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    Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

    Tobias Theißvon Tobias Theiß11. April 2020Keine Kommentare8 min Lesezeit
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    Harrison Ford als Indiana Jones und Shia LaBeouf als Mutt Williams
    Indy und sein Anhang Mutt (Shia LaBeouf). | DVD/Blu-ray "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels", (© Paramount Pictures)
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    Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels setzt die Geschichte um Archäologenikone Indiana Jones im neuen Jahrtausend fort. Und enttäuschte die jahrzehntelange Geduld der Fans mit einem penetranten Sohnemann und … Außerirdischen.

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    Harrison Ford auf dem Cover
    Das Cover der deutschen Einzel-Veröffentlichungen. | DVD/Blu-ray „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“, (© Paramount Pictures)

    Dann kam Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

    Knapp 20 Jahre nach seinem letzten Auftritt in Indiana Jones und der letzte Kreuzzug findet sich der namensgebende Held einmal mehr in der Klemme wieder: Aufgrund unfreiwilliger Machenschaften mit der sowjetischen Armee, wird Indy (Harrison Ford) von der amerikanischen Regierung seines Platzes als Uni-Dozent verwiesen. Als er auf dem Weg ist, die Stadt zu verlassen, wird er von einem jungen Kerl aufgehalten. Mutt (Shia LaBeouf) sorgt sich um Harold Oaxly, sein Ziehvater und ehemaliger Studienkollege von Indy. Gemeinsam gehen sie die Suche an und geraten auf die Spur der sagenumwobenen Kristallschädel…

    Das klingt für den nostalgischen Indy-Fan angenehm vertraut und nach einer sicheren Bank für ein gelungenes Comeback des kultigen Archäologen. Selbst die geladenen Kritiker huldigten 2008 in Cannes dem Spektakel mit großer Vorfreude, wie man auch auf spiegel.de lesen konnte. Die Ernüchterung der Fachpresse besaß eine entsprechende Fallhöhe. Doch auch die Fans zeigten sich vom vermeintlich letzten Abenteuer nicht sonderlich erpicht, und gern wird der vierte Teil in Frage gestellt oder am liebsten verschwiegen.

    Und auch ich freute mich auf den Rewatch der Reihe, um eine vernünftige Grundlage für die Kritiken zu haben – nur den vermaledeiten vierten Teil wollte ich am liebsten einfach weglassen.

    Traurige Vergangenheit…

    Erst-, und bis zum gestrigen Tage, auch letztmalig gesehen, habe ich Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels vor knappen zehn Jahren. Laut OFDb-Eintrag könnten es die Ausstrahlungen im Pay-TV ab Oktober 2009 gewesen sein. Noch im elterlichen Heim wohnend, kamen damals mein Vater und ich zur einheitlichen Erkenntnis, unseren geliebten Peitschenschwinger filmisch begraben zu haben.

    Meine Enttäuschung hielt bis heute an, so dass ich, ohne auch nur ein einziges Wort zur Kritik verfasst zu haben, in der WordPress-Oberfläche pauschal 1,5/5 Toasts verhängte.

    Ich wusste vom Film nicht mehr viel, und wenn dies der Fall ist, liegt das meist an maßloser Enttäuschung meinerseits. Ich konnte mich noch düster an einen Kühlschrank in Verbindung mit Atombomben, kurios-diabolische Ameisen und Außerirdische (!) erinnern. In meiner Vorstellung waren diese Szenen mit grässlichstem CGI garniert, welches jeden halbwegs positiven Gedanken vollends im Keim erstickte.

    Es half alles nichts, um den Film angemessen besprechen, vielmehr noch, hieb- und stichfest mit Worten zerlegen zu können, musste ich mich den Dämonen der Vergangenheit stellen.

    Cate Blanchett als Irina Spalko und Harrison Ford als Indiana Jones
    Irina Spalko (Cate Blanchett) möchte etwas von Indy (Harrison Ford). | DVD/Blu-ray „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“, (© Paramount Pictures)

    …wird zu verblüffender Erkenntnis

    Noch während des Schauens stellte sich mir unweigerlich die Frage: „Bist du altersmilde geworden?“ Denn ich musste meine bisherige Einschätzung überdenken. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels unterhielt mich tatsächlich. Ungefähr die ersten zwei Drittel des Films stellen sich als überraschend klassisch und stimmig inszeniert dar. Perfekt ist der Streifen auch in dieser Zeit gewiss nicht, viele der Kritikpunkte lassen sich aber sicherlich mit unerfüllten Hoffnungen oder persönlichen Vorlieben der Fans erklären.

    Der Auftakt fällt im Vergleich mit den Vorgängern zwar etwas gesetzter aus, aber Indy ist in der Handlung des Films schließlich auch um gut 20 Jahre gealtert.Wie er dort aber vorerst andeutungsweise in Szene gesetzt wird, erinnert frappierend an den Erstling Jäger des verlorenen Schatzes, wenn auch nicht auf solche ausdauernde Weise wie dort.

