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    Mary Poppins Rückkehr

    Stefan Jankevon Stefan Janke13. Dezember 2018Keine Kommentare10 min Lesezeit
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    Emily Blunt is Mary Poppins in Dinsey’s original musica MARY. POPPINS RETURNS, a sequel to the 1964 MARY POPPINS which takes audiences on an entirely new adventure with the practically perfect nanny and the Banks family.
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    Mit einem Abstand von 54 Jahren zum Original-Film bildet Mary Poppins‘ Rückkehr das späteste Sequel aller Zeiten. Somit bleibt offensichtlich auch ein so beliebter und kultiger Klassiker wie Mary Poppins nicht vom Franchise-Wahn Disneys verschont. Ob der neue Film von Regisseur Rob Marshall, der am 20. Dezember in den deutschen Kinos startet, den enormen Anforderungen entsprechen kann, erfahrt ihr im Folgenden.

    Das Originalkinoplakat zu Mary Poppins Rückkehr © 2018 The Walt Disney Company Germany
    Das Originalkinoplakat zu Mary Poppins Rückkehr © 2018 The Walt Disney Company Germany

    Mary Poppins‘ Rückkehr – Handlung

    Die Handlung spielt in den 30er Jahren, die einstigen Kinder des ersten Teils, Jane und Michael Banks, sind erwachsen. Besonders Michael muss nach dem Tod seiner Frau eine schwere Zeit durchstehen. Wäre die damit verbundene Trauer und die Arbeit, drei Kinder allein großziehen zu müssen, nicht schon groß genug, so werfen auch seine künstlerischen Projekte kaum finanziellen Profit ab, sodass die Gewerkschaft mit einer Zwangsräumung des Hauses droht, wenn sich nicht schnell genug etwas Geld auftreiben lässt. Jane, die Haushälterin Ellen und auch die Kinder versuchen nach ihren Möglichkeiten zu helfen, doch die Lage scheint aussichtslos – wenn sich da nicht zufällig eine gewisse Mary Poppins im Drachen des jüngsten Sohnes verfangen würde…

    Mary Poppins, Jack und die Kinder erwarten des nachts zahlreiche magische Momente in Marry Poppins Rückkehr © 2018 The Walt Disney Company Germany
    Mary Poppins, Jack und die Kinder erwarten des nachts zahlreiche magische Momente in Marry Poppins Rückkehr © 2018 The Walt Disney Company Germany

    Musste ein Sequel sein?

    Eines gleich vorweg: Mary Poppins Rückkehr macht nahezu alles richtig und erfüllt die kühnsten Träume eines jeden Liebhabers oder einer jeden Liebhaberin des Original-Streifens. Das liegt insbesondere daran, dass der Film nicht frei nach dem Motto „größer, lauter, mehr!“ funktioniert, sondern es schafft, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren. Dabei bietet er eine gesundes Maß an Fanservice, geht aber auch eigene Wege.

    Die Handlung ist in ihrer Struktur dem ersten Film sehr ähnlich. Der Vater scheint durch die Arbeit und die damit verbundenen Probleme der Erwachsenenwelt jegliches Gefühl für das „Kind-Sein“ verloren zu haben. Die Ähnlichkeit geht sogar soweit, dass ganze Sequenzen in ihrer Abfolge und Funktion denen aus dem Original entsprechen. So beginnen wir zum Beispiel mit dem Song eines guten Freundes von Mary Poppins namens Jack. Sein Beruf ist es, für die Instandhaltung und Funktionalität der abendlichen Laternen in London zu sorgen. Die gesamte Figur ist also eindeutig der des Bert von 1964 nachempfunden. Außerdem existiert eine Szene, in der sich Mary Poppins den Kindern auf ihre eigene musikalische Art vorstellt; wir besuchen eine gute Freundin, in deren Haus merkwürdige Dinge vor sich gehen und es gibt sogar eine Zeichentricksequenz. Die Parallelen lassen sich also sehr einfach ziehen.

