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    Startseite » Sound of Violence
    Filme

    Sound of Violence

    Tobias Theißvon Tobias Theiß20. Oktober 2021Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    In Alexis Noyers Debütfilm Sound of Violence schafft es eine taube Musikerin, durch Gewaltanwendung ihr Gehör wieder herzustellen. Sensibles Charakterportrait oder deftige Schlachtplatte?

    https://youtu.be/zoawuzMZGc0

    Jasmin Savoy Browns Kopf mit Kopfhörern auf dem pink-rötlchen Plakat zum Film Sound of Violence
    Das offizielle Poster zum Film | Sound of Violence © VMI Worldwide

    Die Handlung von Sound of Violence

    Die kindliche Alexis leidet unter Taubheit – bis zu dem Zeitpunkt, als sie ihrem tyrannischen Vater mit einem Fleischklopfer den Schädel einschlägt. Nicht nur, dass sie damit ihr Gehör wiedererlangt, gleichzeitig versetzen sie die dumpfen Schläge in ekstatische Glücksgefühle.

    Jahre später ist Alexis (Jasmin Savoy Brown) als Musikdozentin und Sounddesignerin stets auf der Suche nach neuen Tönen und Arrangements. Doch eines Tages holt sie der Verlust ihres Gehörs wieder ein und es gibt nur eine Möglichkeit, es zurückzuholen: Töne, die ihren Ursprung in Schmerz und Gewalt haben. Alexis begibt sich in einen musikalischen Blutrausch…

    Jasmin Savoy Brown steht als Alexis im Film Sound of Violence vor einer blauen Wand, trägt Kopfhörer und lauscht konzentriert der Musik
    Alexis (Jasmin Savoy Brown) fühlt den Beat mit jeder Faser… | Sound of Violence © VMI Worldwide

    Zwischen den Stühlen

    Regisseur Alex Noyer nimmt sich der spannenden Verquickung von Horror und Drama an. Auch die Verknüpfung Alexis‘ Taubheit und dem Wiederkehren des Gehörs mittels gewalttätiger Töne stellt sich als fruchtbarer Grund für einen auditiven Slasher dar. Leider hebt das Skript aber etwas zu schnell ab, anstelle das Publikum sanft in Alexis Probleme einzuführen.

    Neben ihrem rasanten Wandel zur kaltblütigen Killerin ist es vor allem die Akribie hinter ihrer Jagd nach dem richtigen Sound, die irritierend wirkt. Wie eine Jüngerin Jigsaws fertigt sie Folter- und Mordwerkzeuge, deren perfide Mechanismen nicht so recht zum sonst eher ruhigen Charakterportrait passen mögen.

    Generell schien es Regisseur und Autor Noyer relativ schwer gefallen zu sein, zu entscheiden, welchen Weg er mit Sound of Violence überhaupt beschreiten wollte. Für eine Charaktestudie einer traumatisierten Persönlichkeit zu oberflächlich, für einen rauen Slasher zu abgedreht. So wissen beide Einflüsse im Einzelnen zu überzeugen, die Summe ergibt aber leider kein wirklich stimmiges Gesamtbild. Vor allem mit der finalen Transformation schießt Noyer übers Ziel hinaus: Diese ist genauso interessant und grotesk, wie sie auch einfach nur völlig hanebüchen wirkt.

    Auf handwerklicher Ebene überzeugt Noyer hingegen durchgehend. Bereits im Prolog wird entsprechend mit der basslastigen Wahrnehmung der tauben Alexis gespielt und dem Zuschauer das Gefühl der akustischen Ausgeschlossenheit treffend übertragen. Später wird die erneute Taubheit natürlich für einige (vorhersehbare) Schocks der Marke Jumpscare genutzt, generell funktioniert die auditive Erfahrung aber tadellos. Auch optisch braucht sich Sound of Violence nicht zu verstecken, insbesondere die Gewalteruptionen werden von einem wahnwitzigen Bilderrausch begleitet, um Alexis Erlösung zu verdeutlichen.

    Jasmin Savoy Brown als Alexis in Sound of Violence steht schreiend mit einem Hammer in der Hand in einem Wohnwagen
    …doch für ihre Gabe des Hörens sind Opfer nötig. | Sound of Violence © VMI Worldwide

    Der Musikantenstadl

    Ein wenig mehr Fingerspitzengefühl als für das Pacing seiner Handlung hatte Regisseur Noyer bei der Auswahl seiner Mimen. Allen voran Hauptdarstellerin Jasmin Savoy Brown begeistert als sympathische, aber getriebene Musikerin, deren Suche nach dem perfekten Sound zusehends aus dem Ruder zu laufen scheint. Bisher eher als Gesicht der Serienlandschaft (The Leftovers, For the People) bekannt, spielt sie nun nach Sound of Violence nächstes Jahr in der Fortsetzung der kultigen Scream-Reihe mit.

