Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » Der Wolf und die 7 Geißlein – Theater des Todes
    Filme

    Der Wolf und die 7 Geißlein – Theater des Todes

    Sascha Grethmannvon Sascha Grethmann26. Februar 2022Keine Kommentare5 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Emma ist dem Wolf gefährlich nah | Der Wolf
    Emma blickt dem Wolf in die Augen ©Daniel Dornhöfer
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Mit Der Wolf bringt der deutsche Independent-Filmer David Brückner, nach Rapunzels Fluch, seinen nunmehr zweiten Horrorfilm mit Märchengewand ins Heimkino. Dieses Mal wird eine Gruppe von Jugendlichen in einem Theater eingesperrt, welche nach und nach einem Killer mit Wolfsmaske und Krallen zum Opfer fallen. Doch wer ist dieser Wolf im Lammfell in ihren Reihen?

    Das Plakat zu Der Wolf
    Das Offizielle Plakat zu Der Wolf © Ghost pictures

    Die Handlung von Der Wolf und die 7 Geißlein – Theater des Todes

    Emma hat heute ihren letzten Tag im Alptheater und hilft abschließend dem Team bei der Umdekorierung der Lobby für die Premiere des neuen Stücks: Eine Neuinterpretation von Der Wolf und die 7 Geißlein der Gebrüder Grimm. Doch schon bald findet sie sich mit ihren Kollegen eingeschlossen im Theater wieder, in dem ein Killer mit Wolfskostüm sein Unwesen treibt und die Teenager nach und nach blutig tötet. Mit verschlossenen Türen versuchen die Geißlein die Nacht zu überstehen und nicht vom Wolf gerissen zu werden. Doch wer steckt hinter der Maske?

    Maik hat Jonas Blutüberströmt im Theater gefunden | Der Wolf
    Maik verhört Jonas © Daniel Dornhöfer

    Auf den Spuren der Gebrüder Grimm

    Der Wolf und die 7 Geißlein ist nicht der erste Film von David Brückner, welcher ein Märchen der Gebrüder Grimm als Basis haben. Schon in Rapunzels Fluch hat der Berliner Regisseur gezeigt, dass er mit solch einer Thematik einen Horrorfilm inszenieren kann. Auch bei seinem neusten Film ist das nicht anders. Allerdings ist die Handlung des Märchens, wie schon beim Vorgänger, rein oberflächlich und dient deswegen nur der generellen Thematisierung des Films. In diesem Fall gibt es einen Wolf als Killer und Sieben Geißlein als Opfer. Viel mehr, als dass das Märchen im Film namentlich erwähnt wird, geht der Film auf das Werk der Gebrüder Grimm dann allerdings nicht ein.

    Klischees, die bedient werden wollen

    In dem Genre, dem sich der Film selbst zuordnet, gehört es schon fast zum guten Ton, wenn man sich als DrehbuchautorIn irgendwelche unglaubwürdigen Szenarien ausdenkt, die Dialoge oberflächlich sind oder die Figuren selten dämlich handeln. Deshalb erfüllt Der Wolf und die 7 Geißlein auch sämtliche dieser Klischees und schlägt dabei leider etwas über die Stränge. In diesem Fall fallen die sehr konstruierte Prämisse oder die dummen Charakterentscheidungen gar nicht mal so sehr ins Gewicht. Dafür sind die Dialoge und teilweise auch der Cast weit unter dem restlichen Niveau des Indie-Films. Die Doku-Soap ähnlichen Leistungen einiger DarstellerInnen sind stellenweise wirklich zum Augenrollen und gerade in Kombination mit den flachen Dialogen fast schon zum Fremdschämen.

    Gerettet wird das ganze durch die Inszenierung und den Humor des Films. David Brückner referenziert nämlich nicht nur Genregrößen, wie Scream, sondern auch sich selbst. Nicht nur, dass Brückner selber in seinem Film mitspielt, es hängen auch jede Menge Plakate seiner letzten Werke im Hintergrund. Es wird sogar ein Gespräch darüber geführt, wie dämlich die Figuren diese finden. Diese Art von selbst referentiellem Humor funktioniert wirklich hervorragend und setzt eine ganz andere Tonalität für den Film, der sich selbst nicht ganz so ernst nimmt und weiß, dass er die genannten Klischees bedient.