    Mary Poppins kehrt zurück in ihre alten Wirkstätte in Marry Poppins Rückkehr © 2018 The Walt Disney Company Germany
    Mary Poppins kehrt zurück in ihre alten Wirkstätte in Marry Poppins Rückkehr © 2018 The Walt Disney Company Germany

    Neue und alte Impulse

    Dennoch wirkt es niemals so, als hangele man sich lediglich am großen Vorgänger entlang. Besonders durch die Thematik des Todes der Mutter kommt eine neue, dramatischere Stimmung hinzu. Zusammen mit der äußerlichen Bedrohung, welcher die Familie ausgesetzt ist, wirkt der Film in vielen Momenten deutlich düsterer. So gibt es zum Beispiel nun auch Charaktere, die aufgrund ihrer Gier und ihrem rein wirtschaftlichen Denken das Kindliche in sich verloren haben und daher Böses im Schilde führen. Ängste und Alpträume spielen in diesem an sich kunterbunten Streifen ebenfalls eine Rolle und verleihen dem Ganzen eine neue Note.

    Dass das Sequel lose auf einem zweiten Buch von P. L. Travers basiert, ist anhand seiner ungemein kreativen Ideen für magische Abenteuer sofort zu erkennen. Auch wenn die Kinder hier bereits etwas selbstständiger sind, so lassen sie sich dennoch zur Freude des Zuschauers oder der Zuschauerin bereitwillig auf all die magischen Momente ein, die Mary Poppins erzeugt. Wie immer kommt die beliebte Nanny dabei mit einem ausgeklügelten Plan daher, durch den allen geholfen werden kann. Sie verkörpert somit die Hoffnung auf eine Welt, in der alles einen Sinn ergibt und genauso und nicht anders passieren muss. Auch wenn diese Sicht etwas naiv wirken mag, so tut es doch unheimlich gut, sich einfach der Handlung hinzugeben und zu wissen, dass alles gut wird – schließlich ist ja Mary Poppins da!

    Jack kutschiert Mary und die drei Kinder auf seinem Fahrrad; die Nachbarn sind empört
    Mary Poppins macht mit den Kindern und Jack einen Ausflug © 2018 The Walt Disney Company Germany

    Der Charme klassischer Musicals

    Nicht nur aufgrund jener geordneten und behüteten Weltdarstellung entführt uns der Film in eine fantastische, surreale Bilderbuchwelt. London wird wundervoll magisch mit satten Farben in Szene gesetzt. Die Kulissen wirken dabei bewusst unrealistisch. Alles sieht einfach zu farbenfroh und sauber aus. Solch ein Studio-Look erinnert auf melancholische Art und Weise an die Hollywoodmusicals der 50er und 60er Jahre, die eine ähnliches fremdartiges Set-Design nutzen. Somit macht es einfach Spaß, jedes neue Szenenbild in seiner künstlerischen Schönheit und seinen satten Farben wirken zu lassen. Ähnliches lässt sich auch über die Kostüme sagen. CGI wird nur in den seltensten Fällen genutzt.

    Auch handwerklich wissen Regisseur Rob Marshall und sein Kameramann Dion Beebe genau, was sie tun. Ihre Erfahrungen im Musical-Bereich sind unverkennbar. So haben beide bereits an den Verfilmungen Chicago und Into The Woods zusammengearbeitet und machen hier vor, wie man ein eindrucksvolles filmisches Musical inszeniert. Die Kamera tanzt mit wundervollen Schwenks zur Musik, ebenso wie der Schnitt. Sehr angenehm ist es, dass die Kamera bei ruhigeren Szenen lange bei den Schauspielern und Schauspielerinnen bleibt, um die Szene wirken zu lassen. Besonders bei den Musical-Einlagen sind außerdem sowohl die Ästhetik von Musikvideos als auch klassische Totalen vorzufinden. In Folge dessen entsteht eine gelungene Verbindung von Klassischem und Neuen. Ungewohnte Kamerawinkel sowie besondere Lichteffekte finden ebenso ihren Einsatz, um sämtliche Choreografien möglichst eindrucksvoll und stilsicher in Szene zu setzen.

