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    Action Filme Historienfilm

    Uprising

    Jan Wernervon Jan Werner11. Oktober 2024Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Uprising ist das neue Historienepos aus Korea, geschrieben von Mastermind Park Chan-wook, mit dem der Streamer mit dem roten „N“ einen Frontalangriff auf FX‘ Shōgun wagt. Kann der Newcomer punkten – oder ist gar eine Koexistenz wünschenswert?

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    Uprising – Die Story

    Dies ist eine Geschichte über zwei Männer, die den unentrinnbaren Krieg und seine Wirren miterleben.
    Im Jahr 1592 flieht König Seonjo aus der Hauptstadt, um der immer weiter vorrückenden japanischen Armee zu entkommen. Hinter ihm geht der Palast in Flammen auf und mit ihm brennt die Wut seines Volkes. Cheon-yeong hat sein ganzes Leben lang dafür gekämpft, der Knechtschaft zu entkommen. In der Hoffnung, als Gegenleistung für seinen herausragenden Dienst an seinem Land die Freiheit zu erhalten, greift er zum Schwert. Jong-ryeo ist zwar der einzige Sohn der angesehensten militärischen Familie in Joseon, doch sein Umgang mit dem Schwert lässt zu wünschen übrig. Als sein Freund Cheon-yeong die Aufnahmeprüfung für die Armee für ihn besteht, versucht Jong-ryeo seinen Vater zu überzeugen, Cheon-yeong dafür aus der Knechtschaft zu entlassen.
    Als der Krieg gegen Japan ausbricht, flieht Cheon-yeong und schließt sich der Miliz an. Jong-ryeo glaubt währenddessen zu Unrecht, dass Cheon-yeong auf der Flucht seine Eltern getötet hat. Nach sieben grausamen Kriegsjahren hat Cheon-yeong es durch seine herausragenden militärischen Fähigkeiten an die Spitze der Miliz geschafft. Jong-ryeo kehrt derweil in die Hauptstadt Hanyang zurück, um sich für den Tod seiner Familie zu rächen. In einem Joseon, das nur noch aus Trümmern besteht, erheben zwei Männer die Schwerter gegeneinander – der eine ist auf der Seite des Volkes, der andere auf der Seite des Königshauses.

    Koreas Antwort auf Shōgun?

    In diesem Frühjahr machte die FX-Historienserie Shōgun mächtig Wirbel, wurde – völlig zurecht – dann im September mit einer Rekordanzahl an Emmys prämiert. Nun kommt mit Uprising eine auf den ersten Blick erstmal ähnlich gelagerte Produktion zur Konkurrenz bei Netflix: Zwar geht es hier nicht ums feudale Japan, aber die Sitten und Gebahren, die nachskizziert werden, sind auch in Korea damals einem ähnlichen System entsprungen. Klare gesellschaftliche Klassen, Erbmonarchie, und über allem schwebend, ein Höchstmaß an Gesichtswahrung als verbindendes Element über alle Gesellschaftsschichten hinweg. Doch während es in der Verfilmung der Cromwell-Romane bei Disney Plus um die Geschichte dynastischer Verwerfung aus der Perspektive eines europäischen „Eindringling“ ging, ist die Story hier im Kern wesentlich kleiner gehalten: Denn Uprising ist im Gewand eines extrem aufwendig inszenierten Historiendramas eigentlich eine klassische – ja fast Shakespear’eske – Freundschaftsparabel.

    Gräuel, Epik, Freundschaft

    Wir begleiten also zwei aus gänzlich unterschiedlichen Klassen entstammenden Protagonisten. Dabei geht es vordergründig um die Abbildung und Anprangerung der sozialen Hürden, die so etwas einfachem wie einer freundschaftlichen Verbindung im Wege stehen. Das ist natürlich nicht das erste Mal, dass es um familiäre und politische Grenzen von Beziehungen geht, aber vor dem Hintergrund dieses historischen und regionalen Kontext, wirkt das Ganze doch erstaunlich frisch und unverbraucht.

