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    Startseite » The Trench – Das Grauen in Bunker 11
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    The Trench – Das Grauen in Bunker 11

    Tobias Theißvon Tobias Theiß14. Juli 2019Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Mit The Trench bereichert TV-Regisseur Leo Scherman den Ersten Weltkrieg um eine weitere grauenvolle Facette: Ein unterirdisch gezüchtet und außer Kontrolle geratener Virus lehrt beinharten Soldaten das Fürchten.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=-tR_p4TZuGg“]

    Das Plakat und Cover zu THE TRENCH - DAS GRAUEN IN BUNKER 11 © Tiberius Film
    Das Plakat und Cover zu THE TRENCH – DAS GRAUEN IN BUNKER 11 © Tiberius Film

    Klaustrophobie olé

    In den letzten Tagen des Ersten Weltkriegs wird Leutnant Berton (Rossif Sutherland) zum inoffiziellen Anführer einer Gruppe alliierter Soldaten berufen. Er soll die kampferprobte Truppe durch seine Erfahrung als Tunnelbauer unterstützen, denn die Aufgabe lautet: Das unterirdische Labor von Offizier Reiner (Robert Stadlober) unbemerkt infiltrieren und Beweise für dessen fragwürdige Experimente an deutschen Soldaten sammeln.

    Mit Werbezitaten ist es immer so eine Angelegenheit. Auf kürzeste Phrasen reduziert, wird möglichst mit Schlagworten oder namedropping versucht, Kundschaft anzulocken. Diese Masche mag zeitweise fragwürdige Züge annehmen. So oder so entsteht beim potentiellen Zuschauer eine bestimmte Erwartungshaltung. Im Falle von The Trench fallen die Namen zweier beliebter Genreveteranen. John Carpenters The Thing und Neil Marshalls The Descent. Tatsächlich entfaltet der Auftakt von The Trench eine angenehm klaustrophobische Atmosphäre auf dem staubigen Boden der unterirdischen Bunkergänge. Berton kriecht, nur von flackerndem Feuerschein diffus erhellt, durch die düsteren Gänge eines von Kameraden gebuddelten Tunnels. Vor ihm: Kameraden, die es zu bergen gilt. Etliche Meter über ihm: deutsche Soldaten. Als Berton einen Überlebenden findet, alarmieren dessen Schreie die Deutschen. Die Tunneldecke wird gesprengt und begräbt Berton unter sich. Zwölf Tage benötigt es, bis er sich zurück ins Leben buddelt.

    Offizier Reiner (Robert Stadlober) ist der herrlich größenwahnsinnige Antagonist. | THE TRENCH - DAS GRAUEN IN BUNKER 11 © Tiberius Film
    Offizier Reiner (Robert Stadlober) ist der herrlich größenwahnsinnige Antagonist. | THE TRENCH – DAS GRAUEN IN BUNKER 11 © Tiberius Film

    Klaustrophobie adé

    Diese diffuse Anspannung, in der Stille der meterdicken Erdschichten keine verräterischen Geräusche zu erzeugen, stellt für sich genommen eine enorm spannende Prämisse dar. Und erinnert damit nicht nur an aktuelle Filme (Bird Box, A Quiet Place), sondern an bereits erwähnte garstige Grubengollums von Marshall. Leider wird diese beklemmende Grundstimmung recht schnell vergessen und zerredet. Überhaupt präsentiert sich The Trench überraschend ausschweifend, was die Gesprächigkeit der Figuren anbelangt – für einen Kriegshorrorfilm wohlgemerkt.

    Entsprechend den bisher gebrachten Vergleichen bleibt natürlich noch die Nähe zu The Thing abzuklopfen. Dieser besticht neben seinem abgeschotteten und ausweglos erscheinenden Setting natürlich auch durch die noch heute überzeugenden Effekten von SFX-Guru Rob Bottin und insbesondere durch den Argwohn der Protagonisten untereinander. Durch die perfekte Anpassung und Kopie des außerirdischen Organismus an seinen Wirt konnte sich niemand wirklich sicher sein, wer bereits infiziert ist und wer nicht.

    The Trench verspielt auch diese Chance, Ungewissheit und Beklemmung beim Zuschauer zu streuen. Denn die von Reiners Experimenten Betroffenen sind zu offensichtlich infiziert. Dafür driften die Ergebnisse in erfreuliche Bodyhorrorgefilde ab – wenig überraschend, bedenkt man, dass Regisseur Leo Scherman unter seinem Landsmann David Cronenberg gelernt hat, der wohl unstrittig der Meister des Bodyhorrors ist. Die Effekte stammen vom ebenfalls kanadischen SFX-Künstler François Dagenais, der sein begnadetes Talent bei einer Vielzahl von Filmen bereits unter Beweis gestellt hat. Die Saw-Reihe, Land Of The Dead, Der Blob (1988), besonders einprägsam die kongeniale Serie Hannibal, wurden von ihm mit seinen schaurig-schönen Prothesen und Make-ups zu morbiden Schönheiten. Ende dieses Kinojahres darf man außerdem gespannt sein, welche Kreationen er für Es Kapitel 2 von der Leine lässt.

    Spaghetti? Spulwurm? Was es auch ist, es wurmt gewaltig... | THE TRENCH - DAS GRAUEN IN BUNKER 11 © Tiberius Film
    Spaghetti? Spulwurm? Was es auch ist, es wurmt gewaltig… | THE TRENCH – DAS GRAUEN IN BUNKER 11 © Tiberius Film

    Kommunikation statt Kampf

    The Trench ist kein durchgehendes Gorefest. Die vorhandenen Effekte sind ehrlich handgemacht, aber punktuell und sparsam eingesetzt. Das Dunkel unter der Erde schluckt natürlich auch gern detaillierte Ansichten. Wer sich die Arbeiten von Dagenais und seinem MindwarpFX-Team ohne Postproduktion in voller Blüte anschauen möchte, sollte auf dem Instagram-Channel des Künstlers vorbeischauen – es herrscht aber natürlich Spoiler-Warnung.