    Regisseur Rob Marshall posiert hinter einer Kamera am Set von Marry Poppins Rückkehr
    Regisseur Rob Marshall hat alles im Griff © 2018 The Walt Disney Company Germany

    Eine neue Mary Poppins?

    Doch wie schlägt sich der Cast in dieser virtuosen Inszenierung? Besonders der Figur Mary Poppins, die bereits meisterhaft von Julie Andrews portraitiert wurde, neues Leben einzuhauchen, stellt eine beachtliche Herausforderung dar, müsste man meinen. Jedoch sagte auch Regisseur Rob Marshall, dass die Besetzung der Rolle eine der leichtesten Entscheidungen der gesamten Produktion gewesen sei. Im fertigen Produkt sehen wir auch weshalb: Emily Blunt ist eine Idealbesetzung. Sie schafft es die taffe und strenge, aber auch liebevolle Nanny mit gewohntem Charme zu mimen. Zwar muss man sich daran gewöhnen, dass sich Mary Poppins offensichtlich nach all den Jahren stimmlich von einer Mezzosopranistin zur Altistin transformiert ist, mit zunehmender Laufzeit stört das allerdings nicht mehr. Emily Blunt kann sowohl gesanglich, als auch tänzerisch mehr als überzeugen, auch wenn sie einer Meistersängerin wie Julie Andrews nicht ganz das Wasser reichen kann. Dennoch hat sie sich seit Into The Woods deutlich verbessert.

    Mary Poppins betrachtet verzückt ihr eigenes Spiegelbild und lächelt dabei
    Emily Blunt betrachtet als Mary Poppins ihr Spiegelbild, das Kostüm sitzt © 2018 The Walt Disney Company Germany

    Voller Einsatz in Mary Poppins‘ Rückkehr

    Eine wahre Entdeckung ist Lin-Manuel Miranda. Er ist bereits Musical-Komponist, Darsteller am Broadway und Filmkomponist (z. B. Vaiana). Diese Qualifikationen merkt man von der ersten Sekunde seiner Performance als Jack. Dabei kann er, besonders musikalisch und tänzerisch, sein Können unter Beweis stellen, aber auch als Schauspieler weiß er zu überzeugen. Ben Wishaw spielt zudem einen sehr sympathischen Vater, dessen Situation man noch eher nachvollziehen kann, als die des Familienoberhauptes im ersten Teil. Auch wenn er gesanglich wahrscheinlich am schwächsten daherkommt, gleicht er vieles durch sein charmantes Schauspiel wieder aus.

    Abgerundet wird der Cast schließlich durch weitere hochkarätige Schauspieler und Schauspielerinnen in Nebenrollen. Neben einer eindrucksvoll aufgedrehten Meryl Streep sind hier zum Beispiel Colin Firth, Julie Walters oder Emily Mortimer zu sehen. Selbst Film-Koryphäen wie Dick Van Dycke oder Angela Lansbury ließen sich zu kleinen Gastauftritten überreden. Die Kinderdarsteller tragen ebenfalls maßgeblich zum Charme der Szenen bei. Auch wenn sämtliche Figuren zum Overacting neigen, so harmoniert dies perfekt mit der dargestellten Welt und wirkt nie zu übertrieben oder fehl am Platz.

    Jack lässt mit dem kleinen, faszinierten Jungen einen Drachen steigen in Mary Poppins' Rückkehr
    Warum lässt sich der Drachen denn nur so schwer ziehen? © 2018 The Walt Disney Company Germany

    Musik und Choreographien sind das Herz eines jeden Musicals

    Da es sich um ein Musical handelt, spielt natürlich auch die Musik eine wichtige Rolle. Marc Shaiman und Scott Wittman haben bereits das erfolgreiche Musical Haispray gemeinsam geschrieben und treten hier in die großen Fußstapfen der Sherman-Brothers. Dabei schrieben sie eine ganze Fülle neuer wunderschöner Songs, die in verschiedenen Genres verortet sind. Von der Ballade über Jazz-Stücke bis hin zu klassischen Stage-Nummern ist alles dabei. Teilweise lassen sich sogar einige Hip-Hop-Einflüsse erkennen. Das Orchester erzeugt dabei einen wundervollen, klassischen Musical-Sound, unterstützt durch einige modernen Einflüssen.

