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    The Night Eats the World

    Simon Eultgenvon Simon Eultgen10. Juni 2018Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Sam wacht in der blutverschmierten Wohnung seiner Ex auf | The Night Eats the World (©EuroVideo)
    Sam wacht in der blutverschmierten Wohnung seiner Ex auf | The Night Eats the World (©EuroVideo)
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    The Night Eats the World ist ein minimalistischer französischer Zombiefilm, in dem ein Mann am Morgen nach einer Party feststellen muss, dass alle Menschen um ihn herum Untote sind.

    Die Story von The Night Eats the World

    Der junge Musiker Sam lebt mitten im schönen Paris und hat sich gerade von seiner Freundin getrennt. Um die letzten persönlichen Sachen abzuholen, fährt er noch einmal zur Wohnung seiner Ex. Dort trifft er nicht nur auf sie und ihren neuen Freund, sondern auch auf unzählige Partygäste. Genervt von der unangenehmen Situation zieht er sich in ein Zimmer zurück, um in den dort abgestellten Kisten nach seinem Eigentum zu suchen. Als er sich daraufhin leicht beschwipst von seinem Drink in einen Sessel setzt, um auf seine Ex-Freundin zu warten, schläft er ein. Am nächsten Morgen klebt überall Blut an den Wänden und alle Gäste sind verschwunden…

    Sam wacht in der blutverschmierten Wohnung seiner Ex auf | The Night Eats the World (©EuroVideo)
    Sam wacht in der blutverschmierten Wohnung seiner Ex auf | The Night Eats the World (©EuroVideo)

    Der einsamste Mensch der Welt

    The Night Eats the World erinnert von seiner Ausgangsidee her an „I Am Legend“. Die Hauptfigur Sam scheint der einzige (Über-)Lebende in einer post-apokalyptischen Welt voller Untoter zu sein. Im Vergleich zum Hollywood-Streifen mit Will Smith ist dieser französische Horrorfilm allerdings als Kammerspiel inszeniert. Sam verschanzt sich vor der übermächtigen Flut an Zombies notgedrungen in dem Mietshaus, in dem auch die Wohnung seiner Freundin liegt. Schrittweise durchstöbert er die anderen Etagen, bis er weiß: Er ist erst einmal sicher. Zudem hat er genug zu essen und kann nach Herzens Lust in den Zimmern der anderen Hausbewohner herumschnüffeln. So hört er laut Musik oder spielt Schlagzeug. Doch Sam fehlt menschlicher Kontakt, deshalb fängt er notgedrungen an, jeden Abend mit dem im Aufzug feststeckenden Zombie Alfred zu sprechen.

    Warum Zombies – was will uns der Film sagen?

    Bereits der griechische Philosoph Aristoteles wusste, dass der Mensch von Natur aus ein soziales Wesen ist, das in einer Gemeinschaft mit anderen leben möchte. The Night Eats the World zeigt uns genau das. Zwar brauchen wir alle von Zeit zu Zeit unsere Ruhe, um etwas zu essen, zu schlafen oder einem Hobby wie dem Lesen nachzugehen, aber wir möchten dann auch wieder etwas mit anderen Menschen erleben – oder mit ihnen sprechen, uns mit ihnen austauschen über Themen, die uns beschäftigen, die uns erfreuen, belustigen, verängstigen oder bedrücken.

    Doch der Film bleibt bei dieser allgemeinen Aussage nicht stehen. Denn Sam lebt in Paris, einer Millionenstadt, Wand an Wand und Haus an Haus mit vielen anderen Menschen. Doch bereits auf der Party zu Beginn erscheint er uns als Fremdkörper, als Einzelgänger, der mit seiner Ex-Freundin den letzten menschlichen Kontakt verloren zu haben scheint. Außerdem telefoniert Sam im weiteren Verlauf auch nicht, um sich über das Wohlergehen von Freunden oder der Familie zu erkunden. In seinen Gesprächen mit dem Zombie Alfred muss er schließlich schmerzhaft erkennen, dass dieser ihm nicht die benötigte menschliche Wärme geben kann. Die Zombies in The Night Eats the World können daher als Metapher auf das Leben des modernden Stadtbewohners verstanden werden, der immer unter Menschen lebt, aber doch keine Beziehung zu ihnen aufbauen kann. Sie bleiben ihm fremd und unverständlich. Ob Sam an dieser Isolation auch selbst schuld ist, darüber schweigt der Film sich aus.

