Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » Nosferatu – Der Untote
    Drama Fantasy Filme Horror

    Nosferatu – Der Untote

    Luca Mattysvon Luca Mattys2. Januar 2025Keine Kommentare4 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Eine Frau mit dunklen Haaren blutet aus Mund und Augen. Eine Szene aus Robert Eggers' Nosferatu
    Blutig, gruselig, melodramatisch - Nosferatu - Der Untote zieht alle Register © 2024 FOCUS FEATURES
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Nach Teufelsgestalten und Meerjungfrauen beschwört Horror-Experte Robert Eggers nun den Vampir herauf. Hält sein Neuling Nosferatu – Der Untote, was die Verpackung verspricht?

    Die Handlung von Nosferatu – Der Untote

    Der junge Thomas Hutter (Nicholas Hoult) wird von seinem Arbeitgeber in die entlegende Gegend von Transsylvanien entsendet, um den geheimnisvollen Grafen Orlok (Bill Skarsgard) aufzusuchen. Dieser soll den Verkauf einer Immobilie abschließen. Doch bereits bei Thomas‘ Ankunft geschehen merkwürdige Dinge. Auch der Graf scheint ein äußerst sonderbarer Mensch zu sein, während in seinem Schloss übernatürliche Ereignisse stattfinden zu scheinen. Naivling Thomas dämmert allmählich, dass Graf Orlok kein normaler Mensch, sondern eine Kreatur der Nacht ist, die zudem auf dem Weg zu Thomas‘ Ehefrau Ellen (Lily-Rose Depp) ist. Diese ist daheim in der Obhut von Thomas‘ Freund Friedrich Harding (Aaron Taylor-Johnson) und dessen Ehefrau Anna (Emma Corrin), doch sie plagen diabolische Visionen und Träume, die Professor Albin Eberhart von Franz (Willem Dafoe) auf der Plan rufen. Doch die todbringende Ankunft des Grafen in Wisborg ist nicht aufzuhalten…

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden

    Ein Ausreißer in der Filmografie?

    Nosferatu ist in vielerlei Hinsicht ein ungewöhnlicher Film in Robert Eggers‘ noch überschaubarem Katalog. Schon sein Titel bricht mit der Konvention, die der Regisseur im Original mit The VVitch, The Lighthouse und The Northman etabliert hat. Auch stilistisch bewegt sich das Werk nicht in denselben Gefilden wie seine Vorgänger. Die simpel scheinenden, aber bis ins Detail ausgefeilten Einstellungen mit herausfordernden Kompositionen weichen größtenteils einer endlosen Flut an Eindrücken, die durch einen schnellen Schnitt aneinandergereiht werden. Vermutlich beinhaltet bereits die erste Szene im Schloss des Grafen mehr verschiedene Perspektiven als das gesamte Stummfilm-Original von 1922.

    Weniger ist jedoch auch in diesem Fall mehr, und so zahlt sich dieser Stilbruch nicht aus. Zu gewöhnlich und beliebig wirkt die Präsentation. Die sprunghafte Kamera verkompliziert eine eigentlich simple Handlung bis ins Endlose. Wo Eggers‘ Identität als Filmemacher zuletzt in The Northman auch durch Action-Handlung stark durchschien, blitzt sie hier nur selten hervor. Traurig, aber wahr: Nosferatu könnte jede:r gemacht haben. Die Ecken und Kanten wurden glattgeschliffen, übrig ist eine Jumpscare-lastige Fingerübung, die kompetent das Allernötigste erledigt. Natürlich ist der Film nicht frei von atemberaubenden Bildern. Aber dafür, dass es sich um das Leidenschaftsprojekt eines derartig stilsicheren Regisseurs handelt, ist das Resultat erschreckend blutleer.

    Der gesichtslose Graf

    Über ein Jahrzehnt arbeitete Robert Eggers am Drehbuch seines neuesten Werks. Sicherlich kann man es also nicht als hingeklatscht oder lieblos bezeichnen. Allerdings ist es ihm nur bedingt gelungen, die Titelfigur gekonnt ins Jahr 2024 zu übersetzen. Dass sein Graf Orlok schon in seinem Design beinahe lächerlich anmutet und weder an Max Schreck noch Klaus Kinski in den vorherigen Versionen heranreicht, sei dabei außer Acht gelassen. Entscheidender ist jedoch, dass Bill Skarsgård trotz beeindruckender Stimmperformance im Grunde einen leeren Charakter mit Leben füllen muss.

    Die Entscheidung, Orlok explizit zu einer Metapher für einen Triebtäter zu machen, schwächt die Figur. Sicherlich drang der bissige Adlige schon unter Friedrich Wilhelm Murnau und Werner Herzog in die Intimsphäre von Ellen Hutter beziehungsweise Lucy Harker ein, führte mit ihr eine toxische Beziehung, machte sich ihres Leibes sinnbildlich und buchstäblich habhaft. Doch in Eggers‘ Version geht jede Subtilität verloren. Murnau und Herzog fanden auch im Bösen noch die Sehnsucht, im Monster den Menschen. Orloks Suche hatte niederträchtige Motive, aber auch eine tragische Seite.

