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    Startseite » The Place Beyond The Pines
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    The Place Beyond The Pines

    Jonas Hellrungvon Jonas Hellrung4. Januar 2019Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Die Beziehung zwischen Vater und Sohn steht im Film ganz besonders im Mittelpunkt © STUDIOCANAL
    Die Beziehung zwischen Vater und Sohn steht im Film ganz besonders im Mittelpunkt © STUDIOCANAL
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    Mit The Place Beyond The Pines erzählt Derek Cianfrance die Geschichte eines Verbrechers und eines Polizisten und geht dabei besonders auf das Motiv der generationenübergreifenden Schuld ein.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=KepnbJT5nBw“]

    Offizielles Cover von The Place Beyond The Pines © STUDIOCANAL
    Offizielles Cover von The Place Beyond The Pines © STUDIOCANAL

    Worum gehts in The Place Beyond The Pines?

    Als „Handsome Luke“ arbeitet Luke Glanton auf einem Wanderzirkus als Motorradkünstler. Mit seinem recht anspruchslosen Leben ist der Stuntman auch weitestgehend zufrieden, doch das ändert sich, als er auf Romina trifft, mit der er vor gut einem Jahr einen One-Night-Stand hatte. Diese hat mittlerweile sein Kind geboren und lebt mit ihrem neuen Freund ein beschauliches Vorstadtleben. Luke, dessen Vater ihn bereits früh verlassen hat, fühlt sich verantwortlich für den Jungen und versucht ab sofort, für ihn da zu sein.





    Er kündigt seinen Job als Stuntman und will sich in der Nähe seines Sohnes häuslich niederlassen. Hilfe bekommt er dabei von einem Mechaniker namens Robin, der ihn als Gegenleistung für die Arbeit in seiner Werkstatt bei sich wohnen lässt. Doch woher soll der ungebildete, vorbestrafte Luke das Geld nehmen, seinen Sohn zu unterstützen? Gemeinsam mit Robin beginnt er ein kriminelles Leben, von dem Romina nichts mitbekommen darf. Der Plan geht auf, bis Luke den Hals nicht voll genug bekommen kann und der pflichtbewusste Polizist Avery involviert wird…

    Ryan Gosling überzeugt durchweg als verwegener Biker Luke © STUDIOCANAL
    Ryan Gosling überzeugt durchweg als verwegener Biker Luke © STUDIOCANAL

    Ein Stück in drei Akten

    Die hier dargelegte Inhaltszusammenfassung ist nur einer von tatsächlich drei Abschnitten des Films. The Place Beyond The Pines erzählt seine Geschichte über verschiedene Zeitintervalle hinweg und nimmt sogar noch einen weiteren drastischen Kniff vor: Er wechselt während seiner Laufzeit gleich mehrfach im fliegenden Wechsel seine Hauptfigur. Aus Spoilergründen möchte ich auf dieses Stilmittel gar nicht näher eingehen, doch eins sei noch gesagt: Die Art, wie Cianfrance dies umsetzt, ist unglaublich elegant und derart fließend, dass man tatsächlich ein paar Minuten braucht, um den Wechsel zu realisieren. So sieht gutes Schreiben aus!

    Allerdings liegt hierin auch einer der größten Kritikpunkte am Film: Eigentlich handelt es sich hier um drei Filme, die in eine Laufzeit von knapp zweieinhalb Stunden gequetscht werden. Das macht den Film zwar als Einzelstück betrachtet recht lang, die einzelnen Akte werden aber vergleichsweise schnell abgehandelt. So werden die jeweiligen Handlungsabschnitte aufs Wesentliche reduziert, was durchaus abgehackt wirken kann. Zwar kann man der Handlung und ihren teils recht verzwickten Zusammenhängen so sehr gut folgen, trotzdem scheint das Geschehen gelegentlich unrealistisch schnell abzulaufen.

    Ein zeitloses Motiv

    Oberflächlich gesehen erzählt The Place Beyond The Pines auf intelligente Art und Weise eine Geschichte von Kriminalität, Korruption und die Interpretation von Gerechtigkeit. Unter dieser Fassade verbirgt sich aber noch so viel mehr. Cianfrance stellt zwei auf den ersten Blick ungleiche Charaktere gegenüber und räumt dabei beiden durch gleiche Screentime auch den gleichen Stellenwert ein. Trotz der unterschiedlichen Einstellungen gegenüber dem Gesetz tun beide das, was sie für richtig erachten. Beide haben hoch gesteckte Ziele, beide werden vom Schicksal in unglückliche Situationen gebracht, beide sind Väter.

    Dabei ist besonders letzterer Punkt ein elementares Motiv des Films. Beinahe sämtliche Handlungen geschehen durch diesen Umstand, auch wenn die handelnden Charaktere dies selbst irgendwann aus den Augen verlieren. Dabei steht besonders die Ambivalenz des Themas im Vordergrund. Goslings Charakter, ein gewalttätiger Verbrecher, liebt seinen Sohn aufrichtig und von ganzem Herzen, darf ihn aber nicht sehen. Cooper hingegen hätte jederzeit die Möglichkeit, mit seinem Sohn Freundschaft zu knüpfen, vergräbt sich aber stattdessen in Korruptionsaffären und der Kandidatur für öffentliche Ämter.

    Das Erbe der Väter

    Eben jene Söhne sind es dann auch, die die Taten ihrer Väter zu spüren bekommen. Während der Sohn des Bankräubers zwar behütet, aber stets auf der Suche nach seinem leiblichen Vater aufwächst, hat sich der Sohn des öffentlich anerkannten Polizisten bereits damit abgefunden, wie Luft behandelt zu werden und versinkt in Drogen und Partys. So bildet sich auch hier besagte Ambivalenz, allerdings dreht Cianfrance in der nächsten Generation den Spieß um. Und so stellt sich die Frage, wie genau sich ein Vater seinen Kindern gegenüber verhalten sollte, was zu viel und was zu wenig Zuneigung ist. In seinem Kern erzählt The Place Beyond The Pines also von genau dieser bereits Generationen beschäftigenden Frage und zeigt auf, was zu viel des Einen oder des Anderen zur Folge haben kann.

    Die Beziehung zwischen Vater und Sohn steht im Film ganz besonders im Mittelpunkt © STUDIOCANAL
    Die Beziehung zwischen Vater und Sohn steht im Film ganz besonders im Mittelpunkt © STUDIOCANAL

    Fazit

    Cianfrance unterhält mit The Place Beyond The Pines durchweg mit einer clever gestrickten und fantastisch geschriebenen Crime-Geschichte. Allerdings ist das, was unter der Fassade versteckt ist, dasjenige, was den Film wahrhaft außergewöhnlich macht. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn und ihre Wichtigkeit für beide Parteien steht als dauerndes Motiv im Zentrum und wirft allerlei zeitlose Fragen auf. Lediglich die Tatsache, dass die emotionale Tiefe der Charaktere unter der Laufzeit leidet, kann als Kritikpunkt benannt werden. Ansonsten ist The Place Beyond The Pines ein grandioses Drama, was jeder gesehen haben sollte.


    © Arthaus

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