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Die fünfköpfige Entenfamilie schwimmt auf einem Teich am Abend

Raus aus dem Teich

Der Teich ist nicht genug, denkt sich eine 4-köpfige Entenfamilie und zieht zum ersten Mal los in die große weite Welt. Raus aus dem Teich ist der aktuelle Animations-Hit von den Minions-Schöpfern Illumination.

RAUS AUS DEM TEICH Trailer German Deutsch (2023) @FilmtoastDE

TitelRaus aus dem Teich (OT: Migration)
Jahr2023
LandUSA
RegieBenjamin Renner
DrehbuchMike White
GenreAnimationsfilm, Komödie
DarstellerKumail Nanjiani, Elizabeth Banks, Keegan-Michael Key, Awkwafina, Danny DeVito
Länge83 Minuten
FSKab 0 Jahren freigegeben
VerleihUniversal Pictures
Das offizielle Blu-ray Cover von Raus aus dem Teich
© Universal Pictures

Die Handlung von Raus aus dem Teich

Die vierköpfige Entenfamilie um Vater Mack, Mutter Pam, den Jungen Dax und das Mädchen Gwen lebt in einem beschaulichen Teich mitten im Nirgendwo. Während Mack am liebsten für immer hier bleiben würde, denn außerhalb des Teichs drohen seiner Meinung nach die schlimmsten Gefahren, möchte der Rest endlich aus dem langweiligen Alltag ausbrechen und die Welt entdecken.

Unter dem Wehklagen seiner drei Familienmitglieder gibt auch Mack schließlich nach und zusammen mit Onkel Dan machen sie sich auf einen langen und abenteuerlichen Weg Richtung Jamaika.

Harmloser Familienspaß

Mit seiner unbeschränkten Altersfreigabe setzt Raus aus dem Teich bereits die Erwartungshaltung für dieses knackige 83-minütige Abenteuer. Denn hier steht der harmlose Spaß für Groß und Klein und eben die ganze Familie im Vordergrund. Wer bereits mit Filmen der Animationsschmiede Illumination vertraut ist, wird hier auch wie gewohnt abgeholt. Da wäre zum einen der einfach gehaltene (Slapstick-)Humor wie bei Minions oder auch das rasante Erzähltempo eines Super Mario, das weitestgehend erfolgreich kaschiert, das hier inhaltlich absolut nach Schema F verfahren wird.

So wird auch die vier- bzw. fünfköpfige Familie in einfache Rollen gezwängt. Der seltsame Onkel, der pubertierende und sich selbst überschätzende Jugendliche oder das süß-naive Kind sind dankbare Stereotype, die auch kleinere Zuschauer:innen gut nachvollziehen können. Auch das Erzählprinzip ist für Erwachsene schnell ausgemacht, denn hier läuft im Grunde alles nach der „Fish“ bzw. „Duck out of Water“-Idee ab, was hier im wortwörtlichen Sinne mehr als passend ist.

Die fünfköpfige Entenfamilie schwimmt auf einem Teich am Abend
Aufbruch ins Ungewisse: Die Entenfamilie macht sich auf ins Abenteuer © Universal Pictures

Statt die Enten dabei in nur ein neues Setting zu werfen, hat Raus aus dem Teich einige unterschiedliche Episoden im Sinne eines Roadmovies zu bieten. Neben einer großartig mit Horrormotiven spielenden Übernachtung bei Fischreihern gibt es auch eine amüsante Sequenz, in der eine sektenähnliche Gruppe von Gänsen schmerzhaft erfahren muss, warum ihre Halter sie so liebevoll umsorgen.

Und auch der klassische Gegensatz von Landei vs. Städter wird genutzt. Dass die weltfremden Enten plötzlich in einer riesigen Metropole landen, ist zwar inhaltlich absehbar, aber audiovisuell wie so vieles wieder mal gelungen.

State of the Art Animation

Raus aus dem Teich ist schnell – sowohl in seiner Action als auch in seinen Dialogen. Was für manche an einigen Stellen zur Nervenprobe werden könnte, ist vor allem in den Actionmomenten wirklich packend inszeniert. Vor allem weil die Kameraperspektive oftmals die Geschwindigkeit und Hektik mustergültig einfängt, zum Beispiel, wenn die Entenfamilie plötzlich in der Großstadt landet. Dann lauern unzählige Gefahrenquellen in kürzester Zeit und es heißt ducken, springen, links, rechts, drüber und drunter. Und der starke Look in Sachen Farbgebung und Lichtsetzung sorgt zusammen mit der Reiseroute gen Süden für ein sommerliches Feeling. Das macht Raus aus dem Teich wirklich angenehm zu schauen.

Entenvater Mack fliegt über ein Waldgebiet
Die Flugszenen sind optisch besonders gelungen © Universal Pictures

Bei dem ganzen Gequassel oder besser Geschnatter der Figuren sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass die deutsche Synchronisation wieder mal interessante Castingentscheidungen mit sich bringt. Elyas M’Barek als Entenvater bringt zumindest Erfahrung als Schauspieler mit, auch wenn er stimmlich eher blass bleibt. Jorge Gonzalez als eingesperrter Papagei darf dagegen, wie von seinen TV-Auftritten bekannt, sein ganz eigenes Ding durchziehen, was seiner Figur zwar Charakter aber auch reichlich Nervfaktor gibt.

Aber richtig enttäuschend in diesem durch und durch soliden Animationsspaß ist letztlich nur der namenlose Küchenchef, der als Antagonist eine wiederkehrende Rolle einnimmt, aber keinerlei Profil bekommt. So erfüllt er nur das Allernötigste, um als Gefahr den Film voranzutreiben, was reichlich verschenkt ist.

Unser Fazit zu Raus aus dem Teich

Raus aus dem Teich ist ein rasantes und abwechslungsreiches Roadmovie für Groß und Klein, das mit seiner einfach und klar gehaltenen Botschaft Mut macht, neue Dinge auszuprobieren und aus seiner eigenen Komfortzone auszutreten. Auf Dauer folgt das Abenteuer jedoch zu sehr der Devise „laut und schnell“. Die Zahl der gelungenen Gags ist doch arg überschaubar. Gerade im Vergleich zu Disney- und Pixarproduktionen fehlen lustige Sidekicks und das eigentlich viel anbietende Erzählprinzip des „Fish out of Water“ wird nicht wirklich originell und überraschend genug genutzt.

Raus aus dem Teich ist seit dem 7. März im Heimkino zu sehen.

 

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Zuletzt aktualisiert am 18. März 2024 um 17:26 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.
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© Universal Pictures

Simon Eultgen

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