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    Startseite » The Old Ways
    Filme

    The Old Ways

    Sascha Grethmannvon Sascha Grethmann26. April 2021Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Cristina liegt am Boden und ist mit Blut verziert | The Old Ways
    Cristina ist bereit für das Ritual © MMXX
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    Exorzismus-Horror ist ein Subgenre, welches in den letzten Jahren immer mehr unterdurchschnittliche bis schlechte Filme spendiert bekommen hat. Doch The Old Ways, welches zuletzt auf dem SHIVERS Film Festival Online zu sehen war, versucht dem sehr abgenutzten Thema eine frische Note zu verpassen. Ob und wie das funktioniert, erfahrt ihr den nächsten Absätzen!

    Gezeichnetes Filmplakat zu The Old Ways
    Das offizielle Plakat zu The Old Ways © Soapbox

    The Old Ways – Handlung

    Cristina (Brigitte Kali Canales) ist eine hart arbeitende Journalistin, die für eine Story nach Mexiko, in ihr Heimatdorf Veracruz, reist. Doch kurz nach ihrer Ankunft sitzt sie, mit einem Sack über dem Kopf, in einem heruntergekommenen Raum und ist an ein Bett gekettet. Mit ihr im Raum ist ein grauhaariger Mann (Sal Lopez), der eine Reihe von Kerzen anzündet und irgendeine Art zeremonielle Vorbereitungen zu treffen scheint. Und da sie nur sehr gebrochen spanisch spricht, kann sie in der Kürze der Zeit auch nicht erfahren, weshalb sie in dieser misslichen Lage befindet. Wenige Momente danach steht eine ältere Frau (Julia Vera), in schamanistisch anmutender Gewandung und mit einem blinden Auge, in der Tür und begutachtet Cristina genau, und sie stellt fest, dass „sie es hat“. Cristina trägt offenbar einen Dämonen in sich. Und diesen gilt es nun auszutreiben…

    Zum Exorzismus per Mexiko-Express

    The Old Ways fackelt nicht lange und wirft den Zuschauer direkt ins Geschehen hinein. Ein langsamer Aufbau, wie er bei anderen Filmen im Genre üblich ist, fällt quasi komplett weg. Das wirft viele Fragen auf, denn gerade am Anfang passiert sehr viel, was erst einmal unbeantwortet bleibt. Wie es dazu kam, dass Cristina vermeintlich von dem Dämon besessen wurde, erfahren wir im Laufe des Films immer wieder durch Rückblenden oder Erzählungen von Cristinas Cousine Miranda, gespielt von Andrea Cortés. So wird durch ihre Überzeugungsarbeit selbst Cristina relativ schnell klar, wie ernst die Situation ist.

    Anders als bei Genre-Kollegen geht der Exorzismus nicht in einem Ruck, sondern in Etappen über mehrere Tage. Das sorgt einerseits immer wieder für Momente der Erleichterung zwischen den Ritualen, welche die alte Schamanin durchführt, um den Dämon auszutreiben, und zeitgleich für eine anhaltende Spannung, da der Dämon auch in diesen Ruhephasen in ihr schlummert.

    Eine Nahaufnahme von Luz, eine alte Schamanin, die mit angemaltem Gesicht eindringlich zu Christina sieht, deren Hinterkopf im Vordergrund zu sehen ist. . | The Old Ways
    Luz befürchtet das Schlimmste © Soapbox

    Exorzismus und Drogensucht

    Wie schon erwähnt, versucht The Old Ways dem Subgenre des Exorzismus-Horrors, der sonst sehr von christlicher Symbolik geprägt ist, einen frischen Anstrich zu verpassen. Dabei setzt er auf Schamanismus sowie alte Zeremonien und Rituale. Anstatt mit Kreuzen und Bibelversen aufzuwarten, schminkt die Schamanin sich farbenfroh, würfelt mit Knochen und wedelt mit allerlei Kräutern und Gestrüpp, um den Dämon herauszulocken. Das Ganze liest sie in einem Buch nach, welches mit allerlei Zeichnungen gespickt ist und ein wenig an das Necronomicon aus The Evil Dead oder ähnliche Filme erinnert. Das wirkt authentisch und sorgt für viele nette Schauwerte.

