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    Joker: Folie à Deux

    Felix Knorrvon Felix Knorr9. Oktober 2024Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Joker: Folie à Deux floppt an den Kinokassen und fällt beim Publikum durch. Doch einige Kritikerstimmen attestieren dem Nachfolger von Joker, dass er dies durch den erfrischenden Ansatz, die Geschichte als Musical zu inszenieren, mutmaßlich provoziert hat. Wir hinterfragen in unserer Kritik die Motivation hinter diesem Machwerk.

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    Das offizielle Poster zu Joker: Folie à Deux © Warner Bros.

    Die Inhaltsangabe von Joker: Folie à Deux

    Arthur Fleck aka Joker (Joaquin Phoenix) sitzt in einer psychiatrischen Anstalt in Gotham City, wird stets von den Wärtern (u.a. Brendan Gleeson) verprügelt und wartet auf seinen Prozess für die im ersten Teil begangenen Morde. Während seine Anwältin (Catherine Keener) ihn für unzurechnungsfähig erklären lassen will, lernt er in der Haft die rebellische Harleen “Lee“ Quinzel (Lady Gaga) kennen, die ihn für ihre Fantasien einspannen will.

    Bekanntes Duo: Der Joker und Harley Quinn

    200 Millionen hat der zweite Teil rund um Joaquin Phoenix‘ Joker-Interpretation gekostet. Nach dem immensen Erfolg des Oscar-prämierten Vorgängers bekam Regisseur Todd Phillips finanzielle und künstlerische Freiheit. Gemeinsam mit Drehbuchautor Scott Silver nutzte er diese Gelegenheit, um die Figur des Arthur Fleck weiterzuentwickeln. Eigentlich sollten sich Comic- und Superheldenfans freuen. In der psychiatrischen Anstalt von Arkham lernt Fleck die aufmüpfige Harley Quinn kennen. Einem unaufhaltsamen Anarcho-Duo dürfte nichts mehr im Weg stehen. Und die Übersetzung des Titels verspricht Gewalteskapaden und wahnsinniges Gelächter – diesmal in doppelter Portion! Doch der Ansatz von Joker: Folie à Deux trägt eine Maske wie der titelgebende Protagonist.

    Musik & Tanz statt Mord & Totschlag

    Inhaltlich soll vor Gericht geklärt werden, ob Fleck für seine Taten verantwortlich gemacht werden kann oder aufgrund seines Geisteszustandes für unmündig erklärt wird. Die Psyche eines Mörders soll beleuchtet werden und visualisiert sich durch die Musical-Einlagen. Das Ganze erhält seine Katharsis durch ein minutiös aufgebautes Gerichtsdrama. Wenig subtil und auf provokant-direkte Weise richtet sich das Unterfangen an jenes Fandom, das den Joker als anarchischen Antihelden überhöht und ihn als Geläuterten in einem verkommenen System missversteht. In einer entrückten Musical-Einlage spricht er auf der ihm gegebenen Bühne in Richtung Kamera: ,,Mich beschleicht gerade der Verdacht, dass wir den Leuten nicht das geben, was sie wollen‘‘.

    Im ersten Teil von Phillips Comicverfilmung sind die Stärken in der scheinbaren Mehrdeutigkeit verankert. Direkte Einflüsse wie King of Comedy oder Taxi Driver symbolisieren in ihrer urbanen Drastik den Zeitgeist eines verruchten Amerikas: Komplexe, filmische Verrückungen, die in einer marginalisierten Psyche kanalisiert sind. Der Subtext jener Werke wird ausgeklammert, um bewusst misszuverstehen.

    Erzähl uns einen Witz!