    Uprising hat aber noch weitaus mehr in seinen dafür wahrscheinlich zu kurzen zwei Stunden zu erzählen: Es geht um Auflehnung und Rebellion, Pathos und Missverständnisse, Schuld und Sühne. Dem Skript ist es extrem hoch anzurechnen, wie es trotz der knappen Laufzeit gelingt, so viel unter einen Hut zu bekommen. Natürlich werden manche Aspekte etwas zu wenig beleuchtet und dementsprechend wäre – vor allem im Vergleich mit Genre-Benchmark Shōgun – auch hier womöglich die Umsetzung in Serienform eine Option gewesen.

    Doch dann hätte sich einerseits noch direkter der Gegenüberstellung preisgegeben, die man aufgrund der doch deutlich niedrigeren Produktionswerte, der schwächer geschriebenen Nebenfiguren und der flacheren Subebene nicht gewinnen hätte können. Andererseits aber gibt es ja immer noch Abonnenten, die sich vor Serien aufgrund eines längeren Commitments scheuen und die man daher von vornherein nicht erreicht hätte.

    Zugänglich, kurzweilig, hochwertig

    Und damit sind wir dann auch bei den Vorteilen der Filmumsetzung von Uprising angekommen. Da der Fokus hier, wie geschrieben, deutlich herausgearbeitet wird und einige Backgrounds gut erklärt werden, ist dieses Historiendrama verhältnismäßig „einsteigerfreundlich“. Man braucht also keine umfangreichen historischen Kenntnisse, während man bei Shōgun doch immer wieder auf geschichtliche Tatsachen anspielt, diese aber nicht wirklich aufbereitet. Und selbst wenn man überhaupt kein Interesse an dem historischen Verhältnis zwischen Japan und Korea haben sollte, was hier doch das Fundament der Geschehnisse ist, kann man die Produktion als überaus gut konstruierten Historien-Actionfilm genießen. Denn in Sachen Schwertkämpfe und Feldschlachten steht man hinter Last Samurai und Co. in Nichts zurück.

    Die Ausstattung ist überdies wirklich ein Augenschmaus, die Kameraarbeit fantastisch und selbst dass man hier ab und an kleine Wortwitze hineingeschrieben hat und mit einem rockmusikalischen Score arbeitet, sorgt mehr für Kontur und Eigenständigkeit, als dass es aus der Immersion herausreißen würde. Wenn man Sand im Getriebe finden möchte, dann ist dieser im Ensemble zu suchen. Die Hauptfiguren sind stark geschrieben, ausgearbeitet und überzeugend verkörpert durch Gang Dong-won und Park Jeon-min. Das ist natürlich die Hauptsache bei einer auf zwei Figuren konzentrierten Haupthandlung. Der Nachteil davon, dass die Nebencharaktere dahinter deutlich abfallen, ist, dass deren Schicksale dann wenig unter die Haut gehen.

    Für mich war dies aber mehr als zu verschmerzen, da auch die politische Botschaft, die hier geschickt und nicht zu aufdringlich eingewoben wurde, sogar noch eine weitere Ebene aufmacht, die anderen Historiendramen kaum mal so pointiert gelungen ist.

    © Netflix

    Unser Fazit zu Uprising

    4.0 Stark

    Wow! Uprising ist mal wieder der Gegenbeweis für alle Kritiker der Netflix-Eigenproduktionen: Vom viel kritisierten Einheitslook ist ebensowenig zu spüren wie von unterwältigenden Schauwerten. Man kann sich an den Bildern erfreuen, in eine für die kompakte Laufzeit komplexe Story vertiefen oder schlicht an dem ein oder anderen Gemetzel ergötzen. Die Handschrift von Park Chan-wook im Skript ist spürbar, die Einflüsse der Dramen Shakespeares ebenso. Somit ist dieses Historienepos eine Empfehlung für alle, die nur ein Minimum an Interesse für Korea und dessen Geschichte mitbringen und für alle, die Lust auf eine emotionale Geschichte von zwei Freunden haben, zwischen denen mehr als nur ein Klassenunterschied liegt.

    Uprising ist am 11. Oktober 2024 bei Netflix gestartet.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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