    Neben ihr zeigt sich Lili Simmons nicht nur von ihrer ausgesprochen hübschen Seite, sondern kann auch als besorgte Freundin überzeugen. Simmons kennt man vor allem als durchtriebene Ex-Amish in Banshee – Small Town. Big Secrets, aus kürzeren Auftritten in Westworld oder der ersten Staffel True Detective und in S. Craig Zahlers Bone Tomahawk als toughe Ehefrau an der Seite Patrick Wilsons. Die beiden Damen tragen den Film von ganz allein, die Nebenfiguren (James Jagger als Fuckboy oder Tessa Munro als toughe Polizistin) des Plots bleiben deshalb auch kaum erinnerungswürdig.

    Umso mehr brennt sich wohl eine Szene ins Gedächtnis ein: bei der Pirsch für ihre aus Schmerz und Gewalt geborenen Tönen lässt Alexis eine Harfenspielerin an derart straff gespannte Saiten zupfen, dass diese sich mit jedem weiteren gespielten Ton weiter ins eigene Fleisch schneidet. Die Unnachgiebigkeit dieser Szene hallt nach, steht aber wie kaum eine andere Sequenz für die Dissonanz zwischen Alexis Bestreben nach Halt und ihrem unbarmherzigen Dasein als Killerin. Hier schafft es das Drehbuch ohne Probleme zu schocken, das Entsetzen verpufft aber ziemlich wirkungsvoll, da es die sympathische Alexis unnötig vom Zuschauer entfremdet.

    Fazit zu Sound of Violence

    Sound of Violence ist für einen Debütfilm gelungen. Der interessante Plot greift leider aber nicht tief genug, um als Charakterstudie fesseln zu können. Die Gewalteruptionen dienen dem shock value, schieben die eigentliche herzliche Hauptdarstellerin jedoch in weite Ferne von der Zuneigung durch das Publikum. Punkten kann der Streifen dafür umso mehr mit seinen gut aufgelegten weiblichen Hauptrollen und sauberem Handwerk. Was der Film emotional nicht bewerkstelligen kann, schafft er auf audiovisueller Ebene und zieht zumindest auf diese Weise in seine Welt aus Blut und Noten.

    Sound of Violence erlebt auf dem Fantasy Filmfest 2021 am 20. Oktober seine deutschlandweite Premiere!


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    © VMI Worldwide

    Tobias Theiß

    Tobi ist bereits gute 7 Jahre an Bord und teilt so fast 20% seiner Lebenszeit mit Filmtoast. Wie es ursprünglich dazu kam ist so simpel wie naheliegend. Tobi hatte unregelmäßig auf Seiten wie Schnittberichte Reviews zu Filmen verfasst und kam über diverse facebooksche Filmgruppen und –diskussionen in Berührung mit dem damaligen Team von Filmtoast (die Älteren erinnern sich: noch unter dem Namen Movicfreakz) und wurde daraufhin Teil dessen.
    Thematisch ist er aufgeschlossen, seine feste Heimat hat er jedoch im Horrorfilm gefunden, da für ihn kein anderes Genre solch eine breite Variation an Themen und Spielarten zulässt. Kontroverser Ekelschocker, verstörender Psychothriller oder Elevated Horror – fast alles ist gern gesehen, auch wenn er zugeben muss, dass er einen Sweet Spot für blutrünstig erzählte Geschichten besitzt.
    Tobi geht zum Lachen jedoch nicht (nur) in den blutverschmierten Keller, sein Herz schlägt unter anderem bei Helge Schneider, dänischem schwarzen Humor oder den Disyneyfilmen seiner Kindheit höher.
    Kinogänge vollzieht er am liebsten im städtischen Programmkino, zum Leidwesen seiner filmisch weniger affinen Freunde, meidet er große Kinoketten wie der Teufel das Weihwasser. Am liebsten geht er seiner Filmleidenschaft jedoch in den eigenen vier Wänden nach, um den viel zitierten Pile of Shame seiner physischen Filmsammlung abzuarbeiten.
    Tobi lebt in Sachsen-Anhalt, ist beruflich in einer stationären außerklinischen Intensivpflege verankert und hat mit der Begeisterung zum Film und dem Schreiben darüber den für sich perfekten Ausgleich zum oftmals stressigen Arbeitsalltag gefunden.

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