    Zudem öffnet The Old Ways eine Nebenhandlung, die für viel Interpretationsfreiraum sorgen könnte, wenn diese konsequent weitergeführt worden wäre. Cristina ist nämlich heroinabhängig und braucht regelmäßig einen Schuss. Anfangs beschafft sie sich noch Stoff, aber relativ schnell sind ihre Reserven aufgebraucht. Man könnte deswegen den Exorzismus auch als Metapher für ihre Drogensucht sehen, welche sie überwinden muss. Leider greift der Film diesen Strang nicht wirklich auf und lässt ihn irgendwann einfach gänzlich fallen. Das verspielt leider jede Menge Potenzial und ist sehr unbefriedigend, da das Thema ab einem gewissen Punkt in der Handlung gar nicht mehr aufgegriffen wird.

    Cristina und Miranda blicken verängstigt Richtung Publikum | The Old Ways
    Cristina und Miranda wissen, was auf sie zukommt © Soapbox

    Wunderschöne Natur

    Technisch gesehen kann The Old Ways bei den ganz Großen mitmachen, da der Film unfassbar gut aussieht. An manchen Stellen leider sogar etwas zu gut. Obwohl sich Cristina tagelang, und ohne Möglichkeit sich zu waschen, in einer Zelle mitten im Dschungel befindet und sich dabei sogar einem Exorzismus unterzieht, sieht sie immer bestens gestyled und sauber aus. Das sorgt leider dafür, dass die Immersion nicht ganz so dicht ist, wie sie es eigentlich sein will. Der Film sieht für das Setting leider zu sauber aus.

    Dieses Kammerspiel bringt durch das enge Set natürlich Limitierungen mit sich, dennoch holt Regisseur Christopher Alender inszenatorisch sehr viel heraus. Er zeigt den Raum immer wieder aus verschiedenen Winkeln, was für Abwechslung sorgt und ihn deutlich größer erscheinen lässt als er tatsächlich ist. Auch das hervorragende Setdesign trägt sehr dazu bei, es gibt in jeder Szene viele kleine Details zu entdecken. Besonders auffällig sind die sehr satten Farben, die durch den ganzen Film über zu sehen sind. Gerade das Grün der Fauna ist wirklich prägnant und sorgt dafür, dass alles sehr organisch und lebendig wirkt.

    Bei einem vernünftigen Exorzismus-Film dürfen praktische Effekte natürlich nicht fehlen. Und auch in The Old Ways gibt es einige ekelige Schauwerte, die „schön“ anzusehen sind. Aber das Rad wird hier natürlich nicht neu erfunden. Wer hier Splatterorgien erwartet, sucht leider vergebens. Dafür werden die praktischen Effekte sehr gut von VFX und CGI unterstützt, ohne dabei wie Fremdkörper zu wirken. Das Bild hat also auch in den Sequenzen mit visuellen Effekten einen sehr harmonischen Look.

    Cristina schaut im Dunkeln mit vor dem Gesicht erhobenen Feuerzeug in einer Nahaufnahme entschlossen Richtung Kamera | The Old Ways
    Cristina stellt sich ihren Dämonen © Soapbox

    Fazit

    The Old Ways erfindet das aufgebrauchte Genre des Exorzismus-Horrors nicht neu, aber bringt dennoch ein bisschen frischen Wind und ein paar nette Ideen mit. Der Film fährt ein angenehm hohes Tempo und weist kaum Längen auf. Die handgemachten Effekte sehen, wie der Rest des Films, sehr gut aus und machen Spaß. Am meisten stören dann leider der nicht zu Ende gedachte Subplot und der plötzliche und sehr unpassende Comic Relief am Ende des Films. The Old Ways ist moderne Horror-Unterhaltung im besten Sinne und nach sowohl für Horror-Neulinge als auch Veteranen unterhaltsam und gut zu verarbeiten.

    The Old Ways hat noch keinen offiziellen Deutschlandstart!


    © Soapbox

    Sascha Grethmann

    Sascha ist seit 2020 Autor bei Filmtoast und interessiert sich für ein breites Spektrum an Pop-Kultur. Zu Hause fühlt er sich besonders irgendwo bei Horror, Action,Thrillern, Animationsfilmen und Musicals.

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