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    Spenser Confidential

    Jan Wernervon Jan Werner6. März 2020Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Peter Berg und Mark Wahlberg sind in den letzten Jahren eine nahezu untrennbare Paarung, ähnlich wie Michael Caine und Christopher Nolan. Nun gibt es das neueste Ergebnis dieser sehr produktiven Kombination aus Regisseur und Hauptdarsteller mit Spenser Confidential bei Netflix zu sehen. Wie diese klassische Buddy-Cop-Story geworden ist, erfahrt ihr in dieser Filmkritik.

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    Das Titelplakat zu Spenser Confidental
    Das Hauptplakat zu Spenser Confidental © Netflix

    Um was geht es in Spenser Confidential?

    Ex-Cop Spenser (Mark Wahlberg) ist gerade erst aus dem Gefängnis entlassen worden. 5 Jahre saß er ein, weil er einen Vorgesetzten verprügelt hat, um dessen Frau zu beschützen. Nun will er eigentlich sein altes Leben komplett hinter sich lassen, Boston verlassen und sich eine neue Existenz als Trucker aufbauen. Doch just als er die Gefängnismauern hinter sich gelassen hat, wird ebenjener ehemalige Chef brutal ermordet, und selbstverständlich gehört auch Spenser zum Kreis der Verdächtigen. Als dann noch ein zweiter Polizist getötet wird, kann Spenser nicht anders, als selbst Ermittlungen anzustellen. Ihm zur Seite stehen sein Mentor (Alan Arkin), sein neuer Mitbewohner, der sanftmütige Riese Hawk (Winston Duke), und seine durchgeknallte Ex-Freundin Cissy (Iliza Shlesinger).

    Spenser und sein Partner in Spenser Confidental
    Spenser (Mark Wahlberg) und Hawk (Winston Duke) © Netflix

    Ein weiteres Star-Vehikel

    Netflix setzt auch 2020 seine Offensive fort: Nach beispielsweise Bright, Bird Box und Triple Frontier hat man sich wieder einen Topstar geangelt und nebenbei einen ebenso kinoerfahrenen Regisseur gleich mitverpflichtet. Im Fall von Spenser Confidential setzt man eher auf bewährte Kost. Dieses Netflix Original ist ein klassischer Copthriller mit einem ungleichen Duo im Zentrum. Ganz in der Tradition von Lethal Weapon und co. will man durch die Hassliebe der Protagonisten eine simple Kriminalgeschichte durch Gags und freche Sprüche aufpeppen. Da dieses Rezept nur allzu gut erprobt ist, weiß man eigentlich, was man zu tun hat, damit die Zuschauer mit einem solchen Standard doch eine gute Zeit haben können. Im Folgenden ist jedoch festzustellen, dass auch, wenn der Koch die richtige Anleitung hat, mit den falschen Zutaten kein gutes Menü gezaubert werden kann.

    Die drei Ermittler aus Spenser Confidental
    Winston Duke, Alan Arkin und Mark Wahlberg spielen ein Ermittlerteam © Netflix

    Ein typischer Genrevertreter – vorhersehbar & klischeehaft

    Manchmal bedarf es gar keiner großen Innovationskraft, um einen sehenswerten Film zu produzieren. Die Geschichte von Spenser Confidential ist alles andere als neu: Ein Ex-Cop bekommt die Chance, seine Weste rein zu waschen, und deckt im Zuge seiner Nachforschungen eine viel größere Verschwörung auf, als zunächst angenommen. Gibt man dem Protagonisten dann noch einen Partner mit gänzlich anderen Methoden an die Seite und würzt das Ganze mit dem ein oder anderen Sidekick, hat man die Blaupause eines Buddy-Cop-Films.

    Wer aus diesem Subgenre schon den ein oder anderen Vertreter gesehen hat, darf von Spenser Confidential inhaltlich kaum Überraschungen erwarten. Der Geschichte ist viel zu schnell abzusehen, wie die Fäden wohl zusammenlaufen werden. Aber selbst im direkten Vergleich mit anderen Actionkomödien, ist die fehlende Inspiration des Drehbuchs schon ein Armutszeugnis. Selbst wenn man das Rad nicht neu erfinden kann oder will, so wäre die ein oder andere Twist dringend notwendig gewesen, um dieser Geschichte etwas Substanz zu geben.

    Sogar bei den Figuren wandert man allzu sehr auf ausgetrampelten Pfaden. Die Gangster, ja sogar deren Namen, riechen fünf Meilen gegen den Wind nach Guy Ritchie. Schade aber, dass man diesem Vorbild in keinster Weise das Wasser reichen kann. Weder sind die Bösewichte abgedreht genug geschrieben, noch exzentrisch genug gespielt.

