Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » The Mandalorian and Grogu
    Abenteuer Action Fantasy Filme Science Fiction

    The Mandalorian and Grogu

    Kenan Hasic und Jan Wernervon Kenan Hasic und Jan Werner19. Mai 2026Keine Kommentare7 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    © 2026 Lucasfilm Ltd™. All Rights Reserved.
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Star Wars: The Mandalorian and Grogu ist sowohl Kino-Neustart des Franchise nach dem Ende der Sequels als auch Fortsetzung der Serie bei Disney+, die mitunter das am besten funktionierende Projekt seit Start des Streamingdienstes war. Doch kommt der Film nun noch zur rechten Zeit – und reicht der kleine Fanfavorit mit den Kulleraugen tatsächlich, um die Massen ins Kino zu locken?

    The Mandalorian and Grogu – Darum geht’s

    Das Dunkle Imperium ist gefallen und die imperialen Kriegsherren sind weiterhin über die Galaxis verstreut. Während die Neue Republik daran arbeitet, alles zu schützen, wofür die Rebellion gekämpft hat, sichern sie sich die Unterstützung des legendären mandalorianischen Kopfgeldjägers Din Djarin und seines jungen Lehrlings Grogu.

    Key-Art © 2026 Lucasfilm Ltd™. All Rights Reserved.

    Der Kleinste soll es richten

    Als The Mandalorian einst angekündigt wurde, war die Skepsis erstmal groß: Was sollte man im Laserschwert-Universum mit einem maskierten Protagonisten anfangen, der noch nicht mal Boba Fett heißt? Und auch Pedro Pascal war zum damaligen Zeitpunkt bei Weitem noch nicht auf seinem aktuellen Fame-Level angekommen. Doch dann dauerte es nur bis zum Ende der Auftaktfolge, um allen Skeptikern die Zweifel auszutreiben: Auftritt „Baby Yoda“, der Rest ist (Serien-)geschichte. Seitdem ist Grogu, wie wir seinen Namen inzwischen kennen, weit über das Star Wars-Fandome hinaus ein Marketing-Phänomen, ziert in Lego, Plüsch oder sonstiger Form unzählige Kinderzimmer weltweit, wobei ein Gros wahrscheinlich nichtmal zwangsläufig die Serie gesehen hat, aus die der grüne Racker stammt.

    Es ist also eigentlich logisch, dass man nun nach einigen Projekten, die im Sande verliefen ausgerechnet mit dem Duo aus Mando und Grogu wieder Anlauf auf die Leinwände nimmt – und mutmaßlich direkt auf einen Milliardenerfolg hofft. „Eigentlich“ – denn zum einen hat sich das Publikum und dessen Anspruchsdenken bezüglich Star Wars-Kinofilmen in den Jahren nach Der Aufstieg Skywalkers nochmal verändert, was auch den „Maschinenraum“ bei Lucasfilm nicht nur einmal seitdem gehörig durchgerüttelt hat.

    Zum anderen aber ist nicht selten – unabhängig vom Franchise – der Transfer von Popularität zwischen Wohnzimmer und Kinosaal gar nicht so leicht wie angenommen gewesen und entsprechend immer wieder kolossal in die Binsen gegangen. Man kann es auf die simple Formel herunter brechen, dass auch im Falle von The Mandalorian and Grogu schon mehr Fleisch am Knochen sein muss als sich nur auf die „Knuffigkeit“ eines Handpuppen-großen Glubschaugen-Aliens zu verlassen.

    Bei mir persönlich herrschten in Anbetracht der abbauenden Qualität der Serie ohnehin von Beginn an Zweifel, dass es die smarteste Entscheidung von Lucasfilm ist, die „Flucht“ auf der Leinwand zu suchen. Wiederum verliert man als „Fan“ dann doch immer wieder aus den Augen, dass es immer noch Star Wars ist, worüber wir hier reden. Sprich: Die Hürde, um ein Kinoticket zu lösen, ist global betrachtet wahrscheinlich weiterhin nicht allzu hoch. Die Frage bleibt dann aber dennoch, ob die Story und die anderen Aspekte des Films nun so überzeugen, damit mehr als „nur“ eine schwarze Null am Ende am Boxoffice wartet, sondern, wie die Macher planen, ein weiteres Mal ein globales, generationenübergreifendes Krieg der Sterne-Feuer entfacht wird.

