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    Insanitarium

    Tobias Theißvon Tobias Theiß24. Februar 2021Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Das Fallback-Bild für Reviews von Filmtoast. -
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    Drehbuchautor Jeff Buhler präsentierte mit Insanitarium sein Debüt als Regisseur und katapultiert den Zuschauer mitten hinein in eine tollwütige Irrenanstalt.

    Worum gehts in Insanitarium?

    Jack (Jesse Metcalfe) sorgt sich um seine im örtlichen Sanatorium einsitzende Schwester Lily (Kiele Sanchez). Seine Bedenken sind nicht unbegründet, denn tatsächlich entpuppen sich neben den derangierten Insassen auch Pflegepersonal und sogar Anstaltsleiter Dr. Gianetti (Peter Stormare) als egomanische Narzissten, deren Forschungsfortschritt nur zu gern die körperliche Unversehrtheit der Patienten außer Acht lässt. Um seiner Schwester zu helfen und den dubiosen Machenschaften auf die Schliche zu kommen, lässt Jack sich unter einem Vorwand in die Klinik einweisen…

    Reminiszenz oder schlechte Kopie?

    Aufenthalte im Krankenhaus, oder schlimmer noch in entsprechenden psychiatrischen Einrichtungen, sorgen beim Patienten selten für Jubelstürme. Neben gesundheitlichen Fragen, dem Grübeln über einen ungewissen Gesundheits- oder Krankheitsverlauf, ist es vor allem das Gefühl der Unselbstständigkeit und des Ausgeliefertseins, welches nahezu jedem Patienten ein unwohles Gefühl beschert.

    So ist es wenig verwunderlich, dass sich das Medium Film gern dieser menschlichen Urangst annimmt. Seien es Drama (Einer flog über das Kuckucksnest, K-Pax), Psychothriller (Shutter Island, A Cure for Wellness) und natürlich insbesondere Horrorfilme (Wrong Turn 4, The Incident, A Nightmare on Elm Street III: Dream Warriors): so ziemlich jedes Genre nimmt sich eines Aufenthaltes in Psychiatrie oder Krankenhaus an. Wenn nicht der gesamte Film entsprechenden Sujet spielt, gibt es zumindest etliche Vertreter, die kurze Sequenzen einbinden, z.B. Hellbound: Hellraiser II, Halloween (2007) oder auch Leatherface. Wer nun Blut geleckt hat und sich weiter in Nervenheilanstalten herumtreiben möchte, kann gern diese Wikipedia-Seite als Inspiration heranziehen.

    Insanitarium setzt in Gänze auf die Irrenanstalt als Handlungsort und so finden sich zwangsläufig einige Verweise auf Klassiker des Genres. So erinnert die teuflische Oberschwester an niemand geringeren als die herrische Mildred Ratched aus Miloš Formans Kultfilm, die jüngst mit einer Origins-Serie bedacht wurde. Ein relativ kultivierter Insasse weckt Erinnerungen an einen gewissen belesenen Kannibalen und der von Stormare portraitierte Arzt ist eine von x-fachen Mad Scientist-Interpretationen.

    Ob man diese Verweise als honorierende Verbeugung oder dreistes Plagiat empfindet, darf jeder für sich entscheiden. Fest steht jedoch: Insanitarium bedient sich rege in der Klischee-Grabbelkiste.

    Die Insassen

    Regisseur Jeff Buhler sollte horroraffinen Filmfans namentlich schon aufgefallen sein. Nach seinem Regiedebüt 2008 mit Insanitarium widmete er sich ausschließlich dem Schreiben von Drehbüchern. Unter anderem gehen die Skripte zur Clive Barker Verfilmung des Mitternachtsfleischzuges oder der Neuauflage zum Friedhof der Kuscheltiere auf seine Kappe. Generell scheint er der Neuinterpretation bereits bestehender Stoffe nicht abgeneigt gegenüber zu stehen, wie seine Arbeit an den Neuverfilmungen zu The Grudge oder Jacob’s Ladder nahelegen. Auch bei der Horroranthologie ABCs of Death 2 hat er einen Beitrag beigesteuert. Aktuell steht mit Black River, einem Voodoo-Horror, seine zweite Regiearbeit in den Startlöchern.

    Hauptdarsteller Jesse Metcalfe wird vermutlich vor allem Frauen ein Begriff sein, hat er doch in der Kultserie Desperate Housewives den attraktiven Gärtner John Rowland gemimt. Mit seinem Auftritt in Insanitarium bedient er zwar noch immer das Image des Sunnyboys, konnte aber gleichzeitig für weitere Verpflichtungen im Horrorgenre werben: mit The Tortured oder dem Dead Rising-Zweiteiler hat er sich abermals dem Horrorfilm verschrieben. Darstellerisch sollte man von ihm keine überragende Leistung erwarten, sympathisch und fürsorglich spielt er seinen Jack aber dennoch.

    Kiele Sanchez als Lily spielt die ausgelieferte damsel in distress, die sich im Laufe des Films aber als wehrhaft entpuppt. Schauspielerisch engagiert sie sich zumeist in TV-Serien (Lost, Kingdom) und weniger in Spielfilmen (A Perfect Getaway, The Purge: Anarchy). Auch sie ist charismatisch, aber kein Ausnahmetalent.

    Kevin Sussman gibt Dave, einen der wenigen Verbündeten Jacks, und überzeugt als leicht schrulliger aber liebenswerter Kamerad in Nöten. Serienfans kommt sein Gesicht sicherlich aus The Big Bang Theory bekannt vor.