    Alte Stärken und neue Schwächen

    Überhaupt besinnt sich Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels zu Beginn vieler etablierter Stärken der Vorgänger. Im Vergleich zum letzten Kreuzzug gibt es hier wieder vermehrt Gräber und Tempel zu erkunden, die außerdem mit reichlich todbringenden Fallen und Rätseln gespickt sind. Tränen nostalgischer Rührung können dem geneigten Indy-Connaisseur die zahlreichen Verbeugungen und Zitate hinsichtlich der Vorgänger in die Augen treiben. So blitzt noch im Auftakt die Bundeslade spitzbübisch aus einer ramponierten Kiste oder Bildnisse des früheren Wegbegleiters Indys, Marcus Brody (dessen Darsteller Denholm Elliott verstarb bereits 1992), finden kurze Erwähnung. Und natürlich darf die obligatorische Veranschaulichung von Dr. Jones‘ Reiseweg nicht fehlen: In übereinander gelegten Bildern sind Fortbewegungsmittel und zurückgelegter Weg ersichtlich.

    Nach den eher klischeebehafteten Auftritten von Frauenrollen in beiden Vorgängerfilmen, wird man im vierten Ableger der Reihe mit einem Wiedersehen von Karen Allen als Marion Ravenwood/Williams überrascht. Doch leider bleiben bis auf Indy alle Figuren merkwürdig blass – obwohl durchaus namhafte Darsteller wie Ray Winstone, Cate Blanchett oder John Hurt Einzug in die Handlung halten.

    Harrison Ford als Indiana Jones und Shia LaBeouf als Mutt Williams
    Indy und sein Anhang Mutt (Shia LaBeouf). | DVD/Blu-ray „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“, (© Paramount Pictures)

    Effektoverkill ≠ mitreißend

    Was Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels schlussendlich bei vielen das Genick bricht, sind eben jene blassen Charaktere und die übermäßig knalligen Actionsequenzen. Hält man diese für übertrieben und findet gleichzeitig die Vorgänger wegen ihrer Actioneinlagen jedoch grandios, so ist diese Sichtweise einfach nur Eines: ungerecht. Die Abenteuer von Dr. Jones waren immer unterhaltsam, aber mit Sicherheit niemals realistisch. Absprünge mit dem Schlauchboot aus einem abstürzenden Flugzeug gehörten vielmehr zum guten Ton – weshalb dann jetzt auf einmal den stabilen Kühlschrank in einer Atombombenexplosion kritisieren?

    Es sind indes weniger die Inhalte, sondern deren Inszenierung. Indys viertes Abenteuer ist ein Opfer der Modernisierungswut von Spielberg und Lucas. Wo früher minutiös geplante und choreografierte set pieces Akzente setzten und individuellen Charakter vermittelten, ersaufen die actiongeladenen Passagen in Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels in mittelprächtigem CGI.

    Dabei ist es weniger die computergenierte Unterstützung, sondern eher der Look, der enttäuscht. Vieles wirkt glattgebügelt, austauschbar und damit mehr wie eine Textur oder ein Asset eines Computerspiels. Besonders auffällig wird dies während der Verfolgungsjagd in schwindelerregenden Höhen an einer Klippe. Entlang zerbröselnder Felsklippen brettern die Jeeps der Helden und Feinde, es geht hunderte Meter in die Tiefe. Nur möchten sich keine vor Anspannung schweißnassen Hände einstellen. Zu gekünstelt wirkt die Szenarie, zu unwirklich erscheint die Gefahr des Sturzes.

    Getoppt wird diese Szene vom alles verzehrenden Strudel im pompösen Finale. Wenn nicht nur Dekoration und Ausstattung eines Raumes, sondern gleich ganze Pyramiden dem Erdboden gleichgemacht werden, fehlt einfach die herzliche Bodenständigkeit, die die Abenteuer Indiana Jones‘ bislang ausgezeichnet hat. So versinkt einfach das gesamte Bild in einer überladenen Materialschlacht, die man eher in einem Ableger der Transformers-Reihe vermuten würde, denn in einem Abenteuer von Indy.

    Harrison Ford als Indiana Jones
    Indy trotzt jeder Gefahr! | DVD/Blu-ray „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“, (© Paramount Pictures)

    Science-Fiction

    Die Vorgänger haben sich immer durch eine gehörige Portion Mystik ausgezeichnet, diese aber immer im filmischen Kontext nachvollziehbar gehalten. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels hingegen fährt spätestens zum Finale Geschütze auf, die eher einer Folge Akte X gebühren, denn eines Abenteuers mit Indiana Jones im Titel. Plötzlich steht ein grausliges Alien im Raum. Neben seiner klischeehaften Darstellung fühlt sich dieser hastige Einwurf schlichtweg deplatziert an. Als sich dann noch ein Dimensionsportal öffnet und ein UFO aus der Erde fräst…nun, dann ist das einfach zu viel des Guten.