    Auch die korrupten Polizisten sind so platt und abgedroschen gezeichnet, dass man sich fast wundert, dass sie keine Aufschrift „Achtung! Korrupt!“ auf die Uniform bekommen haben.

    Hawk und Spenser auf der Verfolgungsjagd
    Ungleiche Partner © Netflix

    Die Chemie fehlt in Spenser Confidential 

    Womöglich hätte eine gute Chemie zwischen Mark Wahlberg und Winston Duke für reichlich Schadensbegrenzung sorgen können. Doch leider war auch hier der Wunsch nur Vater des Gedankens. Weder gibt es eine fühlbare Harmonie zwischen den beiden Darstellern, noch findet innerhalb der Geschichte eine Entwicklung ihrer Beziehung statt, die einem glaubhaft vermitteln würde, dass sich hier ein neues Dreamteam gefunden hat.

    Grund hierfür ist sicherlich die Überpräsenz von Mark Wahlberg, der kaum den Eindruck macht, als würde er einen Co-Star an seiner Seite überhaupt ernst nehmen. So behandelt seine Figur den eigentlich als Partner angelegten Hawk wie einen weiteren Sidekick. In dieser Reihe ist dann der sanftmütige Riese sogar noch der uninteressanteste Part. Sowohl Alan Arkin, als auch Iliza Shlesinger haben weitaus bessere Momente und mehr Lacher auf ihrer Seite.

    Handwerklich solide Kost, mehr aber auch nicht

    Alles in allem ist Spenser Confidential als Actionfilm kein Totalausfall. Die Stunts sind solide, die Kämpfe gut choreografiert und bei der Kameraarbeit kann man auch nicht groß meckern.

    Wenn man sich die Meilensteine des Cop-Action-Genres ansieht, so fallen einem nach längerer Zeit meistens eher noch die gut pointierten One Liner wieder ein, als die ein oder andere austauschbare Actionsequenz. Daher ist ein bestimmtes Comedytalent des Hauptdarstellers eine der unabdingbaren Voraussetzungen für einen gelungenen Beitrag in diesem Genre. Das Wahlberg auch witzig sein kann, hat er mehrfach unter Beweis gestellt (Ted). Auch wenn er nicht das Timing eines Eddie Murphy besitzt, ist doch erstaunlich, wie schlecht der Humor in Spenser Confidential funktioniert. Viele der komödiantischen Szenen sind deplatziert, die Sprüche wirken aufgesetzt und etliche Slapstickmomente erweisen sich als lupenreine Rohrkrepierer.

    Das letzte Element dieses Film, das auch eher unterdurchschnittlich zur Geltung kommt, sind die Choreografien der Kampfsitutationen. Mit der „zündenden Idee“ mittels Evergreens, wie „Sweet Caroline“, die Prügeleien musikalisch zu kontrastieren, beweist man allenfalls, wie sehr sich Peter Berg hier an die Erfolgsformeln von Hits der letzten Jahre klammert. Auch wenn die Kämpfe ganz passabel anzusehen sind, haut das 2020 keinen mehr vom Hocker und kommt an die Virtuosität zum Beispiel von Kingsman oder John Wick nicht für eine Sekunde heran.

    Unser Fazit zu Spenser Confidential

    Man kann mit diesem Film einen gemütlichen Fernsehabend verbringen. Er ist auf dem Niveau von dem, was früher auch direkt im linearen Fernsehen gelandet wären. Doch leider ist es schon etwas bedenklich, wenn man ein Erfolgsduo, wie Peter Berg und Mark Wahlberg, die mit Boston oder Lone Survivor die Fruchtbarkeit ihrer Verbindung mehrfach bewiesen haben, für so einen uninspirierten Standardbrei verheizt.

    Über kurz oder lang wird man mit solchen Eigenproduktionen seitens Netflix die Abonnenten nicht bei der Stange halten können. Es wäre wünschenswert, dass man, wenn man schon Unsummen investiert, um mit großen Namen werben zu können, deren Stärken dann auch einzusetzen weiß.

    Am Ende bleibt von Spenser Confidential nicht viel hängen. Wenn man in der Stimmung für leichte Unterhaltung ist, kann man mit dieser Actionkomödie nicht viel verkehrt machen, aber die knapp 2 Stunden kann man auch mit besseren Inhalten von Netflix gestalten.

    Spenser Confidential ist seit dem 6. März 2020 bei Netflix abrufbar.


    © Netflix

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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