Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » Rootwood
    Filme

    Rootwood

    Steffen Buchmannvon Steffen Buchmann8. November 2020Keine Kommentare3 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Tyler Gallant, Elissa Dowling und Sarah French stehen nebeneinander und schauen erstaunt nach oben. Im Hintergrund sind Bäume zu erkennen.
    Noch ahnen die drei Studenten nicht, was sie in Rootwood erwartet. © Tiberius Film
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    1999 feierte das Found-Footage-Genre mit Blair Witch Project seinen Einzug ins Mainstream-Horrorkino. Seitdem surften zahlreiche Filmemacher auf der Erfolgswelle mit und fluteten den Filmmarkt mit mehr oder weniger gelungenen Handkamera-Filmchen. Genau diesen hat sich der deutsche Regisseur Marcel Walz mit Rootwood nun auch angenommen. Ob er dem überstrapazierten Genre seinen Stempel aufdrücken konnte, erfahrt ihr in unserer Rezension.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=ELnu3KVSTcE“]

    Eine Person steht mit einer Taschenlampe vor einem riesigen Hügel, auf dem ein Totelschädel mit einem Geweih aus Ästen thront. Im Hintergrund sind Bäume im Nebel zu erkennen.
    Offizielles Bluray-Cover von Rootwood © Tiberius Film

    Worum geht es in Rootwood?

    Die beiden Filmstudenten William (Tyler Gallant) und Jessica (Elissa Dowling) betreiben einen Podcast über abgedrehte Geschichten, Mythen und Urban Legends. Bei einem Gespräch mit einer Hollywood-Produzentin ergattern sie das Angebot, einen eigenen Dokumentarfilm über den sagenumwobenen hölzernen Teufel von Rootwood zu drehen. Ausgestattet mit einem Wohnmobil voller Kamera-Equipment, brechen die beiden zusammen mit der Moderatorin Erin (Sarah French) auf in die verfluchten Wälder. Sie ahnen jedoch nicht, was dort bereits auf sie wartet…

    Elissa Dowling hat blaugefärbe lange Haare und schaut schockiert durch eine Seilschlinge, die blutvorschmiert vor ihr baumelt.
    Jessica (Elissa Dowling) ist nicht begeistert von ihrem Fund im Wald. © Tiberius Film

    Marcel Walz – Der deutsche Eli Roth?

    Deutsche Filmemacher im Horror-Milieu sind heutzutage rar gesät. Gelegentlich entdeckt man jedoch Ausreißer wie beispielsweise Christian Alvart (Pandorum), Simon Verhoeven (Unfriend) oder David Brückner (Rapunzels Fluch). Doch immer mehr Nachwuchs-Regisseure wagen sich an den Genrefilm heran – so wie Marcel Walz. Der gebürtige Nürnberger hat sich mit Leib und Seele dem Independent-Horror verschrieben und setzte so unter anderem ein Remake des 1963er Gore-Klassikers Blood Feast von Herschell Gordon Lewis um. Seine filmische Heimat scheint Walz im Folterhorror, gerne auch abfällig Torture Porn genannt, gefunden zu haben. Filme wie La petite mort und Schlaraffenhaus erinnern hierbei mit expliziten Darstellungen von sexualisierter Gewalt und Folter eines Peinigers an Werke von Eli Roth (Hostel) oder Michael Haneke (Funny Games). Mit Rootwood wagt er den nächsten Schritt und tobt sich im Found-Footage-Genre aus – das Ergebnis ist jedoch mehr als ernüchternd.

    Hölzern durch und durch

    Wackelige Handcams in dunklen Wäldern und Gewölben: Was bei Low-Budget-Produktionen wie Blair Witch Project oder REC für Gänsehaut und Spannung beim Zuschauer sorgte, wirkt bei Rootwood einfach nur billig. Der inkonsequente Wechsel zwischen GoPro und externer Kameraeinstellung baut zu keiner Zeit die Atmosphäre von krisseligen VHS-Aufnahmen oder grobkörnigen Überwachungskameras auf. Die Geschichte ist nach Schema-F aufgezogen, die Figuren sind furchtbar nervige Stereotypen und die Schauspieler spielen so hölzern wie der namensgebende Wald. Apropos Wald: Die wohl größte Enttäuschung sind die Locations. Die furchtUNeinflössenden Szenen um den hölzernen Teufel spielen entweder in einem runtergekommenen Wohnmobil oder einer lichten Ansammlung von Bäumen auf einem Hügel, aber weit und breit kein dunkler, gruseliger Wald zu sehen. Und auch die mordende Kreatur wirkt wie ein abstraktes Kunstwerk aus einem Baummenschen mit Geweih und schlechten Zähnen. Besonders schade ist, dass nicht mal Walz´ Stärke für brutal-blutrünstige Bilder in Rootwood zum Tragen kommt.

    Elissa Dowling sitzt im Dunkeln, nur erleuchtet von einer Taschenlampe. Ihr Gesicht ist verschmiert mit Schminke und Blut, in der Hand hält sie eine Vermisstenanzeige. Sie schaut schockiert über ihre Schulter, da scheinbar etwas hinter in der Dunkelheit steht.
    Etwas hat Jessica (Elissa Dowling) aufgelauert. © Tiberius Film

    Unser Fazit zu Rootwood:

    Der Found-Footage-Gehversuch des deutschen Nachwuchsregisseurs Marcel Walz strauchelt bereits auf den ersten Metern. Ein unausgegorenes und mit Stereotypen durchzogenes Drehbuch sowie eine inkonsequente Kinematographie erzeugen weder Atmosphäre noch Spannung. Nicht einmal Fans von Jump-Scares oder Splatter kommen auf ihre Kosten, denn Rootwood ist erschreckend blutarm. Das beste am Film ist die Laufzeit – denn nach 83 Minuten ist das hölzerne Trauerspiel endlich vorbei.

    Der Film wird ab dem 05. November 2020 auf DVD und Blu-ray erscheinen.


    © Tiberius Film

    Vorheriger BeitragWaiting for the Barbarians
    Nächster Beitrag African Kung-Fu Nazis

    Weitere Beiträge

    2.0

    Stromberg – Wieder alles wie immer

    von Felix Knorr
    4.0

    Im Schatten des Orangenbaums

    von Luca Mattys
    2.5

    Dead of Winter

    von Jan Werner
    4.5

    Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery

    von Jan Werner
    2.0

    Wake Up

    von Louis Kiehl
    3.5

    Zoomania 2

    von Jan Werner
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    The Mighty Nein

    4. Dezember 2025

    The Abandons

    4. Dezember 2025

    Stromberg – Wieder alles wie immer

    3. Dezember 2025

    Im Schatten des Orangenbaums

    1. Dezember 2025
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2025 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.