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    Startseite » The Smashing Machine
    Drama Filme

    The Smashing Machine

    Kenan Hasicvon Kenan Hasic7. September 2025Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Erst flog er hoch, dann fiel er, doch ein Dwayne „The Rock“ Johnson lässt sich von Black-Adam-Rückschlägen nicht nachhaltig vom Weg abbringen – und schielt längst Richtung Oscar. Ob ihm dies nun mit dem Bruch mit seinem Popcorn-Blockbuster-Image in The Smashing Machine gelingt?

    Darum geht’s in The Smashing Machine

    Basierend auf der wahren Geschichte des MMA- und UFC-Champions Mark Kerr: Ursprünglich ein erfolgreicher Ringer, verpasste Kerr die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1996 und wechselte daraufhin ins Mixed Martial Arts. Dort wurde er schnell zu einem dominanten Kämpfer, dessen brutale Effizienz sogar die Veranstalter herausforderte – einige seiner Techniken wurden verboten, um seine Kämpfe zu verlängern. Parallel zu seinem sportlichen Aufstieg kämpfte Kerr mit einer schweren Schmerzmittelabhängigkeit, die durch die körperlichen Belastungen des Sports ausgelöst wurde. Diese Sucht gefährdete nicht nur seine Karriere, sondern auch seine Beziehung zu seiner Frau Dawn. Der Film zeigt seinen inneren Kampf zwischen Ruhm und Selbstzerstörung und beleuchtet die Schattenseiten des Profisports.

    Key-Art des Films © Leonine Studios

    Keine klassische Geschichte von Aufstieg und Fall 

    Die eigentliche Besonderheit des Films liegt in Benny Safdies ruhiger, fast dokumentarischer Regie. Die Kamera bleibt zurückhaltend, der Schnitt ist weitaus weniger hektisch als in den gemeinsamen Arbeiten der Safdie-Brüder. Vielmehr erinnert das an Frühwerke wie Lenny Cooke oder Mad Love in New York, in denen ein charakterzentrierter Fokus und Themen wie Substanzmissbrauch im Vordergrund stehen. Dadurch wirkt der Film deutlich intimer als Good Time oder Der schwarze Diamant.

    The Curse-Kameramann Maceo Bishop fängt die ruhigen Einstellungen von Mark Kerr mit einer berührenden Intimität ein, die den Muskelprotz verletzlich, sanft und beinahe liebevoll erscheinen lässt. Im Kontrast dazu stehen die explosiven Ring-Momente, wenn die Fernsehkamera Takedowns und Faustschläge einfängt, als säße man selbst direkt am Ringrand.

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    Um diese Nahbarkeit zu erzielen, orientieren sich Safdie und Bishop stark am gleichnamigen Dokumentarfilm von 2002, der den ungeschönten Blick auf die MMA-Pioniere wagte. Doch sie gehen einen Schritt weiter: Sie übertragen diesen ungebändigten Realismus in Kerrs private Räume und verstärken so die Wirkung des Porträts. 

    Schauspielerischer Glanz …

    Das Herzstück des Films sind zweifelsohne Dwayne Johnson als Mark Kerr und Emily Blunt als dessen Freundin Dawn. Johnsons sonst so markanter Look, der ihm oft den Vorwurf einbrachte, nur sich selbst zu spielen, verschwindet unter massivem Make-up. Wer sich darauf einlässt, erlebt eine glaubwürdige Illusion, die den Ex-Wrestler in bislang ungeahnter Form auf die Leinwand bringt. Nicht nur äußerlich, auch in seiner öffentlichen Persona vollzieht Johnson einen Bruch: Statt der selbstgefälligen Franchise-Maschine verkörpert er einen Mann des Volkes, herzlich und nahbar. Seine Interpretation wirkt wie eine Erweiterung seines alten Wrestler-Images, doch hier mit echter Menschlichkeit aufgeladen.

    Besonders in Szenen, in denen Kerr mit Respekt und Wärme mit Fremden interagiert, etwa in einer Arztpraxis oder mit Kindern, wird sichtbar, wie Johnson private und öffentliche Ebenen Kerrs verschränkt. Es ist eine Breakout-Performance, die seine bisherigen Rollen vergessen lässt und ihn erstmals als ernsthaften Kandidaten für Preisverleihungen positioniert.