    Im letzten Drittel gibt sich der Film leider zusehends die Blöße und schwingt sich von einer fragwürdigen Szene zur nächsten. Schuld sind dabei nicht zwingend immer nur die Entscheidungen des Drehbuchs, sondern die Verbindung mit den deutlichen Spezialeffekten. In den großen Szenen wirkt Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels einfach mehr wie ein Videospiel – das was früher charmant und ironisch überspitzt war, sieht jetzt nur lächerlich unecht aus.

    In der Mehrheit ist Spielberg ein flottes und temporeich inszeniertes Actionabenteuer gelungen, welches sich mit fortlaufender Spielzeit aber mit seinen Effekten und der hanebüchenen Story kannibalisiert. Über Ameisen, die scheinbar einen Sensor für Gut und Böse besitzen, sollte man sich nicht den Kopf zerbrechen. Und über Mutt, der sich einem Tarzan gleich an Lianen durch den Busch schwingt, hüllt man lieber den Mantel des Schweigens.

    Shia LaBeoufs Figur fällt insgesamt leider eher aufgesetzt, denn cool aus, und selbst ein John Hurt nervt als wirrer Professor mehr, als dass er unterhält.

    Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels: besser als sein Ruf

    Die niederschmetternde Rezeption des vierten Teils, hat diesen sogar zu einem eigenen popkulturellen Hit werden lassen. Niemand geringeres als Trey Parker und Matt Stone widmeten sich in der 12. Staffel ihrer anarchischen Serie South Park der sprichwörtlichen Vergewaltigung durch Spielberg und Lucas. Wer nach dem Schock, den er durch Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels erlitten hat, Trost im Humor sucht, sollte einen Blick auf diese spezielle Folge auf southpark.de werfen.

    Und immerhin: Das Ende gibt sich versöhnlich. In der letzten Einstellung wird Mutt die ikonische Fedora vor die Füße geweht. Bevor er diese an sich nehmen kann, ist jedoch Dr. Henry Jones zur Stelle. Der Staffelstab verbleibt also noch eine Weile beim Senior der Familie!

    Kurz und bündig

    Ob sich das Publikum davon etwas besänftigen lässt, ist natürlich fraglich. Indy’s bisheriger Abschluss besitzt zweifelsfrei Qualitäten. Erforschung exotischer Orte und gefährlicher Grabkammern steht zumindest in den ersten zwei Dritteln deutlich mehr im Fokus. Und Indy bleibt, wie eh und je, charismatisch. Nur Handlung und Effekt-Overkill wollen letzten Endes zu viel und reißen den guten Ansatz leider ein.


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    © Paramount Pictures

    Tobias Theiß

    Tobi ist bereits gute 7 Jahre an Bord und teilt so fast 20% seiner Lebenszeit mit Filmtoast. Wie es ursprünglich dazu kam ist so simpel wie naheliegend. Tobi hatte unregelmäßig auf Seiten wie Schnittberichte Reviews zu Filmen verfasst und kam über diverse facebooksche Filmgruppen und –diskussionen in Berührung mit dem damaligen Team von Filmtoast (die Älteren erinnern sich: noch unter dem Namen Movicfreakz) und wurde daraufhin Teil dessen.
    Thematisch ist er aufgeschlossen, seine feste Heimat hat er jedoch im Horrorfilm gefunden, da für ihn kein anderes Genre solch eine breite Variation an Themen und Spielarten zulässt. Kontroverser Ekelschocker, verstörender Psychothriller oder Elevated Horror – fast alles ist gern gesehen, auch wenn er zugeben muss, dass er einen Sweet Spot für blutrünstig erzählte Geschichten besitzt.
    Tobi geht zum Lachen jedoch nicht (nur) in den blutverschmierten Keller, sein Herz schlägt unter anderem bei Helge Schneider, dänischem schwarzen Humor oder den Disyneyfilmen seiner Kindheit höher.
    Kinogänge vollzieht er am liebsten im städtischen Programmkino, zum Leidwesen seiner filmisch weniger affinen Freunde, meidet er große Kinoketten wie der Teufel das Weihwasser. Am liebsten geht er seiner Filmleidenschaft jedoch in den eigenen vier Wänden nach, um den viel zitierten Pile of Shame seiner physischen Filmsammlung abzuarbeiten.
    Tobi lebt in Sachsen-Anhalt, ist beruflich in einer stationären außerklinischen Intensivpflege verankert und hat mit der Begeisterung zum Film und dem Schreiben darüber den für sich perfekten Ausgleich zum oftmals stressigen Arbeitsalltag gefunden.

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