    Ein Problem neuerer Musical-Verfilmungen, wie Les Miserable, Into The Woods oder auch den zahlreichen Disney-Neuauflagen ist der Gesang. Entweder merkt man dem Cast an, das die Darsteller und Darstellerinnen gesanglich stark an ihre Grenzen kommen, oder die Stimmen werden so stark elektronisch gepitcht, dass die Natürlichkeit und Schönheit der Stimmen nahezu vollkommen abhanden kommt. Solche Unannehmlichkeiten sind in Mary Poppins Rückkehr zum Glück nicht auszumachen, sodass man als musicalliebender Mensch voll auf seine Kosten kommt. Unterstützt werden die Songs von beeindruckenden Choreografien, die vereinzelt sogar zum Mitmachen oder Nachahmen einladen. Erneut entsteht eine gelungene Mixtur aus Traditionellem und neuen Einflüssen. So finden wir klassische Stage-Nummern ebenso wie Bewegungen, die an Michael Jackson erinnern. Dass Regisseur Rob Marshall auch Choreograph ist, scheint dem Film also nur zuträglich zu sein.

    Bei einer abendlichen Tanzeinlage auf den Straßen der Stadt lässt sich Mary Poppins von zwei Männern auf Händen tragen
    Elegant, wie eh und je – Mary Poppins © 2018 The Walt Disney Company Germany

    Nostalgie pur!

    Mary Poppins Rückkehr ist Nostalgie-Feeling pur. Man fühlt sich in die Zeit klassischer Hollywood-Musicals mit wunderschönen Sets, knalligen Farben und einer Menge Charme versetzt. Ein phänomenaler Cast spielt mit voller Einsatzbereitschaft auf und entführt uns in P. L. Travers fantasievolle Welt. Aufgrund der englischsprachigen Songs und des allgemein britischen Flairs, ist es allerdings empfehlenswert den Film in der Originalfassung wahlweise mit Untertiteln zu sehen. Wer also klassischen Musicals mit einem Hauch moderner Einflüsse auch nur halbwegs etwas abgewinnen kann, für den oder diejenige stellt das Sequel ein wahres Feuerwerk inszenatorischer Handwerkskunst und kreativer Ideen dar. Wahrscheinlich darf sich der Streifen auf einige Nominierungen diverser Filmpreise freuen. Zuletzt wurden bereits völlig zurecht Emily Blunt und Lin-Manuel Miranda jeweils für einen Golden Globe nominiert. Außerdem kann sich der Film Hoffnungen in der Kategorie Beste Filmmusik und Bester Film (Musical oder Komödie) machen.

    Unser Fazit zu Mary Poppins‘ Rückkehr

    Sicherlich könnte man dem Film vorwerfen, dass die Handlung etwas erahnbar und der Blick auf die Welt ziemlich naiv ist. Der Freude über dieses Spektakel tut das allerdings keinen Abbruch. Wir alle sollten das Kind in uns bis zu einem gewissen Grad erhalten, um die Welt bunter und schöner zu gestalten. Mary Poppins ist somit tatsächlich zurück und lädt uns um die Weihnachtszeit ein, alle Sorgen loszulassen, mitzusummen, mitzuwippen, mitzulachen, mitzuweinen und einfach zu genießen. Beste Unterhaltung ist garantiert, ohne dass der Film zur Rührseligkeit verkommt. Der Streifen wird vermutlich nicht an den Kult-Status des ersten Teils heranreichen, stellt aber eine erfreuliche Bereicherung dar und verspricht ähnlichen Spaß. Also begebt euch in die liebevollen Arme von Mary Poppins, denn sie weiß, was das Beste für uns ist!

    Mary Poppins‘ Rückkehr startet am 20. Dezember in den deutschen Kinos!


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    © 2018 The Walt Disney Company Germany

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