    Nicht minder beeindruckend ist Emily Blunts Transformation zu Dawn. Sportlich, sexy, modisch klar an „Y2K“ orientiert und sprachlich flapsig, verkörpert sie eine wilde Kraft, die Mark unterstützen will, aber schnell an ihre Grenzen stößt, als sein Medikamentenmissbrauch sichtbare Spuren hinterlässt. Dawn wird so zu Kerrs härtester Herausforderung: Einer, der er mit keinem Schlag, keinem Griff begegnen kann.

    … in einer toxischen Beziehung

    Ihre Beziehung ist geprägt von kommunikativen Brüchen, Wutanfällen, emotionaler Manipulation und Gaslighting. Sie entwickelt sich zu einer Abhängigkeit, in der Worte, Gesten und Berührungen den Alltag bestimmen und Kerrs Leistung im Ring direkt beeinflussen. Die zentrale Frage lautet: Wie viel sind die beiden bereit, einander anzutun, bevor die Grenze erreicht ist?

    Besonders spannend sind die Dialogszenen, in denen scheinbar banale Reibungen in heftige Auseinandersetzungen eskalieren. Johnson nutzt eine beinahe therapeutische Sprache, um Probleme auf Dawn zu projizieren, während Blunt mit schonungsloser Direktheit kontert. Diese Wortgefechte gehören zu den Höhepunkten des Films. In manchen Momenten überstrahlt Blunt sogar Johnson und avanciert kurzzeitig selbst zum Star der Geschichte. Auch für sie dürfte die Awards Season Chancen bereithalten.

    Eine MMA-Heterotopie 

    Ebenso spannend ist die Beobachtung der MMA-Szene zu dieser Zeit. Kerr & Coleman gelten als Pioniere und Zugpferde in den ersten Jahren des Sports, der in den 2000er & 2010er Jahren an immenser Popularität hinzugewinnen konnte. Heute denkt man an die Ronda Rouseys und Conor McGregors (Road House)und weniger an Kerr. Aber gerade die ersten Jahre war er einer der spielbestimmenden Athleten. Benny Safdie zeigt sehr viele Augenblicke innerhalb der Umkleideräume, wie sich die Männer gegenseitig unterstützen, wertschätzen, untereinander helfen und auch nach blutigen Kämpfen sich die Hand geben, sich loben und gemeinsam Fotos schießen. Männer, die sich, innerhalb dieser eigens kreierten Welt, lieben.

    Emily Blunt mit Dwayne Johnson © Leonine Studios

    Es ist ein denkwürdiger Gegensatz, weil Frauen wie Dawn keinerlei Zugang erhalten, ausgeschlossen werden, von den anderen Männern als ein Problemfaktor angesehen werden. Es ist eine Heterotopie, die den Männern untereinander erlaubt ihre Gefühle auszuleben und rauszulassen und trotzdem als Männer angesehen werden, etwas, was sie sich im privaten Haushalt kaum zutrauen würden. Benny Safdie zeigt nicht nur die Exklusivität dieses Männerklubs, sondern auch die Gegensätzlichkeit wie Mark Intimität und Nähe zwischen seinen privaten vier Wänden und die im Umkleideraum teilt. 

    ©Leonine Studios/A24

    Unser Fazit zu The Smashing Machine

    3.5 Sehenswert

    Mit The Smashing Machine sollte in der kommenden Oscar-Season zu rechnen sein, da zum einen die beiden Perfomances von Johnson und Blunt auf ganzer Linie überzeugen. Das Make-Up-Konzept vollendet die Illusion für das Publikum; selbst in den Momenten, in denen Mark Kerr seine Haare abrasiert, bleibt sie intakt. Der dokumentarische Stil ist sehr nahegehend, aber leider wirkt der Film narrativ in einigen Momenten ziellos, weil man auf eine klassische Biopic-Struktur verzichtet, wodurch es schwer zu erkennen ist, wohin Safdie mit dieser Geschichte hin will und wie er dabei das Publikum bis zum Ende bei Laune zu halten vermag. Insgesamt ist es dennoch ein voller Erfolg, der in Venedig zurecht mit positiven Stimmen aufgenommen wurde.

    The Smashing Machine läuft ab 2. Oktober 2025 in unseren Kinos.

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