Jackson-Filmen immer inne.

    Der Rat von Rohan in der großen Halle © 2024 Warner Bros. Entertainment Inc. Alle Rechte vorbehalten.

    Experiment geglückt, gern mehr davon

    Dass es auch in animierter Form gelingen kann, Emotionen zu triggern und mitzureißen, ist ja keine Neuigkeit. Dass dies jedoch auch im Rahmen von Der Herr der Ringe gelingt, ist tatsächlich erst jetzt bewiesen. In den spannungsgeladenen Szenen leidet man mit, die Wucht in den Kämpfen entfaltet sich komplett und auch dem epischen Anspruch an Tolkien-Adaptionen wird man mit diesem Anime mehr als gerecht.

    Episch ist dann auch die Laufzeit von über zwei Stunden, was für animierte Filme schon weit über dem Durchschnitt ist und auch bei Die Schlacht der Rohirrim vielleicht eine Viertelstunde zu lang. Andererseits ist man auch während der vereinzelten Längen immer noch gern in dieser Welt – und wünscht sich wenn der Abspann einsetzt direkt so bald als möglich auf ein neues Mittelerde-Abenteuer geschickt zu werden. Warner hat bereits eines, kolportiert sogar mehrere Kinogeschichte in der Pipeline – vielleicht ist ja auch ein weiterer animierter Film in der Diskussion; ich würde es begrüßen.

    Reaktionen der Filmtoast-Redaktion:

    Zusammen mit Jan waren die beiden Filmtoast-Podcaster Daniel und Léo in der Pressevorführung. Hier daher kurz deren erster Eindruck:

    „Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim ist ein gewagtes Experiment – das voll aufgeht. Dank seines Anime-Einschlags schafft es der Film, packende, magische Bilder auf die Leinwand zu zaubern, ohne den direkten Vergleich mit Peter Jacksons-Trilogie bestreiten zu müssen. Wer sich einmal an die Stilistik aus 2D und 3D gewöhnt hat, darf sich zwei Stunden lang in einer wundervollen Welt verlieren, mit spannenden Charakteren mitleiden und den einen oder anderen Fan-Moment genießen. Möge es nicht das letzte Experiment in Mittelerde gewesen sein.“ Daniel

    © 2024 Warner Bros. Entertainment Inc. Alle Rechte vorbehalten.

    Unser Fazit zu Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim

    3.5 Sehenswert

    Die Schlacht der Rohirrim macht sehr viel richtig. Und das, was das Anime-Abenteuer falsch macht, kann man für das reine Gefühl der längst vergessenen Tolkien-Magie im Kino hinterlässt, getrost verschmerzen. Im Gegensatz zur Amazon Prime-Serie oder der Hobbit-Trilogie ist der neue Film deutlich näher am Feeling der Jackson-Trilogie dran. Diese ist zwar noch immer unerreicht, aber für die neue Generation, die nicht mit Die Gefährten und Co. filmisch sozialisiert wurde, ist dieses Projekt ein perfekter Einstieg.

    Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim ist inzwischen fürs Heimkino erhältlich.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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