    Eine gern gesehene Kombination im fantastischen Kriegsfilm: Nazis, Experimente, Zweiter Weltkrieg. Inhaltlich spielt sich Trench 11, so der originale Titel, im Ersten Weltkrieg ab. Die gern gesehenen Nazischergen gibt es also auch noch nicht. Bleiben Experimente über. Diese fanden im Filmuniversum zwar statt, zu sehen bekommt der Zuschauer davon nichts. Dafür aber deren Strippenzieher in Form von Robert Stadlober. Dieser hatte so offensichtlichen Spaß an seiner Rolle, dass er hart an der Grenze zum Overacting kratzt, aber wegen seiner herzlich fies-diabolischen Art auf jeden Fall im Gedächtnis bleibt. Er erinnert dabei stark an die typischen Filmnazis respektive Mad Scientists, so dass der Film auf sehr subtile Weise fast schon den Charme einer Nazisploitation versprüht.

    Besonders lohnenswert und der Authentizität zuträglich: Den Film mit der originalen Tonspur zu schauen. Denn die sprachlichen Barrieren, die die Treffen der verfeindeten Parteien grundsätzlich mit sich bringen, erscheinen so deutlich spannender.

    Musikalisch pendelt The Trench zwischen treibenden Synthietönen und düsteren, spannungsfördernden Arrangements. Ersteres mag wenig dem Horrorthema entsprechen, fördert aber das Tempo im überraschend entschleunigten Film. Das Hauptaugenmerk liegt in der ersten Hälfte des Films klar auf der Gruppe alliierter Soldaten und deren Auseinandersetzungen untereinander. Highlight sind dann letztendlich aber doch die wenigen actiongeladenen Sequenzen und zugehörigen Effekte.

    Berton (Rossif Sutherland) buddelt sich Meter für Meter vorwärts. | THE TRENCH - DAS GRAUEN IN BUNKER 11 © Tiberius Film
    Berton (Rossif Sutherland) buddelt sich Meter für Meter vorwärts. | THE TRENCH – DAS GRAUEN IN BUNKER 11 © Tiberius Film

    The Trench – Zwischen den Stühlen

    Dass die Experimente und der vermeintlich hochgefährliche Virus schlussendlich nur zur Randnotiz werden, ist mager. Mehr Hintergrundinformationen und mehr tollwütige Infizierte hätten dem gesamten Tempo gut getan. Schade auch, dass bei den gegebenen Bedingungen die Effekte doch so sparsam eingesetzt wurden. Mit dem Talent der MindwarpFX-Crew hätte man ein herrlich ekliges Wurmzucken entfesseln können. The Trench erinnert so etwas an Frankenstein’s Army, der auch noch viel mehr Wahnsinn aus seiner Grundidee hätte holen können. Der Spagat zwischen düsterem Kriegsdrama und ekligem Bodyhorror ist dankbar, in der Umsetzung aber doch noch etwas gebremst. Interessenten vom dicker budgetierten Operation Overlord könnten hier einen Blick wagen, müssen sich dann aber auf spärlicheren Actioneinsatz einstellen.

    The Trench ist am 4.7.2019 auf dem deutschen Markt erschienen und kann entweder als DVD, Blu-ray oder VoD erworben werden. Der Streifen ist mit seiner Freigabe von 16 Jahren ungeschnitten.


    © Tiberius Film

    Tobias Theiß

    Tobi ist bereits gute 7 Jahre an Bord und teilt so fast 20% seiner Lebenszeit mit Filmtoast. Wie es ursprünglich dazu kam ist so simpel wie naheliegend. Tobi hatte unregelmäßig auf Seiten wie Schnittberichte Reviews zu Filmen verfasst und kam über diverse facebooksche Filmgruppen und –diskussionen in Berührung mit dem damaligen Team von Filmtoast (die Älteren erinnern sich: noch unter dem Namen Movicfreakz) und wurde daraufhin Teil dessen.
    Thematisch ist er aufgeschlossen, seine feste Heimat hat er jedoch im Horrorfilm gefunden, da für ihn kein anderes Genre solch eine breite Variation an Themen und Spielarten zulässt. Kontroverser Ekelschocker, verstörender Psychothriller oder Elevated Horror – fast alles ist gern gesehen, auch wenn er zugeben muss, dass er einen Sweet Spot für blutrünstig erzählte Geschichten besitzt.
    Tobi geht zum Lachen jedoch nicht (nur) in den blutverschmierten Keller, sein Herz schlägt unter anderem bei Helge Schneider, dänischem schwarzen Humor oder den Disyneyfilmen seiner Kindheit höher.
    Kinogänge vollzieht er am liebsten im städtischen Programmkino, zum Leidwesen seiner filmisch weniger affinen Freunde, meidet er große Kinoketten wie der Teufel das Weihwasser. Am liebsten geht er seiner Filmleidenschaft jedoch in den eigenen vier Wänden nach, um den viel zitierten Pile of Shame seiner physischen Filmsammlung abzuarbeiten.
    Tobi lebt in Sachsen-Anhalt, ist beruflich in einer stationären außerklinischen Intensivpflege verankert und hat mit der Begeisterung zum Film und dem Schreiben darüber den für sich perfekten Ausgleich zum oftmals stressigen Arbeitsalltag gefunden.

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