    Das offizielle Bluray-Cover | The Night Eats the World (©EuroVideo)
    Das offizielle Bluray-Cover | The Night Eats the World (©EuroVideo)

    Der Cast – die Mammutaufgabe für Anders Danielsen Lie

    Anders Danielsen Lie spielt die Hauptfigur Sam. Der gebürtige Norweger ist selbst schon eine interessante Erscheinung, denn neben seiner als Kind gestarteten Schauspielkarriere hat der Mime auch ein eigenes Album aufgenommen und ein Medizinstudium absolviert. Sein musikalisches Talent kommt ihm in The Night Eats the World sogar besonders zugute. Denn Sam ist ebenfalls Musiker und setzt sich einige Male an ein Schlagzeug, das er in einem Kinderzimmer findet. Das Schlagzeug ist für Sam das Ventil, um seinen angestauten Frust über die Situation und sein tristes Leben hinauszulassen. Wenn Lie wie ein Wahnsinniger, aber dennoch kunstvoll auf das Schlagzeug eindrischt und dazu wütende Rockmusik aus einem CD-Spieler läuft, dann sind das ergreifende Momente, die uns Sams Innenleben und natürlich seine Verzweiflung offenbaren.

    Ansonsten bleibt uns Sam leider über weite Teile des Films fremd und verschlossen. Lie spielt minimalistisch, geradezu unterkühlt und emotionslos, was an einigen Stellen befremdlich wirkt. Das gerade etwas vollkommen Absurdes, eine Zombie-Apokalypse, hereingebrochen ist, scheint ihm kaum eine Regung ins Gesicht zu jagen. Sicherlich bekommen wir als Zuschauer nur Episoden aus einem längeren Zeitraum von Sams Isolation gezeigt, aber so zieht uns The Night Eats the World nicht genügend ins Geschehen. Erst im spannenden Schlussdrittel darf Anders Danielsen Lie endlich lebhafter aufspielen – allerdings deshalb, weil es nicht gut um Sam steht.

    Allein unter Zombies: Der Musiker Sam am Rande des Wahnsinns | The Night Eats the World (©EuroVideo)
    Allein unter Zombies: Der Musiker Sam am Rande des Wahnsinns | The Night Eats the World (©EuroVideo)

    Solltet ihr euch The Night Eats the World anschauen?

    Das offensichtliche zuerst: Zombieserien und -filme sind mittlerweile durch „The Walking Dead“ sowie andere Formate im Mainstream angekommen und erfreuen sich großer Beliebtheit. The Night Eats the World, der Debütfilm von Dominique Rocher, trifft daher durchaus den Zeitgeist und befriedigt den Bedarf der Zuschauer. Im Vergleich mit den bekannten Vertretern des Genres fällt dieser französische Film jedoch etwas ab. Sein langsamer Aufbau, der Sams dröges Alltagsleben zeigt, und die üblichen abgekauten Versatzstücke fordern viel Sitzfleisch vom Zuschauer. Auch wenn Horror-Fans sicherlich schlechtere Zombiefilme kennen, so bleibt nach den 90 Minuten Laufzeit nur eine knappe handvoll Szenen im Gedächtnis. Die gesellschaftskritische Botschaft hinter den Zombies ist zwar nicht übermäßig originell, aber so gut verpackt, dass The Night Eats the World letztendlich im soliden Mittelfeld der Bewertungsskala landet.


    ©EuroVideo

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