    Durch die Interpretation der von Lady Gaga gemimten Harley Quinn werden gleichzeitig die Glorifizierung eines toxischen Fankults als auch fehlende Empathie für die wahre Psyche hinter der geschminkten Fassade vereinbart. Wie die Massen auf den Straßen von Gotham, idealisiert auch sie das wahnsinnige Gelächter des Clowns. Prompt schmeißt sie voller Willkür ein Schaufenster ein, um das Fernsehgesicht dieser Idee mit sich zu tragen. In Manier der Küchenpsychologie werden Zweifel von Arthur Fleck laut: Mag die Masse mich oder nur jene Idee?

    Diese fehlende Substanz kanalisiert sich vor allem in der Visualisierung: Der 70er New York Look sieht zwar hübsch aus, doch die Inszenierung wirkt niemals mutig oder ambivalent – wie es der närrische Ansatz behauptet zu sein. Auch wenn die musikalischen Sequenzen bewusst bremsen und nicht als spielerisches Feuerwerk aufgebaut werden, wird man den Eindruck nicht los, Phillips möchte sein Erstlingswerk zwanghaft erörtern. Da hätte der Filmemacher auch einen mehrseitigen Tweet absetzen könnten, warum Filmsbros Fight Club und Joker missverstehen. Ein zynisches – über zweistündiges und 200 Millionen Dollar teures – Erklärvideo ohne Unterhaltungswert kann man sich sparen.

    Große Namen, kleines Kino

    Dass die Säle leer bleiben, liegt vor allem am Genre des Musicals und den Erwartungshaltungen des Publikums. Fans des Vorgängers werden durch entsprechende Mundpropaganda schnell enttäuscht sein. Im Kern trifft Todd Phillips mit seiner filmischen Bestandsaufnahme also die prophetisch angeprangerte Homogenität der auf Spektakel abgestumpften Gruppe. Allerdings mangelt es an Vorstellungskraft, wieso der Regisseur sich diesen talentierten Cast zusammenstellt, um sie dann in diese farblose Genremixtur zu zwingen und in monotonen Bildern eine kulturpessimistische Analyse darzustellen. Immerhin sind Joaquin Phoenix und Lady Gaga talentiert genug, um diesem Narrativ vollends zu entwachsen, und ihren Figuren genau die Verhaltensmuster einzuimpfen, die Phillips Inszenierung vermissen lässt.

    Joaquin Phoenix als Arthur Fleck & Lady Gaga als Harleen “Lee“ Quinzel in Joker: Folie à Deux © Warner Bros.

    Unser Fazit zu Joker: Folie à Deux

    Spitze Zungen könnten Todd Phillips eine gewisse Anbiederung an einen elitären Kreis von Rezipienten und damit publikumsfeindliche Tendenzen vorwerfen. Doch für solch einen Gedankengang ist Joker: Folie à Deux zu bemüht, den Ansatz seiner offensichtlichen Dekonstruktion durchzuprügeln. Eine Kasteiung, die das Fehlen von mutigen, uneindeutigen oder überraschenden Motiven zur Folge hat. Im Kern kann dieser Nachfolger der Urgeschichte wenig hinzufügen und pendelt ratlos zwischen ernster Realität und lahm konzipierter Traumwelt hin und her.

    Joker: Folie à Deux läuft seit dem 3. Oktober in den deutschen Kinos.

    © Warner Bros

    Unser Fazit zu Joker: Folie à Deux

    2 Tut nicht weh

    Spitze Zungen könnten Todd Phillips eine gewisse Anbiederung an einen elitären Kreis von Rezipienten und damit publikumsfeindliche Tendenzen vorwerfen. Doch für solch einen Gedankengang ist Joker: Folie à Deux zu bemüht, den Ansatz seiner offensichtlichen Dekonstruktion durchzuprügeln. Eine Kasteiung, die das Fehlen von mutigen, uneindeutigen oder überraschenden Motiven zur Folge hat. Im Kern kann dieser Nachfolger der Urgeschichte wenig hinzufügen und pendelt ratlos zwischen ernster Realität und lahm konzipierter Traumwelt hin und her.

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