    Wie eine Doppelfolge auf der Leinwand

    Serien, die für das Medium Film adaptiert werden, stehen wie geschrieben vor einer besonderen Herausforderung. Sie müssen zwei unterschiedliche Zuschauergruppen ins Kino locken und im Idealfall beide zufriedenstellen. Einerseits natürlich die Fanbase, die darauf wartet, ihre Lieblingsfiguren als Larger-than-Life-Versionen auf der großen Leinwand zu erleben. Die DNA der Vorlage muss erhalten bleiben, Referenzen und Running Gags werden erwartet, und das Ganze darf sich keinesfalls ausgehöhlt oder entfremdet anfühlen. Auf der anderen Seite steht ein großer Teil des Publikums: die klassischen Gelegenheitszuschauer:innen. Menschen, die die zugrunde liegende Serie womöglich nie gesehen haben, vielleicht ein- oder zweimal im Jahr ins Kino gehen und in erster Linie unterhalten werden möchten, ohne dabei von übermäßigem Vorwissen abhängig zu sein. Gerade Familien machen einen erheblichen Anteil des Kinomarktes aus.

    Regisseur Jon Favreau und Produzent Dave Filoni schlagen nun den Mittelweg ein. Das Abenteuer von Mando und Grogu erinnert an eine klassische Filler-Episode der Mutterserie, die immer von ihrer Leichtigkeit profitierte. Der Film distanziert sich bewusst von der erzählerischen Ausrichtung späterer Serienstaffeln und verzichtet weitgehend auf eine ausufernde Erweiterung der Mythologie oder das permanente Einbauen beliebter Figuren aus dem Star Wars-(Serien)kosmos. Stattdessen bleibt die Geschichte fast durchgehend bei Mando und Grogu. Der Titel ist hier tatsächlich Programm.

    Über mehr als zwei Stunden strecken Favreau und Filoni einen klassischen Serienplot und erweitern ihn um Actionszenen, brenzlige Situationen und kleinere Charaktermomente. Die Geschichte um Rotta den Hutten (Jeremy Allan White), dessen Verhältnis zu seiner Familie und die Beziehung zur Neuen Republik bleiben dabei jedoch oberflächlich und bieten nur wenig narrative Tiefe. Eingefleischte Fans der Serie dürften daher eher das Gefühl haben, einem aufgeblähten Nebenstrang beizuwohnen.

    Es steht zu wenig auf dem Spiel, …

    Strukturell lässt sich Favreaus Film klar in zwei Hälften unterteilen. Serienfans hätte es kaum überrascht, wenn dazwischen der Abspann einer Episodenfolge eingeblendet worden wäre. Da jedoch keine Pause erfolgt, geht die Handlung von The Mandalorian and Grogu nahtlos weiter und springt von einem Handlungsstrang zum nächsten. Die erste Hälfte beschäftigt sich nach einer klassischen Actioneröffnung vor allem mit der Rettung Rottas. Besonders hervorzuheben ist dabei der musikalische Beitrag von Mandalorian-Stammkomponist Ludwig Göransson. Durch den Einsatz von Synthesizern und elektronischen Elementen bringt er spürbare Abwechslung in den mittlerweile ikonischen Klangkosmos der Serie. Dankenswerterweise verzichtet der Film weitgehend auf die vertrauten musikalischen Motive von John Williams und versucht stattdessen, sich klanglich noch stärker von den übrigen Star Wars-Kinofilmen abzuheben.

    Die große Kampfszene in der Arena erinnert unweigerlich an vergleichbare Schaukämpfe aus Gladiator oder an die typische Formel des Marvel Cinematic Universe, etwa wenn man an Thor: Ragnarok denkt, in dem Thor in einer ähnlichen Umgebung gegen Hulk antreten musste. Insgesamt rast die Handlung in hohem Tempo voran, ohne dass die einzelnen Momente jemals wirklich gefährlich wirken. Vieles erscheint beliebig und funktional. Action im Star Wars-Universum leidet inzwischen häufig darunter, dass sie trotz ihrer Größe erstaunlich klein wirkt. Die Bedrohung ist selten wirklich spürbar, sondern dient meist lediglich als Ablenkung von der eigentlichen Handlung. Erst Serien wie Andor verliehen Gewalt wieder ein echtes Gewicht, auch, weil sie dort gezielt eingesetzt wird, um politische und gesellschaftliche Themen zu verdeutlichen. Laserkanonen hier, Raumschiff-Verfolgungsjagden dort: All das wurde innerhalb des Franchise bereits unzählige Male gezeigt und entfaltet inzwischen kaum noch Eindruck, selbst bei Zuschauer:innen, die solche Szenen womöglich zum ersten Mal erleben.

    … aber doch alles 

    In der zweiten Hälfte entscheidet sich das Drehbuch dafür, Mando selbst entführen zu lassen und Grogu auf eine Rettungsmission zu schicken. Grundsätzlich ist das eine spannende Umkehrung der etablierten Serienformel. Allerdings erhält keine der Figuren ausreichend Zeit oder Tiefe, um der Situation echte Dringlichkeit zu verleihen. Trotz der langen Laufzeit wirkt die Geschichte dadurch erstaunlich gehetzt. Die Gefahren bleiben letztlich bloßes Beiwerk, und der Film schafft es kaum, eine emotionale Bindung zu seinen beiden Protagonisten aufzubauen. Lediglich die unschuldigen Momente und die kleinen Eigenheiten Grogus sorgen gelegentlich für einen Lacher oder ein schmunzelndes Publikum.