    Josefine hat den Wolf gesehen und ist auf der Flucht | Der Wolf
    Josefine flieht vor dem Killer © Daniel Dornhöfer

    Große Vorbilder

    Inszenatorisch ist Der Wolf sichtlich von den Genregrößen des letzten Jahrhunderts inspiriert. Besonders bei der Ausleuchtung, welche in einigen Sequenzen sehr von Primärfarben dominiert ist, erinnert stark an die Stilistik des italienischen Regisseurs Dario Argento. Brückner spielt generell viel mit Licht und Schatten und greift bei seinen häufig wechselnden Kameraeinstellungen auf die volle Palette zurück. Manchmal gehen deswegen die Dialoge in einem regelrechtem Schnittgewitter unter. Dadurch entstehen leider einige Anschlussfehler im Redefluss der Darsteller und in der Lichtsetzung, was nicht wirklich negativ auffällt, aber stellenweise ein bisschen befremdlich wirkt. Auch der Synthesizer-lastige Score des Films lässt den Zuschauer automatisch an die Horror- & Slashergrößen der 1980er denken. Somit setzt sich der Film zumindest audiovisuell problemlos in diese Nische hinein.

    In einem Slasher dürfen die Kills natürlich nicht fehlen. Diese sind grundsätzlich mit praktischen Prothesen und einer Menge Kunstblut inszeniert, was dem Slasherfan das Herz aufgehen lässt. Die Special Effects sind für das Budget nicht zu verachten, aber leider gestalten sich die Morde etwas unkreativ und repetitiv. Ein paar finden sogar im Off statt, was sehr schade ist, weil David Brückner und sein Team bereits bewiesen haben, dass sie es auch anders können.

    Jonas begegnet im Keller des Theaters dem Killer | Der Wolf
    Der Wolf hat sein nächstes Opfer gefunden. © Daniel Dornhöfer

    Unser Fazit zu Der Wolf und die 7 Geißlein – Theater des Todes

    Man merkt zu jeder Minute der knackig kurzen Laufzeit, dass Der Wolf und die 7 Geißlein eine Independent Produktion ist – im positiven wie im negativen Sinne. Besonders einige der DarstellerInnen fallen negativ auf, und die dürftigen Dialoge helfen da ebenfalls nicht weiter. Dafür spürt man das Herzblut, welches in die Inszenierung geflossen ist. Regisseur David Brückner zitiert Genregrößen und zollt den Slasherfilmen der 1980er Jahren seinen Respekt. Die praktischen Effekte sehen sogar richtig gut aus. Zusammenfassend kann man sagen, dass Fans von leicht trashigen 80s-Slashern mit viel Blut und tollen praktischen Effekten durchaus auf ihre Kosten kommen werden, insofern man nicht viel Gewichtung auf Drehbuch und Darsteller legt.

    Des weiteren gibt es eine Besprechung zum Film zusammen mit Regisseur David Brücker bei uns im Podcast.

    Der Wolf ist seit dem 25. Februar 2022 auf Blu-ray, DVD und als VOD verfügbar!


     

    © White Pearl Movies/Daredo

    Sascha Grethmann

    Sascha ist seit 2020 Autor bei Filmtoast und interessiert sich für ein breites Spektrum an Pop-Kultur. Zu Hause fühlt er sich besonders irgendwo bei Horror, Action,Thrillern, Animationsfilmen und Musicals.

    • Sascha Grethmann
      Paddington in Peru
    • Sascha Grethmann
      Sonic the Hedgehog 3
    • Sascha Grethmann
      King’s Land
    • Sascha Grethmann
      Civil War
    Vorheriger BeitragNeu auf Netflix im April 2022
    Nächster Beitrag Archenemy

    Weitere Beiträge

    2.0

    Fabian und die mörderische Hochzeit

    von Jan Werner
    3.5

    Pillion

    von Jan Werner
    2.5

    Primate

    von Simon Eultgen
    3.5

    Splitsville

    von Jan Werner
    3.0

    The Housemaid – Wenn sie wüsste

    von Stefan Brüning
    3.5

    The Rip

    von Jan Werner
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Fabian und die mörderische Hochzeit

    24. Januar 2026

    Wonder Man

    23. Januar 2026

    The Beauty

    22. Januar 2026

    Pillion

    21. Januar 2026
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2026 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.