    Höhen und Tiefen

    Unter Skarsgård fehlt dieser Aspekt nun gänzlich. Seine Schuld ist es gewiss nicht – wenn überhaupt sind sein Aufwand und Engagement beachtlich und positiv herauszuheben -, aber sein Graf ist mit Müh und Not überhaupt ein Charakter. Nicht nur optisch ist er blass, auch in seiner Ausarbeitung bleibt er weniger Dracula und mehr der Antagonist aus der schwachen 2024er Adaption von Brennen muss Salem – eine Herausforderung für unsere Hauptfiguren, nicht aber eine Hauptfigur seiner eigenen Geschichte.

    Zumindest bleibt als angenehmer Nebeneffekt, dass Lily Rose-Depps Ellen, in dieser Version explizite Missbrauchsüberlebende, auf einen etwas saftigeren Part hochgepeppelt wurde. Eggers‘ Empathie ihr gegenüber darf nicht unerwähnt bleiben. Ellens Entscheidungen und Beweggründe sind zweifelsohne substanzieller und glaubwürdiger als in vergangenen Adaptionen. Auch insgesamt gibt es natürlich lobenswerte Aspekte an Nosferatu. Alle Performances überzeugen mehr oder weniger (ein Highlight: Aaron Taylor-Johnsons affektierter Harding) und trotz Konventionalität ist die Präsentation nach wie vor kompetent. So handelt es sich hier zwar um einen herkömmlichen, aber eben einen guten herkömmlichen Horrorfilm. Vor allem scheitert das Werk an den Erwartungen, die mit der bisherigen Filmografie des Machers einhergehen.

    Aaron Taylor-Johnson und Emma Corrin © 2024 FOCUS FEATURES LLC

    © 2024 FOCUS FEATURES LLC

    Unser Fazit zu Nosferatu - Der Untote

    3.0 Okay

    Kein "Schwach", eher ein "Schade"; Nosferatu bietet soliden Blockbuster-Grusel im Gewand eines Kunstfilms. Wirklich schaurig ist er dabei nicht und kratzt immer haarscharf an der unfreiwilligen Komik, fängt sich aber zumeist wieder. Hübsch anzusehen ist er allemal, auch der gut aufgelegte Cast ist stets bemüht und Eggers‘ Gespür für Sprache erweckt so manchen in der Theorie staubigen Dialog zum Leben. Nach einem Jahr, in dem Horrorfilme aussahen wie Speak No Evil oder Abigail, kann dieser Film somit ohne Weiteres als Positivbeispiel gewertet werden. Enttäuscht wird wohl nur, wer sich anhand der Vorschusslorbeeren und der Historie des Regisseurs auf etwas Exorbitantes freute.

    • User Ratings (0 Votes) 0
    Luca Mattys

    Filmverrückter aus Leidenschaft, Oscar-Trivia-Lexikon auf zwei Beinen und vermutlich der Hauptgeldgeber aller Düsseldorfer Kinos. Jeden Dienstagmittag bastelt Luca sich gewissenhaft sein Wochenprogramm zusammen und gibt renommierten Klassikern dabei dieselbe Chance wie hoffnungslosem Müll. Für ihn gibt es keinen schöneren Ort auf der Erde als das Innere eines Kinosaals. Seit inzwischen zwei Jahren schreibt er Kritiken für Filmtoast und schaut auch ab und zu mal frech im Podcast vorbei, wenn niemand ihn aufhält. Wenn er nicht gerade über die diversen Gründe philosophiert, warum "Brügge sehen … und sterben?" der beste Film aller Zeiten ist, oder sich über die Sieger:innen der vergangenen Preissaison echauffiert, versucht er, seine DVD-Sammlung abzugrasen, von der noch immer ein schockierender Anteil originalverpackt ist.

    • Luca Mattys
      Father Mother Sister Brother
    • Luca Mattys
      Sentimental Value
    • Luca Mattys
      Im Schatten des Orangenbaums
    • Luca Mattys
      Souleymans Geschichte
    Vorheriger BeitragThe Six Triple Eight
    Nächster Beitrag Heimkinostarts Januar 2025

    Weitere Beiträge

    3.0

    Dust Bunny

    von Jan Werner
    4.0

    Der Fremde

    von Jan Werner
    3.0

    Greenland 2

    von Louis Kiehl
    3.5

    People We Meet on Vacation

    von Jan Werner
    4.5

    Hamnet

    von Jan Werner
    3.5

    Anaconda

    von Louis Kiehl
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Dust Bunny

    13. Januar 2026

    Der Fremde

    11. Januar 2026

    The Night Manager – Staffel 2

    11. Januar 2026

    Greenland 2

    9. Januar 2026
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2026 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.