    Ist er nicht goldig? © 2026 Lucasfilm Ltd™. All Rights Reserved.

    Weckt man wieder die Euphorie? 

    Es ist schwierig, eine Prognose darüber aufzustellen, wie sich The Mandalorian and Grogu an den Kinokassen schlagen wird. Langfristig dürfte der Film jedoch kaum einen nachhaltigen Einfluss auf die Popkultur ausüben, noch wird sich seine Geschichte besonders tief im Gedächtnis des Publikums verankern. Die Handlung bleibt auf das Nötigste reduziert und setzt überwiegend auf klassische, äußerst vorhersehbare Erzählmuster. Nahezu jedes Kapitel hinterlässt lediglich ein Schulterzucken, da weder mit den Erwartungen des Publikums noch mit der altbewährten Formel wirklich gebrochen wird. Dadurch verliert sich der Film sowohl inhaltlich als auch visuell in einer gewissen Belanglosigkeit.

    Die altbekannten Diskussionen um die sterile Digitalität der Planeten und Kreaturen dürften erneut entfacht werden, ebenso wie die oftmals beißende Vermischung aus Puppeneffekten und realen Darsteller:innen innerhalb stark CGI-lastiger Umgebungen. Wirklich beeindruckend geraten die dargestellten Welten dabei kaum, zumal erneut die üblichen Wüsten-, Wald- und Schneeplaneten abgearbeitet werden. Es fehlt an frischen visuellen Impulsen, die eine derart lange Laufzeit rechtfertigen würden.

    Darüber hinaus stellt sich weiterhin die Frage, welches Ziel Disney – abseits finanzieller Interessen – mit dem Franchise derzeit überhaupt verfolgt. Es mangelt spürbar an Vision und an einem klaren Plan, um die Marke kulturell wieder nachhaltig relevant zu machen. Auch wenn The Mandalorian and Grogu innerhalb des Serienkosmos zwischenzeitlich genau diese Hoffnung verkörperten, wirkt der Versuch auf der großen Leinwand letztlich wie ein planloser Hilfeschrei, der kaum in der Lage sein dürfte, eine neue Star-Wars-Euphorie zu entfachen.

    © 2026 Lucasfilm Ltd™. All Rights Reserved.

    Unser Fazit zu The Mandalorian and Grogu

    2.5 Watchable

    Letztlich bleibt nur wenig langfristig im Gedächtnis. Star Wars wirkt inzwischen wie ein reanimierter Körper, der verzweifelt nach Bedeutung in einer Welt sucht, die sich längst von ihm emanzipiert hat. Der kulturelle Einschlag, den die Marke noch vor einer Dekade besaß, ist längst verpufft. Selbst die Online-Diskurse rund um neue Veröffentlichungen wirken mittlerweile ermüdend, während selbst die wütenden Debatten häufig künstlich und bedeutungslos erscheinen, weil das zugrunde liegende Material kaum noch echte Nostalgie oder Leidenschaft entfacht. Hinzu kommt, dass die ursprüngliche Serie bereits seit drei Jahren beendet ist, eine halbe Ewigkeit im Streamingzeitalter. Statt echter Vorfreude dominiert daher eher vorsichtige Neugier als aufrichtige Begeisterung. Die Fans scheinen sich mittlerweile stärker an die Vergangenheit der Reihe zu klammern, als neuen Projekten wirklich entgegenzufiebern. Star Wars: The Mandalorian and Grogu wird dadurch weniger zu einem Neuanfang als vielmehr zum Sinnbild einer kreativen Sackgasse, die vor allem Gleichgültigkeit und Resignation hinterlässt, anstatt echten Gesprächsstoff zu liefern.

    • User Ratings (0 Votes) 0
    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

    • Jan Werner
      Spider-Noir
    • Jan Werner
      Ladies First
    • Jan Werner
      The Boroughs
    • Jan Werner
      Maximum Pleasure Guaranteed
    Vorheriger BeitragTom Clancy’s Jack Ryan: Ghost War
    Nächster Beitrag Obsession

    Weitere Beiträge

    2.0

    Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit

    von Stefan Brüning
    2.0

    Dolly

    von Louis Kiehl
    3.0

    Masters of the Universe

    von Stefan Brüning
    2.5

    Ladies First

    von Jan Werner
    4.5

    Obsession

    von Louis Kiehl
    2.5

    Tom Clancy’s Jack Ryan: Ghost War

    von Jan Werner
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit

    11. Juni 2026

    Dolly

    9. Juni 2026

    Masters of the Universe

    4. Juni 2026

    Spider-Noir

    22. Mai 2026
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2026 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.