    Highlight ist aber sicherlich Peter Stormares (Fargo, The Big Lebowski u. v. m.) Beitrags als narzisstischer Arzt. Der Rolle geschuldet, glänzt er durch Overacting und lässt die Frage im Raum stehen, wer der wirklich Verrückte in der Anstalt ist.

    Der Klinikalltag

    Mit seiner Nettolaufzeit von knapp 80 Minuten legt Insanitarium zwar einen kurzen Ritt durch die Anstaltshölle hin, lässt in dieser Zeitspanne keine Minute ungenutzt verstreichen. Die Exposition ist schnell vorüber und für Jack steht ziemlich schnell fest, dass im Klinikalltag so einiges im Argen liegt. Nicht nur, dass ein gesonderter Sicherheitstrakt mit exklusiv gewalttätigen und verhaltensauffälligen Insassen existiert. Zusätzlich sorgt ein Medikament von Dr. Gianetti dafür, dass selbst die zahmsten Lämmer der Anstalt zu blutgierigen Bestien werden.

    Ähnlich der Wut-Infizierten aus 28 Days Later gehen sich die entsprechend medikamentös Behandelten nicht nur an die Gurgel, sondern vergraben und -beißen sich in die Eingeweide ihres wehrlosen Gegenüber. Spätestens wenn alle Insassen kannibalistisch angetrieben durch die Flure der Einrichtung hetzen, kennt das Blutbad kaum noch Grenzen. Dabei gelingen dem Film durchaus Aufnahmen von gewisser Ästhetik: wenn der vormals klinisch weiße Hochsicherheitstrakt bis unter die Decke mit Blut bespritzt ist und zerfetzte Leiber die Zellen verzieren, entstehen monströs faszinierende Bilder.

    Das anfangs klischeebeladene und etwas beliebige Geschehen mausert sich mit fortschreitender Zeit zum gnadenlosen Überlebenskampf und gibt dabei ordentlich Gas. Neben der rasanten Erzählweise sorgen aber natürlich auch die deftigen Gewalteruptionen aller Beteiligten für brutale Dynamik. Genitalien, Extremitäten oder das Hirn selbst: kaum ein physiologisch notwendiges Körperteil, das hier nicht auf pathologische Weise in seine Bestandteile zerlegt wird. Insanitarium langt im letzten Drittel jedenfalls so rabiat zu, dass er nur mit dem „keine schwere Jugendfreigabe“-Siegel der SPIO in den Verleih und Handel entlassen wurde. Ein knappes halbes Jahr später landete der Streifen leider auf Liste B und fristet seitdem dort sein Dasein. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass der Film leider relativ unbekannt erscheint und unter dem Radar etlicher Filmfans fliegt.

    Fazit zu Insanitarium

    Wenn man sich darauf einlässt, dass es in der Irrenanstalt Insanitariums vor Logiklöchern nur so strotzt (fraglicher Personalschlüssel, fragwürdige Schließmechanismen, …), erlebt man dennoch ein enorm temporeiches Schlachtfest in atmosphärischem Setting. Die Handlung lässt dem Genre keine neuen Ideen angedeihen, punktet aber mit routinierter Spannung und enorm sympathisch aufgelegten Darstellern, allen voran dem overactenden Peter Stormare.

    Wer sich also mit einem bluttriefenden und stringent erzählten Kannibalenfetzer die Zeit vertreiben möchte, findet mit Insanitarium genau die richtige und enorm kurzweilige Kost.

    Funfact: die musikalischen Kompositionen stammen von Ex-Tool Paul D’Amour.


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    Tobias Theiß

    Tobi ist bereits gute 7 Jahre an Bord und teilt so fast 20% seiner Lebenszeit mit Filmtoast. Wie es ursprünglich dazu kam ist so simpel wie naheliegend. Tobi hatte unregelmäßig auf Seiten wie Schnittberichte Reviews zu Filmen verfasst und kam über diverse facebooksche Filmgruppen und –diskussionen in Berührung mit dem damaligen Team von Filmtoast (die Älteren erinnern sich: noch unter dem Namen Movicfreakz) und wurde daraufhin Teil dessen.
    Thematisch ist er aufgeschlossen, seine feste Heimat hat er jedoch im Horrorfilm gefunden, da für ihn kein anderes Genre solch eine breite Variation an Themen und Spielarten zulässt. Kontroverser Ekelschocker, verstörender Psychothriller oder Elevated Horror – fast alles ist gern gesehen, auch wenn er zugeben muss, dass er einen Sweet Spot für blutrünstig erzählte Geschichten besitzt.
    Tobi geht zum Lachen jedoch nicht (nur) in den blutverschmierten Keller, sein Herz schlägt unter anderem bei Helge Schneider, dänischem schwarzen Humor oder den Disyneyfilmen seiner Kindheit höher.
    Kinogänge vollzieht er am liebsten im städtischen Programmkino, zum Leidwesen seiner filmisch weniger affinen Freunde, meidet er große Kinoketten wie der Teufel das Weihwasser. Am liebsten geht er seiner Filmleidenschaft jedoch in den eigenen vier Wänden nach, um den viel zitierten Pile of Shame seiner physischen Filmsammlung abzuarbeiten.
    Tobi lebt in Sachsen-Anhalt, ist beruflich in einer stationären außerklinischen Intensivpflege verankert und hat mit der Begeisterung zum Film und dem Schreiben darüber den für sich perfekten Ausgleich zum oftmals stressigen Arbeitsalltag gefunden.

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