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    We are Zombies

    Simon Eultgenvon Simon Eultgen11. September 2024Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Alle 4 Hauptfiguren stehen blutüberströmt nebeneinander in einem Club voller Zombie-Leichen
    Immerhin im Finale wirds blutig und dafür ist man doch da, oder? © Capelight
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    Es gibt sie wie Sand am Meer: Zombie-Komödien. Aber wenn die kreativen Köpfe hinter Turbo Kid und Summer of 84 am Werk sind, dürfte es wohl alles andere als langweilig werden. We are Zombies ist jetzt endlich nach seiner Premiere auf dem Fantasy Filmfest auch im Heimkino verfügbar.

    Das Mediabook-Cover von We Are Zomvies vom Verleih Capelight
    © Capelight

    Die Handlung von We Are Zombies

    In einer nahen Zukunft hat die Zombie-Apokalypse nun tatsächlich stattgefunden. Das ist allerdings gar nicht so dramatisch, weil die Untoten friedlich sind. Viel schlimmer ist dagegen die Überbevölkerung, die dadurch entsteht, dass niemand mehr unter die Erde kommt.

    Die Coleman Corporation hat deshalb einen „Retirement Service for the Living-Impaired“ ins Leben gerufen. Wem die Verstorbenen zuhause zur Last fallen, der kann sie abholen lassen (und der Forschung zur Verfügung stellen). Dafür sorgt ein freundlicher Abholservice.

    Genau hier kommen die abgebrannten Loser Freddy und Karl ins Spiel. Als Mitarbeiter von Coleman Corporation verkleidet stehlen sie die Aufträge, indem sie früher am Abholort erscheinen. Die Zombies verticken sie dann illegal weiter. Während sich die beiden damit gerade so über Wasser halten, nutzt Karls Schwester Maggie diese Maskerade als Rache an ihrem alten Arbeitgeber. Dieser hatte sie vor die Tür gesetzt.

    Das Zombie-Jäger-Trio bleibt allerdings nicht lange unbehelligt und so zeigt sich, dass kleine illegale Handlungen zu viel größeren Problemen führen.

    Freddy Karl und Maggie sitzen nebeneinander und starren auf den Fernseher
    Nicht die Helden, die wir brauchen, aber die, die wir verdienen? Freddy, Karl und Maggie © Capelight

    Viel Herz, wenig Hirn

    We Are Zombies ist als spaßig gemeinte Horror-Komödie eine dieser typischen Festival-Filme. Wie sollte es auch anders sein, wenn RKSS (namentlich François Simard, Anouk Whissell und Yoann-Karl Whissell) dahintersteckt. Das Filmemacher-Trio hat mit Turbo Kid und Summer of 84 schon eine eigene (und eigenwillige) Handschrift etabliert.

    Etwas Humor, schrullige Charaktere, absurde Gewalt – wer Blockbluster zu konfektioniert für bestimmte Zielgruppen findet, könnte hier im Glashaus sitzen, wenn er plötzlich andere Maßstäbe ansetzt. Denn das ist Schema F für Genre-Fans.

    Dieser neue RKSS-Film, der passenderweise auf dem Fantasy Filmfest 2023 zuerst gezeigt wurde, ist nun schnell durchschaut (und dadurch nur bedingt spannend). Die Hauptfiguren sind zwei bewusst dümmliche Nerds, Alltagsloser, die sich mit nicht ganz so legalem Geschäft über Wasser halten. Die Sympathien sind dennoch klar verteilt, wenn auch ihnen von den eigentlich viel Böseren übel mitgespielt wird.

    Übel mitgespielt hat mir als Genre-Fan der stumpfsinnige Humor, der tief in Nerdklischees wie Masturbieren vor dem PC badet und kein Fettnäpfchen auslässt. Das führt zu so lustig gemeinten Rohrkrepierern wie zum Beispiel, dass Freddy das Wort „Metaphor“ ständig falsch ausspricht, weil es für seinen einfachen Intellekt anscheinend zu kompliziert ist.

    Wäre das Tempo und die Schlagzahl der Gags höher, wäre das wohl noch zu verkraften. Leider wird vieles zu Tode geritten, wenn sich ausschweifend über „Arschloch“ als Beleidigung unterhalten wird, weil Karl es sehr gemein findet. Denn Arschlöcher sind sehr hässlich, wie er anhand seines eigenen im Spiegel gesehen hat.

    Jap, das ist der Humor von We are Zombies.

    Alle 4 Hauptfiguren stehen blutüberströmt nebeneinander in einem Club voller Zombie-Leichen
    Immerhin im Finale wirds blutig und dafür ist man doch da, oder? © Capelight

    Null Ideen im Zombie-Genre

    Wer wie ich so gar nicht vom Humor abgeholt wird, schaut bei We Are Zombies auch mal links und rechts. Die Prämisse, dass die Zombies nun unter uns koexistieren ist dabei nicht neu. Fido brachte 2006 das Thema schon satirisch-bissig auf den Punkt, weil die Zombies dort durch ein Halsband domestiziert wurden. In diesem Film ist es einfach, wie es ist: Zombies sind nicht aggressiv (ja und jetzt?).

    Kann diese Idee eigentlich irgendwohin führen? RKSS wissen es zumindest nicht, denn die Handlung in dieser Zombiewelt ist absolut austauschbar. Es geht um Entführung und Erpressung, wobei die eigentlichen Helden selbst andere abzocken und nun gerade stehen müssen, indem sie selbst entführen.

    Braucht es dafür diese Welt? Natürlich nicht und so verdient sich auch nur das letzte Drittel noch die Einordnung „Splatter“, mit der für meinen Geschmack etwas zu sehr geworben wird. Dass die Zombies dementsprechend nicht bis zum Ende brav und harmlos bleiben, ist nicht mal ein Spoiler, sondern eine Notwendigkeit.

    Hier und da gibt es schön handgemachte Effekte und ein im Radkasten des Autos verkeilter Zombie ist dann immerhin der Humor, von dem ich dringend mehr gebraucht hätte. Auch der große böse Konzern, der sich scheinbar liebevoll um die Zombies als Belastung kümmert, ist erstmal interessant, gerade weil Zombiefilme seit jeher gesellschaftspolitische Projektionsfläche sind. Leider wird dieser Gegenspieler nur aufs nötigste abgefrühstückt, um seine Funktion zu erfüllen.

    Der immer wieder reinstoßende Synthie-Score ist ebenso als Geschmackssache zu verbuchen, in seiner Häufigkeit bleibt er leider nur als billiges Gedudel im Ohr.

    Mein Fazit zu We Are Zombies

    We Are Zombies ist eine maue Zombie-Komödie mit teilweise peinlich blöden Gags und schwachen Hauptfiguren von der Stange. Auch die Prämisse um gutartige Zombies führt leider nirgendwohin und so darf sich jeder Genre-Fan höchstens auf den soliden Splatter- und Gore-Gehalt freuen, der etwas Farbe in den Film bringt.

    Auch das wird allerdings so angepriesen, dass es enttäuschen kann, wenn die Erwartungshaltung „Splatter-Komödie“ das Hauptargument ist, um den Film anzuschauen. Die kurze Lauflänge ist hier noch das Stimmigste, denn wenn einem nicht allzu viel einfällt, sollte das Ganze auch nicht gestreckt werden.

    Keine Bruchlandung, aber ein wirklich schnell vergessenes Genre-Filmchen nach Schema F.


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